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jamies kochschule. jeder kann kochen
Autor/Autoren: Jamie Oliver
Herausgeber: Dorling Kindersley
Gebundene Ausgabe
Stichworte: [HC/Ratgeber/Essen, Trinken/Allgemeine Kochbücher, Grundkochbücher] [Allg. Kochbücher, Grundkochbücher] [Ratgeber / Essen und Trinken] [Film-/Fernseh-Kochbuch] [Oliver, Jamie] [Kochen] [Prominente kochen, TV-Küche] [Sterneköche, Starköche, Spitzenköche]
Jeder kann kochen. Das behauptet der englische Kultkoch Jamie Oliver in
seinem neuesten, inzwischen neunten Kochbuch und zeigt auch gleich wie es
geht. Ob es sich um blutige Kochanfänger, Herdmuffel oder kocherfahrene
Wiederholungstäter handelt, wer seine Küche aufpeppen, dazulernen und neuen
Schwung in seine Töpfe bringen möchte, macht mit Jamies Kochschule nichts
verkehrt. Auf 360 Seiten werden die Grundlagen von Zutatenauswahl und
Zubereitung unterhaltsam erklärt und siehe da, kochen ist kein Hexenwerk!
Jamies Kochschule macht aus jedem einen Koch. Zahlreiche
Schritt-für-Schritt-Anleitungen führen durch die Welt der unkomplizierten
Rezepte. Einfache Currys, Eintöpfe zum Wohlfühlen, Fischklassiker, simple
Suppen oder schnelle Pastagerichte machen Appetit und laden dazu ein,
selbst zu schnippeln und zu rühren. Eine Dose aufmachen war gestern. Heute
steht die Koch- und Esskultur wieder im Vordergrund und Jamie Oliver ist
einer ihrer glühenden Verfechter. Seiner Mission einer gesunden und
ausgewogenen Ernährung für alle bleibt der Autor auch mit diesem Buch treu.
Und nach der Revolutionierung der englischen Schulküchen ist es nun sein
Ziel, die gesamte überernährte Bevölkerung Großbritanniens kulinarisch auf
den rechten Weg zu bringen. Die dazu abgehaltenen Kochkurse sowie Jamies
Kochschule sind ein guter Anfang, denn mit dem unkonventionellen Buch ist
nicht nur eine Aufforderung zum Kochenlernen verbunden, sondern auch der
Anspruch, das Gelernte an mindestens zwei Freunde oder Verwandte
weiterzugeben. Und dieses Prinzip liegt dem Popstar der Herdplatte
besonders am Herzen. Mit Wort und Bild lockern immer wieder Statements
der Kochkurs-Teilnehmer die Flut an Rezepten auf. Geachtet wird bei jedem
Gericht auf die Einhaltung eines verträglichen Budgets sowie auf einen
geringen Zeitaufwand bei der Zubereitung. Denn es gibt sie, die leckere
Alternative zum Fast Food - Jamies Kochschule zeigt sie uns!
Sandra-Kathrin Buck Aus der Amazon.de-Redaktion
Kundenmeinungen:
+++++ (ein Amazon Kunde): Der Kerl ist einfach genial
Dies ist mein erstes Buch von Jamie Oliver (aber es wird nicht mein
letztes sein), ich habe es zu Weihanchten bekommen und war erst mal sehr
überrascht das man mir ein Buch für Kochanfänger schenkt. Und wirklich,
diese Buch ist für alle gut geeignet die nur schlecht kochen können. Aber
ich muß sagen auch für alle anderen.
Mitllerweile habe ich einen Teil der Rezepte ausprobiert und alle
sind gut gelungen, alle haben gut geschmeckt. Auch meinen Lieben hat es
geschmeckt, was mir besonders wichtig ist, sogar meiner kritischen Teenager
Tochter.
Die Rezepte sind sehr gut erklärt, Jamie arbeitet viel mit frischem
Gemüse, was mir besonders zusagt.
Ich kann das Buch allen empfehlen die noch kochen lernen müßen, aber
auch allen andern die sich gerne ein paar neue Tips und Anregungen holen
möchten.
+++++ (ein Amazon Kunde): Alles drin, alles dran !
In diesem Buch hat Jamie es wirklich geschafft: für jeden was dabei.
Das Buch ist in mehrere unterschiedliche kulinarische Bereiche
eingeteilt, von chinesisch über traditionell bis hin zu italienisch
angehauchten Gerichten. Sehr lecker, abwechslungsreich und einfach.
Wirklich für Anfänger geeignet oder das schnelle Gericht für den geübten
Koch. Ein Kapitel mit schnellen Gerichten, Salatideen und sogar ein süsses
Kapitel. ;-)
Habe viel Spass mit dem Buch.... wobei bei jedem Kochbuch eine Hürde
für mich bleibt: das Einkaufen der Zutaten....
+++++ (ein Amazon Kunde): Jeder kann kochen!
Das Ministry of Food als eine politische Erfindung Großbritanniens
Engländern das Überleben mittels Kochen auf wenigen Zutaten in Kriegszeiten
zu zeigen - wurde hier spontan und unkonventionell ohne Hintergründe von
Jamie Oliver aufgegriffen - denn das Koch mittels einfachster Methoden
führt zu ganz akzeptablen Ergebnissen - also ist es wahr: Jeder kann
kochen!
Was das Buch verspricht, hält es auch - einfachste Rezepte,
wohlschmeckende Ergebnisse und die Garantie das jeder Koch etwas zustande
bringt das nicht nur ihm selbst schmeckt.
Auch die Idee Jamie Olivers Rezepte weiter zu geben und andere zum
kochen zu animieren finde ich toll und es führt zu einer Welle von
Kochbegeisterten im ganzen Land.
Man sieht natürlich einigen Rezepten an, dass sie Britisch sind, den
Marmite als Zutat ist hier nicht so weit verbreitet und ich persönlich
halte Marmite als Brotaufstrich für eine verkappte Angriffs - Waffe der
Engländer gegen den Rest der Welt.
Jamie Olivers Art und Weise trifft gerade in der einfachen
Bevölkerung und bei Jugendlichen und Heranwachsenden auf Zuspruch, denn er
entkleidet die Haute Cousine von jeglichem Schnick Schnack und kocht mit
einfachsten Mitteln und Zutaten.
Wir haben sofort das Buch zu Hause in der Küche zu Rate gezogen und
drei Gerichte nachgekocht - allesamt waren gut, verständlich beschrieben,
einfach umzusetzen und im Resultat einfach nur lecker!
Für alle die einfach sich mal trauen wollen zu kochen - für alle die
anfangen eine eigene Küche zu bewirtschaften und für alle welche einfach
nur Spaß haben wollen und einen dampfenden Herd nicht als Falle sehen - ist
Jamie Oliver mit seiner KOCHSCHULE sicherlich die erste Wahl.
Es gibt viele Nachahmungen von Jamie Oliver - doch nur einen echten
Jamie!
Sehr empfehlenswert
+++++ (ein Amazon Kunde): Absolute Spitzenklasse
Kaufen Kaufen Kaufen! Das Buch ist wirklich super gelungen. Ich habe es
zu Weihnachten bekommen und gleich Silvester ein leckeres Mahl daraus
zubereitet. Lasagne. Klingt absolut einfach. Aber mit diesen Zutaten konnte
man es mit einem Sterne-Gericht vergleichen. Ich selbst bin wirklich eine
Gelegenheitsköchin. Aber das Buch beschreibt alles so hervorragend, dass es
auch einem "Nicht-Sterne-Koch" oder einer nicht perfekten Hausfrau gelingt,
tolle Gerichte zu zaubern. Absolut beeindruckend. Auch die Aufmachung des
Buches ist sehr benutzerfreundlich und schick.
Top!
++++ (ein Amazon Kunde): Englische Küche
Bereits beim Durchblättern fällt auf, dass hier der Schwerpunkt auf
Englischer Küche liegt. Kaum Gemüse, Yorkshire Pudding, Porridge, Scones,
"gesundes" englisches Frühstück mit Speck,Bohnen und einem verbrannten
Champignon lassen denjenigen, der bereits mit den Schrecken des englischen
Essens konfrontiert wurde erst mal zurückschrecken.
Und dennoch: Die meisten Rezepte sind leicht verständlich, einfach
nachzukochen und überraschenderweise ziemlich lecker.
Dass man Blumenkohl nicht in reichlich Salzwasser zusammen mit den
Nudeln kochen sollte, um noch ein Mindestmaß an Vitaminen und Geschmack zu
erhalten ist Engländern offensichtlich nicht bekannt.
Dennoch ziehe ich für diese ungesunde Art der Zubereitung insgesamt
einen Punkt ab.
Mein Fazit: Ein Kochbuch für Anfänger in dem alles Schritt für
Schritt erklärt wird. Insgesamt recht lecker, wenn auch sicher nicht
jedermanns Geschmack.
die deutschen: vom mittelalter bis zum 20. jahrhundert
Autor/Autoren: Guido Knopp, Stefan Brauburger, Peter Arens
Herausgeber: C. Bertelsmann Verlag
Gebundene Ausgabe
Stichworte: [HC/Sachbücher/Geschichte] [Allgemeines] [Geschichte] [Lexika] [Deutschland, Geschichte] [Allgemeine Gesamtdarstellungen] [Deutsche Geschichte]
Kundenmeinungen:
+++++ (ein Amazon Kunde): Zehn Epochen deutscher Geschichte - spannend und hochwertig verpackt
Unter der Federführung von Professor Guido Knopp ist dieses aufwändig
illustrierte und optisch sowie inhaltlich hochwertige Begleitbuch zum
gleichnamigen aktuellen ZDF-Dokumentations-Mehrteiler "Die Deutschen"
entstanden, was aber ohne Frage auch als ein eigenständiges Standardwerk
angesehen werden kann.
Dabei hat sich das Autorentrio - neben Knopp noch Stefan Brauburger
und Peter Arens - zehn historische Persönlichkeiten, die für ihre Zeit,
deren Denken und die Entwicklung der deutschen Nation gewissermaßen
repräsentativ waren, herausgegriffen, um den Bogen zu spannen über die über
zehn Jahrhunderte reichende Geschichte der Deutschen. Was am Buch besonders
erfreut, ist die angenehm leichte Lesbarkeit, die ihm zugrunde liegt - ohne
auf vertiefende historische Darstellungen zu verzichten.
Hier bewahrheitet sich der Ausspruch, dass Geschichte niemals nur
langweiliges, aneinander gereihtes Faktenwissen ist. Vielmehr ist ein
abwechslungsreiches, vielfarbiges und ungemein faszinierendes Gesamtporträt
dieser "verspäteten Nation" entstanden - ein Kaleidoskop, welches die
wechselhafte und von allerlei tiefgreifenden politischen sowie sozialen
Zerrüttungen und Konflikten geprägte Geschichte des "Täusche-Volks", wie
die Deutschen einmal von ihrem eigenen Philosophen - Friedrich Nietzsche -
umschrieben wurden, widerspiegelt und nachempfinden lässt.
Die Epochen im Einzelnen:
- Otto und das Reich
- Heinrich und der Papst
- Barbarossa und das Kaisertum
- Luther und die Nation
- Wallenstein und der Krieg
- Preußens Friedrich und die Kaiserin
- Napoleon und die Deutschen
- Robert Blum und die Revolution (Anm.: Mitglied der
Paulskirchenversammlung 1848)
- Bismarck und das Deutsche Reich
- Wilhelm und die Welt [ergänzt wird der Band durch Knopps Abriss zur
deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts: Die Deutschen im 20.
Jahrhundert: Vom Ersten Weltkrieg bis zum Fall der Mauer]
Im Ganzen ist ein sehr, sehr schöner und zudem opulent ausgestatteter
Geschichtsband herausgegeben worden, der dem breitgefächerten historischen
Fundus der Deutschen gerecht wird und darüber hinaus Lust macht, die
Geschichte der eigenen Nation zu entdecken. Ich kann dieses Buch jedem
geschichtlich Interessierten nur wärmstens weiterempfehlen - vor allem auch
als Geschenk eignet sich dieser Prachtband meiner Ansicht nach
hervorragend! Von mir gibt es summa summarum die verdiente Höchstpunktzahl.
+++++ (ein Amazon Kunde): Tolles Buch zur Serie!
Mit "Die Deutschen" erscheint nun das Begleitbuch zur neuen ZDF-Serie.
Unter der bewährten Federführung von Guido Knopp und Stefan Brauburger aus
der ZDF-Redaktion Zeitgeschichte führt das Werk auf 448 Seiten in einer
sehr schönen Ausstattung durch fast 1000 Jahre deutscher Geschichte.
Begleitet wird der Text durchgehend von einer Vielzahl erstklassiger
Abbildungen.
Es handelt sich allerdings nicht um ein "klassisches" Geschichtsbuch.
Vielmehr beschreiben die Autoren am Beispiel von 10 historischen
Persönlichkeiten besonders interssante und prägende Abschnitte der
deutschen Geschichte. Besonders befasst sich das Buch mit der
Identitätsfindung der Deutschen.
Das Buch ist ideal zur Vertiefung der Inhalte aus der Fernsehserie
geeignet. Schön auch für historisch Interessierte oder auch als ein
perfektes Weihnachtsgeschenk für alle Bibliophilen.
Fazit: Ein tolles Buch zum Einstieg in die Geschichte "der
Deutschen".
Klare Kaufempfehlung!
