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Der Turm. Geschichte aus einem versunkenen ... | in den Warenkorbin den Warenkorb

Autor/Autoren: Uwe Tellkamp
Herausgeber: Suhrkamp Verlag
Gebundene Ausgabe

Stichworte: [Belletristik] [Erzählungen] [HC/Belletristik/Gegenwartsliteratur (ab 1945)] [Romane] [Deutsche Demokratische Republik; Romane/Erzählungen] [Deutscher Buchpreis] [Dresden; Romane/Erzählungen] [Uwe-Johnson-Preis] [Deutsche Belletristik] [Roman, Erzählung]

Kundenmeinungen:
+++++ (ein Amazon Kunde): Sehr empfehlenswert, weiß nicht, wie es auf DDR-unerfahrene Leser wirkt
Dieses Buch empfehle ich allen, die mit der DDR noch in Kontakt gekommen sind. Sei es auch nur, so wie ich, als Kind und damit später durch die Erzählungen meiner Eltern. Ich weiß nicht, wie andere Leser dieses Buch wahrnehmen. Ich freue mich auf die Diskussionen mit meinen Bekannten darüber. Für mich schon mal sehr positiv: dieses Buch regt dazu an! Mich hat dieses Buch ausgesprochen lebendig in die damalige Gesellschaft und in die Familie wie in eine andere Welt versetzt. Diesbezüglich vergleiche ich dies mit Franzens "Die Korrekturen" oder ja, auch mit den Buddenbrooks. Diese Welt ist sehr intensiv, sehr detailliert beschrieben. Dieses Buch ist denkbar ungeeignet um nach einem harten Arbeitstag mal schnell noch 3 Seiten im Bett zu lesen. Es kommt mit einer derartigen Sprachgewalt daher, die für mich auch teilweise zu lyrisch ist. Ich wage die Behauptung, dass Uwe Tellkamp absichtlich die ersten 100 Seiten als einen Vorraum zu einer Galerie verfasst hat: "Kommt herein, gewöhnt Euch an die Ruhe, lernt wieder intensiv wahrzunehmen." Wer sich daran artig hält, ohne ängstlich wieder hinauszulaufen, der wird reichlich belohnt! Meine Belohnung war eine mögliche Antwort auf die Frage, wie hätte meine Jugend in diesem System aussehen können.
+++ (ein Amazon Kunde): Ein Roman an dem man nicht vorbei kommt
Eine eigentliche Geschichte gibt es nicht. Es ist eine Zustandsbeschreibung einer kurzen Zeitepisode in gesellschaftlichen Verhältnissen, die vielen unbekannt geblieben sind, egal ob sie nun in der DDR, der BRD oder sonst wo aufgewachsen sind. Die Frage der Authentizität lässt sich wohl nur so beantworten, dass die beschriebenen Zustände von vielen als authentisch wahrgenommen werden. Das vermittelte Gefühl ist stimmig, insofern spielt es keine Rolle,ob nun alle Details wahr sind oder nicht. Die Romansprache zeugt von überragendem Können. Dennoch erschienen mir viele Episoden als zu langatmig, weil eben trotz der schönen Sprache mit ihren Beschreibungen in der Tat keine umschriebene Geschichte erzählt wird, also nichts passiert. Episoden, wie z.B. Meno\'s Tagebuchaufzeichnungen habe ich daher "quer gelesen". So habe ich den ganzen Roman geschafft und kann mitreden.
+++++ (ein Amazon Kunde): Jede der 973 Seiten hat sich gelohnt, keine war zuviel
Uwe Tellkamp, Der Turm Ich bin kein Literaturexperte, lese aber gern Gegenwartsliteratur und das ein oder andere klassische. Ich kann sagen dass ich glaube, dass es sich bei dem Roman von Tellkamp um einen großartigen Roman handelt. Zählt auf jeden Fall zu dem Besten, was ich in meinem Leben gelesen habe. Jede der 973 Seiten hat sich gelohnt. Ich bin überwältigt. Es gibt viele intelligente und gekonnte Rezensionen, denen ich eigentlich nicht das Wasser reichen kann, ich kann nur sagen dass dieser Roman großartig ist, sehr authentisch, einfach klasse. Das ist mit ziemliche Sicherheit Literatur die bleibt. Keine Eintagsfliege. Einfach faszinierend wie Uwe Tellkamp seine Figuren entwickelt, Beobachtungen detailliert und wortgewaltig und bilderreich beschreibt. Das finde ich keineswegs ermüdent oder ausufernd sondern als stilistisches Mittel absolut geeignet den allmählichen Untergang eines Systems zu beschreiben. Der Mann kann beobachten und erzählen. Ich hab}s genossen. Das Buch werde ich mit Sicherheit mindestens noch einmal lesen. Ich denke auch, dass es Aussagewert hat über den konkreten zeitgeschichtlichen Hintergrund, der letzten Jahre der DDR hinaus.

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Die Tore der Welt Die Tore der Welt | in den Warenkorbin den Warenkorb

Autor/Autoren: Ken Follett
Herausgeber: Luebbe Verlagsgruppe
Gebundene Ausgabe

Stichworte: [Belletristik] [Erzählungen] [HC/Belletristik/Historische Romane, Erzählungen] [Romane] [Belletristik / Spannung] [England, Geschichte; Romane/Erzählungen] [Historische Romane/Erzählungen] [Mittelalter; Romane/Erzähl.] [Englische Belletristik] [Historischer Roman, Erzählung]

18 lange Jahre hat Ken Folletts nicht eben kleine Fan-Gemeinde auf eine Fortsetzung seines Bestsellers Die Säulen der Erde warten müssen. Lange hat sich der Autor geziert, bis er dem Bitten des Publikums und der Verlage endlich nachgab und sich für einen Vorschuss von immerhin 49 Millionen Euro an die Arbeit machte. Und schon nach ein paar der stattlichen 1.300 Seiten von Die Tore der Welt weiß man: Für die Verlage hat sich dieser Vertrauensbonus ebenso gelohnt wie für die Leser das Warten. 200 Jahre sind in im südenglischen Kingsbridge vergangen, wo Follett seine Geschichte auch diesmal angesiedelt hat. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen die Nachfahren der Helden von einst. Entlang ihrer Schicksale führt uns der Autor, der sich bei seinen Recherchen von gleich drei Historikern zuarbeiten ließ, ausgesprochen kundig durch die Welt des 14. Jahrhunderts: Durch Caris, die der Verbrennung als Hexe durch den Eintritt in ein Kloster entkommt, lernen wir Manches über die Pest und die mittelalterliche Medizin. Mit der Baukunst der Zeit macht uns der Architekt Merthin, Caris` Geliebter, vertraut. Auch den Gegensatz zwischen einem ebenso selbstsüchtigen wie hemmungslosen Adel auf der einen und der Masse der besitzlosen Leibeigenen auf der anderen Seite führt uns der Autor mit großer Souveränität in seiner gewohnt schnörkellos-direkten Sprache anhand persönlicher Schicksale vor Augen: ein Sog, dem man sich kaum entziehen kann... Gewiss: In Wahrheit hat es wohl keine beinahe verbrannte Hexe zur Leiterin eines Nonnen- und erst recht keines Mönchsklosters bringen können. Und überhaupt muss man natürlich davor warnen, seine historische Bildung nur aus historischen Romanen zu beziehen: Dennoch: Die Tore der Welt ist eine nicht nur spannende, sondern sehr wohl auch historische lehrreiche Lektüre. -- Alexander Dohnberg, Literaturanzeiger.de Aus der Amazon.de-Redaktion

Kundenmeinungen:
+++++ (ein Amazon Kunde): Super Buch
Ich finde das Buch echt klasse. Ich bin jetzt bei Seite 900 und schon jetzt ziemlich frustriert, dass das Buch bald zu Ende ist :-(( Mir fällt es schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Die letzte Nächte waren schon sehr kurz. Gähn... Empfehlenswert!
+++++ (ein Amazon Kunde): Unglaublich spannend!
Wie auch schon bei "Die Pfeiler der Macht" hat Ken Follet es wieder geschafft, den Leser an die Seiten zu fesseln. Unglaublich spannend, mit herovrragenden Charakteren. Sehr zu empfehlen!!!
+++++ (ein Amazon Kunde): FAST so gut wie Teil 1
Ich habe die Säulen der Erde nun mehrfach verschlungen und hohe Erwartungen in diese Fortsetzung gehabt, sie wurden nur minimal enttäuscht! Die Säulen der Erde ist für mich das bessere Buch, aber diese Fortsetzung hat mich genauso gefesselt! Ein tolles Werk! Ich hätte mir lediglich gewünscht, dass etwas mehr auf die Vorgeschichte eingegangen wird, so wird zum Beispiel klar, das eine ganze Sippe der Tochter von Tom Builder, Martha entsprungen ist, nur war diese in die Säulen der Erde stets "Single". Was mich interessiert hätte - was wurde aus Martha, wie kam sie dann doch noch an Familie?!? Es gibt noch weitere Beispiele, aber auch viele positive! Das Leben in Kingsbridge wurde interessant weiter ausgeführt und man fühlte sich "wie zu Hause". Ein wirklich gutes Buch, ich werde es sicher nochmal lesen!

