Suchergebnisse
das attentat
Autor/Autoren: Harry Mulisch
Herausgeber: Rowohlt Tb.
Taschenbuch
Stichworte: [Niederländische Belletristik] [Roman, Erzählung] [TB/Belletristik/Gegenwartsliteratur (ab 1945)] [Belletristik] [Erzählungen] [Romane] [Deutsche Besatzung; Romane/Erzählungen] [Niederlande, Geschichte; Romane/Erzähl.] [Vergangenheitsbewältigung; Romane/Erzähl.]
Kundenmeinungen:
+++++ (ein Amazon Kunde): Ein nicht nur didaktisch wertvoller Roman!
Harry Mulisch verdeutlicht in diesem Roman die Bedeutsamkeit des
organisierten Widerstandes gegenüber politischer Tyrannei jedwelcher Art.
Zudem zeigt der Autor, dass Verzagtheit im Hinblick auf despotische
Strukturen letztlich dazu führen kann, in ethisch bedenkliche Situationen
zu gelangen und schließlich, dass angstvolles Wegducken kein wirksamer
Garant ist für die Sicherheit der eigenen Existenz.
Der Anästhesist Anton Steenwijk hat im Herbst 1981 auf einer
Friedensdemonstration in Amsterdam gewissermaßen ein Erweckungserlebnis. Er
protestiert dort gemeinsam mit Zehntausenden gegen die fragwürdige
Abschreckungsphilosophie der Atomwaffentyrannei. Durch einen kollektiven
Angstschrei erwacht Anton endlich aus seiner inneren Lähmung, die
entstanden ist durch ein furchtbares Kriegserlebnis während seiner
Kindheitstage.
Was war geschehen? Anfang 1945 ist Holland immer noch von den
Deutschen besetzt. Kollaborateure gehen gemeinsam mit den Nazis gegen die
Zivilbevölkerung vor. Es herrscht Terror. Anton lebt gemeinsam mit seinem
älteren Bruder und seinen Eltern - zurückgezogen - in einem idyllischen
Villenviertel in Haarlem. Man befasst sich mit altphilologischer
Problematik. Als auf der Straße vor besagten Häusern seitens der
Widerstandskämpfer ein besonders sadistischer, holländischer Faschist
hingerichtet und dessen Leiche dort zurückgelassen wird, versperrt Anton
aus Furcht vor dem, was kommen wird, die Türen der elterlichen Wohnung.
Lange dauert es nicht, bis die Nazis, durch die Schüsse aufmerksam
geworden, vor Ort sind, den Toten auf der Straße vorfinden und daraufhin
mit einem willkürlichen Akt der Vergeltung, die üblichen Terrormaßnahmen
einleiten. Antons Eltern und dessen Bruder werden erschossen und das
familiäre Anwesen dem Erdboden gleichgemacht. Anton wird verhaftet, später
dann zu seinem Onkel nach Amsterdam gebracht. Dort wächst er auf, studiert
Medizin und möchte viele Jahrzehnte lang von den grauenvollen Geschehnissen
in Haarlem nichts wissen. Er verdrängt. Der Zufall will es, dass immer
wieder neue Mosaiksteinchen für das von ihm ungeliebte Puzzlespiel der
Erkenntnis auftauchen und an ihn herangetragen werden. Wie er damit umgeht,
erfährt der Leser im Laufe der äußerst subtil aufgebauten Handlung.
Nochmals, die Botschaft des Autors ist eindeutig: Angst- und
Ohnmachtsgefühle gegenüber einer despotischen Obrigkeit dürfen nicht im
Wegducken und Schweigen enden. Gemeinsame Aktivitäten sind sinnvoll, wenn
es gilt undemokratische, inhumane Verfahrensweisen anzuprangern und diesen
mit verstärkten Kräften, nach Möglichkeit frühzeitig, Einhalt zu gebieten.
Mulisch verdeutlicht in dieser Parabel dezidiert, dass sich ein
mündiger Bürger seiner Verantwortung nicht entziehen kann.
Ein nachdenklich stimmender Text, eines hervorragenden
Schriftstellers.
Empfehlenswert!
--------------------------------------------------------------------------------
+++++ (ein Amazon Kunde): Ein Angstschrei, der Urschrei der Menschheit
Mulisch, Harry, Das Attentat, 1982, Edition Richarz CWNiemeyer
Ein gutes Buch mit einer Botschaft, die nicht leicht zu entschlüsseln
ist.
Die Geschichte spielt zur Zeit der Nazi-Okkupation der Niederlande.
Ploeg, ein niederländischer Kollaborateur und zuständig für Harlem, wird
von holl. Widerstandskämpfern erschossen. Das Attentat findet vor vier
Häusern am Fluss statt, von links nach rechts wohnen darin: 1) das alte
Ehepaar Beumert, 2) Steenwijks, deren jüngster Sohn Anton wird der
Protagonist des Romans, 3) Herr Kortweg und seine Tochter Karin, 4) die
Familie A., über die wenig bekannt ist. Am Schluss wird enthüllt, dass
diese Familie im Krieg eine jüdische Familie in ihrem Haus versteckte, die
überlebte. Ploeg wird vor Kortwegs Haus erschossen, Herr Kortweg rennt
hinaus und schleppt den Leichnam vor Steenwijks Haus, weil er weiß, dass
die Nazis an den Bewohnern des Hauses ein Exempel statuieren werden, vor
dem der Leichnam gefunden wurde. In der Tat wird die Familie Steenwijk
hingerichtet, alle außer Anton, dessen Lebensweg im Folgenden den Inhalt
des Romans darstellt, indem er in einem Prolog und 5 Episoden dargestellt
wird. In diesen Episoden aus dem Krieg bis 1981 werden jeweils Antons
Lebenssituationen und die veränderten politischen Situationen verdeutlicht:
Anton studiert Medizin, wird Anästhesist (!), heiratet zunächst Saskia, die
Tochter de Graafs, z.Zt. Botschafter in Griechenland und ehemaliger
Widerstandskämpfer im Krieg. Er hat eine Tochter, Sandra, mit Saskia,
trennt sich dann von Saskia, um ein zweites Mal zu heiraten, hat einen
weiteren Sohn: Peter. Sein Leben scheint abgesehen von dem Attentat
durchschnittlich und normal zu verlaufen. Auffällig ist aber, dass A. wie
im Traum durchs Leben geht. Er hat dumpf das Gefühl, im Griff seiner
Vergangenheit zu leben, setzt sich mit ihr aber nicht aktiv auseinander, er
wird lediglich häufig von unerklärlichen Angstattacken und Migränen bzw.
Schmerzen heimgesucht.
In den Episoden nach dem Krieg wird er jeweils auf eine andere Art
mit seiner Vergangenheit konfrontiert, bis sich für den Leser (und für A.)
allmählich ein umfassendes Bild vom Attentat und den Motiven aller
Beteiligten ergibt.
Fake, der Sohn Ploegs, läuft Anton als Erster über den Weg, er
verteidigt seinen Vater, so gut es geht, wichtiger ist die Begegnung mit
dem Attentäter Jakes, der z.Zt. der Begegnung ziemlich heruntergekommen
ist. Der rechtfertigt seine Tat ebenfalls, obwohl ihn Anton ebenso wenig
wie Fake beschuldigt. Die nächste Begegnung ist mit Karin Kortweg, die das
Verhalten ihres Vaters erklärt: Er habe zunächst Angst um seine
Reptiliensammlung (!) gehabt , so dass er nicht riskieren wollte, von den
Deutschen geschnappt zu werden. Zur Familie A. habe er den Leichnam nicht
schleppen wollen, weil er wusste, dass diese eine Judenfamilie versteckte.
Also ergibt sich für Anton die Ironie des Schicksals, dass seine Familie
sterben musste, damit die Judenfamilie gerettet werden konnte. Die
ehemaligen Widerstandskämpfer (Jakes, de Graaf) finden sich in neuen
politischen Konstellationen wieder, die das Bild verwirren: die einstigen
Befreier und Verbündeten, die Amerikaner, sind nun die Feinde (im
Zusammenhang mit ihrer Opposition gegen den Vietnamkrieg und in der
Abrüstungsbewegung).
Anscheinend will Mulisch auf die schicksalhafte Verstrickung des
Menschen in politische Konstellationen hinweisen, die sich sinnlos über den
Einzelnen hinwegsetzen, jeder hat jeweils gute Motive, um sein Tun zu
rechtfertigen, aber er kommt nicht umhin, anderen perönliches Leid
zuzufügen, also weiteres Unrecht zu tun.. Am Schluss sieht man Anton
unfreiwillig in Amsterdam in einer Massendemonstration gegen die
Aufrüstung in einem immer mehr anschwellenden Menschenstrom mitziehen,
abwechselnd trifft und verliert er wieder seine beiden Kinder, aber er hat
das Gefühl in diesem Strom Mensch unter Menschen zu sein. Plötzlich fällt
ihm die Antwort auf eine Quizfrage nach der Umschreibung des Sonnengottes
ein: Ravage - was das englische Wort für Heimsuchung ist. Und aus der Menge
steigt wiederholt "ein Angstschrei, der Urschrei der Menschheit, den jeder
in sich trug" auf (276).
In den vielfältigen politisch-moralischen Auseinandersetzungen in den
Episoden nach dem Krieg werden jeweils neue geschichtliche Konstellationen
deutlich, die wiederum zu ähnlichem Leid führen könnten, wie das der
Familie Steenwijk, so dass die fatalistische Haltung am Schluss
nachvollziehbar ist. Im Übrigen hat Mulisch ein Buch geschrieben, dass sich
selbstkritisch mit jeglicher Glorifizierung der holländischen Rolle im
Dritten Reich auseinandersetzt. Der Stil ist von Anfang an fesselnd und
authentisch, er schreibt schlicht und einfach wie einer, der eine wirklich
stattgefundene Begebenheit darstellen muss, um sich Klarheit über deren
komplizierten Implikationen zu verschaffen.