+++++ (ein Amazon Kunde): zum Nachlesen
Das Buch bildet eine schöne Ergänzung zu den Fernsehfilmen, die im ZDF
ausgestrahlt werden. Es ist aber auch ohne die Filme gesehen zu haben ein
gutes Geschichtsbuch. Der Inhalt der 10 Filme wird hier nochmal
ausführlicher vertieft, mit vielen Abbildungen und einigen Karten. In
hervorgehobenen Kästen werden Themen kurz schwerpunktmäßig erklärt, z.B.
die Fugger, die Königswahl usw. Für Schüler zu ausführlich, für Studenten
zu knapp, aber für Lehrer und Geschichtsinteressierte eine reine Freude!
warum unsere kinder tyrannen werden: oder: die abschaffung der kindheit
Autor/Autoren: Michael Winterhoff
Herausgeber: Gütersloher Verlagshaus
Gebundene Ausgabe
Stichworte: [HC/Ratgeber/Lebenshilfe, Alltag/Familie] [Allgemeines] [Bildung] [Erziehung] [Lexika] [Elterliche Autorität] [Elterliche Erziehung] [Eltern, Familie, Kleinkind] [Gesellschaft, Soziale Erziehung]
Wie kommt es, dass Kinder auch der Nach-Achtundsechziger-Generation von
Eltern auf der Nase herumtanzen? Dass bereits Vierjährige mit ihren
Erziehern machen (und machen können), was sie wollen? Dass in unserer
Gesellschaft die Respektlosigkeit der Jugend gegenüber dem Alter regiert
und so viele Schulabgänger (deshalb?) nicht im Mindesten gerüstet sind
fürs Leben? Warum unsere Kinder Tyrannen werden oder: Die Abschaffung der
Kindheit aus der Feder des 50-jährigen Bonner Mediziners Michael
Winterhoff legt den Finger nicht zuletzt an einer Stelle in die Wunde, die
besonders schmerzt: Mitten ins Herz der liebenden Eltern, die doch nur
eines wollen: von ihre Kindern geliebt zu werden. Und die doch genau
deshalb das Gegenteil erreichen. In neun Kapiteln beleuchtet Winterhoff
mit medizinischer Analyse, aber auch mit journalistischem Geschick, welche
Gründe dafür sprechen, dass Mütter aufhören sollten, zwischen
Super-Nanny und Verzweiflung hoffnungslos hin- und herzupendeln. Er
hinterfragt gängige Vorurteile unserer Pop-Kultur („We don’t need
no education“? -- „Kinder an die Macht“??), illustriert,
warum die Psyche eine so große Rolle spielt, was Grundschulen und
Kindergärten mit der Seele unserer Kinder anstellen, warum Eltern ihr Ich
nicht mit dem des Nachwuchses verschmelzen sollten -- und wie es uns
gelingen könnte, die „Beziehungsfähigkeit wieder herzustellen“.
Auf diese Weise entwirft Warum unsere Kinder Tyrannen werden oder: Die
Abschaffung der Kindheit ein faszinierendes Panorama, das die privaten und
sozialen Mängel unserer Erziehung ebenso aufzeigt wie mögliche
Lösungswege. Erziehungsratgeber gibt es wie Sand am Meer. Aber die
meisten ergehen sich in endlos seitenschindenden Nacherzählungen von
(zumeist erfundenen) Fallgeschichten, die mit dem eigenen Leben nichts
gemein haben. Warum unsere Kinder Tyrannen werden oder: Die Abschaffung
der Kindheit ist da auf angenehme Art und Weise anders. Und ist gerade
deshalb eine willkommene Alternative zur Sensationsgier von
Super-Nanny-Formaten -- eine Alternative zudem, die Hoffnung macht. --
Isa Gerck, Literaturanzeiger.de Aus der Amazon.de-Redaktion
Das hört sich nicht gut an: Kinder tanzen ihren Eltern auf der Nase
herum. Vierjährige machen mit ihren Erziehern, was sie wollen (und dürfen
das auch). Und die respektlose Jugend ist nach dem Schulabschluss nicht im
Mindesten gerüstet fürs Leben. Das Hörbuch Warum unsere Kinder Tyrannen
werden oder: Die Abschaffung der Kindheit des 50-jährigen Bonner
Mediziners Michael Winterhoff wagt diese Gesellschaftsanalyse. Und es legt
den Finger nicht zuletzt an einer Stelle in die Wunde, die besonders
schmerzt: Mitten ins Herz der liebenden Eltern, die doch nur eines wollen:
von ihre Kindern geliebt zu werden. Und die doch genau deshalb das
Gegenteil erreichen. Das hört sich, wie gesagt, nicht gut an. Und trotzdem
ist es gut, davon zu hören. In neun Kapiteln erörtert Winterhoffs
Lesung, warum Mütter aufhören sollten, zwischen Super-Nanny und
Verzweiflung hoffnungslos hin- und herzupendeln. Er hinterfragt gängige
Vorurteile unserer nicht zuletzt auch akustischen Pop-Kultur („We
don’t need no education“? -- „Kinder an die Macht“??),
illustriert, was Grundschulen und Kindergärten mit der Seele unserer
Kinder anstellen, warum Eltern ihr Ich nicht mit dem des Nachwuchses
verschmelzen sollten -- und wie es uns gelingen könnte, die
„Beziehungsfähigkeit wieder herzustellen“. Auf diese Weise
entwirft Warum unsere Kinder Tyrannen werden oder: Die Abschaffung der
Kindheit ein faszinierendes Panorama, das die privaten und sozialen
Mängel unserer Erziehung ebenso aufzeigt wie mögliche Lösungswege. Das
kann sich hören lassen. Erziehungsratgeber gibt es wie Sand am Meer.
Aber die meisten ergehen sich in endlos seitenschindenden Nacherzählungen
von (zumeist erfundenen) Fallgeschichten, die mit dem eigenen Leben nichts
gemein haben. Warum unsere Kinder Tyrannen werden oder: Die Abschaffung
der Kindheit ist da auf angenehme Art und Weise anders. Und: Er ist auch
noch kurzweilig gelesen. Alles in allem also: gut zu hören. -- Isa
Gerck, Literaturanzeiger.de 4 CD, Laufzeit ca. 320 min Amazon.de-Hörbuchrezension
Kundenmeinungen:
+++++ (ein Amazon Kunde): Klarheit über Kinder in unserer Gesellschaft
Viele, die mit Kindern befasst sind, haben heute das Gefühl, dass
irgendetwas Grundsätzliches den Umgang mit den Kindern und den Erfolg der
Erziehung erheblich erschwert. Einige mögen auch schon eine grobe Ahnung
haben, was die Ursachen sind, Winterhoff bringt Klarheit.
An einigen Stellen führt Winterhoff eine Psychologen-eigene
Sprechweise ein, z. B. "Nervenzelle Mensch" für die Fähigkeit eines Kindes,
ein Gegenüber als eigenständigen Menschen wahrzunehmen. Vielleicht wird
sich von diesen Ausdrücken das eine oder andere durchsetzen, wenn
Winterhoff mit weiteren Büchern Maßstäbe setzt, wie einst Rudolf Dreikurs
("Kinder fordern uns heraus", Klett Cotta Verlag).
Gestärkt mit der im Buch vermittelten Denkweise dürften die Eltern
ihren Kindern mit mehr Selbstvertrauen entgegen treten. Ich freue mich
schon auf das nächste Buch dieses Autors, wenn er seine Erkenntnisse zu
konkreten Erziehungskonzepten weiter entwickelt.
+++++ (ein Amazon Kunde): Der Mann hat Recht
Die kontroversen Reaktionen auf das Buch, der Verriß von manchen
Leuten, zeigen deutlich, daß der Autor genau den wunden Punkt erwischt hat!
Genau die, die die Misere erzeugen, die regen sich am meisten auf.
Als Mensch, der mit den Produkten dieser Erziehung jeden Tag Umgang
hat, ist es sehr frustrierend zu erleben, was manche Leute der Umwelt
antun, in dem sie denken, daß die Welt durch die Anwesenheit ihrer Kinder
gesegnet ist...
Nochmal: der Mann hat Recht! Und außerdem, wie will man Menschen
Verbesserungen vorschlagen, die eh schon alles richtig machen? ;-))
+++++ (ein Amazon Kunde): Sinnvolle Lektüre für pädagogisch Interessierte
Nach den wenigen negativen Rezensionen zu diesem Buch, hier auf Amazon,
habe ich mir das Buch zunächst in der Bibliothek ausgeliehen, um mir eine
eigene Meinung zu bilden. Und - ich war erstaunt - schon nach den ersten
Seiten konnte ich nicht aufhören darin zu lesen. Wer zu diesem Buch
Rezensionen mit dem Titel "Schwachsinn" oder ähnliches verfasst, hat hierzu
kein professionelles pädagogisches Verhältniss. Winterhoff zeigt eine
Entwicklung auf, welche jedem reflektierenden pädagogisch tätigen Menschen
nicht entgangen sein wird. Das er eine Pädagogik, zurück zum Rohrstock -
wie in einer Rezension formuliert - fordert, ist ganz klar falsch. Ohne
Weiteres vorweg zu nehmen: Dieses Buch ist absolut lesenswert und Menschen
die sich im pädagogischen Rahmen und speziell im Rahmen der Erziehungshilfe
engagieren, werden einige ihrer alltäglichen Begegnungen in diesen
Ausführungen von Winterhoff wiederfinden.
ein amerikanischer traum. die geschichte meiner familie
Autor/Autoren: Barack Obama
Herausgeber: Hanser Belletristik
Gebundene Ausgabe
Stichworte: [HC/Sachbücher/Politik, Gesellschaft, Wirtschaft/Biographien, Autobiographien] [Allgemeines] [Politikwissenschaft] [Soziologie] [Sachbuch] [Obama, Barack; Biografien] [Politiker (Biografien/Erinnerungen); Obama, Barack] [USA; Biographien] [Erinnerung] [Erinnerung, Brief, Tagebuch] [Politik, Diplomatie] [Politik, Zeitgeschichte, Recht] [USA]
Bis zu seine Ankündigung, er wolle demokratischer
Präsidentschaftskandidat werden, kannte kaum jemand außerhalb von Illinois
Barack Obama. Dass der Senator aus diesem Bundesstaat schon wenige Monate
später als Shooting-Star der Primaries und charismatischer Hoffnungsträger
gefeiert wurde, hat das politische Establishment in seinen Grundfesten
erschüttert. In seiner Autobiografie erzählt er von seinen ersten 34
Lebensjahren. Obama ist nicht nur aufgrund seines raschen Erfolgs ein
Phänomen. Er ist sperrig und lässt sich nur schwer irgendeinem Lager
zuordnen; wenig verwunderlich, dass die amerikanischen Demoskopen
regelmäßig in ihren Vorhersagen scheitern. Obama ist schwarz, stammt aber
nicht von aus Afrika verschleppten Sklaven ab. Sein Vater kam aus Kenia als
Gaststudent in die USA, die Mutter ist eine weiße Amerikanerin aus Kansas.
So ist er vielen Schwarzen zu weiß und hat bei den ersten Vorwahlen im
"weißen" Iowa demonstriert, dass er eine Mehrheit unter weißen Wählern
einfahren kann. Anderen wiederum gilt er wahlweise als neuer Martin Luther
King oder J.F. Kennedy. Obama tritt in einem Land an, das hinsichtlich
seiner verschiedenen Ethnien noch immer tief zerissen ist, in dem die
Konfliktlinien auch für Insider mitunter schwer verständlich sind. Seine
Autobiografie zeigt, wie sich diese Zerrissenheit in dem Werdegang eines
Mannes spiegelt, der lange um seine Identität rang. Obamas Autobiografie
ist 1995 zum ersten Mal erschienen. Er nennt sie einen "Beitrag zum
Verständnis der Rassenprobleme in unserem Land..." Aus ihr lässt sich
einiges über die frühen Prägungen des Newcomers erfahren und auch über
seine Visionen von einem neuen Amerika. Dass er diese Erinnerungen heute
anders schreiben würde, darf als gesichert gelten. So erzählt er freimütig
von studentischen Marathon-Partys mit nächtelangen Diskussionen, jeder
Menge Dosenbier und Zigaretten. Es sind Passagen wie diese, die nicht zum
klassischen Image eines Präsidentschaftskandidaten passen wollen, die aber
etwas Wichtiges leisten: Sie helfen, eine Persönlichkeit zu verstehen, die
ihren eigenen, keineswegs immer geraden Weg gegangen ist; die eine
juristische Karriere in Harvard begann, dann aber in der armen Chicagoer
South Side Bürgeranwalt wurde, sich um die Menschen am Rande der
Gesellschaft kümmerte und erst langsam in die Lokal-, Landes- und
schließlich nationale Politik hineinwuchs. Entstanden ist eine fast intime
Autobiografie, "eine persönliche, innere Reise ... die Suche eines Jungen
nach seinem Vater und damit auch nach einem überzeugenden Lebensinhalt für
ihn, den schwarzen Amerikaner." --Henrik Flor, Literaturtest Aus der Amazon.de-Redaktion
Kundenmeinungen:
+++++ (ein Amazon Kunde): Begnadeter Schriftsteller
Barack Obama ist, neben allem anderen auch, ein begnadeter
Schriftsteller. Er schreibt flüssig und fesselnd und dabei mit einer
analytischen Prägnanz, die selten ist.
Das Buch macht seinen furiosen Aufstieg plausibel. Die Umstände
seiner Biographie (in Indonesien und Hawaii aufgewachsen,mit amerikanischer
Mutter und kenianischem Vater) macht ihn eher zu einem Weltbürger als zu
einem typischen Amerikaner).
Seine Kindheit war nicht arm, doch in unmittelbarer Nähe von Armut.
Von Anfang an beobachtete er genau und man glaubt ihm, dass die Menschen
ihm wichtig sind.