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Schwertgesang | in den Warenkorbin den Warenkorb

Autor/Autoren: Bernard Cornwell
Herausgeber: Rowohlt Tb.
Broschiert

Stichworte: [TB/Belletristik/Historische Romane, Erzählungen] [Belletristik] [Erzählungen] [Romane] [England, Geschichte; Romane/Erzählungen] [Historische Romane/Erzählungen] [Englische Belletristik] [Roman, Erzählung]

Kundenmeinungen:
+++++ (ein Amazon Kunde): Toll - Geschichte pur
Das Buch "Schwertgesang" von Bernard Cornwell war von mir sehnsüchtig erwartet worde. Es ist das vierte einer Reihe, die bisher klasse war.Der Krieger Uhtred zieht durch das frühmittelalterliche England und erlebt Geschichte im Umfeld Alfred des Großen. Cornwell bleibt sich treu und liefert beste Unterhaltung. Er hat nicht die übliche Sex&Crime Sauce nötig die die üblichen Verfasser historischer Romane brauchen um ihre Bücher in die Regale der Buchhandlungen zu drücken. Er stellt das tägliche Leben naturgetreu nach. Hier wird nichts aufgeplustert oder verherrlicht. Das Buch setzt die Reihe gut fort und macht Freude. Gut so!
+++++ (ein Amazon Kunde): Konnte mich wieder voll und ganz begeistern!
Lang ersehntes Warten hat sich gelohnt, denn der vierte Teil der Serie "The Saxon Stories" ist dem Autor Berard Cornwell wieder hervorragend gelungen. Für alle, die sich schon von den ersten drei Teilen "Das letzte Königreich", "Der weiße Reiter" und "Die Herren des Nordens" überzeugen konnten, wird es ohne Frage ein absolutes Muss sein, nun auch "Schwertgesang" zu lesen. Fand ich das Cornwell sich immer weiter steigerte und mit jedem Buch besser wurde, empfand ich das diesmal nicht. Aber er bleibt gleichbleibend gut, ohne irgentwas einzubüßen. Die Geschichte um Uhtred basiert in diesem Teil zwar mehr auf Fiktion, als seine Vorgänger, enthält aber immer noch einen großen Teil historischer Ereignisse, die weiterhin interessant und spannend bleiben. Cornwell hat ein Gespür beides zu verbinden, damit es unterhaltsam und informativ beim Leser ankommt. Auch sonst bleibt er seinem Stil treu, indem er die Geschichte in der Ich-Form aus Uhtreds Sicht erzählt, sprachlich unverblümt und die Handlung fesselnd. Außerdem bekommt man ein gutes Bild von den Engländern und den Dänen, denn weiterhin werden beide Seiten gleichermaßen mit eingebunden. Uhtred konnte mich hier wieder am meisten begeistern, denn durch seinen vielfältigen, eigenwilligen und keinesfalls perkekten Charakter, ist er mir nun richtig ans Herz gewachsen. Aber auch Pater Pylig bringt neben Uthred besonders viel Witz mit in die Geschichte und ich habe mich über ein Wiedersehen mit ihm gefreut. Genauso wie über Uhtreds Schwurmänner Finan, Cerdic, Sihtric, Rypere und Clapa. Auch Steapa, Beocca und diesmal auch zwei weibliche Charaktere, nämlich Gisela und Æthelflead waren sympathisch und liebenswürdig. Alfred, der zwar nach dem ersten Teil immer sympathischer dargestellt wurde, hat sich seid dem letzten Teil diesmal nicht verändert. Der Norweger Erik zeigt, dass Cornwell auf schwarz-weiß Malerei verzichtet, da er als Gegner Uhtreds trotzdem ein toller Charakter ist. Die Handlung in diesem Roman ist die Eroberung Lundene (London), die Uhtred für Alfred einnehmen soll. Dies geschieht natürlich nicht, ohne viel Blut zu vergießen. Genauso kennen wir diese Geschichte und es wird auch in diesem Teil nicht langweilig. Abwechslungsreiche, spannende und unvorhersehbare Wendungen haben mich wieder ins England, diesmal im Jahre 885 (Die Jahrezahl auf dem Buchrücken, die mit 855 angegeben wird, stimmt nicht, käme auch mit den Vorgängern nicht hin, weswegen ich im Internet mach der richtigen Jahreszahl gesucht und auch gefunden habe) eintauchen und mitfiebern lassen. Wieder einmal kann ich dieses Buch nur weiter empfehlen und freue mich auf eine weitere Fortsetzung, die es noch geben wird.
+++++ (ein Amazon Kunde): Spannend..... Hoffentlich geht es bald weiter!
Sicherlich eine ganze Menge fiktiver Geschehnisse, aber äußerst spannend und unterhaltsam. Ich finde es einfach toll, dass der Autor nichts beschönigt und als "schrecklich romatisch" verkauft. Teilweise ziemlich brutal, aber so wird es wohl auch gewesen sein. Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht, es werden ja immer wieder, wenn Uther als alter Mann erzählt, kleine Hinweise auf zukünftige Geschehnisse eingestreut, was das Ganze nochmal etwas spannender macht. Ich freue mich sehr auf den nächsten Teil!
+++++ (ein Amazon Kunde): vierter Teil
der Serie um Uthred von Bebbanburgh und dessen schwieriges Verhältnis zu "seinem König" Alfred (der Große) von Wessex. Erzählt wird die Geschichte eines Kriegers von sächsischem Adel, der von den einfallenden Dänen aufgezogen wurde und obwohl selber Heide für den frömmelnden Sachsenkönig Alfred kämpft. Die Serie besteht bisher aus vier Bänden: - Das letzte Königreich - Der weiße Reiter - Die Herren des Nordens - Schwertgesang Charakteristisch für die Serie, ist dass es keine schwarz weiss Malerei gibt, also die heidnischen Dänen sind nicht die Bösen, sondern die - manchmal hochgeachteten - Feinde. Weiterhin werden die Kämpfe und Schlachten sehr detailiert beschrieben, was keinem Autor dermaßen mitreißend gelingt wie Bernard Cornwell. Die Bücher sind das was man früher alls "Jungensromane" bezeichnet hätte vom tapferen Held der den Kampf liebt, dabei sind sie sehr gut in die damalige Zeit eingebettet. Wobei der Autor zugibt sich die ein oder andere schriftstellerische Freiheit genommen zu haben. Im vierten Band "Schwertgesang" soll Uthred anfangs die Themse, im Namen von Alfred von Wessex, vor einfallenden Dänen schützen. Durch die Inszenierung mit einem "sprechenden Toten" gelingt es den Nordmännern fast Uthred davon zu überzeugen, dass es sein Schicksal ist seinen Eid an Alfred zu brechen und selber die Krone von Mercien anzustreben. Er erobert, nach hartem Kampf, London für Wessex und bekommt letztendlich den Auftrag die von Dänen gefangene Tochter König Alfreds gegen ein Lösegeld auszutauschen. Ihm gelingt es zwar Verhandlungen mit den Nordmännern aufzunehmen, doch will die zu Errettende gar nicht gerettet werden... Fazit: Wer die ersten drei Bände gelesen hat wird auch den vierten mit inbrunst verschlingen. Cornwell hat einen Epos geschaffen, der sich am ehesten noch mit Frans Bengtssons "Die Abenteuer des Röde Orm" vergleichen läßt. Es ist einfach mitreissend und das Beste ist: es geht weiter!
+++++ (ein Amazon Kunde): Uhtred reitet wieder!
In "Schwertgesang" läßt Autor Bernard Cornwell nun bereits zum vierten Male den Krieger Uhtred durch das frühmittelalterliche England ziehen. Auf 479 Seiten begleitet der Leser den Helden auf seinen Reisen, bei seinen Kämpfen um London und teilt seine Erlebnisse. Prägend ist wieder Uhtreds gespaltenes Verhältnis zu Alfred dem Großen und zur christlichen Kirche. "Schwertgesang" ist, wie auch seine drei Vorgänger, beste Unterhaltung. Cornwell hat mit dieser Reihe für das Genre des historischen Romans eindeutige und hohe Maßstäbe gesetzt. Dies gilt besonders für die authentische Darstellung des täglichen Lebens. Hier wird nichts glorifiziert. Man hat jederzeit den Eindruck, ja, so könnte es gewesen sein. Sicher gibt es die eine oder andere kleine Abweichung bei den historisch verbürgten Ereignissen. Dieses hat Cornwell jedoch nie bestritten (oft weist er sogar darauf hin) und es ist auch eindeutig das Recht des Romanciers. Es tut auch dem Gesamteindruck keinerlei Abbruch. Insgesamt liegt der Informationsgehalt des Buches auf hohem Niveau. Aufgrund der gelungenen Mischung aus Unterhaltung und historischen Fakten sowie der bestechenden Erzählkunst Cornwells, bewerte ich das Buch mit fünf Sternen. Allerdings ist "Schwertgesang" eindeutig schwächer als seine Vorgänger. Fazit: "Schertgesang" bietet kurzweilige Lesefreude und spannende Unterhaltung. Eine klare Kaufempfehlung! P.S.: Neueinsteiger in die Welt Uhtreds sollten besser mit "Das letzte Königreich" beginnen.

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Die Henkerstochter | in den Warenkorbin den Warenkorb

Autor/Autoren: Oliver Pötzsch
Herausgeber: Ullstein Tb
Broschiert

Stichworte: [TB/Belletristik/Historische Kriminalromane] [Belletristik] [Kriminalromane] [Historische Kriminalromane] [Schongau, Geschichte; Krimis/Thriller] [Bayern] [Deutsche Belletristik] [Historischer Kriminalroman] [Roman, Erzählung]