++++ (ein Amazon Kunde): Verarbeitung eines traumatischen Ereignisses
Hier ist H. Muhlisch ein faszinierendes Portrait eines Mannes gelungen,
welches die Verarbeitung es 2. Weltkrieges in den Niederlanden
wiederspiegelt.
Zentrale Themen wie die Verdrängung schlimmer Erlebnisse, Fragen nach
Schuld und Widerstand werden von Muhlisch gut aufgegriffen und sprachlich
interessant beschrieben.
Der Werdegang Antons, bis er endlich die Ereignisse der Vergangenheit
hinter sich lassen kann, ist ergreifend geschildert.
Ein empfehlenswerter Roman, der jedoch nicht ganz mein Genre ist.
+++++ (ein Amazon Kunde): Weltliteratur
Das Buch hat eine Kraft, die einen nicht mehr los läst. Das was die
Hauptperson aus ihrer Erinnerung verdrängt, weiß der Leser, und will es
manchmal laut raus rufen.
Das Beste an dem Buch fand ich, dass es die Geschehnisse des zweiten
Weltkrieges nicht aus der schwarz- weis Perspektive erzählt.
Nein, dieses Buch ist anderes. Es veranschaulicht deutlich, dass ein
Mensch, der für den einen ein Mörder war, für den anderen ein Held sein
konnte. Das der Nachbar, der die Leiche vor ihrem Haus ablegte, mit diesem
Akt, anderen Menschen das Leben rettete. Das die Frau, die mitschuldig,
wenn nicht sogar eine der Hauptschuldigen war, ihn tröstet, als er es am
meisten brauchte, etc.
Das ist ein Buch, das man weiter empfehlen kann, besonders auch an
junge Leute. Für die Krieg, ein Zeitvertreib am Computer geworden ist.
Es gibt nur sehr wenige Bücher wie dieses, und das macht es besonders
wertvoll.
++++ (ein Amazon Kunde): Das Attentat
Das Attentat
Ich habe wenige Schriftsteller der Gegenwart, die ich wirklich gern
lese, denen ich mich nahezu vorbehaltlos anvertraue und auf Leseabenteuer
mitnehmen lasse. Lenz und Grass gehören dazu, Kundera sowieso und Harry
Mulisch.
Die Süddeutsche Zeitung hat 50 Bücher mit Romanen der
Gegenwartsliteratur herausgebracht zu einem sehr vernünftigen Preis in
guter Aufmachung. Unter diesen Romanen ist Mulisch mit "Das Attentat"
vertreten.
Die Geschichte spielt im Hungerwinter 1944/1945 in Holland. Vor dem
Nachbarhaus des "Helden" Anton wird ein holländischer Faschist erschossen.
Die lieben Nachbarn tragen vor dem Eintreffen der Deutschen den Leichnam
vor die Tür von Antons Eltern. Noch in derselben Nacht werden die Eltern
und sein älterer Bruder getötet. Nur der zwölfjährige Anton überlebt und
trägt fortan dieses Attentat mit sich herum. Er wird es nie richtig
verarbeiten, aber immerhin gelingt es ihm, mehr zufällig als wirklich
gewünscht, die Geschichte zu rekonstruieren und insoweit aufzubereiten.
Der Roman ist ein wunderbares Beispiel für die Kunst des Autors, eine
Geschichte zu erzählen, sich mit der schrecklichen Vergangenheit
auseinanderzusetzen und dennoch niemand zu denunzieren und auch niemand die
alleinige Schuld zuzuweisen. Vielmehr ist es eine objektive Betrachtung,
ein Abwägen der Geschehnisse und ein Lesevergnügen.
Ich mag diesen Autor, ich schätze seine Literatur und ich wünsche
ihm, daß er möglichst bald mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet wird.
ein schönes attentat
Autor/Autoren: Assaf Gavron
Herausgeber: Luchterhand Literaturverlag
Gebundene Ausgabe
Stichworte: [Belletristik] [Erzählungen] [HC/Belletristik/Erzählende Literatur] [Romane] [Attentat; Romane/Erzählungen] [Israel; Romane/Erzähl.] [Nahostkonflikt / Nahostkrieg; Romane/Erzählungen] [Palästinenser; Romane/Erzählungen] [Israelische Belletristik] [Jerusalem] [Roman, Erzählung]
Kundenmeinungen:
++++ (ein Amazon Kunde): Licht und Schatten
Während Eitan Einoch alias Krokodil als Time-Manager jeder Sekunde
seiner Kunden und seines Lebens hinterher hechtet, entgeht er knapp -
womöglich durch Vorsehung, vielleicht durch Zufall - drei Anschlägen
palästinensischer Selbstmordattentäter in Tel Aviv und Jerusalem. Gerade
rechtzeitig wird er den kleinen Neuner verlassen, den Stuhl wechseln, ehe
die Bombe explodiert. Ohne es selbst wahrzunehmen, verändert Eitan sein
Leben und seine Beziehungen zu Familie und Freunden, wird zum Helden, zum
Symbol des Kampfes gegen den Terror, zum Star der israelischen Medien.
Der Romans teilt sich in zwei Handlungsstränge - der Eitans, des
Israeli und nationalen Helden, der den Zorn der Terroristen schürt und den
jungen palästinensischen Terroristen Fahmi aus dem Schatten rückt, um die
Sicht des Attentäters im zweiten Strang klarer darzustellen. Fahmi\'s
Geschichte wird in Rückblenden aus dem Koma aufgebaut, begleitet von
Familie und Freunden, während sich Eitan von Beginn an das Geschehen heran
wagt. Beide Erzählungsstränge werden sich treffen auf dem Höhepunkt - des
Schaffens des einen und der Gleichgültigkeit des anderen.
Die Auswahl und Darstellung der Charaktere ist sehr gut gelungen -
zumal Wertigkeiten füreinander und für ihr Handeln sehr deutlich
hervorgehoben sind. Es ist schwer für jemanden Partei zu ergreifen (und
wohl auch nicht so gedacht), da die Hauptakteure aus Liebe und Hass
geknüpft sind. Aussichtslosigkeit - beinahe Resignation - zieht sich als
roter Faden durch den Roman.
Herausragende Spannung ist zu erwarten, ihre Spitzen werden von den
Attentaten unterstützt und reichen darüber hinaus. Die Trostlosigkeit der
Geschichte mag mitunter anstecken und macht traurig! Dennoch ein sehr
empfehlenswerter, aktueller und moderner Roman, der sich ins Zeitgeschehen
einfügt.
+++++ (ein Amazon Kunde): Alltäglicher Terror - Alltag des Terrors
Eitan Ennoch, ein junger, erfolgreicher Israeli, überlebt nur durch
einen glücklichen Zufall ein palästinensisches Selbstmordattentat. Kurz
zuvor macht er die Bekanntschaft von Giora, der bei eben diesem Anschlag
umkommt. Eitan macht sich auf den Weg, Gioras Familie zu besuchen. Dabei
entgeht er zwei weiteren Anschlägen nur um Haaresbreite.
Während Eitan für die jüdischen Israelis zur Symbolfigur des
Widerstandes wird und in Fernseh- und Rundfunkshows auftritt und er gerade
aus diesem Grund für die palästinensischen Extremisten selbst zu einem Ziel
voller Symbolkraft wird, gerät sein eigenes Leben zusehends aus allen
Fugen.
Parallel wird die Geschichte des Palästinenser Fahmi erzählt, der vor
dem Hintergrund der israelischen Besatzung seiner Heimat immer tiefer in
den Extremismus der verschiedenen Aktivistengruppen gerät.
Am Ende kommt es zum verhängnisvollen Aufeinandertreffen dieser
beiden Schicksale.
Assaf Gavron gelingt es, diesen schwierigen Stoff mit wunderbarer
Leichtigkeit und subtilem Humor zu schildern, ohne dabei das Thema für eine
Pointe zu verraten. Gavron bezieht nicht Stellung, übt keine
Schuldzuweisung und macht gerade damit eindrucksvoll deutlich, warum es so
schwer ist, das Pulverfass Naher Osten zu befrieden.
Ein beeindruckendes Buch, das auf unterhaltsame Weise ein komplexes
Thema mehr erhellt, als die meisten Sachbücher.
+++++ (ein Amazon Kunde): ein Buch das gleichzeitig unterhält und informiert
Da mein Vorrezensent den Inhalt dieses Buches bereits auf den Punkt
gebracht hat, möchte ich mich nur auf folgende Anmerkungen beschränken:
Dieses Buch hat mich fasziniert, weil diese schwierige politische
Situation, die wir Europäer gar nicht richtig einschätzen und beurteilen
können, auf äußerst informative und unterhaltsame Weise dem Leser nahe
gebracht wird.
Schon der Titel, "Ein schönes Attentat", ist ja ein Widerspruch in
sich und dieser Widerspruch zieht sich durch den ganzen Roman.
Das Buch liest sich leicht, trotz der schweren Thematik. Es ist eine
Bereicherung für jeden der sich für dieses Land interessiert.