Am meisten beeindruckt mich die erste eigene Entscheidung, die er in
seinem Leben getroffen hat. Nach seinem Studium begann er in einem Büro in
New York zu arbeiten. Gut ausgebildet,intelligent und smart, war er dafür
prädistiniert, eine klassische Karriere zu machen. Doch schon nach kurzer
Zeit verliess er diese komfortable Position um Stadtteilarbeit zu machen:
Unglamourös, schlecht bezahlt, nahezu hoffnungslos. Das beweist, dass er
von seinem Charakter her wirklich selten ist, gerade in unserer Zeit, deren
Erfolgsverständnis eindimensional geworden ist.
Was mich überraschte: Welche Rolle die Hautfarbe in seinem Leben und
in seinem Denken spielt. Sie ist, neben seinem fast unbekannten Vater, eine
der Haupttriebkräfte seiner Entwicklung.
Das Buch verströmt Optimismus und Kraft, es spornt an und ist dabei
weder pathetisch noch eitel.
Am Ende bleibt dennoch eine Frage: Wie kann jemand nur so perfekt
sein? Er hat sogar richtig pubertiert.
+++ (ein Amazon Kunde): Der leibhaftige amerikanische Traum
Vom Sohn eines kenianischen Ziegenhirten zum 44. Präsidenten der
Vereinigten Staaten - Barack Obamas Lebensgeschichte kann sich sehen lassen
und auch wenn man Politiker im Grunde an ihren Leistungen messen sollte, so
kann es sich doch lohnen, sich mit den familiären Hintergründen des
"schwarzen Kennedys" zu befassen. Und "Ein amerikanischer Traum: Die
Geschichte meiner Familie" ist dafür die beste Quelle, denn das Werk
zeichnet nicht nur Obamas Familiengeschichte nach, sondern wurde vom 44.
Präsidenten der Vereinigten Staaten persönlich verfasst. Dadurch ist es
schon einmal erheblich authentischer als der Großteil jener Biografien die
nach 2008 erscheinen werden, vor allem weil Obama direkteren Zugang zu den
Personen hatte und seine Eltern wie Großeltern bereits verstorben sind.
Dazu kommt, dass Obama seine Biografie vor dem Beginn seiner
politischen Karriere im Landtag von Illinois verfasst hat, nachdem ihm ein
Verleger anlässlich seiner Wahl zum ersten afroamerikanischen Präsidenten
der in Fachkreisen sehr renommierten Harvard Law Review einen Buchvertrag
angeboten hat. Somit ist das Buch relativ frei vom Einfluss der
Wahlkampfstrategen und PR-Berater, die Obama 2008 zum Sieg in den
Präsidentschaftswahlen verholfen haben, während die Wahrscheinlichkeit dass
hier ein Ghostwriter am Werk war, zugleich erheblich geringer ist, als im
Falle von "Hoffnung Wagen" (Originaltitel: The Audicity of Hope), dass 2004
im Rahmen eines auf 3 Bücher ausgelegten Vertrages erschienen ist, nachdem
die Neuauflage von "Dreams from My Father: A Story of Race and Inheritance"
(Ein amerikanischer Traum) bis Sommer 2005 fast 40 Wochen in der New York
Times Bestsellerliste überstanden hat und als von Obama gesprochenes
Hörbuch 2006 sogar einen Grammy abgeräumt hat.
Der Erfolg der beiden Werke Obamas mag dazu beigetragen haben, dass
sich in seinen Reden immer wieder Querverweise auf die Biografie finden
lassen und es Redenschreibern und Ghostwritern so gut gelungen ist, den
persönlichen Stil Obamas für seine Ansprachen zu verwenden, was vielleicht
zu seinem Ruf als brillanten Rhetoriker und sehr "authentischen"
Vortragenden, auch wenn er vom Teleprompter abliest, beigetragen hat.
Manche Passagen mögen sich für Obamas politische Ambitionen sogar als
hinderlich erwiesen haben, wie er im Vorwort zur Neuauflage von 2004 sogar
anmerkt, jedoch ändert das nichts daran, dass er sein Buch im großen und
ganzen genau so wieder geschrieben hätte. Allerdings muss man anmerken,
dass manche der verhängnisvollen Stellen zwar auszugsweise gute Munition
für Gegner abgeben, die Lektüre des Gesamtwerks jedoch viel dazu beitragen
kann, die Beweggründe und Umstände zu verstehen.
Grob unterteilen lässt sich Obamas Biografie in die drei Abschnitte
Kindheit, Chicago und Reise nach Kenia. Dabei erzählt er jedoch weniger
seine Lebensgeschichte, als vielmehr in der Tradition der in den USA sehr
beliebten Ahnenforschung seine kulturelle und persönliche Identitätssuche
herauszuarbeiten. Das führt vor allem dazu, dass das Werk am Ende etwas
unvollständig bleiben muss und viele Ereignisse nur im Schnelldurchlauf
abgehandelt werden, während er der Suche nach sich selbst erheblich mehr
Platz einräumt. Daraus resultiert auch, dass das Werk mit der Reise in das
Heimatland seines Vaters und den Erlebnissen dort, endet. Was aus Barack
Obama nach seiner Rückkehr in die USA wurde, der Beginn seines Studiums in
Harvard, die Wahl zum Präsidenten der Harvard Law Review, die Arbeit als
Anwalt und die ersten politischen Gehversuche bei der Wähleregistrierung,
ja sogar die beginnende Beziehung zu seiner späteren Frau Michelle
Robinson, all das fehlt, da die Erzählung ungefähr 1988 endet. Manches
lässt sich allerdings in Obamas zweitem Buch "Hoffnung wagen" nachlesen,
welches allerdings eher als politisches Manifest/Analyse zur Lage der
Nation gilt.
Obwohl die Biografie, dem deutschen Journalisten Christoph von
Marschall zufolge, weitgehend der Wahrheit entspricht und von verschiedenen
Quellen bestätigt wurde, hat sich Obama einiger "Tricks" bedient, indem er
nicht nur neue Namen für manche Zeitgenossen kreiert, sondern auch manche
Personen fusioniert und Worte in den Mund gelegt hat, die so zwar nicht
gefallen sind, aber grob dem Gesprächsinhalt entsprochen haben. Das ändert
natürlich nichts am hohen Wert des Werkes als biografischer Quelle,
wenngleich es als Autobiografie eher ungeeignet ist. Zum Teil liegt das
daran, weil dem Buch eindeutig ein Inhaltsverzeichnis fehlt, aber auch
aufgrund des fehlenden Namens- oder Personenregisters. Interessant wären im
Zusammenhang mit einer Autobiografie auch Fotos gewesen, die sich jedoch
einzig und allein auf dem Umschlag finden.
Ergo bleibt vieles dem persönlichen Vorstellungsvermögen überlassen
und das passt gut zu Obamas Stil, der sich in "Ein amerikanischer Traum"
von seiner betont verträumten, romantisierenden Seite zeigt. Obwohl es ein
sehr persönliches Stück Geschichte ist und Obama als Autor durchaus immer
wieder Einblick in seinen Gedanken- und Gefühlswelt bietet, bleibt er
unbemerkt relativ oberflächlich, was daran liegen könnte, dass er sich, wie
er zugibt, manche Dinge doch vom Hörensagen her selbst zusammenreimen
musste. Dass es dabei zu einer Verklärung mancher Ereignisse gekommen sein
kann, muss man ihm als Autor zugestehen, denn die subjektive Perspektive
ist in einer Autobiografie durchaus gewollt, besonders wenn er seinem
Umfeld gegenüber kritisch auftritt.
Hinter der blumigen Sinnsuche verbirgt sich jedoch auch die typisch
amerikanische Begeisterung für Ahnenforschung, der Versuch über seine
Abstammung an das Lebenswerk der Ahnen anzuknüpfen und sich direkt in die
Tradition der "amerikanischen Helden" zu stellen und sich so zusätzlich im
historischen Kontext Legitimation für seine Anliegen zu verschaffen. Bei
Obama dient dieser Versuch zwei Zielen, einerseits ihn als liberal zu
positionieren und andererseits als Verkörperung des American Dream
darzustellen, wobei alle Zweifel an seiner Bindung zur black community
ausgeräumt werden sollen. Dabei stellt das Argument, dass Obamas Vater
keineswegs ein einfacher Ziegenhirte aus Kenia war, sondern nach dem Besuch
einer britischen Kolonialschule mit einem Stipendium in den USA und sogar
Harvard studierte, kein wirkliches Hindernis dar, die Betonung dieser
einfachen Herkunft, wie in der Rede vor dem Demokratischen Parteitag 2004,
ist lediglich eine von vielen Floskeln, denen sich Obama aufgrund seiner
besonderen Herkunft bedienen kann.
Barack Obamas Geschichte beginnt nämlich nicht mit seiner Geburt,
sondern in der Jugend seiner Großeltern. Stanley Dunham wuchs selbst bei
seinen Großeltern auf, nachdem sein Vater, der Frauenheld, die Familie
verlassen und seine Mutter sich das Leben genommen hatte. Gramps, wie er
von seinem Enkel später liebevoll genannt wurde, der mit seinen
zurückgekämmten Haaren aussah, wie ein "Itaker", flog bereits als Kind kurz
von der Schule, nachdem er einen Lehrer geschlagen hatte. Später zog er auf
der Suche nach dem großen Abenteuer und Gelegenheitsjobs durch die Staaten
und fand in Madelyn Lee Payne eine Frau die von seiner Weltgewandtheit
fasziniert war. Mit dem Kriegseintritt der USA, meldete sich Gramps
freiwillig zur Armee und so wurde ihre gemeinsame Tochter Ann 1942 auf
einem Armeestützpunkt geboren. Nach mehrfachen Umzügen verschlug es die
Dunhams nach Hawaii, wo die 68erin Ann den idealistischen
Austauschstudenten Barack Hussein Obama kennen lernte.
Obama senior war während der Kindheit und Jugend seines Sohnes
weitgehend eine nicht greifbare Figur, welche nach der Scheidung von Ann
Dunham nur noch ein einziges Mal in das Leben des jungen Barack trat, als
er die Familie eines Weihnachtens für einige Wochen besuchte. Bis zu seinem
Unfalltod, dem Treffen mit seiner Halbschwester Auma und der Reise nach
Kenia blieb Obama sr. eine Projektionsfläche für den Sohn im fernen
Amerika. Nach der Heirat seiner Mutter mit dem indonesischen
Austauschstudenten Lolo Soetoro, aus der Halbschwester Maya Soetoro-Ng
hervorging, übernahm dieser zumindest für einige Zeit die Vaterrolle für
den Jungen, bis "Barry", wie er meist genannt wurde, wieder in die USA
zurückkehrte und fortan bei seinen Großeltern lebte.
In einem Land wo Minderheitenpolitik immer mehr hinterfragt wird und
demografisch bedingte Entwicklungen die Illusion von einer mehrheitlich
protestantisch geprägten weißen angelsächsischen Nation längst zur
Vergangenheit gemacht haben, steht Barack Obamas Erfolgsgeschichte für
einen bedeutenden Ausnahmefall, hat er es doch als erst dritter
Afroamerikaner in den Senat und als bisher überhaupt einziger ins Oval
Office geschafft. Dennoch ist seine ungewöhnliche Lebensgeschichte zwar
Beispiel für die Möglichkeiten des American Dreams, entzieht sich aber
zugleich des Versuchs der Nachahmung, denn am Ende relativiert sich alles,
am Ende ist er der Sohn einer alleinerziehenden Mutter, der bei den
Großeltern aufgewachsen ist, jedoch immer gute Schulen besuchen konnte und
"die Verzweiflung und die Unruhe der Ohnmächtigen [...] wie sie das Leben
der Kinder auf den Straßen von Djakarta, Nairobi und in der Chicagoer South
Side beeinflusst, wie schmal der Grat zwischen Demütigung und grenzenloser
Wut ist, wie schnell aus Hoffnungslosigkeit Gewalt wird" nie am eigenen
Leib erfahren musste, sie jedoch aus seinen Beobachtungen als Kind,
Sozialarbeiter, Anwalt und Politiker kennt.
Change we can believe in, mag er seinen Wählern 2008 versprochen
haben und doch sollte man nach 8 Jahren George W. Bush nicht von
antiamerikanischen Bush-Bashing in bequeme Heldenverehrung verfallen,
sondern auch Barack Obama, wie jeden Politiker an seinen Taten und nicht
den Worten messen. "Ein amerikanischer Traum" ist keine Offenbarung, es ist
die Hintergrundgeschichte zum Symbolcharakter Präsident Obamas, der darin
Ideale formuliert hat, an denen er legitim gemessen werden kann.
Veränderung sei nur von der Basis aus möglich, daher wollte er
Stadtteilarbeit machen und daher ist "Yes, we can!" ein Wahlspruch der wie
kein anderer zu ihm passt, denn er entspricht Obamas Grundüberzeugung, dass
nur die amerikanische Gesellschaft die Kraft besitzt, die USA zu verändern.
Und man ist geneigt ihm zuzustimmen, ist er doch ein scharfsinniger
Beobachter, dessen Schilderungen der Chicagoer South Side auch viel dazu
beitragen, umstrittene Persönlichkeiten wie Jeremiah Wright und die
gesellschaftlichen Probleme der USA zu begreifen.
"Ein amerikanischer Traum" verkörpert einen besonderen Charme, das
Buch ist aufrichtig und verträumt, eine fast romanartige Suche nach
Herkunft und Identität. Da es noch vor Beginn der wirklich politischen
Karriere Barack Obamas entstanden ist, ist es wahrscheinlich auch erheblich
authentischer und näher am "wahren Obama" dran, als alles was nach 2004
kam. Indes bleibt das Buch in vielerlei Hinsicht sehr schwammig, was es als
Biografie zwar sein darf, aber enttäuschend wirken lässt, wird doch allein
das afroamerikanische und liberale Erbe Obamas behandelt, was ihn allein
aber noch nicht ausmacht. Was fehlt ist das Leben fern der Suche nach sich
selbst, die nackten Fakten, auch jene über Leben und Liebe. Fakt ist,
obwohl 1995 erschienen, behandelt das Werk nur Obamas Leben bis 1988 und
konzentriert sich dabei vor allem auf die kulturellen und familiären
Aspekte, wobei vieles außen vor bleibt, etwa seine Jahre in und nach
Harvard.