Kundenmeinungen:
++ (ein Amazon Kunde): Nicht das, was ich mir versprochen hatte
Ich war durch die vielen positiven Rezensionen neugierig geworden, und ich hatte mich durch sie auf einen spannenden wie auch lehrreichen historischen Roman eingestellt. Leider wurden meine Erwartungen sehr enttäuscht: Die Handlung ist relativ vorhersehbar, wirkliche Überraschungen gibt es nicht, der eigentliche Plot der Handlung wird bereits früh vorweg genommen, und bei den vorgestellten Charakteren fehlt es meinem Geschmack zufolge deutlich an Profil. Das Buch enthält viele Längen, durch die ich mich regelrecht durchgequält habe, dann wieder wird innerhalb weniger Zeilen die Handlung so schnell voran getrieben, dass erst garkeine rechte Spannung aufkommen kann. Zwei Sterne bekommt das Buch von mir alleine aus dem Grund der offenbar guten Recherche über die Hintergründe der Hexenverfolgung.
+++++ (ein Amazon Kunde): Schwer aus der Hand zu legen
Die Geschichte ist super recherchiert und gibt interessante Einblicke in das Leben im Mittelalter. Das Leben eines Henkers und seiner Familie, der Alltag und Aberglaube der Leute, wie schnell eine rechtschaffene Hebamme in den Verdacht der Hexerei kommt und vieles mehr. Fesselnd geschrieben, tolle Hauptpersonen (selbst der Henker kommt einem sympatisch rüber) schwer aus der Hand zu legen. Ich freue mich schon auf den Fortsetzungsroman, der im Mai rauskommt.
+++ (ein Amazon Kunde): Ganz nett, aber nicht begeisternd!
Nach längerer Zeit, mal wieder einen historischen Krimi, den ich gelesen habe. Er konnte mit interessanten Einblicken der damaligen Zeit, besonders das Leben eines Henkers überzeugen. Der Autor schafft es die Gefühle eines Henkers glaubwürdig hervorzuheben und zeigt, dass es diesen auch nicht immer leicht fällt seinen Beruf auszuüben und das auch er darunter zu leiden hat. Nicht nur die brutale Art der Folter und der Hinrichtung wird erwähnt, sondern auch welche Probleme diese Familien damit haben. Einen Henker auch mal zu verstehen und zu mögen hat bisher nur Titus Müller mit "Die Todgeweihte" bei mir erreicht und jetzt auch Oliver Pötzsch mit diesem Roman. Oftmals wird die Hexenverfolgung nach dem dreißig-jährigen Krieg im 17. Jahrhundert als Vorlage für einen Roman gewählt und ich habe schon einige Bücher dazu gelesen, aber jeder Autor erzählt ja seine eigene Geschichte. Wie leicht damals die Hexen verfolgt und verurteilt wurden, erschreckt mich dabei aber immer wieder aufs neue. Das Schicksal der Verurteilten Martha Stechlin in diesem Roman, war zwar traurig geschildert, vermochte mich aber nicht sonderlich zu berühren. Das war zu sehr vorhersehbar und deswegen auch nicht spannend. Auch sonst waren die Charaktere zwar waren ganz nett gezeichnet, besonders mochte ich den Henker Kuisl, aber sonst konnte mich keiner richtig begeistern, mit dem ich mitgefiebert hätte. Warum eine Nebenfigur den Anspruch des Titels verdient, kann ich auch nicht ganz nachvollziehen, ist mir aber in Grunde genommen auch egal. Trotzdem passte der Name des Titels überhaupt nicht zur Handlung. Ich glaube aber nicht, dass deswegen falsche Erwartungen geweckt werden. Der Autor Oliver Pötzsch erzählt in diesem Roman die Geschichte seiner Vorfahren. Er selbst stammt nämlich aus der hier erzählten Henkersfamilie des Jakob Kuisl. Der Schreibstil war meiner Meinung nach nur Mittelmaß. Oftmals werden sich bayrische Sätze bei den Dialogen bedient, was wohl zur Geschichte passte, mir persönlich aber nicht sonderlich gefiel. Der Dialekt war dabei zwar verständlich, störte aber ein wenig den Lesefluss. Da diese Art auch nur gelegentlich benutzt wird, konnte ich mich mit diesen paar Sätzen auch nicht anfreunden, oder mich daran gewöhnen. Für mich ist dies ein eher mittelmäßiger Roman, der mich zwar gut unterhalten konnte, aber zu vorhersehbar und eintönig war. Deswegen kann ich "Die Henkerstochter" nur beschränkt weiter empfehlen.
++++ (ein Amazon Kunde): Als beruflicher Henker kann ich bestätigen, dass
... alle diesbezüglichen Angaben richtig sind. Drum-Herum hat der Autor eine nette Liebesgeschichte und einen spannenden Krimi geschrieben. Was mir nicht so gefiel: -kein richtiges Happy-End der Liebesgeschichte. Wurden die Beiden jetzt ein Paar und wie konnte der Medicus-Sohn die Henkerstochter ehelichen? -der Übeltäter wurde verschont, er wurde nicht seiner gerechten Strafe zugeführt. Ansonsten hat mich der Roman berührt und über Stunden gefesselt.
+++++ (ein Amazon Kunde): Warum gibt es nicht mehr Romane dieser Güteklasse?
"Die Henkerstocher" ist für mich eines der besten neuen Bücher des Jahres. Ein Ort in Bayern im 17. Jahrhundert, mehrere Morde an Kindern, ein Henker, ein Arzt, eine Hebamme, die als Hexe angeklagt wird, Politik und Handel, das alles verwebt Oliver Pötzsch zu einer ungemein dichten Handlung, ohne den Spannungsbogen absetzen zu müssen. Die Charaktere sind großartig beschrieben, die Detailfülle ist perfekt, nicht überbordend, so daß sie die Handlung stören würde, aber ausreichend, um sich in Zeit und Handlung hineinversetzen zu können. Ein großes Dankeschön für diese Buch, daß den Kritikern (hoffentlich) zeigt, dass auch in Deutschland großartige Romane geschrieben werden. Ich finde "Die Henkerstochter" um Klassen besser als z.B. "Die Kathedrale des Meeres".

top die deutschen: vom mittelalter bis zum 20. jahrhundert

Die Deutschen: Vom Mittelalter bis zum 20. ... | in den Warenkorbin den Warenkorb

Autor/Autoren: Guido Knopp, Stefan Brauburger, Peter Arens
Herausgeber: C. Bertelsmann Verlag
Gebundene Ausgabe

Stichworte: [HC/Sachbücher/Geschichte] [Allgemeines] [Geschichte] [Lexika] [Deutschland, Geschichte] [Allgemeine Gesamtdarstellungen] [Deutsche Geschichte]

Kundenmeinungen:
+++++ (ein Amazon Kunde): Zehn Epochen deutscher Geschichte - spannend und hochwertig verpackt
Unter der Federführung von Professor Guido Knopp ist dieses aufwändig illustrierte und optisch sowie inhaltlich hochwertige Begleitbuch zum gleichnamigen aktuellen ZDF-Dokumentations-Mehrteiler "Die Deutschen" entstanden, was aber ohne Frage auch als ein eigenständiges Standardwerk angesehen werden kann. Dabei hat sich das Autorentrio - neben Knopp noch Stefan Brauburger und Peter Arens - zehn historische Persönlichkeiten, die für ihre Zeit, deren Denken und die Entwicklung der deutschen Nation gewissermaßen repräsentativ waren, herausgegriffen, um den Bogen zu spannen über die über zehn Jahrhunderte reichende Geschichte der Deutschen. Was am Buch besonders erfreut, ist die angenehm leichte Lesbarkeit, die ihm zugrunde liegt - ohne auf vertiefende historische Darstellungen zu verzichten. Hier bewahrheitet sich der Ausspruch, dass Geschichte niemals nur langweiliges, aneinander gereihtes Faktenwissen ist. Vielmehr ist ein abwechslungsreiches, vielfarbiges und ungemein faszinierendes Gesamtporträt dieser "verspäteten Nation" entstanden - ein Kaleidoskop, welches die wechselhafte und von allerlei tiefgreifenden politischen sowie sozialen Zerrüttungen und Konflikten geprägte Geschichte des "Täusche-Volks", wie die Deutschen einmal von ihrem eigenen Philosophen - Friedrich Nietzsche - umschrieben wurden, widerspiegelt und nachempfinden lässt. Die Epochen im Einzelnen: - Otto und das Reich - Heinrich und der Papst - Barbarossa und das Kaisertum - Luther und die Nation - Wallenstein und der Krieg - Preußens Friedrich und die Kaiserin - Napoleon und die Deutschen - Robert Blum und die Revolution (Anm.: Mitglied der Paulskirchenversammlung 1848) - Bismarck und das Deutsche Reich - Wilhelm und die Welt [ergänzt wird der Band durch Knopps Abriss zur deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts: Die Deutschen im 20. Jahrhundert: Vom Ersten Weltkrieg bis zum Fall der Mauer] Im Ganzen ist ein sehr, sehr schöner und zudem opulent ausgestatteter Geschichtsband herausgegeben worden, der dem breitgefächerten historischen Fundus der Deutschen gerecht wird und darüber hinaus Lust macht, die Geschichte der eigenen Nation zu entdecken. Ich kann dieses Buch jedem geschichtlich Interessierten nur wärmstens weiterempfehlen - vor allem auch als Geschenk eignet sich dieser Prachtband meiner Ansicht nach hervorragend! Von mir gibt es summa summarum die verdiente Höchstpunktzahl.
+++++ (ein Amazon Kunde): Tolles Buch zur Serie!
Mit "Die Deutschen" erscheint nun das Begleitbuch zur neuen ZDF-Serie. Unter der bewährten Federführung von Guido Knopp und Stefan Brauburger aus der ZDF-Redaktion Zeitgeschichte führt das Werk auf 448 Seiten in einer sehr schönen Ausstattung durch fast 1000 Jahre deutscher Geschichte. Begleitet wird der Text durchgehend von einer Vielzahl erstklassiger Abbildungen. Es handelt sich allerdings nicht um ein "klassisches" Geschichtsbuch. Vielmehr beschreiben die Autoren am Beispiel von 10 historischen Persönlichkeiten besonders interssante und prägende Abschnitte der deutschen Geschichte. Besonders befasst sich das Buch mit der Identitätsfindung der Deutschen. Das Buch ist ideal zur Vertiefung der Inhalte aus der Fernsehserie geeignet. Schön auch für historisch Interessierte oder auch als ein perfektes Weihnachtsgeschenk für alle Bibliophilen. Fazit: Ein tolles Buch zum Einstieg in die Geschichte "der Deutschen". Klare Kaufempfehlung!
+++++ (ein Amazon Kunde): zum Nachlesen
Das Buch bildet eine schöne Ergänzung zu den Fernsehfilmen, die im ZDF ausgestrahlt werden. Es ist aber auch ohne die Filme gesehen zu haben ein gutes Geschichtsbuch. Der Inhalt der 10 Filme wird hier nochmal ausführlicher vertieft, mit vielen Abbildungen und einigen Karten. In hervorgehobenen Kästen werden Themen kurz schwerpunktmäßig erklärt, z.B. die Fugger, die Königswahl usw. Für Schüler zu ausführlich, für Studenten zu knapp, aber für Lehrer und Geschichtsinteressierte eine reine Freude!

top ein amerikanischer traum. die geschichte meiner familie

Ein amerikanischer Traum. Die Geschichte ... | in den Warenkorbin den Warenkorb

Autor/Autoren: Barack Obama
Herausgeber: Hanser Belletristik
Gebundene Ausgabe

Stichworte: [HC/Sachbücher/Politik, Gesellschaft, Wirtschaft/Biographien, Autobiographien] [Allgemeines] [Politikwissenschaft] [Soziologie] [Sachbuch] [Obama, Barack; Biografien] [Politiker (Biografien/Erinnerungen); Obama, Barack] [USA; Biographien] [Erinnerung] [Erinnerung, Brief, Tagebuch] [Politik, Diplomatie] [Politik, Zeitgeschichte, Recht] [USA]

