Details
eine kurze geschichte von fast allem
Autor/Autoren: Bill Bryson
672 Seiten, Taschenbuch
Goldmann
UPC/EAN: 9783442460717
ISBN-10: 3-44246-071-9 (3442460719)
ISBN-13: 978-3-44246-071-7 (9783442460717)
Stichworte: [Wissenschaft] [TB/Sachbücher/Lexika, Nachschlagewerke] [Naturwissenschaften] [Technik allg.] [Naturwissenschaft; Einführung (pop.)]
Ähnliche Produkte: [Streiflichter aus Amerika: Die USA für Anfänger und Fortgeschrittene][Streifzüge durch das Abendland: Europa für Anfänger und Fortgeschrittene][Frühstück mit Kängurus: Australische Abenteuer][Reif für die Insel. England für Anfänger und Fortgeschrittene: Reif Fur Die Insel; England Fur Anfannger Und Fortgeschrittene][Lexikon des Unwissens: Worauf es bisher keine Antwort gibt]
Bill Bryson, bislang vor allem bekannt für seine amüsanten
Reiseberichte, hat sich diesmal einem anderen Thema zugewandt oder besser:
so ziemlich allen anderen Themen, die es gibt. Denn in Eine kurze
Geschichte von fast allem unternimmt er nichts Geringeres als den Versuch,
die Welt und das Universum auf knapp 700 Seiten zu erklären.
Ausgangspunkt ist ein traumatisches Erlebnis. In einem Schulbuch entdeckte
der kleine Bill eine Abbildung, auf der man das Erdinnere sehen konnte.
Doch das Buch war sterbenslangweilig, und vor allem beantwortete es keine
der Fragen, die Bill auf den Nägeln brannten. Fragen wie "Warum verbrennen
wir uns am Erdboden nicht die Füße, wenn das Erdinnere so heiß ist?" Und
vor allem: "Woher wissen die das alles?" Die Enttäuschung des kleinen Bill
war -- bei allem Mitgefühl -- ein Glück für uns. Denn nur deshalb können
wir heute dieses großartige, urkomische, lehrreiche Buch lesen. Worum
geht es? Zum Beispiel darum: das Universum und seine Entstehung; Albert
Einstein und die Quantentheorie; die Feinheiten der Teilchenphysik; die
Wunder der Tiefsee und die Entstehung des Lebens; Mikroorganismen und
Fossilien; die Entdeckung der DNA und die Entwicklung des Menschen. Doch
wer sich fragt: "Woher wissen die das alles?", der muss sich zwangweise
auch und vor allem für die Menschen interessieren, denen wir unser Wissen
verdanken. Und so wimmelt es in diesem Buch vor skurrilen Typen, verkannten
Entdeckern, passionierten Amateuren und unglaublichen Zufällen. Denn
Wissenschaft ist ein Teil des Lebens und Wissenschaftler sind auch nur
Menschen. Da gibt es den australischen Reverend, der mit seinem kleinen
Fernrohr mehr Supernovae entdeckt hat, als alle modernen
Hochleistungsteleskope zusammen. Oder den britischen Gentleman, der
Muscheln in seinem hohlen Gehstock aus einem Museum schmuggelte. Oder den
Mann, der uns nicht nur das Blei im Benzin bescherte, sondern die FCKWs
gleich oben drauf etc. Wer Bill Bryson mag, wird dieses Buch lieben. Wer
sich für die Wissenschaft von fast allem interessiert, ebenso. Und selbst
wenn Sie schon eine Menge über das Universum und den ganzen Rest wissen:
Dieses Buch hält garantiert auch für Sie noch einige Überraschungen bereit.
--Gabi Neumayer Aus der Amazon.de-Redaktion
Kundenmeinungen:
+++++ (ein Amazon Kunde): Klassiker
Mehr kann man dazu nicht sagen. Sicher kann man in einem Buch nicht
alles zur Entstehung von Weltall und Menschheit sagen und auch nicht alle
Gebiete der Physik, Chemie, Biologie und Astronomie vollständig abgrasen,
aber dem Autor gelingt es meisterhaft in einem guten Plauderton sehr viel
Interessantes zu diesen Themen in einer witzigen Art unterzubringen.
Hinterher weiß man nicht (fast) alles, aber sehr viel mehr, man versteht
Zusammenhänge und bekommt Lust sich mit manchen Dingen intensiver und
vielleicht auch wissenschaftlicher zu befassen.