Ist man vom oft ausschweifenden und blumigen Stil des US-Präsidenten
nicht ganz hin und hergerissen, ja wünscht man sich ab und zu, vielleicht
etwas konkretere Informationen über Obamas Leben, man könnte enttäuscht
sein. Das heisst nicht, Obamas Werk wäre nicht authentisch, denn genau das
ist es. Gefühle, Gedanken, Einsichten, Obama vermittelt sie hervorragend,
nichtsdestoweniger ist es die Synthese aus dieser emotionalen
Tiefgründigkeit und einer kaum beachteten biografischen Oberflächlichkeit,
aufgrund derer man sich klar sein sollte, dass Obamas "Autobiografie" in
vielerlei Hinsicht den gängigen Vorurteilen entspricht. Inhaltliche
Unausgewogenheit, viele Anekdoten, übermäßige Betonung von bestimmten
Handlungssträngen und all das als Folge der Vorgabe, des Titels und dieser
ist im Original eben "Dreams from My Father: A Story of Race and
Inheritance".
Das Ergebnis ist eine Biografie, wie man sie von Barack Obama eben
erwartet. Wortgewaltig und doch träumerisch, eine Suche nach dem Erbe eines
Mannes den er nie kannte, dessen Idealen er sich aber irgendwie trotzdem
verpflichtet fühlt. Die daraus resultierende Unterordnung des
"Lebenslaufs-Teils" unter die "Identitätssuche" muss man jedoch schlucken,
genauso wie die fehlenden 7 Jahre zwischen der Kenia-Reise 1988 und dem
Erscheinungsdatum 1995, diese passten nicht mehr ins Konzept. Ebenso wenig
erfährt man über politische Zielsetzungen oder Persönliches, sofern
letzteres nicht mit der Suche nach sich selbst oder Kindheitserinnerungen
zu tun hat. Was unterm Strich bleibt sind 90% Roman über die Suche nach den
Wurzeln und 10% Biografie, die es auf mehrere 100 Seiten ausgedehnt sicher
bald in den ersten Barack H. Obama-Biografien nachzulesen gibt. Einzig der
Bonus, dass das Werk von Obama selbst geschrieben ist und viele der Quellen
die er dazu nutzen konnte, bereits verstorben sind, können es langfristig
von den Werken Dritter abheben.
Fazit:
Auch inhaltlich etwas verträumt und ganz eindeutig Obamas Stil
entsprechend, eine fast romanartige und vor allem sehr authentische,
gefühlsbetonte Autobiografie über die Suche nach einer Antwort auf die
Frage "Wer bin ich?".
+++++ (ein Amazon Kunde): American Dream come true
In der enthusiastischen Stimmung nach Obamas Wahl habe ich mir dieses
Buch des künftigen Präsidenten der USA besorgt. Es handelt sich um seine
Autobiographie - aber das Erstaunliche ist, dass sie bereits 1995
erschienen ist, von einem Niemand also, der gerade einmal am Anfang seiner
30er sein Jurastudium beendet hatte und sich eine einjährige Auszeit nahm,
um dieses Buch über sein Leben und seine Familie zu verfassen. Gleichwohl
ist es von einem Menschen verfasst, der sich zu Höherem berufen fühlt und
der weiß, dass er es erreichen wird.
Natürlich hat auch ein Obama vor 14 Jahren nicht geahnt, dass in ihm
ein künftiger Präsident der Vereinigten Staaten schlummert. Und so handelt
es sich - gemessen an der späteren staatstragenden Bedeutung des Autors -
um ein außergewöhnlich offenes und privates Buch. Ein außergewöhnlicher
Fall, denn normalerweise erscheinen solche Lebenserinnerungen erst im
nachhinein und sind versehen mit allen Finessen der Distanzierung, die das
Amt nun einmal mit sich bringt.
Hier lesen wir die erfrischende Geschichte eines Unbekannten, welchem
allerdings aufgrund seiner ungewöhnlichen familiären Geworfenheit eine
außergewöhnliche Lebensgeschichte blüht. Barack ist der einzige Sohn einer
amerikanischen jungen Frau und eines aus Kenia stammenden schwarzen
Studenten. Die Ehe geht bald in die Brüche und die Mutter, die offenbar zu
exotischen Lebensformen neigt, nimmt mit ihrem kleinen Jungen Reißaus nach
Indonesien, wo sie mit einem zweiten Mann lebt. Dort verbringt der kleine
Obama die ersten Jahre seiner Erinnerung und entwickelt schon früh ein
Gefühl dafür, an einem fremden Ort zu leben, wo sie eigentlich nicht
hingehören. Erste Reflexionen über Heimat und Fremdheit drängen sich
bereits dem jungen Obama auf. Der Lebensentwurf in Indonesien scheitert.
Mutter und Sohn kehren zurück in die USA - nach Hawai. Fortan lebt die
Familie zusammen mit den Eltern der Mutter. Der junge Barack Obama wächst
bei den Großeltern auf. Der mehrwöchige Besuch des Vaters aus Kenia ist
eine besonders lesenswerte Episode.
Am meisten beeindrucken allerdings die Reflexionen und Einsichten
über das Schwarz-Sein in der Welt der Weißen. Die Komplexität dieses
Problems wird einem nicht-amerikanischen durch die Bewusstseinsschärfe
Obamas erst wirklich klar. Besonders stark in diesem Zusammenhang ist dann
auch die Passage, in der die versteckten Vorurteile der eigenen Großmutter
deutlich werden - nicht gegenüber ihrem Enkel, aber im allgemeinen. Hier
wird einem einmal deutlich, welch tiefe Bewusstseinsdimensionen Xenophobien
berühren - jenseits aller Multi-Kulti Ideologie. Umso erstaunlicher ist es,
dass es Obama gelungen ist, die Hautfarbe nicht zum Wahlkampfthema zu
machen.
Ein weiterer großer Teil des Buches betrifft seine politischen
Lehrjahre als "Organizer" in den verkommenen sozialen Wohnbausiedlungen
Chicagos. Hier verdient sich Barack in seinen 20er Jahren seine Sporen. In
den Ghettos Chicagos versucht er - getragen vom Enthusiasmus über den
ersten schwarzen Bürgermeister Chicagos in den 80er - Gutes zu tun. Nach
zwei Jahren sozialer Arbeit bekommt er ein Stipendium und geht nach
Harvard. Auch hier wieder die Auseinandersetzung, die alle erfolgreichen
Schwarzen trifft: Bist du einer von uns oder von denen. Aber Obama findet
Alternativen zu diesen Optionen, einen mittleren Weg, der ihn bis an die
einsame Spitze der Vereinigten Staaten geführt hat.
Ein letzter Teil spielt in Kenia, wo Obama vor seinem Studium seine
väterliche Familie aufsucht - der Vater ist bereits verstorben - und sich
mit seinen Ursprüngen auseinandersetzt. Dieser Teil weist kulturell eine
ganz andere Färbung auf und liest sich ausnehmend interessant.
Insgesamt handelt es sich um eine ausgesprochen interessante Lektüre,
die sich auch literarisch überhaupt nicht zu verstecken braucht.
+++++ (ein Amazon Kunde): Kompakt und intelligent
Dies ist nicht eine Lebenserinnerung der üblichen Art, sie enthält
vielmehr als man erwarten könnte.
Barack Obama schrieb dieses Buch bereits im Jahr 1995 und enthüllte
darin seine Seele.
"Dreams from My Father" so nannte er seine literarische Arbeit und
sie war mehr als nur ein Versuch, sich literarisch zu zeigen.
Obwohl, es ist schon der Stil, der seinen Verfasser auszeichnet und
der die Leser mitnimmt. Ein Stil, der rhythmisch bewegt und alles enthält,
was große Literaten auszeichnet.
Man atmet mit.
Das alles ist aber weißgott nicht geradezu einfach zu lesen, obwohl
es einen weiterzieht in diesem großartigen Gemälde eines amerikanischen
Lebens inmitten des ausgehenden 20. Jahrhunderts und hinein ins 21. Es ist
mehr das Interessante daran, dass einiges gesagt wird und sofort gespiegelt
wird in einer fast ausufernden Vernunft. Das ist sichtlich bewegend und
schön zu sehen. Alles, die Kindheit, die Jugend, die alltäglichen
Geschehnisse in vielen Erdteilen und die innere Ausleuchtung des Ganzen,
also auch der Heirat seiner Eltern, die damals nicht einfach zu unternehmen
war und was sich daraus ergab, das alles erscheint in einem sich
spiegelnden Licht voller Hoffnung und Wendungen.
Die Suche nach dem Vater also ist der eigentliche Titel und das
Vorbild dieses Mannes, der sich für die Belange seines Volkes einbrachte
und der einen großen Wert auf Familie und Zusammenleben legte, ist wohl das
Ziel und ist der Beweggrund dieses Buches. Natürlich ist der Autor dabei
auf dem Weg zu sich selbst.
So entsteht ein derart buntes Gewebe amerikanischer und weltgewandter
Lebensart, das alles nur noch interessant und bewundernswert genannt werden
kann.
Sicherlich ist von einem solchen Mann Vieles und sogar Großes zu
erwarten, wir sollten aber nicht übersehen, dass Präsidenten, auch in
Amerika, ja gerade dort im Verbund mit den Mächten stehen, die das Sagen
haben. Das aber gilt überall auf unserer Erde und so sind unsere
Erwartungen gepaart mit der Hoffnung, dass Vernunft und Liebe sich finden
werden. Das ist z.B. ein schönes Ziel. Ich selbst bin guter Dinge, was das
angeht.
+++++ (ein Amazon Kunde): Sehr persönlich und aufschlussreich
Der Stil des zum ersten Mal vor ca. 14 Jahren erschienenen Buchs ist
für einen Politiker sehr persönlich gehalten, der Inhalt insgesamt sehr
aufschlussreich. "Ein amerikanischer Traum" beschreibt im Wesentlichen drei
Lebensstationen: Barack Obamas Kindheit in Hawaii und Indonesien, dann den
Beginn seiner politischen Arbeit in Chicago und schließlich die Suche nach
seiner Familie und seinen Wurzeln väterlicherseits in Afrika.
Wer sich ein genaueres Bild des neuen amerikanischen Präsidenten
machen möchte, der sollte das Buch unbedingt lesen. Seine ganze
Lebensgeschichte macht deutlich, dass dies tatsächlich mal wieder ein
"amerikanischer Traum" ist, denn im Grunde könnte er als ein Amerikaner mit
Migrationshintergrund bezeichnet werden: Geboren wird er auf Hawaii -
weitab vom amerikanischen Festland - als Sohn einer weißen Studentin aus
Kansas und eines schwarzen Studenten aus Kenia. Schon zwei Jahre nach
seiner Geburt trennen sich die Eltern wieder. Die Mutter heiratet bald
wieder, diesmal einen indonesischen Studenten, dem sie - zusammen mit
Barack - bald in dessen Heimat (noch weiter vom amerikanischen Festland
entfernt) folgt. Erst mit 10 kehrt Barack Obama nach Hawaii zurück, wo er
zunächst von den Eltern seiner Mutter aufgezogen wird. Dies zeigt
zweierlei: Erstens unterscheidet sich Obama mit seiner Lebensgeschichte
ganz erheblich von den meisten Afroamerikanern, und zweitens erwarb er
schon frühzeitig weit über die USA hinausgehende Erfahrungen, zu denen
beide Familienstränge (väterlicherseits und mütterlicherseits) beigetragen
haben.
Diese frühen Erfahrungen, gepaart mit einer genauen Beobachtungsgabe,
mit Intelligenz und Empathie und den Grundlagen, die er bei seiner
politischen Arbeit in Chicago erworben hat, haben ihn wohl zu der Person
gemacht, die nun auf eindrucksvolle Weise die US-Präsidentschaftswahl
gewinnen konnte.
grönemeyers neues hausbuch der gesundheit
Autor/Autoren: Dietrich H. W. Grönemeyer
Herausgeber: Rowohlt Verlag GmbH
Gebundene Ausgabe
Stichworte: [HC/Ratgeber/Gesundheit/Erkrankungen, Heilverfahren] [Allgemeines] [Gesundheit] [Körperpflege] [Lexika] [Naturwissenschaften, Medizin, Informatik, Technik / Medizin] [Gesundheit (Medizin)]
Kundenmeinungen:
++++ (ein Amazon Kunde): Unverzichtbares Nachschlagewerk der wichtigsten Volkskrankheiten
Es ist sicher eine Generationsfrage, ob man bestimmte Krankheiten hat,
über sie spricht oder darüber Bescheid weiß. Ein grundlegendes Wissen über
die wesentlichen Krankheitsbilder im Alltag zur Verfügung zu haben, ist
jedoch nie von Schaden. So sollte in jedem Haushalt ein Nachschlagewerk mit
Stichworten zu Erscheinungsbild und Erstbehandlung diverser Krankheiten
bereit stehen.