Bis zu seine Ankündigung, er wolle demokratischer Präsidentschaftskandidat werden, kannte kaum jemand außerhalb von Illinois Barack Obama. Dass der Senator aus diesem Bundesstaat schon wenige Monate später als Shooting-Star der Primaries und charismatischer Hoffnungsträger gefeiert wurde, hat das politische Establishment in seinen Grundfesten erschüttert. In seiner Autobiografie erzählt er von seinen ersten 34 Lebensjahren. Obama ist nicht nur aufgrund seines raschen Erfolgs ein Phänomen. Er ist sperrig und lässt sich nur schwer irgendeinem Lager zuordnen; wenig verwunderlich, dass die amerikanischen Demoskopen regelmäßig in ihren Vorhersagen scheitern. Obama ist schwarz, stammt aber nicht von aus Afrika verschleppten Sklaven ab. Sein Vater kam aus Kenia als Gaststudent in die USA, die Mutter ist eine weiße Amerikanerin aus Kansas. So ist er vielen Schwarzen zu weiß und hat bei den ersten Vorwahlen im "weißen" Iowa demonstriert, dass er eine Mehrheit unter weißen Wählern einfahren kann. Anderen wiederum gilt er wahlweise als neuer Martin Luther King oder J.F. Kennedy. Obama tritt in einem Land an, das hinsichtlich seiner verschiedenen Ethnien noch immer tief zerissen ist, in dem die Konfliktlinien auch für Insider mitunter schwer verständlich sind. Seine Autobiografie zeigt, wie sich diese Zerrissenheit in dem Werdegang eines Mannes spiegelt, der lange um seine Identität rang. Obamas Autobiografie ist 1995 zum ersten Mal erschienen. Er nennt sie einen "Beitrag zum Verständnis der Rassenprobleme in unserem Land..." Aus ihr lässt sich einiges über die frühen Prägungen des Newcomers erfahren und auch über seine Visionen von einem neuen Amerika. Dass er diese Erinnerungen heute anders schreiben würde, darf als gesichert gelten. So erzählt er freimütig von studentischen Marathon-Partys mit nächtelangen Diskussionen, jeder Menge Dosenbier und Zigaretten. Es sind Passagen wie diese, die nicht zum klassischen Image eines Präsidentschaftskandidaten passen wollen, die aber etwas Wichtiges leisten: Sie helfen, eine Persönlichkeit zu verstehen, die ihren eigenen, keineswegs immer geraden Weg gegangen ist; die eine juristische Karriere in Harvard begann, dann aber in der armen Chicagoer South Side Bürgeranwalt wurde, sich um die Menschen am Rande der Gesellschaft kümmerte und erst langsam in die Lokal-, Landes- und schließlich nationale Politik hineinwuchs. Entstanden ist eine fast intime Autobiografie, "eine persönliche, innere Reise ... die Suche eines Jungen nach seinem Vater und damit auch nach einem überzeugenden Lebensinhalt für ihn, den schwarzen Amerikaner." --Henrik Flor, Literaturtest Aus der Amazon.de-Redaktion