+++++ (ein Amazon Kunde): Dieser Roman bringt den Konflikt im Nahen Osten, seine Wurzeln und seine Aussichtslosigkeit auf den schmerzhaften Punkt
Die schier ausweglose Situation zwischen Israelis und Palästinensern
ist in der Vergangenheit schon das Thema zahlreicher Romane und Erzählungen
gewesen. Je nach Blickwinkel wurden dabei unterschiedliche Erfahrungswelten
und Betroffenheiten in den Mittelpunkt gestellt. Jessica Durlachers
"Emoticon" zum Beispiel hat vor etwa zwei Jahren eindeutig Partei ergriffen
und den hinterhältigen Terror der palästinensischen Organisationen
gegeißelt. Viele israelische Autoren wie Amos Oz, David Grossmann haben in
der Vergangenheit sich literarisch diesem fast unlösbaren Verhältnis
gewidmet und dabei nie die Hoffnung aufgegeben, dass es trotz des
tiefsitzenden Hasses auf beiden Seiten zu einer Annäherung kommen kann, ja
muss. Besonders beeindruckt haben mich im vergangenen Jahr drei Bücher aus
Israel, die sich mit dem Verhältnis zwischen Juden und Palästinensern
befassen: Avirama Golans "Die Raben", Eshkol Nevos "Vier Häuser und eine
Sehnsucht" und das auch bei Luchterhand erschienene Buch des jungen
Schriftstellers Yiftach Ashkenazy von "Der Geschichte vom Tod meiner
Stadt".
Das neue Buch von Assaf Gavron nun beschreibt den alltäglichen
Wahnsinn im Nahen Osten auf eine ganz besondere, eigene und
unverwechselbare Art, wie ich sie so voller Komik und Ironie vorher noch
nicht gelesen habe.
Gavron, in Israel als einer der originellsten und besten
Schriftsteller sehr geschätzt, beschreibt in seinem neuen Roman die
Geschichte von Eitan Enoch, einem jungen Israeli, der mit seiner Tätigkeit
bei einer Hightech-Firma, die sich auf Programme und Systeme spezialisiert
hat, die ihren Kunden überall in Europa helfen wertvolle Zeit zu sparen,
was Gavron voller Ironie schildert, gutes Geld verdient und sehr
erfolgreich ist. Die dauernden Attentate von palästinensischen Terroristen
nimmt er eher auf die leichte Schulter, während seine Freundin, die als
Anwältin arbeitet, über die ganze Situation sehr besorgt und verängstigt
ist.
Der Roman beginnt mit einer Szene in einem Bus, mit dem Eitan zur
Arbeit fährt, und der, kurz nachdem er den Bus verlassen hat, Ziel eines
Selbstmordattentäters wird. Ein junger Mann, mit dem Eitan noch kurz vor
seinem Verlassen des Busses über eine verdächtige Person im Bus geredet
hat, wird bei dem Anschlag getötet. Das schlechte Gewissen lässt Eitan
keine Ruhe, und das ganze Buch über ist er auf der Suche nach der
Geschichte dieses jungen Mannes, lernt dessen Freundin kennen, der er eine
Botschaft überbringen sollte, und verliebt sich in sie.
Auf dieser Suche gerät er kurz hintereinander in zwei weitere
Anschläge und überlebt sie. Eitan wird zum Held, präsent in allen
Fernsehsendungen. Gleichzeitig macht ihn dies zur endgültigen Zielscheibe
der Terroristen, über deren Pläne, Gedanken, politisch-wirren Vorstellungen
und Gespräche wir vom Autor parallel zur anderen Handlung immer wieder
informiert werden.
Denn der Palästinenser Fahmi Sabih, der die Attentate plante, liegt
im Krankenhaus im Koma, ist aber bei vollem gedanklichen Bewusstsein und
erzählt, immer abwechselnd mit Eitan, die Geschichte weiter. Er hadert mit
seinem Schicksal und seinem Bruder, der nicht nur ihn zu diesen Attentaten
angestiftet hat und dafür aus dem Gaza-Streifen auch die nötigen
finanziellen Mittel bekommen hat.
Wir erfahren, wie die Palästinenser von einem großen Schlag träumen
und doch keine blasse Vorstellung davon haben, wie ihre Zukunft aussehen
könnte. Ich fühlte mich bei der Lektüre immer wieder erinnert an Dan Diners
wegweisendes Buch "Versiegelte Zeit. Über den Stillstand in der islamischen
Welt", das ich auf diesem Weg allen Lesern des Buches von Gavron sehr ans
Herz legen möchte.
Und wir erfahren etwas vom Umgang der israelischen Gesellschaft mit
dieser dauernden Bedrohung, mit der man zu leben gelernt hat und mit der
man dennoch nicht wirklich leben kann, weil sie alles zerstört, was diesem
Staat und dieser Gesellschaft wichtig war und ist. Darauf haben besonders
Amos Oz und David Grossman in der letzten Zeit immer wieder in zahlreichen
Zeitungsartikeln hingewiesen.
Indem Gavron durch die Komposition seines Buches quasi eine Symmetrie
des Leidens auf beiden Seiten herstellt, bringt er den Konflikt, seine
Wurzeln, aber auch seine Aussichtslosigkeit auf den schmerzhaften Punkt.
Dass es ihm dabei gelingt, dem allen eine tragikkomische Seite
abzugewinnen, macht die Lektüre dieses Buches zu einem Ereignis, das nicht
nur in Israel sicher manche Leser auf die Palme bringen wird. Denn wie
gesagt, er schildert nicht nur die Situation der Opfer, sondern führt uns
weit in die Gedankengänge und Gefühlswelten der terroristischen Täter
hinein. Fern ab vom Geschehen, kann sich der deutsche Leser nur vorstellen,
welche Diskussionen dieser absolut lesenwerte und spannenden Roman in
Israel ausgelöst hat.
Ich wünsche diesem Buch in Deutschland viele Leser, die sich danach
vielleicht intensiver mit der Situation in Israel befassen werden, und
vielleicht auch zu anderen Büchern über dieses endlose Themen greifen
werden.
attentat - net force
Autor/Autoren: Tom Clancy
Herausgeber: Heyne TB
Broschiert
Stichworte: [Belletristik] [Erzählungen] [Romane] [TB/Belletristik/Spannung] [Krimis/Thriller] [Amerikanische Belletristik] [Roman, Erzählung]
wiesn-feuer
Autor/Autoren: Harry Luck
Herausgeber: Kbv
Taschenbuch
Stichworte: [Deutsche Belletristik] [Kriminalroman] [München] [Roman, Erzählung] [TB/Belletristik/Krimis, Thriller, Spionage] [Belletristik] [Kriminalromane] [Krimi Oktoberfest Wiesn Bier Attentat Terrorismus] [München; Krimis/Thriller] [Münchner Oktoberfest; Romane/Erzählungen]
Kundenmeinungen:
+++++ (ein Amazon Kunde): Spannender als Geisterbahn
Gut, dass das Oktoberfest in diesem Jahr vorbei ist - ich wüsste nicht,
ob ich mich so kurz nach der Lektüre des "Wiesn-Feuers" dorthin trauen
würde...
In Lucks Krimi kündigen Unbekannte ein schlimmes Attentat an. Wenig
später, am ersten Wiesntag, bricht ein Feuer in einem Bierzelt aus,
mittendrin eine tote Kellnerin. Natürlich ist die Wirtemafia in Aufruhr,
ebenso die hilflos wirkende Politik.
Ermittler Sonne und Lokalreporter Litzka nehmen sich des Falls an -
und stolpern in Szenen, die spannender und gruseliger sind als es die
Oktoberfest-Geisterbahn mit lebenden Gespenstern, die auch eine Rolle
spielt im Buch, je sein könnte. Zum Ausgleich gibt es Szenen fürs Herz, in
denen sich der schüchterne Lokalreporter um eine neue Freundin bemüht.
"Wiesn-Feuer" ist ein gut gebauter, erschreckend realistischer Krimi,
der den Leser von der ersten bis zur letzten Seite packt, weil dieser
endlich wissen will: Wann wird die Bombe gezündet? Und von wem? Und kann
das alles auf der echten Wiesn passieren?
+++++ (ein Amazon Kunde): Ein Prosit auf diesen Krimi
Nach der Wiesn ist vor der Wiesn. Und daher ist dieser packende Krimi
auch nach dem Oktoberfest noch ein richtiger Page-Turner. Für das
Geld, das man auf der Festwiese für eine Maß Bier bezahlt,
liefert Harry Luck Hochspannung pur - verbunden mit einer gehörigen
Portion Münchner Lokalkolorit. Besonders packend ist der Bezug zum
realen (nie aufgeklärten) Oktoberfest-Attentat aus dem Jahr 1980.
Immer wieder drängt sich die Frage auf: Hätte es wirklich so sein
können? Wiesn-Feuer ist nach dem Isarbullen und Schwarzgeld das
bislang beste Werk aus Lucks Feder.
+++++ (ein Amazon Kunde): Spannung und Humor von der ersten bis zur letzten Seite
Ich habe schon den "Isarbullen" gelesen und war begeistert, und seit
seinem Buch "Schwarzgeld" bin ich erklärter Fan von Harry Luck. Aber
Wiesn-Feuer ist meiner Meinung nach sein bisher bestes Buch. Es ist so
spannend, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte, bis ich wusste,
wie alles zusammenhängt.Harry Luck schafft es, den Leser mit seiner
Geschichte so genial in die Irre zu führen, dass man wirklich an eine
bestimmte Version der Geschichte glaubt, aber nie wirklich bis zum Schluss
weiss, wie die wahren Zusammenhänge sind, und dann stellt sich heraus, dass
doch alles ganz anders ist. Dazu Harry Lucks bissiger bis schwarzer Humor
und das Geschenk an seine Münchner Leser: wer sich mit der Münchner Politik
und Szene ein bißchen auskennt wird sich ganz besonders über das
Wiesn-Feuer freuen.