Gut ist es, wenn es ein Buch in der Qualität des Neuen
Grönemeyer\'schen Hausbuches ist. In gut zu lesenden Fließtexten erläutert
der Autor die infrage kommenden Symptome, Ursachen, Hintergründe und
Behandlungsmöglichkeiten zu allen erdenklichen Krankheiten. Dabei wird
deutlich, dass ihm stets das Wohlbefinden des Menschen wichtig ist und dass
er es zudem vermeidet, vorschnell Medikamente oder teure Medizinprodukte zu
empfehlen. Vielmehr zeigt er die oft auch alternative Möglichkeiten zur
Schulmedizin durch Naturheilverfahren auf.
Meistens beschreibt der profunde Arzt die Krankheitsbilder und
beantwortet dann die üblicherweise von Patienten gestellten Fragen. Dieser
Praxisbezug macht es leicht, eigene Anschlüsse in den Antworten zu finden.
Der Aufbau des Buches ist weniger lexikalisch und nicht alphabetisch
geordnet, was es einerseits attraktiver zu lesen macht, andererseits jedoch
erschwert, konkrete Informationen zu bestimmten Krankheitsbildern zu
finden. Allerdings gibt es am Ende des Buches ein Stichwortverzeichnis, was
dieses Manko ausgleicht.
Diese Enzyklopädie sollte wirklich in keinem Haushalt fehlen. ©
12/2008, Redaktionsbüro Geißler, Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.
++ (ein Amazon Kunde): Kauf ist unnötig.
Der Kauf dieses Buches ist unnötig, wenn ein PC vorhanden ist. Die
Erkenntnisse dieses Professors sind nicht neu. Man hat den Eindruck alles
schon einmal in anderen Büchern dieser Art gelesen zu haben.
Alle Krankheiten etc. kann man im Internet (z.B. Internet Doctor
Seiten) wesentlich aktueller und ausführlicher nachlesen und noch mehr
Aussagen bei dem Internet "googeln" finden als in diesem Buch.
Privat habe ich den Eindruck, dass dieser Professor aufgrund seiner
augenblicklichen Popularität nur "Kohle" machen will.
+++++ (ein Amazon Kunde): Hervorragendes Nachschlagewerk für Jedermann
Per Zufall bin ich während meines Weihnachtseinkaufs auf das Buch
gestoßen, wobei ich schon seit längerem ein solches gesucht habe, welches
mir als Laien bei medizinischen Fragestellungen verständlich und
anschaulich weiterhilft.
Egal ob es sich um Allergien handelt oder Herz-Kreislauf
Erkrankungen, das Hausbuch der Gesundheit erklärt anschaulich und gibt
nützlich Tipps. Gerade die zahlreichen tollen Illustrationen und
verschiedenen Fachrubriken (z.B. Gesund ernähren, Hintergrundwissen, Drei
Fragen an den Arzt) verhelfen zu einem besseren Verständnis.
Herauszustellen ist auch das Kapitel \'Hilfreiche Internet-Links\' (Seiten
588ff.) mit einer verlässlichen Aufführung der Webseiten von medizinischen
Fachgesellschaften, da man sich im \'Internetdschungel\' und den Millionen
von Veröffentlichungen heutzutage ja nur schwer zurechtfindet.
Fazit: Endlich ein richtig gutes Nachschalgewerk zum Thema
Gesundheit.
+++++ (ein Amazon Kunde): Sollte in keinem Haushalt fehlen...
Hallo zusammen... Ich habe das Hausbuch von Herrn Prof. Dr. Grönemeyer
für meine Großeltern zu Weihnachten gekauft. Nach einer umfangreichen
Begutachtung wollte ich euch jetzt kurz meinen Eindruck dazu schildern...
In meinen Augen bietet das Buch eine sehr umfangreiche und leicht
verständliche Hilfe, sowohl bei kleinen Wehwehchen als auch bei komplexen
medizinischen Zusammenhängen. Viele detaillierte Fotos, Grafiken und
Illustrationen vermitteln einen guten Einblick in die menschliche Anatomie
und die Möglichkeiten der modernen Medizin, zahlreiche Tipps von Herrn
Prof. Dr. Grönemeyer und anderen Berufskollegen geben aber auch nützliche
Hilfestellungen bei kleinen alltäglichen Problemen. Gegen diese ist man mit
dem Buch bestens gewappnet, weswegen es meiner Ansicht nach in keinem
Haushalt fehlen sollte. Da ich finde das knapp 20¬ für ein Werk solchen
Umfangs völlig in Ordnung gehen gibt es hier von mir die volle Punktzahl.
+++++ (ein Amazon Kunde): Ein innovatives Hausbuch der Gesundheit
"Ich möchte den Menschen die Angst vor dem Arzt und der Medizin
nehmen." Dieses Ziel vertritt Professor Dr. med. Dietrich Grönemeyer in
seinem neuen Hausbuch der Gesundheit. Fast jeder hat so ein allgemeines
Gesundheitsbuch im Bücherregal stehen, das zwar gute Tipps enthält, aber
meist wenig innovativ, oft ein wenig verstaubt und veraltet ist.
"Grönemeyers neues Hausbuch der Gesundheit" will ein grundlegendes
Verständnis für die körperlichen Zusammenhänge vermitteln und ausgewählte
Krankheitsbilder von Alltagserkrankungen so verständlich erklären, dass
Patienten gut informiert das Gespräch mit dem Hausarzt suchen können.
Unterstützt von einem Expertenteam bietet Grönemeyer Rat und Informationen
zu den großen Volkskrankheiten, aber auch zur Anatomie und zur
Medizintechnik. Alles ist in verständlicher Sprache beschrieben, und in
jedem Satz merkt man die Begeisterung des Autors für sein Thema, das große
Engagement des Arztes für den Menschen, der immer im Mittelpunkt steht.
Dietrich Grönemeyer lässt uns an der Faszination des Wunderwerks
"Körper" teilhaben, das auf unglaubliche Weise exakt funktioniert. Er
betrachtet den Menschen als ein "Gesamtkunstwerk", für dessen Gesundheit
immer Körper, Geist und Seele gleichermaßen wichtig sind. Viele Menschen
leiden heute unter der Seelenlosigkeit der modernen Hightech-Medizin, haben
Ängste vor den Spezialisten, die den Menschen gar nicht kennen, nur seinen
Körper behandeln. Grönemeyers Vision von der "Medizin der Zukunft" bezieht
den Fortschritt der westlichen Schulmedizin genau so ein wie das uralte
Wissen, die Riten und die Heilverfahren anderer Kulturen, wie z.B. die
chinesische oder ayurvedische Medizin. Und er fordert, die Psyche der
Patienten stärker zu berücksichtigen, z.B. verursacht Angst in Deutschland
jährlich Schäden in Höhe von etwa 60 Milliarden Euro.
Das umfassende und interessante Buch ist wissenschaftlich fundiert,
gut lesbar und auch für Laien verständlich. Dazu trägt auch die
ansprechende Gestaltung bei, der Inhalt wird durch farbige Kästen,
Zusammenfassungen, Listen, Bilder und Grafiken veranschaulicht und
erläutert. Nach einer umfassenden Einführung zum Thema Gesundheit folgt im
Hauptteil des Buches die Darstellung der Volkskrankheiten. Zu jedem
Themenbereich gibt es eine Einführung in das Körperwissen, dann folgt eine
Beschreibung der Techniken in Diagnose und Therapie. Anschließend werden
die wichtigsten Gesundheitsstörungen in Bezug auf Ursachen, Symptome,
Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten erläutert. Besonders gut gefallen mir
die "Drei Fragen an den Arzt" am Ende jeden Kapitels.
Im dritten Teil findet sich ein Lexikon der Symptome, Syndrome und
Beschwerden mit kurz gefassten Artikeln. Im vierten Teil folgen dann
Erläuterungen zu den Themen Hausapotheke, Hausmittel, Heilkunde für die
Hausapotheke, Vitamine, Erste Hilfe, Reisemedizin. Ergänzt wird dieser
informative Teil durch hilfreiche Internet-Adressen, ein Verzeichnis der
Abkürzungen und medizinischen Begriffe, das "Dankeschön" des Autors an alle
Mitarbeiter, die Vorstellung der beteiligten Ärzte sowie ein ausführliches
Stichwortverzeichnis für Patienten.
Dem Rowohlt Verlag ist nicht nur für dieses innovative Buchprojekt zu
danken, sondern auch für den günstigen Preis, der es jedem ermöglicht, sich
das Buch anzuschaffen.
Sehr empfehlenswert! Dieses Werk sollte in keinem Haushalt fehlen.
niveau ist keine hautcreme: gepflegte sprüche für alle lebenslagen
Autor/Autoren: Günther Willen
Herausgeber: Ullstein Tb
Broschiert
Stichworte: [TB/Sachbücher/Kunst, Literatur/Literatur/Allgemeines, Nachschlagewerke] [Nachschlagewerke] [Sonstiges] [Redensarten / Redewendungen] [Sprüche] [Idiom] [Redensart] [Redewendung]
Kundenmeinungen:
+++++ (ein Amazon Kunde): toll als Geschenk geeignet
Ich habe diese Buch meiner Schwester zu Weihnachten geschenkt. Sie fand
es sehr witzig. Es ist super für die leichte Unterhaltung.
Manchmal wirft sie mir mit einem dicken Grinsen einen der Sprüche um
die Ohren.
Natürlich ist es kein literarisches Meisterwerk. Dort wurde aber
vieles zusammengetragen, was man noch garnicht kannte.
Es ist super sortiert und man findet sogar den passenden Spruch für
sein Leben nach dem Tod.
in diesem Sinne:
"Schwitzen ist, wenn die Muskeln weinen" :D
denken hilft zwar, nützt aber nichts: warum wir immer wieder unvernünftige entscheidungen treffen
Autor/Autoren: Dan Ariely
Herausgeber: Droemer/Knaur
Gebundene Ausgabe
Stichworte: [HC/Sachbücher/Angewandte Psychologie] [Angewandte Psychologie] [Entscheidung] [Allgemeines, Einführung, Lexikon] [Psychologie]
Kundenmeinungen:
+++ (ein Amazon Kunde): Keine wirklich neuen Erkentnisse
Dieses Buch versucht meiner Meinung nach lediglich Erkentnisse, die
einem Menschen mit ein bisschen Hausverstand onedies bereits klar sein
dürften, in Form zahlreicher empirischer Experimente zu bestätigen und in
einer wirtschaftswissenschaftlich entsprechenden Form aufzubereiten.
Im Großen und Ganzen kein wirklicher Knüller!
+++ (ein Amazon Kunde): interessante Laborexperimente aus dem MIT
"vorhersehbar unvernünftig" als Titel, wäre wohl treffender gewesen.
Denn ist es nicht gerade die Absicht des Autors, uns zu zeigen, daß
das reflektierte Nachdenken über unsere Handlungen, sehr wohl nützt.
Würden die Versuchspersonen,nachdem sie die Experimente kennen,
dieselben Fehler wieder machen? ...
Die intelligent und kreativ angelegten Experimente spiegeln die
Unvernunft
einiger unserer Entscheidungen, die wir im täglichen Leben treffen,
recht gut wieder. Wer sich jedoch bewußt ist, daß der homo öconomicus nie
real
existiert hat und sich nur ein wenig mit Psychologie und
Verhaltensforschung beschäftigt, für den sind dann die Ergebnisse dieser
Experimente nicht mehr so ungewöhnlich.
Da die positiven Aspekte des Buches (denen ich zustimme) vielerorts
dargebracht wurden, sollen hier auch einige kritische Anmerkungen
gestattet sein.
Jene Experimente, bei denen Fragebögen die Grundlage bilden, scheinen
mir
nur bedingt aussagekräftig. Lässt sich das Verhalten von Menschen
anhand von Fragebögen vorherbestimmen ?
Man stelle sich vor, die Milgram-Experimente wären anhand von
Fragebögen durchgeführt worden, z.B. wie: Eine Autoitätsperson befiehlt
ihnen, einem
Menschen einen Stromschlag von 250V zu geben. Führen sie diesen
Befehl aus ? ja - nein. Welche Aussagekraft hätte das gehabt ?
Sind die Versuchspersonen repräsentativ ? Anfang 20, soziales Umfeld
USA,
unerfahren im täglichen Leben, überdurchschnittlich intelligent und
ehrgeizig,...(das nehme ich jedenfalls von MIT- und Harvard Studenten an).
Kann man aus Versuchen, bei denen es um 50ct und einzelne Dollar
geht,
Rückschlüsse auf die Ehrlichkeit der Mitwirkenden im täglichen Leben
ziehen?. Ich zweifle die unmittelbaren Ergebnisse der Versuche in keiner
Weise an, die Schlüsse die daraus gezogen werden, muten jedoch recht
eindimensional an.
Bedenklich wird es, wenn man die Bürger der USA, sozusagen als "Big
Brother" vor ihrer eigenen Unvernunft schützen will (Verkehrssicherheit,
Pensionsvorsorge, Krankenversicherung, usw.).Es währe eher die Frage
angebracht: Wer schützt die Bürger vor der Unvernunft der Regierung?
Die zentrale Frage: WARUM HANDELN WIR SO IRRATIONAL ? wird im Buch
nicht
nicht ausgesprochen. Warum nicht ? Vermutlich,weil dem Verlag ein
Drittel der potentiellen Leserschaft wegbrechen würde, jene die die
Evolutionstheorie ablehnen. Die Antwort für unser "unvernünftiges"
Handeln, liegt großteils in unserer Entwicklungsgeschichte, was dem Autor
sicherlich bewußt ist (er zitiert sogar Konrad Lorenz im Zusammenhang mit
der "Prägung").
Wenn man unsere evolutionsbiologische Herkunft akzeptiert, kann man
viele
Handlungen, die uns aus heutiger Sicht irrational erscheinen,
erklären. Zu anderen Zeiten waren sie rational uns sicherten den
Fortbestand der Art. Schade, daß dieser erhellende Aspekt im Buch gar nicht
angesprochen wurde.