Kundenmeinungen:
+++++ (ein Amazon Kunde): Begnadeter Schriftsteller
Barack Obama ist, neben allem anderen auch, ein begnadeter Schriftsteller. Er schreibt flüssig und fesselnd und dabei mit einer analytischen Prägnanz, die selten ist. Das Buch macht seinen furiosen Aufstieg plausibel. Die Umstände seiner Biographie (in Indonesien und Hawaii aufgewachsen,mit amerikanischer Mutter und kenianischem Vater) macht ihn eher zu einem Weltbürger als zu einem typischen Amerikaner). Seine Kindheit war nicht arm, doch in unmittelbarer Nähe von Armut. Von Anfang an beobachtete er genau und man glaubt ihm, dass die Menschen ihm wichtig sind. Am meisten beeindruckt mich die erste eigene Entscheidung, die er in seinem Leben getroffen hat. Nach seinem Studium begann er in einem Büro in New York zu arbeiten. Gut ausgebildet,intelligent und smart, war er dafür prädistiniert, eine klassische Karriere zu machen. Doch schon nach kurzer Zeit verliess er diese komfortable Position um Stadtteilarbeit zu machen: Unglamourös, schlecht bezahlt, nahezu hoffnungslos. Das beweist, dass er von seinem Charakter her wirklich selten ist, gerade in unserer Zeit, deren Erfolgsverständnis eindimensional geworden ist. Was mich überraschte: Welche Rolle die Hautfarbe in seinem Leben und in seinem Denken spielt. Sie ist, neben seinem fast unbekannten Vater, eine der Haupttriebkräfte seiner Entwicklung. Das Buch verströmt Optimismus und Kraft, es spornt an und ist dabei weder pathetisch noch eitel. Am Ende bleibt dennoch eine Frage: Wie kann jemand nur so perfekt sein? Er hat sogar richtig pubertiert.
+++ (ein Amazon Kunde): Der leibhaftige amerikanische Traum
Vom Sohn eines kenianischen Ziegenhirten zum 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten - Barack Obamas Lebensgeschichte kann sich sehen lassen und auch wenn man Politiker im Grunde an ihren Leistungen messen sollte, so kann es sich doch lohnen, sich mit den familiären Hintergründen des "schwarzen Kennedys" zu befassen. Und "Ein amerikanischer Traum: Die Geschichte meiner Familie" ist dafür die beste Quelle, denn das Werk zeichnet nicht nur Obamas Familiengeschichte nach, sondern wurde vom 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten persönlich verfasst. Dadurch ist es schon einmal erheblich authentischer als der Großteil jener Biografien die nach 2008 erscheinen werden, vor allem weil Obama direkteren Zugang zu den Personen hatte und seine Eltern wie Großeltern bereits verstorben sind. Dazu kommt, dass Obama seine Biografie vor dem Beginn seiner politischen Karriere im Landtag von Illinois verfasst hat, nachdem ihm ein Verleger anlässlich seiner Wahl zum ersten afroamerikanischen Präsidenten der in Fachkreisen sehr renommierten Harvard Law Review einen Buchvertrag angeboten hat. Somit ist das Buch relativ frei vom Einfluss der Wahlkampfstrategen und PR-Berater, die Obama 2008 zum Sieg in den Präsidentschaftswahlen verholfen haben, während die Wahrscheinlichkeit dass hier ein Ghostwriter am Werk war, zugleich erheblich geringer ist, als im Falle von "Hoffnung Wagen" (Originaltitel: The Audicity of Hope), dass 2004 im Rahmen eines auf 3 Bücher ausgelegten Vertrages erschienen ist, nachdem die Neuauflage von "Dreams from My Father: A Story of Race and Inheritance" (Ein amerikanischer Traum) bis Sommer 2005 fast 40 Wochen in der New York Times Bestsellerliste überstanden hat und als von Obama gesprochenes Hörbuch 2006 sogar einen Grammy abgeräumt hat. Der Erfolg der beiden Werke Obamas mag dazu beigetragen haben, dass sich in seinen Reden immer wieder Querverweise auf die Biografie finden lassen und es Redenschreibern und Ghostwritern so gut gelungen ist, den persönlichen Stil Obamas für seine Ansprachen zu verwenden, was vielleicht zu seinem Ruf als brillanten Rhetoriker und sehr "authentischen" Vortragenden, auch wenn er vom Teleprompter abliest, beigetragen hat. Manche Passagen mögen sich für Obamas politische Ambitionen sogar als hinderlich erwiesen haben, wie er im Vorwort zur Neuauflage von 2004 sogar anmerkt, jedoch ändert das nichts daran, dass er sein Buch im großen und ganzen genau so wieder geschrieben hätte. Allerdings muss man anmerken, dass manche der verhängnisvollen Stellen zwar auszugsweise gute Munition für Gegner abgeben, die Lektüre des Gesamtwerks jedoch viel dazu beitragen kann, die Beweggründe und Umstände zu verstehen. Grob unterteilen lässt sich Obamas Biografie in die drei Abschnitte Kindheit, Chicago und Reise nach Kenia. Dabei erzählt er jedoch weniger seine Lebensgeschichte, als vielmehr in der Tradition der in den USA sehr beliebten Ahnenforschung seine kulturelle und persönliche Identitätssuche herauszuarbeiten. Das führt vor allem dazu, dass das Werk am Ende etwas unvollständig bleiben muss und viele Ereignisse nur im Schnelldurchlauf abgehandelt werden, während er der Suche nach sich selbst erheblich mehr Platz einräumt. Daraus resultiert auch, dass das Werk mit der Reise in das Heimatland seines Vaters und den Erlebnissen dort, endet. Was aus Barack Obama nach seiner Rückkehr in die USA wurde, der Beginn seines Studiums in Harvard, die Wahl zum Präsidenten der Harvard Law Review, die Arbeit als Anwalt und die ersten politischen Gehversuche bei der Wähleregistrierung, ja sogar die beginnende Beziehung zu seiner späteren Frau Michelle Robinson, all das fehlt, da die Erzählung ungefähr 1988 endet. Manches lässt sich allerdings in Obamas zweitem Buch "Hoffnung wagen" nachlesen, welches allerdings eher als politisches Manifest/Analyse zur Lage der Nation gilt. Obwohl die Biografie, dem deutschen Journalisten Christoph von Marschall zufolge, weitgehend der Wahrheit entspricht und von verschiedenen Quellen bestätigt wurde, hat sich Obama einiger "Tricks" bedient, indem er nicht nur neue Namen für manche Zeitgenossen kreiert, sondern auch manche Personen fusioniert und Worte in den Mund gelegt hat, die so zwar nicht gefallen sind, aber grob dem Gesprächsinhalt entsprochen haben. Das ändert natürlich nichts am hohen Wert des Werkes als biografischer Quelle, wenngleich es als Autobiografie eher ungeeignet ist. Zum Teil liegt das daran, weil dem Buch eindeutig ein Inhaltsverzeichnis fehlt, aber auch aufgrund des fehlenden Namens- oder Personenregisters. Interessant wären im Zusammenhang mit einer Autobiografie auch Fotos gewesen, die sich jedoch einzig und allein auf dem Umschlag finden. Ergo bleibt vieles dem persönlichen Vorstellungsvermögen überlassen und das passt gut zu Obamas Stil, der sich in "Ein amerikanischer Traum" von seiner betont verträumten, romantisierenden Seite zeigt. Obwohl es ein sehr persönliches Stück Geschichte ist und Obama als Autor durchaus immer wieder Einblick in seinen Gedanken- und Gefühlswelt bietet, bleibt er unbemerkt relativ oberflächlich, was daran liegen könnte, dass er sich, wie er zugibt, manche Dinge doch vom Hörensagen her selbst zusammenreimen musste. Dass es dabei zu einer Verklärung mancher Ereignisse gekommen sein kann, muss man ihm als Autor zugestehen, denn die subjektive Perspektive ist in einer Autobiografie durchaus gewollt, besonders wenn er seinem Umfeld gegenüber kritisch auftritt. Hinter der blumigen Sinnsuche verbirgt sich jedoch auch die typisch amerikanische Begeisterung für Ahnenforschung, der Versuch über seine Abstammung an das Lebenswerk der Ahnen anzuknüpfen und sich direkt in die Tradition der "amerikanischen Helden" zu stellen und sich so zusätzlich im historischen Kontext Legitimation für seine Anliegen zu verschaffen. Bei Obama dient dieser Versuch zwei Zielen, einerseits ihn als liberal zu positionieren und andererseits als Verkörperung des American Dream darzustellen, wobei alle Zweifel an seiner Bindung zur black community ausgeräumt werden sollen. Dabei stellt das Argument, dass Obamas Vater keineswegs ein einfacher Ziegenhirte aus Kenia war, sondern nach dem Besuch einer britischen Kolonialschule mit einem Stipendium in den USA und sogar Harvard studierte, kein wirkliches Hindernis dar, die Betonung dieser einfachen Herkunft, wie in der Rede vor dem Demokratischen Parteitag 2004, ist lediglich eine von vielen Floskeln, denen sich Obama aufgrund seiner besonderen Herkunft bedienen kann. Barack Obamas Geschichte beginnt nämlich nicht mit seiner Geburt, sondern in der Jugend seiner Großeltern. Stanley Dunham wuchs selbst bei seinen Großeltern auf, nachdem sein Vater, der Frauenheld, die Familie verlassen und seine Mutter sich das Leben genommen hatte. Gramps, wie er von seinem Enkel später liebevoll genannt wurde, der mit seinen zurückgekämmten Haaren aussah, wie ein "Itaker", flog bereits als Kind kurz von der Schule, nachdem er einen Lehrer geschlagen hatte. Später zog er auf der Suche nach dem großen Abenteuer und Gelegenheitsjobs durch die Staaten und fand in Madelyn Lee Payne eine Frau die von seiner Weltgewandtheit fasziniert war. Mit dem Kriegseintritt der USA, meldete sich Gramps freiwillig zur Armee und so wurde ihre gemeinsame Tochter Ann 1942 auf einem Armeestützpunkt geboren. Nach mehrfachen Umzügen verschlug es die Dunhams nach Hawaii, wo die 68erin Ann den idealistischen Austauschstudenten Barack Hussein Obama kennen lernte. Obama senior war während der Kindheit und Jugend seines Sohnes weitgehend eine nicht greifbare Figur, welche nach der Scheidung von Ann Dunham nur noch ein einziges Mal in das Leben des jungen Barack trat, als er die Familie eines Weihnachtens für einige Wochen besuchte. Bis zu seinem Unfalltod, dem Treffen mit seiner Halbschwester Auma und der Reise nach Kenia blieb Obama sr. eine Projektionsfläche für den Sohn im fernen Amerika. Nach der Heirat seiner Mutter mit dem indonesischen Austauschstudenten Lolo Soetoro, aus der Halbschwester Maya Soetoro-Ng hervorging, übernahm dieser zumindest für einige Zeit die Vaterrolle für den Jungen, bis "Barry", wie er meist genannt wurde, wieder in die USA zurückkehrte und fortan bei seinen Großeltern lebte. In einem Land wo Minderheitenpolitik immer mehr hinterfragt wird und demografisch bedingte Entwicklungen die Illusion von einer mehrheitlich protestantisch geprägten weißen angelsächsischen Nation längst zur Vergangenheit gemacht haben, steht Barack Obamas Erfolgsgeschichte für einen bedeutenden Ausnahmefall, hat er es doch als erst dritter Afroamerikaner in den Senat und als bisher überhaupt einziger ins Oval Office geschafft. Dennoch ist seine ungewöhnliche Lebensgeschichte zwar Beispiel für die Möglichkeiten des American Dreams, entzieht sich aber zugleich des Versuchs der Nachahmung, denn am Ende relativiert sich alles, am Ende ist er der Sohn einer alleinerziehenden Mutter, der bei den Großeltern aufgewachsen ist, jedoch immer gute Schulen besuchen konnte und "die Verzweiflung und die Unruhe der Ohnmächtigen [...] wie sie das Leben der Kinder auf den Straßen von Djakarta, Nairobi und in der Chicagoer South Side beeinflusst, wie schmal der Grat zwischen Demütigung und grenzenloser Wut ist, wie schnell aus Hoffnungslosigkeit Gewalt wird" nie am eigenen Leib erfahren musste, sie jedoch aus seinen Beobachtungen als Kind, Sozialarbeiter, Anwalt und Politiker kennt. Change we can believe in, mag er seinen Wählern 2008 versprochen haben und doch sollte man nach 8 Jahren George W. Bush nicht von antiamerikanischen Bush-Bashing in bequeme Heldenverehrung verfallen, sondern auch Barack Obama, wie jeden Politiker an seinen Taten und nicht den Worten messen. "Ein amerikanischer Traum" ist keine Offenbarung, es ist die Hintergrundgeschichte zum Symbolcharakter Präsident Obamas, der darin Ideale formuliert hat, an denen er legitim gemessen werden kann. Veränderung sei nur von der Basis aus möglich, daher wollte er Stadtteilarbeit machen und daher ist "Yes, we can!" ein Wahlspruch der wie kein anderer zu ihm passt, denn er entspricht Obamas Grundüberzeugung, dass nur die amerikanische Gesellschaft die Kraft besitzt, die USA zu verändern. Und man ist geneigt ihm zuzustimmen, ist er doch ein scharfsinniger Beobachter, dessen Schilderungen der Chicagoer South Side auch viel dazu beitragen, umstrittene Persönlichkeiten wie Jeremiah Wright und die gesellschaftlichen Probleme der USA zu begreifen. "Ein amerikanischer Traum" verkörpert einen besonderen Charme, das Buch ist aufrichtig und verträumt, eine fast romanartige Suche nach Herkunft und Identität. Da es noch vor Beginn der wirklich politischen Karriere Barack Obamas entstanden ist, ist es wahrscheinlich auch erheblich authentischer und näher am "wahren Obama" dran, als alles was nach 2004 kam. Indes bleibt das Buch in vielerlei Hinsicht sehr schwammig, was es als Biografie zwar sein darf, aber enttäuschend wirken lässt, wird doch allein das afroamerikanische und liberale Erbe Obamas behandelt, was ihn allein aber noch nicht ausmacht. Was fehlt ist das Leben fern der Suche nach sich selbst, die nackten Fakten, auch jene über Leben und Liebe. Fakt ist, obwohl 1995 erschienen, behandelt das Werk nur Obamas Leben bis 1988 und konzentriert sich dabei vor allem auf die kulturellen und familiären Aspekte, wobei vieles außen vor bleibt, etwa seine Jahre in und nach Harvard. Ist man vom oft ausschweifenden und blumigen Stil des US-Präsidenten nicht ganz hin und hergerissen, ja wünscht man sich ab und zu, vielleicht etwas konkretere Informationen über Obamas Leben, man könnte enttäuscht sein. Das heisst nicht, Obamas Werk wäre nicht authentisch, denn genau das ist es. Gefühle, Gedanken, Einsichten, Obama vermittelt sie hervorragend, nichtsdestoweniger ist es die Synthese aus dieser emotionalen Tiefgründigkeit und einer kaum beachteten biografischen Oberflächlichkeit, aufgrund derer man sich klar sein sollte, dass Obamas "Autobiografie" in vielerlei Hinsicht den gängigen Vorurteilen entspricht. Inhaltliche Unausgewogenheit, viele Anekdoten, übermäßige Betonung von bestimmten Handlungssträngen und all das als Folge der Vorgabe, des Titels und dieser ist im Original eben "Dreams from My Father: A Story of Race and Inheritance". Das Ergebnis ist eine Biografie, wie man sie von Barack Obama eben erwartet. Wortgewaltig und doch träumerisch, eine Suche nach dem Erbe eines Mannes den er nie kannte, dessen Idealen er sich aber irgendwie trotzdem verpflichtet fühlt. Die daraus resultierende Unterordnung des "Lebenslaufs-Teils" unter die "Identitätssuche" muss man jedoch schlucken, genauso wie die fehlenden 7 Jahre zwischen der Kenia-Reise 1988 und dem Erscheinungsdatum 1995, diese passten nicht mehr ins Konzept. Ebenso wenig erfährt man über politische Zielsetzungen oder Persönliches, sofern letzteres nicht mit der Suche nach sich selbst oder Kindheitserinnerungen zu tun hat. Was unterm Strich bleibt sind 90% Roman über die Suche nach den Wurzeln und 10% Biografie, die es auf mehrere 100 Seiten ausgedehnt sicher bald in den ersten Barack H. Obama-Biografien nachzulesen gibt. Einzig der Bonus, dass das Werk von Obama selbst geschrieben ist und viele der Quellen die er dazu nutzen konnte, bereits verstorben sind, können es langfristig von den Werken Dritter abheben. Fazit: Auch inhaltlich etwas verträumt und ganz eindeutig Obamas Stil entsprechend, eine fast romanartige und vor allem sehr authentische, gefühlsbetonte Autobiografie über die Suche nach einer Antwort auf die Frage "Wer bin ich?".
+++++ (ein Amazon Kunde): American Dream come true
In der enthusiastischen Stimmung nach Obamas Wahl habe ich mir dieses Buch des künftigen Präsidenten der USA besorgt. Es handelt sich um seine Autobiographie - aber das Erstaunliche ist, dass sie bereits 1995 erschienen ist, von einem Niemand also, der gerade einmal am Anfang seiner 30er sein Jurastudium beendet hatte und sich eine einjährige Auszeit nahm, um dieses Buch über sein Leben und seine Familie zu verfassen. Gleichwohl ist es von einem Menschen verfasst, der sich zu Höherem berufen fühlt und der weiß, dass er es erreichen wird. Natürlich hat auch ein Obama vor 14 Jahren nicht geahnt, dass in ihm ein künftiger Präsident der Vereinigten Staaten schlummert. Und so handelt es sich - gemessen an der späteren staatstragenden Bedeutung des Autors - um ein außergewöhnlich offenes und privates Buch. Ein außergewöhnlicher Fall, denn normalerweise erscheinen solche Lebenserinnerungen erst im nachhinein und sind versehen mit allen Finessen der Distanzierung, die das Amt nun einmal mit sich bringt. Hier lesen wir die erfrischende Geschichte eines Unbekannten, welchem allerdings aufgrund seiner ungewöhnlichen familiären Geworfenheit eine außergewöhnliche Lebensgeschichte blüht. Barack ist der einzige Sohn einer amerikanischen jungen Frau und eines aus Kenia stammenden schwarzen Studenten. Die Ehe geht bald in die Brüche und die Mutter, die offenbar zu exotischen Lebensformen neigt, nimmt mit ihrem kleinen Jungen Reißaus nach Indonesien, wo sie mit einem zweiten Mann lebt. Dort verbringt der kleine Obama die ersten Jahre seiner Erinnerung und entwickelt schon früh ein Gefühl dafür, an einem fremden Ort zu leben, wo sie eigentlich nicht hingehören. Erste Reflexionen über Heimat und Fremdheit drängen sich bereits dem jungen Obama auf. Der Lebensentwurf in Indonesien scheitert. Mutter und Sohn kehren zurück in die USA - nach Hawai. Fortan lebt die Familie zusammen mit den Eltern der Mutter. Der junge Barack Obama wächst bei den Großeltern auf. Der mehrwöchige Besuch des Vaters aus Kenia ist eine besonders lesenswerte Episode. Am meisten beeindrucken allerdings die Reflexionen und Einsichten über das Schwarz-Sein in der Welt der Weißen. Die Komplexität dieses Problems wird einem nicht-amerikanischen durch die Bewusstseinsschärfe Obamas erst wirklich klar. Besonders stark in diesem Zusammenhang ist dann auch die Passage, in der die versteckten Vorurteile der eigenen Großmutter deutlich werden - nicht gegenüber ihrem Enkel, aber im allgemeinen. Hier wird einem einmal deutlich, welch tiefe Bewusstseinsdimensionen Xenophobien berühren - jenseits aller Multi-Kulti Ideologie. Umso erstaunlicher ist es, dass es Obama gelungen ist, die Hautfarbe nicht zum Wahlkampfthema zu machen. Ein weiterer großer Teil des Buches betrifft seine politischen Lehrjahre als "Organizer" in den verkommenen sozialen Wohnbausiedlungen Chicagos. Hier verdient sich Barack in seinen 20er Jahren seine Sporen. In den Ghettos Chicagos versucht er - getragen vom Enthusiasmus über den ersten schwarzen Bürgermeister Chicagos in den 80er - Gutes zu tun. Nach zwei Jahren sozialer Arbeit bekommt er ein Stipendium und geht nach Harvard. Auch hier wieder die Auseinandersetzung, die alle erfolgreichen Schwarzen trifft: Bist du einer von uns oder von denen. Aber Obama findet Alternativen zu diesen Optionen, einen mittleren Weg, der ihn bis an die einsame Spitze der Vereinigten Staaten geführt hat. Ein letzter Teil spielt in Kenia, wo Obama vor seinem Studium seine väterliche Familie aufsucht - der Vater ist bereits verstorben - und sich mit seinen Ursprüngen auseinandersetzt. Dieser Teil weist kulturell eine ganz andere Färbung auf und liest sich ausnehmend interessant. Insgesamt handelt es sich um eine ausgesprochen interessante Lektüre, die sich auch literarisch überhaupt nicht zu verstecken braucht.
+++++ (ein Amazon Kunde): Kompakt und intelligent
Dies ist nicht eine Lebenserinnerung der üblichen Art, sie enthält vielmehr als man erwarten könnte. Barack Obama schrieb dieses Buch bereits im Jahr 1995 und enthüllte darin seine Seele. "Dreams from My Father" so nannte er seine literarische Arbeit und sie war mehr als nur ein Versuch, sich literarisch zu zeigen. Obwohl, es ist schon der Stil, der seinen Verfasser auszeichnet und der die Leser mitnimmt. Ein Stil, der rhythmisch bewegt und alles enthält, was große Literaten auszeichnet. Man atmet mit. Das alles ist aber weißgott nicht geradezu einfach zu lesen, obwohl es einen weiterzieht in diesem großartigen Gemälde eines amerikanischen Lebens inmitten des ausgehenden 20. Jahrhunderts und hinein ins 21. Es ist mehr das Interessante daran, dass einiges gesagt wird und sofort gespiegelt wird in einer fast ausufernden Vernunft. Das ist sichtlich bewegend und schön zu sehen. Alles, die Kindheit, die Jugend, die alltäglichen Geschehnisse in vielen Erdteilen und die innere Ausleuchtung des Ganzen, also auch der Heirat seiner Eltern, die damals nicht einfach zu unternehmen war und was sich daraus ergab, das alles erscheint in einem sich spiegelnden Licht voller Hoffnung und Wendungen. Die Suche nach dem Vater also ist der eigentliche Titel und das Vorbild dieses Mannes, der sich für die Belange seines Volkes einbrachte und der einen großen Wert auf Familie und Zusammenleben legte, ist wohl das Ziel und ist der Beweggrund dieses Buches. Natürlich ist der Autor dabei auf dem Weg zu sich selbst. So entsteht ein derart buntes Gewebe amerikanischer und weltgewandter Lebensart, das alles nur noch interessant und bewundernswert genannt werden kann. Sicherlich ist von einem solchen Mann Vieles und sogar Großes zu erwarten, wir sollten aber nicht übersehen, dass Präsidenten, auch in Amerika, ja gerade dort im Verbund mit den Mächten stehen, die das Sagen haben. Das aber gilt überall auf unserer Erde und so sind unsere Erwartungen gepaart mit der Hoffnung, dass Vernunft und Liebe sich finden werden. Das ist z.B. ein schönes Ziel. Ich selbst bin guter Dinge, was das angeht.
+++++ (ein Amazon Kunde): Sehr persönlich und aufschlussreich
Der Stil des zum ersten Mal vor ca. 14 Jahren erschienenen Buchs ist für einen Politiker sehr persönlich gehalten, der Inhalt insgesamt sehr aufschlussreich. "Ein amerikanischer Traum" beschreibt im Wesentlichen drei Lebensstationen: Barack Obamas Kindheit in Hawaii und Indonesien, dann den Beginn seiner politischen Arbeit in Chicago und schließlich die Suche nach seiner Familie und seinen Wurzeln väterlicherseits in Afrika. Wer sich ein genaueres Bild des neuen amerikanischen Präsidenten machen möchte, der sollte das Buch unbedingt lesen. Seine ganze Lebensgeschichte macht deutlich, dass dies tatsächlich mal wieder ein "amerikanischer Traum" ist, denn im Grunde könnte er als ein Amerikaner mit Migrationshintergrund bezeichnet werden: Geboren wird er auf Hawaii - weitab vom amerikanischen Festland - als Sohn einer weißen Studentin aus Kansas und eines schwarzen Studenten aus Kenia. Schon zwei Jahre nach seiner Geburt trennen sich die Eltern wieder. Die Mutter heiratet bald wieder, diesmal einen indonesischen Studenten, dem sie - zusammen mit Barack - bald in dessen Heimat (noch weiter vom amerikanischen Festland entfernt) folgt. Erst mit 10 kehrt Barack Obama nach Hawaii zurück, wo er zunächst von den Eltern seiner Mutter aufgezogen wird. Dies zeigt zweierlei: Erstens unterscheidet sich Obama mit seiner Lebensgeschichte ganz erheblich von den meisten Afroamerikanern, und zweitens erwarb er schon frühzeitig weit über die USA hinausgehende Erfahrungen, zu denen beide Familienstränge (väterlicherseits und mütterlicherseits) beigetragen haben. Diese frühen Erfahrungen, gepaart mit einer genauen Beobachtungsgabe, mit Intelligenz und Empathie und den Grundlagen, die er bei seiner politischen Arbeit in Chicago erworben hat, haben ihn wohl zu der Person gemacht, die nun auf eindrucksvolle Weise die US-Präsidentschaftswahl gewinnen konnte.