++++ (ein Amazon Kunde): Krimispannung für Münchenliebhaber
Krimis haben Konjunktur und gefragt sind vor allem solche, die sich von
der Masse abheben. Harry Luck hat einen Lokalkrimi aus München geschrieben,
den man aus zwei Gründen kaum noch aus der Hand legen kann: Einmal, weil
der gut konstruierte Plot - auf das Oktoberfest ist ein neuer Anschlag
geplant, den es zu verhindern gilt - sich meist liest wie ein Drehbuch für
einen spannenden »Tatort«. Zum anderen, weil der Münchenliebhaber (und:
welcher vernünftige Mensch ist das nicht) darin ganz nebenbei viel von dem
findet, das diese Stadt und ihre Bewohner ausmacht. Für jemanden, der
obendrein MünchenKENNER ist, liest sich dieses Buch, in dem etwa ein neuer
Oberbürgermeister, den Drei-Schläge-Rekord seines Amtsvorgängers vor Augen,
das Anzapfen eines Bierfasses heimlich im Keller übt, noch dazu
stellenweise wie ein ironischer Schlüsselroman. Eine mehrfach packende
Lektüre also, die mit Bezügen zum realen Anschlag auf das Oktoberfest vor
25 Jahren immer wieder auch nachdenklich macht über die Rolle von
Ermittlungsbehörden im Umgang mit radikalen Gesinnungstätern - damals wie
heute.
das attentat: roman um den bau der ersten berliner u-bahn
Autor/Autoren: Horst Bosetzky
Herausgeber: Jaron Verlag
Gebundene Ausgabe
Stichworte: [Belletristik] [HC/Belletristik/Gegenwartsliteratur (ab 1945)] [Kriminalromane] [Berlin, Geschichte; Romane/Erzählungen] [Berliner U-Bahn; Romane/Erzählungen] [Historische Romane/Erzählungen] [Deutsche Belletristik] [Kriminalroman]
attentat
Autor/Autoren: Amélie Nothomb
Herausgeber: Diogenes
Broschiert
Stichworte: [Belletristik] [Erzählungen] [Romane] [TB/Belletristik/Gegenwartsliteratur (ab 1945)] [Französische Belletristik] [Roman, Erzählung]
Kundenmeinungen:
++++ (ein Amazon Kunde): Schönheit und Hässlichkeit als Blutsverwandtschaft
Der hässliche aber gewiefte Epiphane Otos ist der Protagonist in diesem
witzigem Roman. Sein Gesicht ist nach innen gewölbt mit diversen
knorpeligen Eiterbeulen, sieht eigentlich wie ein Ohr aus. Die Augen sind
zwei "trübe ständig eiternde Löcher", Gallertaugen und die Kopfhaut ist mit
Ekzemen bedeckt. Sein Abbild wirkt abschreckender als ein tollwütiger Hund.
Die Mitwelt nennt ihn Quasimodo. Bei einem Casting lernt er Ethel, eine
hübsche, faszinierende Schauspielerin kennen. Er ist von ihrer Schönheit
hingerissen und verwundert das Ethel seiner Hässlichkeit keine Bedeutung
schenkt. Ihr Reiz war ebenso übertrefflich wie seine Missratenheit. Sie
überzeugt ihn davon, dass die Leute das lieben was weder schön noch
hässlich ist. Seinen Namen findet sie bizarr, dafür allein hätte Epiphane
Ethel die Füße küssen können.
Als ein überraschendes monetäres Erbe aus Griechenland aufgebraucht
ist, macht sich Epiphane auf Jobsuche. Niemand will ihn, keiner wagt den
Grund der Ablehnung auszusprechen. Da hatte er eine tolle Idee. Er
überredete Ethel mit ihm in eine renommierte Mannequinagentur zu gehen. Als
Kopfschmuck trug Ethel ein Diadem mit Stierhörnern. Ethel soll als seine
Agentin nur die Juroren verwirren, den Job sucht er. Seine Argumentation
passt so richtig in das Bild der Heldenfiguren von Amélie Nothomb, denn
welche Charaktereigenschaften sie auch haben, eines sind sie mit Gewissheit
nicht - dumm. Epiphane betört die Juroren. In einer Zeit, wo die Kundschaft
übersättigt ist bedarf es eines Purgativs, um einzig zu sein. Das
Brechmittel für den Blick will er sein, damit die Kundschaft die Keuschheit
des Blicks wiedergewinnt.
Er wurde engagiert, sein Hieronymus - Boschismus, so wie er es
nannte, hatte gewirkt. Geschickt flechtet die Autorin hier das Werk des
Malers Hieronymus Bosch (1450-1516) in die Geschichte ein, denn der hatte
seinen dämonischen Figuren, soweit er ihnen detaillierte Gesichtszüge
verlieh, nur Fratzen gegeben. Seine Bilder bevölkern Gnome und Monster
häufig mit Tierköpfen.
Bald blieben bei den Modenschauen bei denen Epiphane nicht auftrat
die Zuschauer fern man, fand sie fad, reizlos denn die Abscheulichkeiten,
die die Natur an seiner Person vollbracht hatte, erregten großes Interesse.
Man ließ es sich viel Geld kosten, dass er den Menschen Schmerz bereitete
und Epiphane folgerte daraus das der Masochismus die Welt regiert, weil
Leiden eben käuflich waren. Er, der seine Heimatstadt bisher nie verlassen
hatte, war nun weitweit auf Reisen, dabei immer in Kontakt mit den
schönsten und unnahbarsten Frauen. Dann wird Epiphane als Juror zu einer
Schönheitskonkurrenz geladen, mit der Empfehlung Ethels: "Einen Terroristen
wie dich haben die dort bitter nötig".
Die Wortwechsel und lustigen Diskussionen zwischen Epiphane und
Francesca, einer liebestollen Brünetten, brillieren mit Jux und feiner
einfallsreicher Geisteshaltung, mit Reaktionsschnelligkeit und
verblüffender Ideologie. Auch die vielen spritzigen Dialoge mit Ethel
können gefallen, sind sie doch für Epiphane "himmlisch befreiend".
Ethel lernt einen anderen kennen, da muss sich Epiphane mit der Rolle
des Bruders, oder der des besten Freundes begnügen, Die Hoffnung gibt er
dennoch nicht auf. Während des langen Fluges nach Japan, schreibt er ein
Fax nach dem anderen, betet darin seine Ethel voll juveniler Phantasie an,
gesteht ihr schließlich seine aufrechte Liebe. Resümierend kommt er zu der
Überzeugung; "Es gibt keine unmögliche Liebe". Die unerwartete
Schlussszene wird eigentlich schon im Titel verraten.
Es ist wirklich ein ganz schön zu lesendes, heiteres, kluges, über
alle Maßen ironisches und phasenweise hinterlistig teuflisches Buch.
++++ (ein Amazon Kunde): Schönheit kontrovers
Als ich den Buchrücken laß fühlte ich mich ala hässlicher Mensch direkt
eingeladen. Das Dilemma des schlechten Àussehens gepaart mit hohem
Intellekt schmücken auch tatsächlich das gesamte Buch und somit fühlte ich
mich verstanden.
Wirklich verzaubernd ist die abgrundtiefe Ehrlichkeit des Buches. Der
Ich-Erzähler ist sich seines schlechten Äußeren nicht nur bewusst, auch das
Wertesystem der Schönheit gesteht er sich selbst ein und kritisiert es
dennoch. Eher störend finde ich die vergleiche mit anderen Büchern, da ich
keines der beschriebenen Werke gelesen hatte und somit die Vergleiche nicht
genießen konnte. Auch eine ernorme Vielzahl an Fremdwörtern viel mir auf,
die jedoch aus dem Text heraus verständlich waren.
Die vier Punkte beruhen auf der kontroversen Auseinandersetzung mit
dem Thema Schönheit und weniger auf dem Roman und seinem Ausgang. Der Roman
selbst handelt vom Ich-Erzähler, der schon als Kind als Quasimodo
beschimpft wurde und der sich seiner Hässlichkeit bewusst ist. Dennoch
vergöttert er schöne Frauen und erwartet, dass sie ihn aufgrund seiner
inneren Werte schätzen lernt (was er selbst nicht kann). Die einzige Frau
in die er sich jemals wirklich verliebt ist Ethel, eine Schauspielerin
durch die er den Aufstieg zu einer anarchisten Variante eines Models
schafft. Sie sieht in ihm ihren besten Freund während er versucht sie für
sich als Lebenspartnerin zu gewinnen.
Das wirklich spannende am Buch sind aber die Dialoge in ihrer
Schonungslosigkeit und Ehrlichkeit die das Thema Schönheit und Liebe
regelrecht auf die Hörner nimmt.
Zwischenzeitlich verkommt das Buch gegen Ende hin zu einer Art
einseitigem Briefroman da nun nur noch Faxe von "Quasimodo" Epiphane an
seine Angebete das Buch quälen und somit einige Seiten somit nicht gerade
spannend zu lesen sind.
Ob das Buch das Lesen Wert ist muss jeder für sich selbst
entscheiden. Für mich war es dies auf jeden Fall, ich brauchte auch nur
zwei Tage. Letztlich hängt es mit der Frage zusammen die uns alle bewegt:
Bin ich schön?
++++ (ein Amazon Kunde): Mit einer dialektischen Sicht von Schönheit wird diese vollständig dekonstruiert
Mit einer dialektischen Sicht von Schönheit wird diese vollständig
dekonstruiert
Epiphane ist wie seine Schöpferin Amelie Nothomb 1967 geboren und
zwar am 6. Januar. Seine Eltern können sich nicht auf einen der drei
Heiligen einigen und geben ihm seinen außergewöhnlichen Namen. Doch ihre
Hoffnungen, sein Name könnte auch Programm sein für seine äußere
Erscheinung" werden nicht erfüllt. Er wird ein so hässliches und
ungestaltes Kind, dass selbst Victor Hugos Quasimodo wie ein Prinz
erscheint.