Die Marketingmaschinerie, die wohl kaum einer besser versteht, als
der Autor selbst, hat jedenfalls perfekt funktioniert.
Meine hochgesteckten Erwartungen, die ich von diesenm Buch hatte,
wurden leider nicht erfüllt. Für mich ist es nur von eingeschränktem Nutzen
und Erkenntnisgewinn.
+++++ (ein Amazon Kunde): Ein Muss
Dieses Buch macht sie schlauer. Der Wert dieses Buch ist enorm. Sie
können aus diesem Buch sehr viel über ihre eigenes Verhalten und über das
Verhalten des Mensch generell lernen.Und es ist wertvoll sein eigenes
Verhalten und das Verhalten seiner Mitmenschen besser zu verstehen. Man
kann dadurch effizienter werden, Leute im eigenen Interesse
beeinflussen(für Verkäufer ein Muss!!!) Dieses Buch ist ein Vermögenswerte.
Richtig das ist es. Es enthält ziemlich exklusives ausgesprochen
wertvolles, nützliches Wissen. Die wichtigste Botschaft aus diesem Buch
ist: Ohne Druck von Authoritäten(oder Gruppendruck) gibt es keine
ausreichende Selbstdisziplin. Wenn sie mit sich ins Reine kommen können sie
diese Wahrheit auch nutzen und sich als stolzer Mann und stolze Frau diesen
Druck verschaffen. Ohne sich deswegen schlecht zu fühlen, dass man es nicht
ohne die Hilfe, bzw. den Druck von Außen schafft. Man muss sich erst mal
wirklich auf sich selbst klarkommen um die Kernbotschaften leben zu können.
Und wenn sie das schon sind umso besser! EDIT: Schande ich sollte demnächst
nüchtern rezensieren.
+++++ (ein Amazon Kunde): Freier Wille?
Dan Arielys Buch lässt sich außerordentlich leicht und flüssig lesen.
Dies ist vor allem seinem angenehmen Stil geschuldet, er erklärt einfach
und verständlich und ohne viele Fachtermini, worum es ihm geht. Die
Versuche und Experimente, die er durchführt, sind immer sehr einfallsreich
und nicht wenige werden sich wünschen, auch einen so kreativen Professor zu
haben. Die Studenten am MIT, dem Massachusetts Institute of Technology,
sind wirklich zu beneiden. Diese Experimente sind stets aus dem Leben
gegriffen, so dass der Leser sich automatisch selbst testet und sich fragt,
wie er selbst reagiert hätte. So wird jedem klar, dass es mit der
Rationalität doch nicht so weit her ist. Ariely schafft es, komplizierte
Sachverhalte mit einfachen Vergleichen zu erklären, ohne dass der Leser
sich vorkommt, als würde er nicht ernst genommen werden.
Das Buch kann bestimmt dem einen oder anderen helfen, sich in Zukunft
klüger und geschickter zu entscheiden, ohne sich von angelernten
Verhaltensmustern und -fehlern leiten zu lassen. Aber auch, wenn man es
nicht schafft, sein Verhalten zu ändern, das Buch macht dennoch
nachdenklich - ist unser Wille wirklich so frei, wie wir immer vermuten?
+++++ (ein Amazon Kunde): Dämlicher Titel, hervorragendes Buch
Im Droemer-Knaur-Verlag muss jemand sitzen, der darauf spezialisiert
ist, dämliche Buchtitel zu vergeben. Oder ist es ein Zufall, dass im
gleichen Verlag das Buch "Angst darfst du haben, fürchten musst du dich
nicht" erschienen ist?
Das ist aber auch schon alles, was ich zu meckern habe. Sonst ist
dieses Buch mit dem etwas intelligenteren Original-Titel "Predictably
irrational" (Warum eigentlich nicht "berechenbar irrational", liebe
Droemer-Lektoren?) sowohl inhaltlich wie auch von der Übersetzung her
sensationell. Schade, dass im Untertitel nicht klarer wird, wie wichtig
dieses Buch in Sachen Preisgestaltung für jeden Unternehmer ist. Damit
verzichtet der Droemer-Verlag auf ein grosses Kundensegment. Ziemlich
irrational!
der dativ ist dem genitiv sein tod: ein wegweiser durch den irrgarten der deutschen sprache. die zwiebelfisch-kolumnen folge 1-3 in einem band
Autor/Autoren: Bastian Sick
Herausgeber: Kiepenheuer & Witsch Verlag
Taschenbuch
Stichworte: [Allg. u. vergl. Sprachwiss.] [Sprachwissenschaft] [TB/Sachbücher/Kunst, Literatur/Sprache/Allgemeines, Nachschlagewerke] [Kolumnen] [Deutsch] [Jargon] [Slang] [Sprache] [Umgangssprache] [Unterricht]
Kundenmeinungen:
+++++ (ein Amazon Kunde): Das lustigste Deutschbuch für Profis
Ob gewollt oder nicht, über Rechtschreibung und Stil schließen Leser
auf den Bildungsgrad des Autors zurück - und stellen womöglich dessen ganze
Idee infrage. Eine saubere Sprache ist wie eine schöne Verpackung, und wie
jeder aus der Werbung weiß, ist diese oft wirksamer als der Inhalt. Nun ist
niemand frei von Fehlern, auch Bastian Sick nimmt sich da nicht aus, doch
wenn heute selbst Abiturienten und höhere Manager nach vielen Jahren des
Studiums schreiben wie die Hauptschüler, fragt man sich schon, wo denn die
Untergrenze des Niveaus sein soll. Wer weiß, wie viele grandiose Ideen es
nicht weit geschafft haben, weil sie einfach schlecht formuliert waren.
Bastian Sick arbeitet als Sprachpfleger beim "Spiegel" an der
Obergrenze der deutschen Sprache, und sein Buch kann in einigen Kapiteln
als Haarspalterei anmuten. Ich selbst habe aus Furcht davor das Lesen
seiner Bücher lange vor mir hergeschoben, aber nun hat es mich eingeholt.
Gleich alle 3 Bände auf einmal brachte mir jemand nach Barcelona mit.
Zunächst einmal habe ich viel gelacht, weil Sick einen ungeheuren
Sprachwitz hat und die trockene Grammatik in witzige Geschichten packt.
Besonders der erste Band ist ein erstklassiges Leseerlebnis. Da machen sich
Schneewittchen und die sieben Zwerge über "als" und "wie" Gedanken oder
Fräulein Rottenmeier erklärt der Heidi den Unterschied zwischen "herein"
und "hinein". Auch Vater und Sohn im Sprachzoo sind süß, wo sie den kleinen
traurigen Konjunktiv im Käfig betrachten. Es gilt also zunächst mal: Wer
gutes Deutsch lernen muss, zum Beispiel aus beruflichen Gründen, der wird
mit Bastian Sick 100 Mal mehr Spaß haben als mit den Standardwerken Duden
und Wahrig. Ich habe alle drei Bände gern gelesen, vielleicht deshalb, weil
mich als Rezensent ständig mit der Thematik beschäftige (Sick lästert zwar
in Band 3 über die Amazon-Rezensenten, aber ich bin da mal großzügig. Die
bezahlten Kritiker der Systemmedien ärgern sich halt schwarz über die
unabhängige und erfolgreiche Konkurrenz aus dem Netz). Der erste Band ist
sicher am lustigsten, der zweite eine Reaktion auf Leserbriefe, und der
dritte ähnelt in der Aufmachung wieder Band 1, wobei er in einigen Kapiteln
Themen wiederholt. Ich fand alles lesenswert.
Es wird nicht jeder jeden von Sicks Vorschlägen übernehmen wollen,
und man muss auch nicht. Sick gibt Anhaltspunkte. Im Prinzip hält sich Sick
an den Duden oder leitet Vorschläge mit Logik ab, aber er gibt nicht
überall Quellen an. Oft beschreibt er auch nur einen Zustand ohne zu
werten, zeigt aber die Widersprüche auf. Ich konnte seiner Logik durchweg
folgen, auch wenn ich etwa feine Abgrenzungen wie "scheinbar" gegenüber
"anscheinend" sicher auch in Zukunft nicht konsequent anwenden werde. Aber
die Abgrenzung "bergen" zu "retten" beispielsweise fand ich schon
aufschlussreich und auch wichtig, wenn da bei der einen Option das Opfer
schon tot ist und bei dem anderen noch lebt. Unsere Sprache ist voller
solcher Details. Mit Sicks beiden größten Kritikpunkten stimme ich
ebenfalls überein. Der eine ist die inflationäre Verwendung von
Anglizismen, die bis zur Unverständlichkeit von Aussagen führt, und der
andere ist die Reform der Reform der Rechtsschreibreform, die insbesondere
beim Getrenntschreiben das totale Chaos verursacht hat. Das tat den
Verantwortlichen erst leid, dann Leid, und jetzt wieder leid, was will man
davon halten?
Gewünscht hätte ich mir hier in der Gesamtausgabe eine
übersichtlichere Struktur der Kapitel nach Zusammengehörigkeit, nicht nach
Erscheinungsdatum der Kolumnen. Kapitel etwa zu Anglizismen, dem Wörtchen
"wo", oder der richtigen Verwendung von Pronomina sind über die drei Bände
verteilt. Wer nach Stichwörtern sucht, wird Schwierigkeiten haben, die
passenden Kapitel zu finden. Ich hatte jedenfalls immens viel Spaß beim
Lesen und deshalb gibt\'s von mir auch für die Gesamtausgabe klare 5 Sterne.
++++ (ein Amazon Kunde): Der Wegweiser
Nachdem die Bücher von Bastian Sick schon länger in aller Munde waren
und man sowohl Gutes als auch Schlechtes von ihm hörte, wollte ich mir
selbst ein Bild seiner Schreibkunst machen. Dass es da seine drei Bücher zu
"Der Dativ ist dem Genititv sein Tod" in einem Band gab, kam mir genau
recht.
Der erste Teil hat mir eigentlich sehr gut gefallen. Einige Stellen
waren sehr witzig geschrieben, Sicks trockener Stil, die Dinge zu erzählen,
gefielen mir und machten Lust auf mehr.
Der zweite Teil hob sich vom ersten etwas ab, Sick brachte
Leserbriefe mit hinein, in denen er Fragen gestellt bekam und seine Antwort
quasi im Buch veröffentrlichte. An Witz verlor er nur wenig.
Dem dritten Teil des Wegweisers durch die deutsche Sprache fehlte es
allerdings etwas an Würze und Originalität, viele Anekdoten und
Themengebite wurde aus dem zweiten Teil aufgegriffen und zum Teil
wiederholt.
Die Seiten lesen sich gut weg, man kann zwischendurch mal lachen und
über die eine oder andere Änderung, die die Sprache im Laufe der Jahre
durchgenmacht hat, herrlich schmunzeln. Aber in manchen Situationen musste
ich muss zusammenreisen um nicht lauthals zu sagen: "Herr Sick, seien sie
mal nicht so kleinkariert!" Vieles wurde einfach zu sehr auf die Goldwaage
gelegt und durchgekaut, obwohl es sich schon viel zu sehr in die deutsche
Sprache integriert hatte. Welche Sachen das sind? Nun, lesen sie selbst!
PS: Ja, Herr Sick, auch Laien können Rezensionen schreiben. Besser
vielleicht, als sie denken!
+++ (ein Amazon Kunde): die Antwort...
Nur eine kurze Anmerkung:
Wer an Sicks Büchern Gefallen gefunden hat, dem sei auf jeden Fall
auch die "Gegenantwort" von Meinunger Sick of Sick? Ein Streifzug durch die
Sprache als Antwort auf den »Zwiebelfisch« ans Herz gelegt.
So werden am Ende einige unflexible Sichtweisen vielleicht doch noch
was aufgelockert, was sicher nur sinnvoll ist...
++++ (ein Amazon Kunde): Der Zwiebelfisch: Ein Wegweiser im Irrgarten der deutschen Sprache
Zwiebelfisch nennt man im Zeitungs- und Buchdruck, einzelne Buchstaben
oder Wortteile, die irrtümlich in einer anderen Schrift oder Formatierung
gesetzt wurden. Zwiebelfisch nennt sich aber auch die seit Mai 2003 im
Spiegel Online und seit Februar 2005 in der monatlichen Kulturbeilage des
gedruckten Spiegel erscheinende Kolumnenserie des Autors Bastian Sick, die
aus dessen Tätigkeit als Dokumentar und Korrektor in der Online-Redaktion
des Spiegels hervorgegangen ist, als er humorvolle Memos zu häufigen
Fehlerquellen an die Redakteure verfasste. Um der wachsenden Leserschaft
der Kolumne, welche die Möglichkeit der Mitarbeit durch Einsendung von
Fotos, Bildern und Leserbriefen über eigene Erlebnisse angeregt nutzte,
entgegenzukommen, wurde versucht die besten Artikel der Kolumne unter dem
Titel "Der Dativ ist dem Genetiv sein Tod" jährlich zusammenzufassen. Bis
dato sind aus diesen Versuchen drei Bände hervorgegangen und wurden nun
endlich in einem preisgünstigen Sammelband zusammengefasst. Doch "Der Dativ
ist dem Genetiv sein Tod" ist genauso wie der Name Bastian Sick längst zu
einer Marke geworden, die geschickt vermarkt ein eigenes Merchandising aus
Büchern, Hörbüchern und Spielen umfasst. Für die einen ist Sick einer der
bedeutendsten Sprachkritiker und -pfleger unserer Zeit, für andere hingegen
ein normativer Oberlehrer.