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Die Säulen der Erde | in den Warenkorbin den Warenkorb

Autor/Autoren: Ken Follett
Herausgeber: Lübbe
Taschenbuch

Stichworte: [Modern fiction] [Erzählungen] [England] [Englische Belletristik] [Historischer Roman, Erzählung] [Belletristik] [Romane] [TB/Belletristik/Historische Romane, Erzählungen] [Fiction / General] [England, Geschichte; Romane/Erzählungen] [Historische Romane/Erzählungen] [Mittelalter; Romane/Erzähl.] [General & Literary Fiction]

König Heinrich ist tot, und schon ist im England des 12. Jahrhunderts ein Kampf um seine Nachfolge entbrannt. Der Geistliche Francis, der seine Eltern auf grausame Weise durch marodierende Söldner verloren hat, bittet seinen Bruder Philip, inzwischen erfolgreicher Prior eines einstmals heruntergekommenen und der Sünde anheim gefallenen Klosters, um Hilfe, um eine Verschwörung gegen den inzwischen mit dem Segen der Kirche versehenen Thronfolger zu verhindern. Philip macht sich auf den Weg zum Erzbischof von Canterbury und Abt von Glastonbury, der die Macht hat, die Aufständischen aufzuhalten. Gemeinsam mit dem ebenso mittellosen wie begabten Baumeister Tom, der ebenfalls ein schweres Schicksal hinter sich hat, träumt er den Traum einer Himmel stürmenden Kathedrale, die den Wogen der aufgewühlten Zeit standzuhalten versteht und ein ewiges Zeugnis Gottes auf Erden sowie seiner Barmherzigkeit unter den Menschen ist: die „Säulen der Erde“, das größte Bauwerk des Abendlands. Längst ist Ken Folletts Bestseller Die Säulen der Erde ein Klassiker der historischen Roman-Literatur. Aber das Buch ist mehr: Es ist das Panorama Englands zwischen 1123 und 1173, in dem sich die Gesellschaft wandelte. Es ist ein Lobgesang auf die Architektur der Zeit, eine Einführung in das mittelalterliche Leben und ein Plädoyer für Menschlichkeit und Liebe in einer aus den Fugen geratenen Welt. Bekannt wurde Follett mit teils erfolgreich verfilmten Agententhrillern oder Krimis wie Die Nadel , Die Pfeiler der Macht , Nacht über den Wassern und Der dritte Zwilling , die zumeist im Bildungsmilieu oder im Umfeld des 2. Weltkriegs spielen. Aber richtig groß, richtig groß als Autor, wurde er mit Die Säulen der Erde . Wer das Buch noch nicht gelesen hat, für den gilt: unbedingt lesen. Und wer es vor langer Zeit gelesen hat: unbedingt wiederlesen! --Stefan Kellerer Aus der Amazon.de-Redaktion
1135 überfrisst sich der englische König Heinrich an Neunaugen und stirbt. Seine Tochter Matilda -- sie wäre die erste Frau auf dem Thron -- setzt sich gegen die Herrschaftsansprüche ihres Cousins Stephen zur Wehr. Zwar hatte Heinrich eine ganze Reihe illegitimer männlicher Nachkommen gezeugt; der einzige eheliche Sohn ist jedoch bei einem Schiffsunglück ums Leben gekommen. Neun Jahre lang tobt der Bürgerkrieg in dem einst blühenden England. Um historische Fakten rankt Ken Follett seine monumentale Story, die sich vom Erbfolgestreit bis 1170, bis zur Ermordung Thomas Beckets unter der Regentschaft Heinrichs II. erstreckt. Im Mittelpunkt der zahlreichen Handlungsstränge steht die Kathedrale von Kingsbridge, Die Säulen der Erde . Dombaumeister Tom Builder möchte hier seinen Lebenstraum verwirklichen. Klosterprior Philip sieht sich den Anfeindungen des verrohten Baron Hamleigh ausgesetzt, der den Bau der Kathedrale zu verhindern sucht und sein Gebiet mit Gewaltexzessen überzieht. Follett malt detailliert die Grausamkeiten jener Zeit aus: Frauen wie die schöne Grafentochter Aliena werden Opfer von Vergewaltigung, es kommt zu Folter und Brandstiftung, zu Morden und Hinrichtungen. Der 1150 Seiten starke Roman wurde mit großem Aufwand als Hörspielfassung von 510(!) Minuten Länge vertont. Für den musikalischen Background sorgen ein Symphonieorchester und Chöre, alles in allem etwa 120 Musiker. Die Musik wurde eigens für das Hörspiel komponiert: Das ist Kino mit verbundenen Augen. Falls Sie den Briten Ken Follett vor allem als Autor von Thrillern wie Die Nadel oder Der dritte Zwilling kennen -- keiner ist erstaunter über den Genrewechsel als der Schriftsteller selbst, wie er in den Inlays der CDs ausführlich schildert. Typisch Follett ist die Spannung, mit der er hier Historie zum Kriminalstück macht. Soviel sei schon verraten: Auch der Tod des eingangs erwähnten Königssohns trägt wesentlich zur Dramatik von Die Säulen der Erde bei. --Annette Eichinger Amazon.de-Hörbuchrezension