5 Sterne von mir!
+++++ (ein Amazon Kunde): Almanach des Wissens
Ein Sachbuch, 672 Seiten stark.
Es ist nicht mehr und nicht weniger, als die Geschichte von allem. Um
genau zu sein: "Eine kurze Geschichte von fast allem".
Und wenn man es gelesen hat, kann man dem fast nur noch hinzufügen:
Es stimmt. Es steht gefühlt alles erklärt darin.
Vom Aufbau des Universums, von Atome, der Chemie, Physik, Geologie,
Paläontologie und so weiter. Das alles als rein Fakten wär öde, fad, schwer
verdaulich.
Bill Bryson reichert dies alles aber an mit einer Vielzahl von
Geschichten und Anekdoten rund um die verschiedenen Entdeckeungen und
Experimente, mit Hintergründen zu den Forschern, ihren Verbindung,
Feindschaften und Freundschaften.
Wenn man nur 5 Promille dessen behalten würde, was das Buch fast, man
würde als allwissend gelten.
++++ (ein Amazon Kunde): Man sollte nicht zu Depressionen neigen....
...wenn man sich an diese Wälzer heranwagt. Die menschliche Existenz
steht auf wackeligen Beinen. Ein fehlgeleiteter größerer Asteroid, die
nächste anstehende Eiszeit (alle reden von Treibhauseffekt, da wird das
Pendant gerne mal übersehen), ein mutierter, außer Kontrolle geratener
Virus, größere tektonische Verschiebungen und das Leben wäre nicht mehr so,
wie wir es kennen. Zum Glück wird unser Zentralgestirn noch ein paar
Millionen Jahre weiterbrutzeln, bevor seine Energie aufgebraucht sein wird.
Abgesehen davon hat das über 600 Seiten starke Buch den Anspruch,
eine Geschichte von fast allem zu erzählen, zumindest in
naturwissenschaftlicher Richtung. Da kann vieles natürlich nur angerissen
werden. Doch nach seiner aufmerksamen Lektüre, hat sich zumindest bei mir
so manche Wissenslücke geschlossen. Das Werk ist gut leserlich geschrieben
und eignet sich durch auch als Bettlektüre. Etwas negativ fällt auf, dass
mit Jahreszahlen und Biografiedaten nur so um sich geworfen wird. Jedoch
vieles an Detailwissen zu den Wissenschaftlern und hellen Köpfen ist rasch
gelesen und ebenso schnell auch wieder vergessen.
Die Grenzenlosigkeit des Welt, sowohl in die eine Richtung
(unendliche Dimensionen des Weltalls) wie auch in die andere (immer wieder
neue Unterteilung der Atomteile), die Zufälligkeit der Entstehung des
Lebens auf der Erde, die Wahrscheinlichkeit von weiterem intelligenten
Leben auf anderen Planeten, die Theorie der unendlichen Wiederholbarkeit
der Entstehung der Welt lassen den Mensch und die komplette menschliche
Kulturgeschichte plötzlich sehr klein und sandkornartig erscheinen. Doch,
es ist das einzige, was wir haben.
Wir sollten es achtsam behandeln.
+++++ (ein Amazon Kunde): Tolles Buch zum immer-wieder-lesen
Ich habe dieses Buch bestellt, nachdem ich nach einem mehr oder weniger
langweiligen Nachmittag in der Stadt in einem Buchladen darauf gestoßen bin
und mich festgelesen habe. "Eine kurze Geschichte von fast allem" ist eines
der wenigen naturwissenschaftlichen Büchern, die ich regelrecht
verschlungen habe, und das einzige, bei dem ich mich bisher dazu hinreißen
lassen habe, die interessantesten und lustigsten Fakten rauszuschreiben.
(Wussten Sie zum Beispiel, dass an der Hungersnot in Irland 1815 ein
Vulkanausbruch in Indonesien schuld war, der außerdem für ein "Jahr ohne
Sommer" und eine verdunkelte Sonne sowie dafür, dass selbst im Juni morgens
noch Frost lag, verantwortlich war? Oder kannten Sie die Geschichten von
James Croll und Dubois?)