Fakt ist, die drei nun zusammengefassten Bände sind von
unterschiedlicher Qualität, so ist der hervorragende erste Band eine
gelungene Edition der Zwiebelfisch-Kolumne, während Bastian Sick im zweiten
Band eher auf seine Leserbriefe reagiert und im dritten, bisher letzten
Teil der Reihe überwiegen vor allem Anekdoten und irgendwie erfunden
wirkende Geschichten. Obwohl die Idee sein Gesamtwerk in einem Band
zusammenzufassen interessant klingen mag, wurde Bastian Sicks Happy Aua
jedoch ausgelassen. Das schmale Büchlein, welches ausschließlich
Fotoeinsendungen zum Thema "Schreib- und Druckfehler im Alltag" enthält
hätte etwa Sicks Ausführungen zu Der Dativ ist dem Genetiv sein Tod 3
perfekt ergänzt.
In lustigen Anekdoten aus Alltag, Politik und Journalismus deckt
Bastian Sick so manche Irrwege der deutschen Sprache auf und schafft ein
bisschen mehr Klarheit darüber, dass selbst jene Leute deren Geschäft es
ist sich durch Sprache auszudrücken in viele jener Fettnäpfchen
hineintreten, die bei der Rechtschreibreform entstanden sind.
Falschübersetzungen, Modesprache, mutwillige Fehler, all das beeinflusst
unser Sprachgefühl und lässt uns für den ein oder anderen Fehler schlicht
blind werden. Besonders geißelt Sick in diesem Zusammenhang die
eigentümliche Werbesprache, die mit ihrer mutwilligen Ignorranz von
Rechtschreibregeln und Grammatik mehr zum "Verfall" der deutschen Sprache
beiträgt, als alles andere. Beim Aufspüren von stillschweigend meist
hingenommenen Fehlern ist Sick sehr spitzfindig und pedantisch, wobei er im
Grunde für gewöhnlich Recht behält, denn was heute gesprochen wird ist oft
weit von "gutem" Deutsch entfernt. Sicks Talent ist seine Fähigkeit
Geschichten amüsant und detailreich zu erzählen.
Dieses Konzept auf dem die Buchform der Zwiebelfisch-Kolumne beruht,
ist lobenswert und war in "Der Dativ ist dem Genetiv sein Tod" noch neu und
kreativ, doch bereits im darauffolgenden Band erfolgte ein Schwenk in
Richtung Reaktion auf Leserressonanz. Nach dem eher allgemeinen Band 1
befasste sich Sick im zweiten vorzugsweise mit modernen
Kommunikationsmitteln und jenen stilistischen Unsitten, die meist in
E-Mails auftauchen. Für Teil von "Der Dativ ist dem Genetiv sein Tod"
schienen brauchbare Leserbriefe und Artikel der ersten Garnitur bereits
verbraucht gewesen zu sein. Nachdem sich Sick mit Reaktionen ind Band 2 gut
über Wasser halten konnte und weniger aus Eingeninitiative aufs Tapet
brachte, war er mit Band 3 gezwungen wieder selbst Geschichten
einzubringen. Jetzt erst recht - ging Sick SMS und E-Mail, sowie den
Stilblüten des Web 2.0 an den Kragen. Dazu sagte er auch den Anglizismen
versteckt den Kampf an, sowie Dialekten, verkörpert durch Sicks Nachbarin
Frau Jackmann. Wenn ein mittlerer Milchkaffee zum "tollen Latte to go" wird
darf Sick wie gewohnt gerne erklären wie das möglich ist und was daran so
toll bzw. tall ist. Dabei ist das Deutsche nicht die einzige Sprache, die
Fremdwörter übernimmt und so gibt es gleichbedeutend einen Kindergarten als
solchen auch im Englischen.
Fazit:
Wer Bastian Sick und seine Buchtrilogie "Der Dativ ist dem Genetiv
sein Tod" noch nicht kennt, bekommt mit diesem Sammelband der ersten 3
Bände eine sehr günstige Chance. So günstig, dass es preislich kaum einen
Unterschied macht ob man sich jetzt den ersten Band oder gleich alle 3 in
dieser Edition kauft und das sollte selbst Zweifler überzeugen, die sich
überlegen ob ein 750 Seiten Wälzer nicht doch eine Fehlinvestition sein
könnte, wenn man so unterschiedliche Dinge über den Autor hört. Überzeugen
Sie sich selbst, greifen Sie zu und bilden Sie sich eine eigene Meinung.
Selbst im schlimmsten Fall haben Sie am Ende nur Zeit und wenig Geld
verloren.
die kleine house-apotheke: der beipackzettel zur kult-serie
Autor/Autoren: Michael Reufsteck, Jochen Stöckle
Herausgeber: Egmont Vgs
Broschiert
Stichworte: [HC/Sachbücher/Musik, Film, Theater/TV/Allgemeines, Nachschlagewerke] [Belletristik] [Cartoons] [Comics] [Humor] [Dr. House (Fernsehserie)] [Fernsehserien; Materialien] [Fernsehserie (Bücher zu Fernsehserien)]
Kundenmeinungen:
++++ (ein Amazon Kunde): Tolle Serie! Tolles Buch!
Also ich schaue Dr. House nun mehr seit 1-2 Jahren und bin von der
Serie sehr begeistert.
Nun zu dem Buch: Ich habe das Buch innerhalb von 1 Woche (oder
weniger??) komplett durchgelesen, ohne dabei die Staffeln zu schauen. Das
Buch ist größtenteils so geschrieben, dass man es so runterlesen kann, ohne
dass es langweilig wird. Nun kommt aber auch der einzige Kritikpunkt...an
vereinzelten Stellen ist mir persönlich die Sprache ein wenig zu "plump",
da hätte ich mir mehr feinen Wortwitz à la Dr. House gewünscht.
Aber sieht man von diesen Kleinigkeiten ab, bietet es alles was ein
Dr. House Fan braucht. Angefangen von grundlegenden Einleitungen zu den
Charakteren, sowie den Schauspielern, bis hin zum immer gleichen Aufbau der
Folgenguide, der das Buch sehr einfach und verständlich macht ist alles
dabei. Auch Hintergrundinformationen und kleine Anekdoten sind hier
vertreten.
Am Ende gibt es sogar noch eine Anleitung für ein geselliges
House-Spiel.
Zusammenfassen würde ich trotz des kleineren Mängels sagen, dass es
ein gutes Buch ist, mit dem man viel Freunde haben kann. Ein MUSS für jeden
Dr. House Fan!
++ (ein Amazon Kunde): wer House mag, kann mit diesem Buch nichts anfangen
Zwei Punkte für die netten Wortspiele mit "house..." und den rein
informativen Teil über die Schauspieler.
Ansonsten hat das Buch nicht viel zu bieten, wenn man die Serie
kennt. Die Inhalte der einzelnen Folgen muss man sich doch nicht als
Abendlektüre zu Gemüte führen... Und ich bin der Meinung, dass dieses Buch
mit seinen Vorgaben über die Interpretation betimmter Geschehnisse, das
"Housevergnügen" nur schmälert. Desweiteren ist es ein "nachgeplapper" von
House}s Aussagen. Was, in anbetracht des von ihm so sehr geliebten
Gebrauchs von Ironie und Sarkasmus, ziemlich dämlich ist!
Wer die Serie wie ich mit Begeisterung ansieht, braucht dieses Buch
nicht! Und wer kein "Housefan" ist, der ja wohl auch nicht ;)
++++ (ein Amazon Kunde): Wirklich der Beipackzettel zur Kultserie
Dieses Buch macht strenggenommen keinen Sinn, wenn man Kenner der Serie
ist, da es die einzelnen Episoden eigentlich nur nacherzählt.
Da die Autoren allerdings immer wieder kleine, beißende Kommentare
und viele Hintergrundinfos eingestreut haben wurde aus einem schlichten
Episodenguide aber tatsächlich der "Beipackzettel zur Kultserie".
Angesichts des kleinen Preises die Anschaffung allemal wert.
++ (ein Amazon Kunde): Wird der Serie nicht gerecht!
Das Buch wird dem Witz und derm Charme der Serie Dr. House nicht
gerecht. Zum Aufbau wurde ja schon alles gesagt, an sich eine nette Idee,
durch die Bild-Niveau pseudo-lustigen Kommentare der Verfasser leider
vollkommen anspruchs- und anziehungslos.
Zu dem wird ständig zitiert, und das FALSCH! Ich weiss nicht, was die
Autoren beim erstellen geraucht haben oder ob RTL vllt keine Lizenzen für
richtige Zitate gegeben hat, aber dann soll mans doch bitte ganz lassen und
nicht versuchen das gesagt in eigene Wort zufassen und als Zitat
verkaufen...
Zudem wird House als zu einem Gott erhoben und während die, meiner
Meinung nach sehr sympathischen Nebendarsteller oft sehr schlecht
wegkommen.
Alles in allem, Hände weg! Gute Idee, schlechte Umsetzung. Schade...
+++++ (ein Amazon Kunde): Beipackzettel mit der Garantie zum Grinsen
"Wieso sind Sie hier? Bekomme ich ein Pony?" ist nur eins der vielen
typischen Housezitate und |H|ouse-Bausteilen, die in dem Buch, dass
amüsant
informativ
gut aufgebaut
ein schnelles Nachschlagewerk zum Erinnern (auch für unterwegs gut
geeignet, denn wer schleppt schon einen (tragbaren) DVD Player mit ;))
übersichtlich
witzig und
lesenswert ist, aufgegriffen werden.
... Dr. House eben.
mein |H|ouse-Rat: kaufen, dafür sorgen, dass für eine Weile kein
|H|ouse-Gast stört, die |H|ouse - Aufgaben machen und lesen, denn für die
|H|ouse-Nummer von 9,95 ¬ bekommt man eine Menge geboten und am Ende hat
man ein paar Lachfältchen mehr + die Lust sich ein paar Folgen (nochmal)
anzuschauen.
Für alle House MD Fans ein Muss und für alle Anderen eine gute
Möglichkeit sich schnell über die ersten drei Staffeln zu informieren
der crash kommt: die neue weltwirtschaftskrise und wie sie sich darauf vorbereiten
Autor/Autoren: Max Otte
Herausgeber: Ullstein Tb
Broschiert
Stichworte: [TB/Sachbücher/Politik, Gesellschaft, Wirtschaft/Wirtschaft/Allgemeines, Nachschlagewerke] [Wirtschaft International] [Weltwirtschaftskrise] [Krise (wirtschaftlich, politisch)] [Weltwirtschaftskrise ( Wirtschaftskrise )] [Wirtschaftskrise] [Wirtschaftskrise - Weltwirtschaftskrise]
Was, wenn sich der Traum von der Steuerbarkeit der
Wirtschaftsentwicklung als große Illusion entpuppt? Wenn der anhaltende
globale Aufschwung der letzten Jahrzehnte in einem großen Crash zu Ende
geht und in eine lange Ära der Depression mündet? Der bekannte
Finanzprofessor und Buchautor Max Otte ist sich sicher: Der Crash kommt.
So heißt das neue Buch des Wormser Ökonomieprofessors, der sich der Rolle
des ökonomischen Ketzers zeigt. Sein Buch ist eine flammende Anklageschrift
gegen die herrschende Lehrmeinung der ökonomischen Zunft. Und eine
dringende Mahnung: Es ist wichtiger denn je, Vorsorge zu treffen -- bevor
es zu spät und der Crash da ist. Ottes Anklage gilt dem
Machbarkeitsglauben der Ökonomen, durch die Steuerung der Geldmenge die
Inflation beeinflussen zu können. Genau das kann sie nicht!,
proklamiert Otte. Denn der Geldsegen aus der Notenpresse fließe vor allem
in immer spekulativere Investments. Und irgendwann werde
die Masse der Schulden unter ihrem eigenen Gewicht
zusammenbrechen, prophezeit der Autor: Nach allem, was mir
meine Daten sagen, ist eine Weltwirtschaftskrise in den nächsten fünf
Jahren sehr wahrscheinlich. Die Globalisierung selbst hat eine große Blase
erzeugt, die über kurz oder lang entweder schnell platzen oder langsam in
sich zusammensinken muss. Die Folge: Vermögen wird vernichtet. Die
Wirtschaft schrumpft. Deflation regiert -- mit drastischen Auswirkungen:
Staatsbankrott, Währungsreform. Das Gespenst von 1929, der letzten großen
Weltwirtschaftkrise. Ottes Mahnung: Treffen Sie die notwendigen
Vorbereitungen, seien Sie gelassen, und vermeiden Sie Verluste! Den
Vorkehrungen gegen die kommende Krise ist der zweite Teil des Buches
gewidmet. Otte verrät hier Anlagestrategien, die es ermöglichen sollen,
eine Weltwirtschaftskrise zu überstehen. Seine Empfehlung: sich vorbereiten
und seine Vermögensangelegenheiten in die eigenen Hände nehmen. Dabei
kommen als antiquiert angesehene Formen der Wertanlage zu neuen Ehren:
Bargeld und Gold sollen helfen, die Krise zu überdauern. Ottes Warnungen
sind drastisch. Ob man ihnen Glauben schenkt oder nicht, ist letztlich
wiederum eine Frage des Glaubens. Oder der theoretischen Vorentscheidung:
Ist man ökonomischer Pessimist oder Optimist? Sieht man in der Krise einen
normalen Begleitumstand des Wirtschaftens oder hält man sie für eine
vermeidbare Panne? Ob man richtig lag, weiß man leider immer erst nachher.
-- Winfried Kretschmer Aus der Amazon.de-Redaktion
Kundenmeinungen:
++++ (ein Amazon Kunde): Nach dem Crash ist vor dem Crash
Vorneweg: wer sich von einem Buch eine detaillierte Strategie für die
aktuelle Krise erwartet, wird natürlich enttäuscht, vor allem, wenn er
Ottes Empfehlungen (aus 2006!) mit dem heutigen Wissen beurteilt. Wie jedes
Buch, ist es vor allem gut, um eigenes Nachdenken zu fördern.