Kundenmeinungen:
+++++ (ein Amazon Kunde): Genial gelesen
Die Säulen der Erde. Sonderausgabe. 12 CDs Diese Kritik bezieht sich auf das von Joachim Kerzel gelesene Hörbuch. Dieses umfangreiche Werk liest Joachim Kerzel in der gekürzten Fassung. Ich kenne auch das Buch und wollte vor den Toren der Welt nochmal meine Erinnerung auffrischen. Deshalb habe ich mir die gekürzte Version ausgesucht und es nicht bereut. Joachim Kerzel liest wirklich brilliant vor. Er vermag es die vielfältigen Stimmungen dieses Buches wiederzugeben. Dazu gibt er den Personen keine unterschiedlichen Stimmen - er kann es einfach durch seine Art des Vortrags. Ich bin immer noch beeindruckt und kann diese Fassung nur wärmstens empfehlen.
+++++ (ein Amazon Kunde): Eine geniale Fortsetzung von "Die Säulen der Erde"
"Die Tore der Welt" ist ein weiteres brillantes Werk von Follett. Ich habe mich seinerzeit sehr gefreut, als es endlich hieß, "Die Säulen der Erde" erhalten nun doch eine Fortsetzung - und ich wurde nicht enttäuscht. Das Buch kann man auch lesen, ohne "Die Säulen der Erde" zu kennen, aber auch diejenigen, die dieses Buch von Follett, "Die Säulen der Erde" bereits gelesen haben, werden immer mal wieder auf eine angenehme Art an Charaktere aus diesem Buch erinnert. Es ist ein spannendes Werk, ein Muss für jeden Fan mittelalterlicher Romane, absolut lesenswert! Wer die Bücher von Ken Follett und Rebecca Gablè bisher geschätzt hat, ist hier goldrichtig und wird sich an diesem Buch festlesen!
++ (ein Amazon Kunde): Eine Geschichte
Es ist eine Geschichte, die man zur Entspannung lesen kann. Von Fesselung beim Hören habe ich nichts bemerkt. Es wurde viel in die Geschichte hineingepackt und aus diesem Grunde wurden es, trotz Kürzung, immer noch 12 CDs, bzw. das Buch ist deshalb dann so aufwändig und "dick" ausgefallen.
+++++ (ein Amazon Kunde): Ein Meisterwerk, das seinesgleichen sucht!!!!
Mit "Die Säulen der Erde" hat sich Ken Follett selbst übertroffen! Ich habe es nun das zweite Mal gelesen und fand es sogar noch besser... Dieses Buch ist ein absolutes MUSS für alle, die Interesse am Leben der früheren Zeit haben.

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Die Entscheidung der Hebamme | in den Warenkorbin den Warenkorb

Autor/Autoren: Sabine Ebert
Herausgeber: Droemer/Knaur
Broschiert

Stichworte: [TB/Belletristik/Historische Romane, Erzählungen] [Belletristik] [Erzählungen] [Romane] [Historische Romane/Erzählungen] [Mittelalter; Romane/Erzähl.] [Sachsen, Geschichte; Romane/Erzähl.] [Deutsche Belletristik] [Roman, Erzählung]

“Etwas lag in der Luft…Verrat oder Krieg”, schnell springt man mitten in diesen Historienroman, wird Teil der Zeit um 1180, als Kaiser Barbarossa und Heinrich der Löwe sich unversöhnlich gegenüber stehen. Auch der Friede in Christiansdorf scheint in Gefahr, und mit ihm das Glück von Marthe und Christian. So ist das mit Romanen, die sich weit in die Historie begeben: das Personenregister ist lang und ausführlich. Da muss man sich erst reinfinden, hat allerdings weitaus weniger Schwierigkeiten, wenn man bereits Teil I und II der spannenden Geschichte um eine bemerkenswerte Frau gelesen hat- inhaltlich ist dies aber keine Vorbedingung. Hier nun der dritte Band- und sicher nicht der letzte- um Marthe, die „über die Gabe des zweiten Gesichts“ verfügt, nicht ungefährlich in jenen Tagen. 660 Seiten, was für eine enorme Fleiß- und Recherche- Arbeit. Die Vermengung historischer Fakten mit fiktivem Geschehen, die Aufarbeitung geschichtlicher Daten vor einer anrührenden Liebesgeschichte. Gespickt mit Eifersüchteleien, Intrigen, Verrat und mancherlei Rivalitätskämpfen, die gute alte Zeit des Rittertums. Für Fans historischer Romane wahrhaftig ein Genuss, der auf weitere Bände hoffen lässt. Marthe, diese Frauenfigur, sie ist Sabine Ebert tatsächlich gut gelungen, eine starke, kluge und umsichtige Frau und Partnerin für Christian, weitsichtig im doppelten Sinne. Bevor sie ihn kennen lernte war sie „eine mittellose Hebamme und Heilkundige, blutjung, frisch verwitwet nach einer erzwungenen, unglücklichen Ehe, geflohen aus ihrem Dorf, wo man sie als Hexe hatte töten wollen.“ Eine Figur, die lebendig den Roman trägt, was man nicht unbedingt von allen sagen kann. Der große Reiz historischer Romane offenbart sich ein weiteres Mal auch hier: einerseits auf fesselnde Spurensuche gehen, andererseits auf der Zeitreise Station machen in einem abenteuerlich anmutenden Gesellschaftsumfeld voller mittelalterlichem Flair. Wenn dann noch das Erzähltalent einer versierten Autorin hinzu kommt, sind diverse Stunden Lesevergnügen garantiert! --Barbara Wegmann Aus der Amazon.de-Redaktion

Kundenmeinungen:
+++ (ein Amazon Kunde): Der dritte Teil eben ...
Als ich den ersten Teil der "Hebamme" gelesen hatte, freute ich mich auf das zweite Buch. Bei diesem war ich dann aber schon etwas enttäuscht. Da ich aber selten Bücher beiseite lege, so nahm ich mir dann doch noch den dritten Teil vor und bin ziemlich enttäuscht ... Diese ständigen Wiederholungen diverser Handlungen aus Buch 1 und 2, diese ellenlangen Beschreibungen der geschichtlichen Abläufe, sicher müssen die sein, aber so ausführlich? Dann dieser ungewohnte, aber auch abruppte Ausgang ... Ich bin froh, dass Buch endlich durch zu haben und brauch erstmal eine "Hebammen-freie Zeit", d.h. ich muss etwas anderes lesen. Ob ich mir dann irgendwann noch Teil 4 und 5 antue, kann ich heute noch nicht sagen. Was soll noch kommen, als erneute Wiederholungen ...
++++ (ein Amazon Kunde): Besser als die Rezensionen hier vermuten lassen
Fast wollte ich das Buch schon gar nicht lesen, nachdem ich mir hier die Rezensionen angesehen hatte. Aber ich konnte gar nicht anders, ich musste wissen wie es weitergeht und wurde nicht enttäuscht. Natürlich gibt es viele Rückblicke (wie in jeder Reihe ), aber es war flüssig zu lesen, keinesfalls musste ich mich durchkämpfen. Kann mir gut vorstellen das es noch einen Band gibt, vielleicht auch einen indem Marthes Tochter die Hauptrolle übernimmt.
+++++ (ein Amazon Kunde): 3. Teil und nicht minder spannend
Dies ist nun der 3.Teil des Zyklus rund um Marthe und Christiansdorf. Wieder hat es Sabine Ebert geschafft, mich weit in der Zeit zurückzuversetzen. Das Buch ist wieder flüssig und super geschrieben. Der Schluss trieb mir die Tränen in die Augen und das schaffen nur ganz wenige Bücher. Ich freue mich schon auf die nächsten beiden Bände, welche Sabine Ebert im Schlusswort ankündigt.
+++++ (ein Amazon Kunde): das schönste Band der drei Bände
"Die Entscheidung der Hebamme" ist der beste, spannenste und traurigste Band der drei Bücher!!!Ich konnte das Buch nicht aus den Händen legen und kann es nur jeden weiterempfelen es zu lesen!!!Wer die zwei Bücher zuvor gelesen hat wird dieses Buch lieben!!!Und am Ende dieses Bandes Rotz und Wasser heulen, jedoch sich schon rießig auf eine Fordsetzung freuen!!!