So jedenfalls beschreibt sich Epiphane als Ich-Erzähler selbst. Da
einem so hässlichen Menschen etwas so Schönes nicht zustehe, beschließt er
sich von der Sexualität fernzuhalten. Nachdem er mit 29 Jahren eine
Erbschaft aufgebraucht hat, muss er nun selbst für seinen Lebensunterhalt
sorgen. Zunächst findet er eine Rolle beim Film, wo über eine Kleinanzeige
ein besonderes hässlicher Darsteller gesucht wird. Dort trifft er Ethel,
die erste Frau, die nicht auf seine äußere Erscheinung reagiert. Er
verliebt sich in sie und realisiert mit ihrer Hilfe eine geniale Idee: er
überzeugt die bekannteste Agentur für Models ihn quasi als Kontrast
einzustellen, dessen abgrundtiefe Hässlichkeit die absolute Schönheit der
Mädchen erst richtig zur Geltung kommen lasse.
Epiphane wird berühmt und verdient viel Geld. Keine Modenschau ist
nach kurzer Zeit mehr denkbar ohne ihn. Er ist mit seinem Leben zufrieden,
stellt schon tiefschürfenden philosophische Überlegungen an, ob nicht das
Hässliche genotypisch dem Schönen vorrangig sei. Da verliebt sich Ethel,
die ihm eine treue, asexuelle Freundin war, in einen Künstler und schläft
mit ihm. Epiphane ist außer sich, und sucht nach einer Lösung, dass seine
Liebe zu Ethel ewig bleiben kann. Und er findet sie .....
Ein außergewöhnliches Buch einer außergewöhnlichen Schriftstellerin.
++ (ein Amazon Kunde): Sie hat so viel Besseres geschrieben...
Als Kind wurde Epiphane \'Quasimodo\' gerufen, denn er ist eine abstoßend
hässliche Kreatur. Als 29jähriger Mann macht er diesem Spitznamen alle
Ehre: Genau wie Victor Hugos Glöckner verliebt er sich in eine
unerreichbare Schönheit. Ethel, seine Auserwählte, ist nicht nur
bildhübsch, sie hat auch ein gutes Herz. Epiphanes Äußeres ist ihr
gleichgültig, und ohne Vorbehalte macht sie ihn zu ihrem besten Freund.
Als Epiphane Arbeit sucht und den aberwitzigen Plan schmiedet, sich
bei einer Model-Agentur zu bewerben, verhilft sie ihm zum ersehnten
Vertrag. Schon bald ist Epiphane ein Star: Die großen Modeschöpfer schicken
ihn als Anti-Schönheit über die Laufstege, jede Zeitschrift bringt sein
Bild und nachdem vier seiner Model-Kolleginnen eine Wette abgeschlossen
haben, bekommt er sogar sexuelle Angebote.
Doch Epiphane empfindet sich selbst als Zumutung und verzichtet auf
sexuelle Kontakte jeglicher Art. Seine Sehnsucht gilt allein der schönen
Ethel, und er hütet sich davor, ihr seine Gefühle zu offenbaren. Dann
passiert ein Unglück: Ethel verliebt sich in einen attraktiven Künstler.
Nicht ahnend, dass Epiphane sie begehrt, quält sie ihn mit den Einzelheiten
ihrer wenig erfüllenden Liebe. Bald muss der Unglückliche sich entscheiden:
den Kontakt zu Ethel ein für allemal abbrechen oder ihr seine Liebe
gestehen.
Der Ich-Erzähler Epiphane beschreibt sein abstoßendes Äußeres bis in
jedes widerwärtige Detail. Der Ekel, den diese Beschreibung auslöst, liegt
wie ein Fluch über den Buchseiten, lässt sich nicht verscheuchen und
beeinträchtigt das Lesevergnügen erheblich. Epiphane ist ein
unsympathischer Protagonist. Wie die Autorin eingangs durchblicken lässt,
liegt es nicht in ihrer Absicht, Mitgefühl und Sympathie für ihn zu erregen
- anders als Victor Hugo, der mit dem \'Glöckner von Notre Dâme\' ein
liebenswertes Monster erschuf. Nach der Ansicht Epiphanes wäre dies eine
Vorspiegelung falscher Tatsachen:
\'Die Auserwählte seines Herzens jedoch ist ein Prachtstück von einer
Zigeunerin, für die man sich nur allzu leicht erwärmen kann. Und da sollen
wir an die reine Seele des Buckligen glauben? Nein, ich kann versichern,
seine Seele ist gemein und verdrossen. Und ich muss es wissen: Quasimodo
bin ich.\'
Schönheit und Hässlichkeit stehen sich in diesem Roman gegenüber und
schließen einander aus. Schönheit macht unbeliebt, Hässlichkeit fasziniert
und reizt. Trotzdem sucht Schönheit nach der Schönheit, und Hässlichkeit
hat unter ihresgleichen zu bleiben. Auch wenn nach Epiphanes Ansicht der
Mensch an sich ein Masochist ist und deshalb auch die Hässlichkeit lieben
kann, Ethel kann es nicht.
Die Geschichte von Epiphane und Ethel ist streckenweise langweilig -
darüber helfen auch Scharfsinn und ein brillanter Stil nicht hinweg. Das
spektakuläre Ende ist weder überraschend noch konsequent noch unterstützt
es die Moral der Geschichte. Anders ausgedrückt: Dieser Roman zählt nicht
zu den besten von Amélie Nothomb. Vermutlich erklärt das, warum er erst
neun Jahre nach seinem Erscheinen ins Deutsche übertragen wurde.
++++ (ein Amazon Kunde): böse Version von "Die Schöne und das Biest"
Entweder mag man die Romane der 38-jährigen Belgierin Amelie
Nothomb oder man mag sie nicht. Die Zeitung "Publisher's Weekly" aus
New York bezeichnet sie als eine "Sensation"; der "Figaro" lobt wieviel
Talent sie habe und welches Tempo sie in ihren Romanen vorlege. In ihrem
zehnten bei Diogenes erschienen Roman geht sie der Frage nach: Kann
Intelligenz so betörend und verführerisch sein wie physische
Schönheit? Epiphane Otos, hässlich wie die Nacht, lernt die
wunderschöne Schauspielerin Ethel kennen und verliebt sich in sie.
Ethel scheint die Hässlichkeit Epiphanes nicht zu bemerken, sie geht
mit ihm aus und mag seine unkonventionellen Ideen und Ansichten. Da lernt
sie einen anderen kennen und Epiphane degradiert zum besten Freund, eine
für ihn undankbare Rolle. Epiphane will es seiner Angebeteten
beweisen, denn er ist überzeugt: Es gibt keine unmögliche
Liebe... Mehr möchte ich nicht verraten, die Spannung soll ja noch
erhalten bleiben. "Attentat" ist ein Buch, das ich in einem Zug ausgelesen
habe; es ist "amüsant und teuflisch zugleich", meint der
L'Express aus Paris. Und jawohl - das ist es!
das attentat. sz-bibliothek band 19
Autor/Autoren: Harry Mulisch, Annelen Habers
Herausgeber: Süddeutsche Zeitung / Bibliothek
Gebundene Ausgabe
Stichworte: [SZ] [Erzählungen] [Romane] [Deutsche Besatzung; Romane/Erzählungen] [Niederlande, Geschichte; Romane/Erzähl.] [Vergangenheitsbewältigung; Romane/Erzähl.] [SZ-Bibliothek] [SZ Bibliothek] [Süddeutsche Zeitung] [Niederländische Belletristik] [Roman, Erzählung]
Kundenmeinungen:
+++++ (ein Amazon Kunde): Ein nicht nur didaktisch wertvoller Roman!
Harry Mulisch verdeutlicht in diesem Roman die Bedeutsamkeit des
organisierten Widerstandes gegenüber politischer Tyrannei jedwelcher Art.
Zudem zeigt der Autor, dass Verzagtheit im Hinblick auf despotische
Strukturen letztlich dazu führen kann, in ethisch bedenkliche Situationen
zu gelangen und schließlich, dass angstvolles Wegducken kein wirksamer
Garant ist für die Sicherheit der eigenen Existenz.
Der Anästhesist Anton Steenwijk hat im Herbst 1981 auf einer
Friedensdemonstration in Amsterdam gewissermaßen ein Erweckungserlebnis. Er
protestiert dort gemeinsam mit Zehntausenden gegen die fragwürdige
Abschreckungsphilosophie der Atomwaffentyrannei. Durch einen kollektiven
Angstschrei erwacht Anton endlich aus seiner inneren Lähmung, die
entstanden ist durch ein furchtbares Kriegserlebnis während seiner
Kindheitstage.
Was war geschehen? Anfang 1945 ist Holland immer noch von den
Deutschen besetzt. Kollaborateure gehen gemeinsam mit den Nazis gegen die
Zivilbevölkerung vor. Es herrscht Terror. Anton lebt gemeinsam mit seinem
älteren Bruder und seinen Eltern - zurückgezogen - in einem idyllischen
Villenviertel in Haarlem. Man befasst sich mit altphilologischer
Problematik. Als auf der Straße vor besagten Häusern seitens der
Widerstandskämpfer ein besonders sadistischer, holländischer Faschist
hingerichtet und dessen Leiche dort zurückgelassen wird, versperrt Anton
aus Furcht vor dem, was kommen wird, die Türen der elterlichen Wohnung.