Zum Glück habe ich dieses Buch schon vor 1 Jahr gelesen - auch wenn
meine persönliche Investmentstrategie natürlich eigenem Nachdenken folgte,
so lieferte Otte doch ein paar wichtige Informationen und Ansichten, die
(im wahrsten Sinne des Wortes) Gold wert waren - wenn sich die Ausgaben für
ein Buch jemals lohnten, dann diese.
Natürlich sagte Prof. Otte nicht alles richtig voraus (wenn er das
könnte, würde er wohl kaum seine Zeit mit Vorlesungen und Bücher schreiben
verbringen). Z.B. ist seine Empfehlung für Immobilien auch beim Ausbleiben
eines Immobiliencrashes in Deutschland (bis jetzt) inzwischen wohl
überholt. Auch seine Empfehlungen für einzelne Aktien kann man im
Nachhinein kritisch überdenken.
Wichtig derzeit ist vor allem, was aus seinen Überlegungen für die
Zukunft folgt: Otte hat, im Gegensatz zu den Aussagen vieler anderer, diese
Krise als eine Krise der Verschuldung und übermäßigen Konsums vor allem in
den angelsächsischen Ländern beschrieben - insofern ist die Finanzkrise nur
eine Facette einer weitaus umfassenderen Krise. Er hat auch die jetzigen
Gegenmaßnahmen in diesen Ländern vorausgesehen und beschreibt die (zum
jetzigen Zeitpunkt, Neujahr 2009) noch vor uns liegenden Folgen: ein
rapider Anstieg der Zinsen, Inflation und drohender Staatsbankrott in
einigen Ländern. Deshalb lohnt sich die Lektüre auch jetzt noch, da der
Crash schon eingetreten zu sein scheint, da ähnlich wie die Folgen der
Dot.com Blase mit einer noch größeren Blase bekämpft wurden, so wird die
aktuelle Krise mit Maßnahmen bekämpft, die eine weitere Verschärfung der
wirtschaftlichen Probleme nach sich ziehen.
Wichtig ist, daß der Leser dieses Buch als Anstoß begreift, selbst
weiter kritisch nachzudenken, da der bisherige Verlauf der Krise zeigte,
daß auch Prof. Otte, wie oben bemerkt, nicht alle Details richtig
voraussagen kann - für einen solchen Leser ist das Buch von
außerordentlichem Wert.
+++ (ein Amazon Kunde): Tausendsassa
Insgesamt ein sehr interessantes und lehrreiches Buch. Max Otte
versteht es mit Erfolg Buecher zu schreiben. Er hat auf jeden Fall schon
ueber ein halbes Dutzend interessante Buecher publiziert. Leider verstrickt
er sich in letzter Zeit haeufiger in Widersprueche und gibt teilweise
folgenschwere "Tipps". Kann er, denn die Verantwortung wird er nicht
uebernehmen (koennen), genauso wenig wie die Konstrukteure der MBS and CDOs
und wie Sie alle heissen moegen. Waren ihm vor ein paar Jahren 7% Rendite
noch zu wenig - er hat auf jeden Fall ueber Leute, die so investieren
gelacht - und "tolle" Optimierungs Tipps gegeben - so sieht es heute etwas
anders aus. Weltwirtschaftskrise - Immobilien - Gold - Silber -
Staatsanleihen - und auf jeden Fall weg mit den Dollars, aber nur den
amerikanischen,... . Mehr als 7% Rendite? Altersrente soll sich nun in Luft
aufloesen. Toll. Wird er dieses Mal richtig geraten haben? Oder ist es nur
eine Entschuldung fuer seine in der Vergangenheit abgegebenen Ratschlaege.
Herr Professor - wie viele Hedge Fonds managen Sie? Gibt es dies Mal einen
Grund, dass Sie richtig liegen? Die Schulden reduzieren soll man - macht
oekonomisch in einer inflationaeren Phase keinen grossen Sinn, Herr
Professor Otte. Am besten in Anleihen aus der USA invesieren, das haetten
Sie wohl am liebsten, Mister Boston. Es fehlen nur noch die Tipps wo ich
meine Goldklumpen am sichersten vergraben kann - ahh - in den USA meinen
Sie! Ohh Gold rush.
Verkaufen Sie alle Dollars die Sie haben - es wird in Kuerze eine
neue Waehrung geben. Danke fuer ihre Aufmerksamkeit.
++ (ein Amazon Kunde): Mit großer Vorsicht zu genießen!
Max Otte - so hört man - ist derzeit ein gefragter Mann. Genau wie Al
Gore in seinem CO2-Kreuzzug eilt Otte von Vortrag zu Vortrag, um dem
gemeinen Volk zu erklären, wie es am besten durch die mittlerweile
allgegenwärtige Krise kommt. Und für alle die Benachteiligten, die einen
solchen Vortrag nicht besuchen können, hat er dieses Buch geschrieben. Ein
edler Zug.
Aber ist dieses Buch wirklich für "das gemeine Volk" geschrieben?
Rein äußerlich ja, im Detail nein. Warum das so ist, läßt sich leicht
erklären: Die wenigsten Otto-Normalos können mit Ottes Hilfestellung real
etwas anfangen. Aber der Reihe nach...
Das Buch ist in zwei Teile gegliedert. Teil 1 dreht sich um eine
(nicht sooooo schlechte) Analyse der Situation und wie es dazu kommen
konnte. Otte führt all die Grauslichkeiten auf, die sich da so ereignet
haben: Spekulationsblasen, Hedge Fonds und Private Equity, und die
allgegenwärtige Überschuldung von Staat und Privat. Er beleuchtet dabei die
geschichtlichen Hergänge und betrachtet die verschiedenen Wirtschaftsräume
im Detail (klar, daß Europa dabei am Schlechtesten wegkommt). Leider muß
man sagen, hat Otte vieles selbst noch nicht verstanden. Zinsen sind für
ihn kein Problem, und schon gar nicht Ursache des Problems. "Gesundes"
Wirtschaftswachstum ist für ihn auch ein Dogma. Und er verliert keine Silbe
darüber, wie es nach der Krise weitergehen soll. An dieser Stelle kann ich
nur ein Zitat bringen:"Wer an unbegrenztes Wachstum in einem mit Grenzen
vesehenen System glaubt, ist entweder wahnsinning oder Ökonom." Ich
empfehle also jedem, der sich Ottes Analyse zu Gemüte führen will, dies
nicht unrefektiert und unkritisch zu tun. Am besten, man ließt zuerst Bernd
Senfs "Die blinden Flecken der Ökonomie", dann sieht man die Dinge klarer.
Nun denn, all dies könnte man noch als Streit verschiedener
Strömungen der VWL abtun. Aber so richtig dicke kommts dann im Teil 2 - Wie
man durch die Krise kommt. Otte empfiehlt, daß ein 4-Kopf Haushalt 300.000¬
zur Seite legt und sicher anlegt. Hallo? Bei 30.000¬ Jahreseinkommen wären
das volle 10 Jahresgehälter, die man in einem Zeitraum von 3-4 Jahren (seit
Ersterscheinung des Buches bis zur Krise) zurücklegen sollte. Wer kann denn
das? Selbst die Minimallösung von 100.000¬ ist für die wenigsten wirklich
stemmbar. Daher Eingangs meine Kritik: Diese Tipps sind fürs gemeine Volk
unbrauchbar, weil illusorisch. Und selbstredend. Wer 300.000¬ mal so zur
Seite legen kann, wird das auch sicher tun. Auch die anderen Weißheiten wie
"Schulden abbauen", "In sichere Anlagen gehen", "breit gestreutes Einkommen
(Zinsen mal wieder)" usw... sind Hausverstands-Sachen, für die ich keinen
Max Otte brauche.
Fair wäre gewesen, offen darauf hinzuweisen, daß dieses Buch gewisse
Grundvoraussetzungen verlangt, wie eben einen ausreichenden Kapitalstock.
Dann könnte all diejenigen, die dies nicht haben, sich zumindest die 8¬ für
dieses Buch sparen. Das schmälert zwar Ottes "breites Einkommen", aber um
einen guten Freund von "Helikopter"-Ben Barnanke braucht man sich keine
Sorgen deshalb machen.
+++ (ein Amazon Kunde): Der Crash kommt oder: der Crash ist da! Oder haben wir die berühmte Talsohle schon erreicht?
Ob man Max Otte bescheinigen kann, dass er mit seinem schon früh
erschienenen Buch zu einer neuen Weltwirtschaftskrise recht behalten würde
oder ob er noch immer maßlos übertrieben hat, kann jeder beurteilen wie er
mag. Jedenfalls hat schon Otte in seinem Buch aufgrund fauler
Immobilienkredite und einem heillosen Haushaltsdefizit in den USA früh
erkannt, dass die anhaltende Schuldenpolitik der USA zu einer größeren
wirtschaftlichen Katastrophe führen muss. Und nachdem der FED-Chef Bernanke
im Frühjahr 2008 vehement die Zinsen gesenkt hat, konnte es jedem
offensichtlich sein, dass der Konjunktur-Auftrieb seit 2003 nicht mehr
lange weitergehen kann.
So stieß ja auch der DAX seit 2007 an seine obere Schmerzgrenze von
über 8000 Punkte. Und so konnte es nicht mehr lange dauern, außer
irgendeine Branche hätte einen echten Innovationsschub in Wirtschaft und
Konsum erzeugt, und dann musste das Schmerzensszenario für Bullen Realität
werden. Dort sind wir jetzt angekommen oder an der Schwelle davon und wir
müssen uns möglicherweise warm anziehen im nächsten Jahr, z.B. auch
bezüglich der Sicherheit von Arbeitsplätzen.
Ich habe Ottes Buch im Frühsommer diesen Jahres gelesen und war
fasziniert von seinen Analysen und Vorhersagen. Mir schienen seine
Prognosen als zutreffend. Und so kann ich sein Buch wirklich nur empfehlen.
Es wappnet einen zumindest davor, in Fragen von Geld und Anlagen, eigenem
Haushalten und Konsum in richtiger Weise vorsichtiger zu werden und die
Zeichen der Zeit richtig zu erkennen. Insofern ist dieses Buch zur Zeit
einfach ein Muss.
Meine Bewertung generell lautet: 5 Sterne = absolut herausragend
(Weltliteratur oder Tendenz zu Weltliteratur); 4 Sterne = sehr gut, sehr zu
empfehlen; 3 Sterne = wirklich gut, zu empfehlen; 2 Sterne = lesenswert,
aber nicht ganz überzeugend; 1 Stern = abzuraten.
+++++ (ein Amazon Kunde): Das beste Buch zur Krise!-Fundierte Erklärungen, flüssiger Stil, passende Rezepte
Wer die derzeitige Krise in ihrer Entstehung und ihrem Verlauf
verstehen will und wer nicht weiß oder sich unsicher ist, mit welcher
Anlagestrategie man am besten durch die Rezession kommt, der kommt an
diesem Buch einfach nicht vorbei!
Prof. Otte gelingt es, mit seinem flüssigen und lebendigen, gut
lesbaren Stil ein breites Publikum anzusprechen. Ob
Wirtschaftswissenschaftler oder Ingenieur, ob Briefträger oder Hausfrau, es
dürfte jedem mit ein wenig Interesse für wirtschaftliche Zusammenhänge sehr
leicht fallen, den Argumentationsmustern des Autors zu folgen.
Schon im Jahre 2006 erkannte Otte die Frühwarnsignale eines
Zusammenbruchs des amerikanischen Finanzsystems, er warnte vor der
Subprime-Krise und deren Folgen für die reale Wirtschaft. Dabei geriert er
sich nicht als der Prophet, der das ganze Übel schon immer kommen sah,
sondern macht mit spitzer Feder auf die großen Risiken, die sich hinter
(oder in) der Immobilienblase verbergen, aufmerksam. Er sammelt eine ganze
Fülle von Indizien für eine lange Krise und präsentiert dabei die Daten
erfreulich lebendig und sehr schlüssig. Er tritt gleichsam mit dem Leser in
einen Dialog und nimmt die Sorgen und Ängste des imaginären
Gesprächspartners sehr ernst. Dabei lässt sich mit Begeisterung
feststellen, mit welch spielerischer Lockerheit und Einfachheit er dem
Leser selbst hochkomplexe Zusammenhänge in der globalen Wirtschaft
vermitteln kann. Ich habe vorher noch nie ein Wirtschaftsbuch verschlungen,
bis Max Otte kam. So manch ein (deutscher) Wirtschaftsprofessor könnte sich
hier eine Scheibe abschneiden!Insoweit hat dieses Buch jetzt schon das Zeug
zum Klassiker.
Max Otte belässt es aber nicht bei einer Analyse der Weltwirtschaft,
sondern zeigt auf sehr pragmatische und nachvollziebare Weise, wie man als
Kleinanleger der Krise begegnen kann. Dabei stehen eher strategische
Überlegungen zur Gestaltung einer krisenfesten Vermögensstruktur im
Vordergrund als konkrete Aktienempfehlungen. Für die selbstständige
Aktienanalyse und Anlageentscheidung empfiehlt sich eher sein ebenfalls
sehr gutes Buch [[ASIN:3548372244 Investieren statt sparen: Wie man mit
Aktien ein Vermögen aufbaut]zur Lektüre.
Mein Fazit: Wer die Hintergründe und möglichen Folgen der derzeitigen
Krise verstehen will, und sich auf eine mögliche längere Durststrecke
vorbereiten muss, dem sei dieses Buch wärmstens ans Herz gelegt.
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