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Eine kurze Weltgeschichte für junge Leser: Von ... Eine kurze Weltgeschichte für junge Leser: Von ... | in den Warenkorbin den Warenkorb

Autor/Autoren: Ernst H. Gombrich
Herausgeber: Argon Verlag GmbH
Audio CD

Stichworte: [Geschichte, Politik, Zeitgeschichte] [Hörbuch] [AUDIO/Kinder- und Jugendbücher/Sachbücher, Sachbilderbücher/Geschichte, Politik] [Kinder- und Jugendbücher] [Sachbücher] [Weltgeschichte; Kindersachbuch/Jugendsachbuch (Audio-CDs)]

1EINE KURZE WELTGESCHICHTE F Product Description

Kundenmeinungen:
+++++ (ein Amazon Kunde): Geschichte - unterhaltsam mit Tiefe ohne Langeweile
Der Anfang schleppt sich ein bisschen. Aber dann legt die Geschichte so richtig los und macht insbesondere meinem älteren Sohn (12) noch mehr Lust an Geschichte. Der jüngere (9) tut sich ein Stück schwerer. Kein Problem, er kriegt es in 2-3 Jahren halt noch mal zu hören. Mir als Erwachsenen hat es bestens gefallen und ich habe einiges aufgefrischt bzw. sogar neu erfahren. Und das noch dazu unterhaltend ohne zu langweilen.
+++++ (ein Amazon Kunde): Allgemeinbildung leicht verdaulich dargebogen
Dieses Hörbuch ist auch für Erwachsene interessant und ermöglicht es, sich auf angenehme und vergnügliche Weise ein Überblicks-Allgemeinwissen anzueignen. Man erwirbt sich eine Art Grundgerüst, in das man dann anderes "einhängen" kann. Ich habe kürzlich in Spanien die Alhambra besichtigt und an einer Führung teilgenommen. Ich habe gezögert daran teilzunehmen, weil ich Führungen bisher meist sehr langweilig fand und mich zwingen musste zuzuhören. Durch das Hörbuch von Ernst Gombrich hatte ich so viel Hintergrundwissen erworben, dass ich die einzelnen Annekdoten und Hinweise bei der Führung einordnen konnte und sehr viel Spaß daran hatte. Sehr zu empfehlen!
++++ (ein Amazon Kunde): Geschickt verdichtet und verknüpft
Das Erste was auffällt ist die Aussprache. Christoph Waltz hat einen Dialekt und eine Betonung, die schon sehr ungewöhnlich, auch teilweise abgehackt ist. Kombiniert mit einer holprigen Wortwahl und Formulierung (z. B. \'nach dem Osten\' statt \'nach Osten\' oder \'wiewohl\' statt \'obwohl\'), muss man sich etwas reinhören und meine Kinder waren teilweise etwas irritiert. Wenn man der CD zuhört, so fällt vor allem die Kunst auf, durch direkte Ansprache der Kinder ("Du"), durch kindgerechte Zwischenfragen, Verknüpfungen, punktuelle Details und zusätzliche Erläuterungen z. B. von geschichtlichen Redewendungen das für die meisten eher trockene Thema \'Geschichte\' spannend und locker zu vermitteln. Dass Schwerpunkte gesetzt werden müssen, die Kontinente Afrika, Australien und Amerika ganz fehlen und auch aus der alten Welt viele Etappen und Herrscher übersprungen werden müssen, ist völlig klar und der Länge nach angemessen. Die ausführliche Schilderung der Lebensweise der Ritter und des höfischen Lebens erscheint demgegenüber jedoch eindeutig zu lang. Aber die Kinder stört es nicht, weil das Thema Ritter natürlich immer gut ankommt. Das neutral dargestellte Kapitel über die Ursprünge und Grundpfeiler des Islam ist (gerade heute) sehr interessant und wichtig. Die eindeutig christliche Weltanschauung des Autoren (jenseits der historischen Bedeutung von Kirche, Rom und den Päpsten) kommt in diversen Kapiteln deutlich herüber. Darüber hinaus kann ich den guten Rezensionen der Vorredner nur zustimmen und sprare mir eine Wiederholung. Also: Solch ein Werk ist für alle jungen Zuhörer (und auch älteren Zuhörer, die ein Grundwissen auffrischen wollen) eine spannende und lebendige Art, Geschichtswissen zu vermitteln.

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Gomorrha. Reise in das Reich der Camorra | in den Warenkorbin den Warenkorb

Autor/Autoren: Roberto Saviano
Herausgeber: Hanser Belletristik
Gebundene Ausgabe

Stichworte: [HC/Politikwissenschaft/Politik, Wirtschaft] [Politik (ab 1949)] [Zeitgeschichte] [Sachbuch / Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Recht] [Camorra] [Premio Giancarlo Siani] [Premio Viareggio-Repaci] [Geschichte, Politik, Gesellschaft] [Mafia] [Organisiertes Verbrechen] [Sizilien]

Kundenmeinungen:
++ (ein Amazon Kunde): non-fiction roman feat. glaubwürdigkeitsproblem
"Das Buch hat es in sich: Der Autor stammt aus Neapel. Saviano liefert Hintergründe - und er nennt Namen." ARD Ich habe Gomorrha noch nicht durchgelesen. Ich muss aber jetzt schon lachen, sobald meine Augen über die Inhaltsbeschreibung auf dem Buchcover streifen. Er nennt Namen- und wie! Roberto Saviano scheint sich nicht zu schämen, über zwei Seiten (!!!) die Spitznamen der "Bosse" aufzuzählen und hier und da persönliche Interpretationen auf das Äußere oder den Charakter des Inhabers niederzuschreiben. Und wem das als Leser nicht reicht, dem verspreche ich auf jeder Seite mindestens zwei neue Namen, manchmal total aus dem Zusammenhang gerissen. Ich habe mir dieses Buch gekauft, weil ich mehr über die moderne Mafia erfahren wollte. "Das Resultat ist eine Mischung aus Reportage, Dokumentation und investigativem Journalismus." (Buchbeschreibung) Das habe ich erwartet- und es gibt diese spannenden, erschreckenden Passagen des Buches: Eingefrorene Billigarbeiter aus dem Ausland, Strukturen der Textilindustrie, Drogengeschäfte, die "Schwarzindustrie" im Süden Italiens. Der Käufer wird jedoch entgegen der Beschreibung einen "Non-Fiction" Roman, wie Saviano sein Buch selber nennt, in den Händen halten. Und damit bricht in meinen Augen das Fundament.. Roberto Saviano spielt an vielen Stellen mit seiner Glaubwürdigkeit. Er montiert Szenen (s. Interview: Roberto Savianos mit Fiona Ehlers), die aber nicht zum besseren Verständnis führen. In dem genannten Interview widerspricht er sich sogar selbst: Im Buch berichtet er von Pasquale, einem begabten aber unterbezahlten Schneider für die untergrabene Modeindustrie, der den Auftrag erhält einen maßgeschneiderten Anzug zu fertigen und diesen später auf der Oscarverleihung an Angelina Jolie wiedererkennt. Aus verletztem Stolz stellt er seine guten Fähigkeiten nicht mehr zu Verfügung, liefert nur noch Waren aus und begegnet im weiteren Verlauf dem Autor hier und da rein zufällig auf offener Straße. Im Interview sagt Saviano, dass Pasquale von der Mafia strafversetzt wurde. Nur ein kleines Beispiel- aber was stimmt und was nicht? Der Schreibstil gleicht auch eher der Beschreibung Savianos als der des Verlegers. Wer Sätze wie "Es riecht nach Fabrikschloten, aber es gibt keine Fabriken" mag, wird dieses Buch lieben.
++ (ein Amazon Kunde): Wird dem Hype nicht gerecht: Leider mit der Dauer äußerst ermüdend
Das Buch ist mittlerweile schon so lange in den Medien, dass es einen irgendwann in Form eines Geschenkes einholt. Das Thema ist interessant, die (professionellen) Rezensionen im Hinterkopf und die Erwartungshaltung entsprechend. Zunächst enttäuscht Saviano diese auch nicht. Der Einstieg ist packend, die Schilderungen detailliert und drastisch. Seine Wut springt bald auf den Leser über. Das Problem: Saviano hat eigentlich recht schnell alles gesagt. Deshalb wiederholt er es immer wieder, neue Namen (die sich eh alle gleich anhören) und alte Geschichten. Schon nach ungefähr 100 Seiten ist dieser Punkt erreicht. Und von da an geht es mit der Qualität des Buches rapide bergab, es verkommt zu einer reinen Aufzählung. Deutlich merkt man, dass Saviano ein guter Journalist ist - aber eben kein guter Autor. Gegen Ende springt er hektisch von Thema zu Thema, ein roter Faden ist nicht mehr zu erkennen. Da ist das Buch längst zur Qual geworden, die Seiten erscheinen einem als Bleiwüsten angereichert mit endlos vielen italienischen Namen. Den medial erworbenen Vorschusslorbeeren kann dieses Buch allenfalls im Ansatz gerecht werden und ist (leider wieder einmal) ein etwas hohler PR-Hype.
+++ (ein Amazon Kunde): Achtenswerte Motivation, unzureichende Umsetzung
Zunächst: Dem Autor gebührt alle Hochachtung, die denkbar ist. Sich einer der weltweit aggressivsten Verbrecherorganisationen entgegen zu stellen, nötigt eine Verbeugung ab. So hat man die Ehre, beinahe wöchentlich aus den Medien zu erfahren, was derartigen "Dissidenten" blüht: Geschäftslokale werden ohne lange zu fackeln abgefackelt, ganze Familien der Vendetta wegen ausgelöscht usw. Dies sei klargestellt. Der geneigte Rezensent kommt allerdings nicht umhin, an den handwerklichen Fähigkeiten des Autors zu mäkeln: Es liest sich mühsam. Als Bettlektüre (und nicht ob der Schwere der Thematik) nicht zu empfehlen. Wie bereits von Kolleginnen und Kollegen wohl richtig konstatiert wurde: Der Autor neigt dazu, sich zu überschätzen. Als Journalist wohl richtig am Platz - die Recherchen sprechen ja für sich -, heißt dies allerdings noch nicht, auch für die Profession des Buchautors prädestiniert zu sein. Zu schwerfällig der Duktus, zu selbstverliebt die Darstellung, die schwer einmal auf den Punkt kommt: der Autor verliert sich in der Wüste des eigenen Anspruchs. Schade - daher leider nur bedingt zufriedenstellend.
+++ (ein Amazon Kunde): Kurz und bündig bewertet...
Meine kurze aber bündige Rezension: + die Darstellung der Reichweite und des Einflußes der Camorra, national und international... da sieht man Italien wieder mit anderen Augen - die Masse an Namen, Spitznamen und Ortschaften, Verwandschaftsgraden und Beziehungen untereinander läßt einem während der Geschichte das Gesicht einschlafen
++++ (ein Amazon Kunde): Die harte Realität im Reich der Camorra
Das öffentliche Bild vom organisierten Verbrechen mag zwar von der sizilianischen Mafia geprägt sein, doch diese ist gegen die süditalienische Camorra, so der Autor, kaum mehr als ein Knabenchor. Roberto Saviano, der inzwischen im Untergrund lebt, erhielt für seine Recherchen zu diesem Buch 2006 den Premio Viareggio, einen italienischen Literaturpreis. Während die italienischen Juroren vermutlich ausreichend Hintergrundkenntnisse besitzen, um zwischen harten Fakten und Überzeichnung unterscheiden zu können, ist davon beim deutschen Otto-Normal-Leser höchstwahrscheinlich nicht auszugehen. Die Frage, wo Savionas Buch nun Roman und wo Sachbuch ist, kann der Laie kaum beantworten. Nicht zuletzt, weil die Kapitel in sich abgeschlossen sind und damit oft zusammenhanglos erscheinen. Der rote Faden versteckt sich hinter blutigen Anekdoten.

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