Lange dauert es nicht, bis die Nazis, durch die Schüsse aufmerksam
geworden, vor Ort sind, den Toten auf der Straße vorfinden und daraufhin
mit einem willkürlichen Akt der Vergeltung, die üblichen Terrormaßnahmen
einleiten. Antons Eltern und dessen Bruder werden erschossen und das
familiäre Anwesen dem Erdboden gleichgemacht. Anton wird verhaftet, später
dann zu seinem Onkel nach Amsterdam gebracht. Dort wächst er auf, studiert
Medizin und möchte viele Jahrzehnte lang von den grauenvollen Geschehnissen
in Haarlem nichts wissen. Er verdrängt. Der Zufall will es, dass immer
wieder neue Mosaiksteinchen für das von ihm ungeliebte Puzzlespiel der
Erkenntnis auftauchen und an ihn herangetragen werden. Wie er damit umgeht,
erfährt der Leser im Laufe der äußerst subtil aufgebauten Handlung.
Nochmals, die Botschaft des Autors ist eindeutig: Angst- und
Ohnmachtsgefühle gegenüber einer despotischen Obrigkeit dürfen nicht im
Wegducken und Schweigen enden. Gemeinsame Aktivitäten sind sinnvoll, wenn
es gilt undemokratische, inhumane Verfahrensweisen anzuprangern und diesen
mit verstärkten Kräften, nach Möglichkeit frühzeitig, Einhalt zu gebieten.
Mulisch verdeutlicht in dieser Parabel dezidiert, dass sich ein
mündiger Bürger seiner Verantwortung nicht entziehen kann.
Ein nachdenklich stimmender Text, eines hervorragenden
Schriftstellers.
Empfehlenswert!
--------------------------------------------------------------------------------
+++++ (ein Amazon Kunde): Ein Angstschrei, der Urschrei der Menschheit
Mulisch, Harry, Das Attentat, 1982, Edition Richarz CWNiemeyer
Ein gutes Buch mit einer Botschaft, die nicht leicht zu entschlüsseln
ist.
Die Geschichte spielt zur Zeit der Nazi-Okkupation der Niederlande.
Ploeg, ein niederländischer Kollaborateur und zuständig für Harlem, wird
von holl. Widerstandskämpfern erschossen. Das Attentat findet vor vier
Häusern am Fluss statt, von links nach rechts wohnen darin: 1) das alte
Ehepaar Beumert, 2) Steenwijks, deren jüngster Sohn Anton wird der
Protagonist des Romans, 3) Herr Kortweg und seine Tochter Karin, 4) die
Familie A., über die wenig bekannt ist. Am Schluss wird enthüllt, dass
diese Familie im Krieg eine jüdische Familie in ihrem Haus versteckte, die
überlebte. Ploeg wird vor Kortwegs Haus erschossen, Herr Kortweg rennt
hinaus und schleppt den Leichnam vor Steenwijks Haus, weil er weiß, dass
die Nazis an den Bewohnern des Hauses ein Exempel statuieren werden, vor
dem der Leichnam gefunden wurde. In der Tat wird die Familie Steenwijk
hingerichtet, alle außer Anton, dessen Lebensweg im Folgenden den Inhalt
des Romans darstellt, indem er in einem Prolog und 5 Episoden dargestellt
wird. In diesen Episoden aus dem Krieg bis 1981 werden jeweils Antons
Lebenssituationen und die veränderten politischen Situationen verdeutlicht:
Anton studiert Medizin, wird Anästhesist (!), heiratet zunächst Saskia, die
Tochter de Graafs, z.Zt. Botschafter in Griechenland und ehemaliger
Widerstandskämpfer im Krieg. Er hat eine Tochter, Sandra, mit Saskia,
trennt sich dann von Saskia, um ein zweites Mal zu heiraten, hat einen
weiteren Sohn: Peter. Sein Leben scheint abgesehen von dem Attentat
durchschnittlich und normal zu verlaufen. Auffällig ist aber, dass A. wie
im Traum durchs Leben geht. Er hat dumpf das Gefühl, im Griff seiner
Vergangenheit zu leben, setzt sich mit ihr aber nicht aktiv auseinander, er
wird lediglich häufig von unerklärlichen Angstattacken und Migränen bzw.
Schmerzen heimgesucht.
In den Episoden nach dem Krieg wird er jeweils auf eine andere Art
mit seiner Vergangenheit konfrontiert, bis sich für den Leser (und für A.)
allmählich ein umfassendes Bild vom Attentat und den Motiven aller
Beteiligten ergibt.
Fake, der Sohn Ploegs, läuft Anton als Erster über den Weg, er
verteidigt seinen Vater, so gut es geht, wichtiger ist die Begegnung mit
dem Attentäter Jakes, der z.Zt. der Begegnung ziemlich heruntergekommen
ist. Der rechtfertigt seine Tat ebenfalls, obwohl ihn Anton ebenso wenig
wie Fake beschuldigt. Die nächste Begegnung ist mit Karin Kortweg, die das
Verhalten ihres Vaters erklärt: Er habe zunächst Angst um seine
Reptiliensammlung (!) gehabt , so dass er nicht riskieren wollte, von den
Deutschen geschnappt zu werden. Zur Familie A. habe er den Leichnam nicht
schleppen wollen, weil er wusste, dass diese eine Judenfamilie versteckte.
Also ergibt sich für Anton die Ironie des Schicksals, dass seine Familie
sterben musste, damit die Judenfamilie gerettet werden konnte. Die
ehemaligen Widerstandskämpfer (Jakes, de Graaf) finden sich in neuen
politischen Konstellationen wieder, die das Bild verwirren: die einstigen
Befreier und Verbündeten, die Amerikaner, sind nun die Feinde (im
Zusammenhang mit ihrer Opposition gegen den Vietnamkrieg und in der
Abrüstungsbewegung).
Anscheinend will Mulisch auf die schicksalhafte Verstrickung des
Menschen in politische Konstellationen hinweisen, die sich sinnlos über den
Einzelnen hinwegsetzen, jeder hat jeweils gute Motive, um sein Tun zu
rechtfertigen, aber er kommt nicht umhin, anderen perönliches Leid
zuzufügen, also weiteres Unrecht zu tun.. Am Schluss sieht man Anton
unfreiwillig in Amsterdam in einer Massendemonstration gegen die
Aufrüstung in einem immer mehr anschwellenden Menschenstrom mitziehen,
abwechselnd trifft und verliert er wieder seine beiden Kinder, aber er hat
das Gefühl in diesem Strom Mensch unter Menschen zu sein. Plötzlich fällt
ihm die Antwort auf eine Quizfrage nach der Umschreibung des Sonnengottes
ein: Ravage - was das englische Wort für Heimsuchung ist. Und aus der Menge
steigt wiederholt "ein Angstschrei, der Urschrei der Menschheit, den jeder
in sich trug" auf (276).
In den vielfältigen politisch-moralischen Auseinandersetzungen in den
Episoden nach dem Krieg werden jeweils neue geschichtliche Konstellationen
deutlich, die wiederum zu ähnlichem Leid führen könnten, wie das der
Familie Steenwijk, so dass die fatalistische Haltung am Schluss
nachvollziehbar ist. Im Übrigen hat Mulisch ein Buch geschrieben, dass sich
selbstkritisch mit jeglicher Glorifizierung der holländischen Rolle im
Dritten Reich auseinandersetzt. Der Stil ist von Anfang an fesselnd und
authentisch, er schreibt schlicht und einfach wie einer, der eine wirklich
stattgefundene Begebenheit darstellen muss, um sich Klarheit über deren
komplizierten Implikationen zu verschaffen.
++++ (ein Amazon Kunde): Verarbeitung eines traumatischen Ereignisses
Hier ist H. Muhlisch ein faszinierendes Portrait eines Mannes gelungen,
welches die Verarbeitung es 2. Weltkrieges in den Niederlanden
wiederspiegelt.
Zentrale Themen wie die Verdrängung schlimmer Erlebnisse, Fragen nach
Schuld und Widerstand werden von Muhlisch gut aufgegriffen und sprachlich
interessant beschrieben.
Der Werdegang Antons, bis er endlich die Ereignisse der Vergangenheit
hinter sich lassen kann, ist ergreifend geschildert.
Ein empfehlenswerter Roman, der jedoch nicht ganz mein Genre ist.
+++++ (ein Amazon Kunde): Weltliteratur
Das Buch hat eine Kraft, die einen nicht mehr los läst. Das was die
Hauptperson aus ihrer Erinnerung verdrängt, weiß der Leser, und will es
manchmal laut raus rufen.
Das Beste an dem Buch fand ich, dass es die Geschehnisse des zweiten
Weltkrieges nicht aus der schwarz- weis Perspektive erzählt.
Nein, dieses Buch ist anderes. Es veranschaulicht deutlich, dass ein
Mensch, der für den einen ein Mörder war, für den anderen ein Held sein
konnte. Das der Nachbar, der die Leiche vor ihrem Haus ablegte, mit diesem
Akt, anderen Menschen das Leben rettete. Das die Frau, die mitschuldig,
wenn nicht sogar eine der Hauptschuldigen war, ihn tröstet, als er es am
meisten brauchte, etc.
Das ist ein Buch, das man weiter empfehlen kann, besonders auch an
junge Leute. Für die Krieg, ein Zeitvertreib am Computer geworden ist.
Es gibt nur sehr wenige Bücher wie dieses, und das macht es besonders
wertvoll.
++++ (ein Amazon Kunde): Das Attentat
Das Attentat
Ich habe wenige Schriftsteller der Gegenwart, die ich wirklich gern
lese, denen ich mich nahezu vorbehaltlos anvertraue und auf Leseabenteuer
mitnehmen lasse. Lenz und Grass gehören dazu, Kundera sowieso und Harry
Mulisch.
Die Süddeutsche Zeitung hat 50 Bücher mit Romanen der
Gegenwartsliteratur herausgebracht zu einem sehr vernünftigen Preis in
guter Aufmachung. Unter diesen Romanen ist Mulisch mit "Das Attentat"
vertreten.