Bill Bryson schafft es, selbst die trockensten Gebiete der Physik so
zu beschreiben, dass man als Laie mitkommt und des Öfteren ins Grübeln
gerät - über Wissenschaft, Menschen und das Leben im Allgemeinen. Die
gesamte Welt der Naturwissenschaften wird sehr menschlich dargestellt;
Bryson erzählt nicht nur, was jemand herausgefunden hat, sondern auch, was
für eine Art Mensch dieser Forscher war. So erfährt man als Leser einiges
über die Eigenarten ekzentrischer Briten, die sich vornehmen, jedes Tier
auf der Welt einmal gegessen zu haben, oder geniale Theorien
entwickeln,ohne irgendjemandem davon zu erzählen (solche Forscher warfen
die Naturwissenschaften teilweise um Jahrzehnte zurück...), über
Australier, die Nachts nach explodierenden Sternen suchen und mit ihrem
kleinen Teleskop mehr davon finden als die Profis an den Unis, darüber, wie
ungerecht es teilweise in der Welt der Wissenschaftler zugeht ("Jemand
entdeckt etwas, alle lachen ihn aus, später entdeckt jemand anders genau
das gleiche und wird als Genie gefeiert"), und ganz nebenbei frischt man
auch noch sein Allgemeinwissen auf.
Die zahlreichen Anekdoten über Wissenschaftler und ihre Eigenarten,
Unglücke, und Bretter vorm Kopf lockern das Lesen ungemein auf, auch wenn
die vielen Namen irgendwann verwirrend werden (an ein paar wenigen Stellen
habe ich zurückgeblättert, um herauszufinden, wer doch gleich ein
bestimmter Wissenschaftler war, an anderen Stellen erledigt Bryson das
gleich selbst mit Anmerkungen wie "das war der, der jedes Tier einmal essen
wollte"). Insgesamt kann ich sagen, dass es etwas für ein Sachbuch höchst
ungewöhnliches geschafft hat: mich von einer Emotion in eine andere zu
stürzen. Es gab Stellen, an denen ich einfach nur nach lachen konnte über
die Ideen mancher Forscher, andere Fakten über die Geschichte der Welt oder
auch das All haben mich so nachdenklich gemacht, dass ich das Buch kurz
weglegte, um alles erst einmal sacken zu lassen, und an einigen wenigen
Stellen war ich regelrecht traurig (einmal aus Mitleid mit einem
Wissenschaftler, dem das Schicksal wirklich hard zusetzte) oder wütend (auf
"Wissenschaftler", die ihre Zeit damit zubrachten, die letzten Tiere
irgendeiner Art zu finden und zu töten/zu essen/auszustopfen oder sonst
was, zum Beispiel).
Wer Vorwissen in einigen der Bereiche hat, die hier abgehandelt
werden, wird die Informationen wohl eher dürftig finden - allerdings ist
das Buch ja für ein Laienpublikum geschrieben, von daher geht das meiner
Ansicht nach in Ordnung. Teilweise holt Bryson in seinen Erklärungen meiner
Meinung nach zu weit aus, und in dem Bemühen, alles absolut verständlich zu
schreiben, geraten diese Passagen dann etwas langatmig und man muss sich
fast schon duchquälen. Viele solcher Stellen gibt es allerdings zum Glück
nicht, und beim erneuten Lesen kann man sie dann ja überspringen. Das
einzige, was mich wirklich etwas gestört hat, war der moralische Unterton
gegen Ende des Buches; man sollte meinen, dass Leser von alleine auf die
Idee kommen, dass Artenschutz etwas gutes ist und dass wir riesiges Glück
haben, überhaupt zu existieren, also bitte die Welt nicht kaputtmachen
sollen. Hätte er lediglich das Motiv wiederholt, das schon am Anfang
auftaucht, nämlich die Räselhaftigkeit des Lebens und die bloße Tatsache
(ohne Deutung...), dass die Existenz der Menschen ein Glücksfall ist, wäre
ich glücklicher gewesen. Aber gut, das ist Haarspalterei... Alles in allem
hat mir das Ende trotzdem gut gefallen, weil man selbst nach dem Zuklappen
des Buches nicht das Nachdenken über das Thema aufhört.
Fazit: Ein unterhaltsames, gut lesbares Buch, das eine große Menge an
Wissen vermittelt, ohne dass man es während dem Lesen so recht merkt. Ob
man nur schmökern oder das ganze Buch lesen will, spielt keine Rolle, es
ist in jedem Fall absolut empfehlenswert!
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