Die Geschichte spielt im Hungerwinter 1944/1945 in Holland. Vor dem
Nachbarhaus des "Helden" Anton wird ein holländischer Faschist erschossen.
Die lieben Nachbarn tragen vor dem Eintreffen der Deutschen den Leichnam
vor die Tür von Antons Eltern. Noch in derselben Nacht werden die Eltern
und sein älterer Bruder getötet. Nur der zwölfjährige Anton überlebt und
trägt fortan dieses Attentat mit sich herum. Er wird es nie richtig
verarbeiten, aber immerhin gelingt es ihm, mehr zufällig als wirklich
gewünscht, die Geschichte zu rekonstruieren und insoweit aufzubereiten.
Der Roman ist ein wunderbares Beispiel für die Kunst des Autors, eine
Geschichte zu erzählen, sich mit der schrecklichen Vergangenheit
auseinanderzusetzen und dennoch niemand zu denunzieren und auch niemand die
alleinige Schuld zuzuweisen. Vielmehr ist es eine objektive Betrachtung,
ein Abwägen der Geschehnisse und ein Lesevergnügen.
Ich mag diesen Autor, ich schätze seine Literatur und ich wünsche
ihm, daß er möglichst bald mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet wird.
führerlos
Autor/Autoren: Wolfgang Brenner
Herausgeber: Edition Q
Gebundene Ausgabe
Stichworte: [Belletristik] [Erzählungen] [HC/Belletristik/Erzählende Literatur] [Romane] [Drittes Reich; Romane/Erzählungen] [Nationalsozialismus (Ideologie); Romane/Erzählungen] [Deutsche Belletristik] [Nationalsozialismus] [Roman, Erzählung]
Kundenmeinungen:
++++ (ein Amazon Kunde): Ein Nazi-Reich ohne Führer....
VORAB muss ich gestehen, dass ich wirklich ein Fan von solchen "Was
wäre wenn Geschichten" bin und sehr erfreut zu diesem Buch gegriffen habe.
Das Problem bei solchen Geschichten ist meist, dass sie entweder
unglaubwürdig von der alternativen Historizität sind oder die
Alternativ-Geschichte nur am Rande der Roman-Handlung eine Rolle spielt.
Auch das Thema "Hitler stirbt bei einem Attentat ist nicht neu.
Dieses Buch ist jedoch anders - hier spielen die historischen
Gestalten, wie Göring, wie Goebbels oder Heydrich den Roman. Es kommt zu
Intrigen, zu Hass und Gewalt. Dies führt manchmal zu etwas unglaubwürdigen
Situationen, wirkt jedoch in der Gesamtheit betrachtet nicht trivial oder
an den Haaren herbeigezogen.
Das Buch ist leicht geschrieben und schnell zu lesen, einzig die
letzten 20 Seiten sind inhaltlich schwerere Kost, was an einem relativ
unerwarteten Ende des Romans liegt.
Das gut recherchierte Buch ist nicht nur für Alternativ-Fans etwas,
sondern auch für Leser, die einfach einen guten Roman lesen wollen.
Kleiner Abzug, weil es manchmal etwas zuuuuuu übetrieben ist,
ansonsten:
Sehr empfehlenswert!!!
+++ (ein Amazon Kunde): Laue Geschichts-Fiktion
Mit seinem ersten Roman, Fatherland, führte der Journalist und
Historiker Robert Harris seine Leser 1992 durch ein alptraumhaftes
Szenario: die Nazis hatten den Krieg in Europa gewonnen, Speer die
Reichshauptstadt Germania gebaut, und der Massenmord an Juden, Sinti, Roma
und vielen anderen Minoritäten war weiterhin unentdeckt in vollem Gange.
Zwei Jahre später verfilmte Christopher Menaul die Geschichte leicht
verändert für HBO, und Rutger Hauer, dessen kantiges Profil so perfekt auf
die Vorstellungen vom arischen Übermenschen passt, glänzte in der Rolle des
von der grausamen Wahrheit eingeholten SS Offiziers.
In seinem neuen Roman Führerlos schlägt Wolfgang Brenner nun eine
neue Seite im Was wäre wenn... Geschichtsbuch des Nationalsozialismus auf.
Anders als der Brite Harris, in dessen Heimat die Hitlerfaszination
teilweise schon beunruhigende Züge annehmen kann, wird bei Brenner der
Führer - pflichtgemäß verspäteter deutscher Sensibilität - von einer Bombe
im Bürgerbräukeller zu München zerrissen.
Was folgt ist Brenners Version des Machtkampfes um die Stücken des
braunen Kuchens, ausgetragen zwischen beinahe dem gesamten Ensemble von
Nazi-Schergen, die bisher durch Guido Knopps TV-Klassenzimmer marschiert
sind. Der Ansatz, den Brenner verfolgt, ist viel versprechend. Welcher
aufrechte Staatsbürger hat nicht schon einmal von einer Welt ohne Hitler
fantasiert? Gerade heute, über ein halbes Jahrhundert nach Kriegsende, wenn
speziell die noch junge Generation Playstation die Nazidiktatur
spielerisch-pragmatisch auf digitalen Schlachtfeldern erschließt, kommt so
ein frühzeitig abgemurkster Führer sehr gelegen.
Leider verfehlt Brenner das Ziel, eine packende Geschichte zu
erzählen. Und damit verliert auch die Vision eines führerlosen braunen
Haufens in Berlin gänzlich an Reiz.
Dabei kann man Brenner nicht einmal fehlende historiographische
Genauigkeit vorwerfen. Historiker meiden ja den Konjunktiv wie die Nazis
die Menschenrechte, und deswegen stellen sie nur sehr zögerliche
hypothetische Fragen. Somit hatte der Autor hier alle künstlerische
Freiheiten, eine gänzlich neue, ganz eigene Geschichte zu erzählen.
Leider ähnelt Führerlos eher modernem Infotainment als guter
Literatur. Statt die Charaktere zu entwickeln und zu ergründen, ihre
Beweggründe und Gedanken erschließbar zu machen, öffnet Brenner sämtliche
Kammern des Nazi-Machtapparats, und flutet die Erzählung mit scheinbar
unentbehrlichem Personal. Eva Braun, Hermann Göring, Josef Goebbels und Co.
werden eher enzyklopädisch als literarisch behandelt. Wie nervige Popups
auf Internetseiten streut Brenner Informationen ein, Eckpunkte des
beruflichen Werdeganges oder politische Ämter etwa. Ein etwas
ausführlicheres Wikipedia-Studium würde diese Personen wohl erschließbarer
machen als Brenners Darstellungen. Dabei wäre viel spannender gewesen, eine
bisher unbekannte, der einzigartigen Situation geschuldete Entwicklung der
Personen mit anzusehen. Lediglich mit der Figur Görings erlaubt sich
Brenner Spielraum, allerdings auch nur sehr begrenzt. Durch Göring entwirft
Brenner ein interessantes, wenn auch sicherlich historisch angreifbares
Szenario in Europa. Doch Führerlos ist ja eben kein akademisches Werk, und
in diesem Punkt entwickelt es seinen besten Spannungsbogen.
Der Autor gibt sich auch kaum Raum, um näher auf seine Charaktere
einzugehen. In kurzen Abschnitten, selten länger als drei Seiten, springt
Brenner von Szene zu Szene, von Ort zu Ort, wie in einem Spielfilm. Völlig
unter die Räder gerät bei diesem Tempo die individuelle Sprache der
Figuren, und ein Musterdemagoge wie Goebbels wird reduziert auf sein
ungezügeltes Verlangen nach Frauen und Anerkennung.
Manchmal wirkt es, als versuche Brenner vehement eine Liste
abzuarbeiten, immer bestrebt, ein möglichst komplettes und historisch
logisches Bild der Zeit nach dem geglückten Attentat zu zeichnen. Dabei
beginnt er einzelne Erzählstränge, die für sich genommen teilweise höchst
spannend sind: die Geschichte des Bombenlegers, Görings Napoleon-gleiche
Krönung durch den zurückgekehrten Kaiser, oder die schleichende
Liberalisierung der Medien unter Kanzler Göring. Doch Brenner erledigt alle
Punkte im Eiltempo, was teils schludrig und überhastet wirkt: Wilhelm
stirbt an Herzversagen, der kommunistische Attentäter ist schon auf Seite
14 auf dem Weg nach Sachsenhausen (womit das Thema auch erledigt scheint),
und die kritischen Medien verstummen plötzlich wie von selbst.
So steht am Ende ein literarisches Werk, das sich irgendwie nicht
recht entscheiden kann zwischen Historiographie und Belletristik, zwischen
geschichtswissenschaftlicher Nachvollziehbarkeit und literarischer
Kreativität. Das Kuriosum Hitlernachwuchs, geschaffen durch Eva Brauns
vorgetäuschte Schwangerschaft, ist dann leider auch schon der Höhepunkt
narrativen Erfindungsreichtums. Brenner lässt Göring am Ende aus rein
pragmatischer Erwägung heraus die Operation Barbarossa verkünden; dem
Kanzler geht in Polen der Platz für deportierte Juden aus. So scheint
Brenner am Ende sagen zu wollen, dass alles eben doch so gekommen wäre, wie
es tatsächlich kam, mit oder ohne Hitler. Das macht für kurzweiligen
Geschichtsspaß à la History Channel, ohne echten Tiefgang - bei diesem
Thema leider eine vergeudete Gelegenheit für große Literatur.
blut für bolivar. weint nicht um mich in quito und agaven sterben einsam
Autor/Autoren: Detlef B. Blettenberg
Herausgeber: Pendragon
Broschiert
Stichworte: [Belletristik] [Erzählungen] [Romane] [TB/Belletristik/Krimis, Thriller, Spionage] [Ecuador; Krimis/Thriller] [Attentat] [Entwicklungshilfe] [Killerkommando] [Quito] [Deutsche Belletristik] [Ecuador] [Ekuador] [Roman, Erzählung]
Kundenmeinungen:
++ (ein Amazon Kunde): Enttäuschend
Dem Buch eilt ein toller Ruf voraus. Ich war nach all den
Vorschusslorbeeren mehr als enttäuscht.
Sicherlich hat das Buch seine guten Seiten, das detailverliebte und
etwas zynische hat was. Aber leider bin ich überhaupt nicht in die zwei
Geschichten reingekommen. Der rote Faden hat sich mir nicht erschlossen und
damit auch nicht die Gründe, warum die Protagonisten so und nicht anders
handeln. Die Charaktere fand ich eh ziemlich schwer nachvollziehbar. Gerade
in "Weint nicht um mich in Quito" dieses ständige Anspielen auf die Affären
von Straßner, ja was soll das? Der Bezug zur Geschichte wurde mir nicht
klar. Oder soll das zeigen, was für ein toller Hecht er ist?
Blettenberg meint wohl, weniger ist mehr. Das Buch strotzt vor
Andeutungen und Aussparen von Sachverhalten. Leider ist mir das zu wenig
gewesen.
Auch leidet das Buch unter störenden Fehlern: das Anspielen auf das
Sahara-ähnliche Klima in Quito: Zur Info: In Quito sind es - wenn es
richtig warm ist 25 Grad, das ist wohl warm aber heiß? Wohl nicht. Auch ist
Quito eine große Stadt, wieso erkennt man einen Typen an den Schuhen? Wie
unrealistisch ist das denn. Sorry das sind störende Details.
Alles in allem nur 2 Sterne. Ich würde es nicht weiter empfehlen.
++++ (ein Amazon Kunde): Blettenberg günstig im Doppelpack,
was will man mehr ? "Weine nicht um mich in Quito" ist ein
erstklassiger Politthriller, in dem Wolf Straßner vom
Gewerkschaftssympathisanten zum Auftragskiller wird, um mit reinem Gewissen
vor sich selbst bestehen zu können. "Sex and Crime" auf hohem Niveau.
Dagegen fällt die Fortsetzung "Agaven sterben einsam" doch leider stark ab,
deshalb sind nur 4 Sterne möglich. Trotzdem: insgesamt empfehlenswert.
+++++ (ein Amazon Kunde): Zwei deutsche Polit-Thriller auf höchstem Niveau
Der deutsche Kriminalschriftsteller Detlef B. Blettenberg schreibt
Polit-Thriller auf höchstem Niveau. Wer sich davon überzeugen möchte,
sollte zur Neuausgabe Blut für Bolivar aus dem Pendragon-Verlag greifen.
Sein Debütroman Weint nicht um mich in Quito besitzt bereits alle
Elemente, die für Blettenberg charakteristisch sind und die er in späteren
Romanen vervollkommnet. Einzelne Erzählstränge werden episodenhaft
aneinander montiert, ohne innere Monologe oder Reflektionen. Psychologische
Motive der handelnden Personen oder Reflektionen sind bestenfalls
skizzenhaft erkennbar. Trotzdem gelingt es Blettenberg durch starke
Pinselungen lebendige Charaktere zu schaffen, die durch ihre Dialoge oder
ihre Sichtweisen deutlich unterscheidbar sind.
Agaven sterben einsam ist ungleich komplexer. Der Roman beginnt mit
einem Epilog und springt dann in die Zeit zurück. Blettenberg erzeugt damit
eine große, intensive Spannung, denn er greift hier zum Stilmittel der
andeutenden Vorwegnahme der Handlung. Blettenberg hat ein feines Gespür für
Dramaturgien und atmosphärische Inszenierungen. Sein Gespür für
interessante Figuren, der verwickelte Plot und seine lakonische,
zurückhaltende Sprache zeigen die Qualität und Meisterschaft dieses Autors.
Insbesondere Agaven sterben einsam entwickelt zum Finale hin die Qualität
eines Page-Turners. Das Finale ist furios und bemerkenswert, überraschend
und doch konsequent.
++++ (ein Amazon Kunde): Weint nicht um mich in Quito ...
* Man muß hineingegangen sein, um gut herausgekommen zu können. *
~~~~~~~~~~ Dieser Doppelband vereint die beiden legendären
Südamerika-Politthriller "Weint nicht um mich in Quito" und "Agarven
sterben einsam" von Detlef B. Blettenberg. ~~~~~~~~~~ Danke - Pendragon
Verlag - für diese beiden ersten Romane von D.B. Blettenberg aus den Jahren
1981/1982. Nunmehr brauche ich nicht mehr in staubigen Antiquariaten nach
den Originalen zu suchen ... ********** " Was Blettenbergs Romane
auszeichnet, ist neben Orts- und Milieukenntnissen auch seine überaus klare
und lesbare Sprache. " [ Jörg Fauser ] ~~~~~~~~~~ Fazit: Legendär und
entdeckenswert - meint - Reinhard Busse
attentat.
Attentat. (2003-05)
Weitere Informationen hier (Bestellen!)
· Gebraucht: ab EUR 0,89
Autor/Autoren: Jeffrey Archer, Ilse Winger, Margarete Venjakob
Herausgeber: Lübbe
Taschenbuch
Stichworte: [Belletristik] [Erzählungen] [Romane] [Englische Belletristik] [Roman, Erzählung]
Kundenmeinungen:
++ (ein Amazon Kunde): Enttäuschend
Jeffery Archer hat nach eigenen Angaben dieses "alte" Buch von ihm
aktualisiert, nachdem "Abels Tochter" ein solcher Erfolg geworden ist.
Außer, dass die Präsidentin der USA jetzt Florentyna Kane heißt, dürfte er
aber nicht viel geändert haben. Irgendwie weiß man schon ziemlich am
Anfang, wie das ganze ausgeht. Und welcher Senator zu den Attentätern
gehört (davon handelt der Großteil des Buches) ist für das Ende eigentlich
auch egal. Manchmal drängte sich mir bei den Passagen zu dem ermitteltenden
FBI-Agenten eine Erinnerung an meine Jigendzeit auf, als ich "Jerry
Cotton"-Romane gelesen habe. Einen großen Unterschied dazu konnte ich
jeenfalls nicht erkennen. Insgesamt: bleibt lieber bei den später
geschriebenen Werken "Kain und Abel" oder "Abels Tochter".
+++++ (ein Amazon Kunde): Spannend und bis zum letzten Wort fesselnd!
Archer hat auch in diesem Buch wiedereinmal bewiesen, dass er die Kunst
des Schreibens und damit Menschen zu fesseln beherrscht. Dieses Buch
scheint zwar teilweise etwas überholt, da es der heutigen Zeit nicht
angepasst ist sondern in den achtziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts
spielt, jedoch nie unrealistisch. Man entwickelt vom ersten Moment an eine
besondere Beziehung und möchte kaum aufhören zu lesen. Besonders das
erfreuliche Ende und die spätere nahezu freundschaftliche Beziehung Mark
Andrews zum Direktor haben mit sehr gut gefallen.
Begriffe
|Amerikanische Belletristik| Attentat| Attentat; Romane/Erzählungen| Belletristik| Berlin, Geschichte; Romane/Erzählungen| Berliner U-Bahn; Romane/Erzählungen| Deutsche Belletristik| Deutsche Besatzung; Romane/Erzählungen| Drittes Reich; Romane/Erzählungen| Ecuador| Ecuador; Krimis/Thriller| Ekuador| Englische Belletristik| Entwicklungshilfe| Erzählungen| Französische Belletristik| HC/Belletristik/Erzählende Literatur| HC/Belletristik/Gegenwartsliteratur (ab 1945)| Historische Romane/Erzählungen| Israel; Romane/Erzähl.| Israelische Belletristik| Jerusalem| Killerkommando| Krimi Oktoberfest Wiesn Bier Attentat Terrorismus| Kriminalroman| Kriminalromane| Krimis/Thriller| München| München; Krimis/Thriller| Münchner Oktoberfest; Romane/Erzählungen| Nahostkonflikt / Nahostkrieg; Romane/Erzählungen| Nationalsozialismus| Nationalsozialismus (Ideologie); Romane/Erzählungen| Niederlande, Geschichte; Romane/Erzähl.| Niederländische Belletristik| Palästinenser; Romane/Erzählungen| Quito| Roman, Erzählung| Romane| SZ| SZ Bibliothek| SZ-Bibliothek| Süddeutsche Zeitung| TB/Belletristik/Gegenwartsliteratur (ab 1945)| TB/Belletristik/Krimis, Thriller, Spionage| TB/Belletristik/Spannung| Vergangenheitsbewältigung; Romane/Erzähl.|
Suche als RSS
[attentat;_romane/erzaehlungen
]
Suchen nach «attentat;_romane/erzaehlungen» in
[Bücher] [Ausländische Bücher] [Musik (klassisch)] [Musik, CDs] [DVD] [Video] [Haushalt, Elektronik] [Gesundheit, Pflegeprodukte] [Heim & Hof] [Küche, Kochen] [Zeitschriften, Magazine] [Outdoor, Camping] [PC, Zubehör] [Photo, Film] [Software] [Videospiele] [Sport, Freizeit] [Heimwerken] [Spielzeug]
Suchergebnis: Top 10 in Bücher
das attentat
ein schönes attentat
attentat - net force
wiesn-feuer
das attentat: roman um den bau der ersten ...
attentat
das attentat. sz-bibliothek band 19
führerlos
blut für bolivar. weint nicht um mich in quito ...
attentat.