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ein mann - ein buch
Autor/Autoren: Eduard Augustin, Philipp von Keisenberg, Christian Zaschke
Herausgeber: Süddeutsche Zeitung / Bibliothek
Gebundene Ausgabe
Stichworte: [Belletristik] [Dramatik] [Essays] [Humor] [Lyrik] [Cartoons] [Comics] [HC/Belletristik/Comic, Cartoon, Humor, Satire] [Mann; Humor] [Lexikon (populär)] [Geschenkband] [Gesellschaft, Soziologie] [Lachen] [Mann]
Kundenmeinungen:
++++ (ein Amazon Kunde): Ausgelesen und überaus erfreut!
Was lässt sich sagen? Ein sehr nettes, unterhaltsames Buch.
Viele Dinge die drin stehen sind Unnütz und dennoch irgendwie
gerechtfertigt, viele sind unterhaltsam und regen zum schmuntzeln und
lachen an und einige, ja einige sind durchaus nützlich. Wie zum Beispiel
hört man einer Frau zu? Wie bindet man sich eine Krawatte? Und nicht zu
vergessen: Das Pilze sammeln im Wald (da gibt es etliche Gefahrenquellen).
Ich kann das Buch nur jedem ans Herz legen. Es lohnt sich.
+++ (ein Amazon Kunde): Gepflegter Männerrat
Männer und Frauen, das ist der Stoff, aus dem die Literatur, ob
Belletristik oder Sachbuch, im Grunde gestrickt ist. Oft reicht aber schon
ein Geschlecht und dessen Sicht der Dinge. "Ein Mann, ein Wort" habe ich
ungewünscht geschenkt bekommen. Eduard Augustin, Philipp von Kaisenberg und
Christian Zaschke liefern auf 400 Seiten gründlich recherchierte und
durchdachte Information für ihn. Die zehn Themenkomplexe reichen von
Häuslichem über Pflege des Äußeren bis zu "Mann in Gefahr". Dabei haben
sich die drei Rat von Experten geholt: einem Traktormuseumsdirektor, einem
Piloten, der erklärt, wie man einen Jumbo landet, Mehmet Scholl für die
richtige Freistoßtechnik und Eckart Witzigmann zum Braten des optimalen
Steaks. Das Buch fasst zusammen, was von Männern erwartet wird: Grillen,
Feuermachen, Jagen. Daneben liest man im Kapitel "Der Mann und die Frau",
Men\'s Health-Leser wissen Bescheid, wie Mann einen Orgasmus vortäuscht,
eine Frau am Schnarchen hindert (z.B. indem er ihr einen Tennisball ins
Rückenteil des Nachthemds näht ...), sich im Bordell benimmt oder eine
Beziehung beendet. Im Kulturteil folgen weitgehend unbrisante Roman- und
Filmlisten, die ein Mann kennen sollte (die Musikalbenliste ist besser).
"Ein Mann, ein Buch" hebt sich wohltuend ab von "Wir sind geistige
Einzeller und das ist gut so"-Humor a la Mario Barth. Gleichzeitig fehlt es
dem Duktus an jeglicher Ironie. Wenigstens ein Hauch davon hätte z.B. in
die fein sinnfrei gewählten Themen wie "Ein Tier ausstopfen", "Eine Bombe
entschärfen", "Einem Amerikaner Abseits erklären", "Juwelen kaufen",
"Rasieren mit dem Messer" oder "Papst werden" einfließen können. Dabei
fehlen manchmal die Details, beispielsweise wäre es interessiert gewesen,
wie Schnaps brennen im Knast funktioniert.
Das Buch liest sich, und das ist seine Hauptschwäche, als wäre es
erstgemeint: Ein gepflegtes Männersachbuch aus der Süddeutsche Zeitung
Edition, eine Mischung aus, immerhin ohne hippe Gags auskommender,
Lifestylezeitschrift und Lebenshilfefibel. Dennoch ein Fundus für manch
sinnloses Wissensfragment, mit dem Mann seine Tresenkollegen oder, wenn er
Glück hat, sogar Frauen beeindrucken kann.
++ (ein Amazon Kunde): Viel Text, wenig Bilder
Klar ist, dass die Themenauswahl nie alle Leservorlieben treffen kann
und die Auswahl ist ja auch generell ok und an vielen Stellen erfreulich
überraschend (z.b. die Pornodarsteller-Infos..;-)
Aber bei vielen Dingen bräuchte es einfach aussagekräftigere
Illustrationen, Bilder, Explosionszeichnungen usw, die das beschriebene
auch erklären und nachvollziehbar machen. Hier hätte man sich an manchen
Stellen mehr Bild und etwas weniger Text gewünscht.
+++++ (ein Amazon Kunde): Schönes Weihnachtsgeschenk
Ein wirklich sehr schönes Weihnachtsgeschenk für den eher kultivierten
Mann (jetzt mal aus weiblicher Sicht). Männer sind anders als Frauen und
vor allem, sie interessieren sich auch für ganz andere Dinge. Immer wieder
ertappte ich mich bei dem Gedanken: Wen zum Teufel interessiert denn das?
Männer aber scheinbar schon, und das ist wohl auch gut so.
In dem Buch wird eine Männlichkeit adressiert, die ich am ehesten
noch mit alten Bond-Filmen in Verbindung bringe, und die für meinen
Geschmack in den letzten Jahren etwas zu sehr auf dem Rückzug war. Schön,
dass es dafür solche Bücher gibt.
+++++ (ein Amazon Kunde): Der moderne Mann
Bücher zu den Themen Typisch Mann und Typisch Frau gibt es, gerade in
der Zeit des Mario Barth, wie Sand am Meer. In diesen Werken werden meist
die gängigsten Klischees der beiden Geschlechter mehr oder weniger lustig
behandelt.
Auf der anderen Seite gibt es Ratgeber für den Mann oder die Frau
ebenso in Hülle und Fülle.
Mit "Ein Mann - Ein Buch" stellen die drei Autoren Eduard Augustin,
Philipp von Keisenberg und Christian Zaschke nun eine Mischung aus beidem
vor.
"Ein Mann - Ein Buch" ist in 10 Kapitel unterteilt, die ihrerseits
wiederum in circa 10 bis 20 kurze Unterkapitel eingeteilt wurden. Die 10
behandelten Gebiete umfassen den Mann "im Haus", "in der Natur", "in
Gefahr", "Gepflegt", "in Gesellschaft", "in Bewegung", "unter sich", "und
die Frau", "und die Kultur" sowie den "alten Mann". In den Unterkapiteln
werden dann Themen aufgegriffen, die ein Mann entweder tatsächlich
beherrschen sollte (z.B. das Binden einer Krawatte oder das braten eines
perfekten Steaks), oder die im Allgemeinen als besonders männlich gelten
(z.B. einen Traktor oder LKW fahren, ein Flugzeug landen oder eine Kneipe
eröffnen). Erstere Themen werden zwar unterhaltsam, aber auch anschaulich
und praktisch beschrieben, letztere dagegen zwar ebenfalls anschaulich und
erstaunlich präzise, jedoch in erster Linie unterhaltsam. Die Auswahl der
typisch männlichen Dinge in diesem Buch orientiert sich dabei eher am
modernen, kultivierten Gentleman, als am jagenden, rülpsenden, Frauen
flachlegenden Ur-Mann.
Das Buch ist in einem angenehmen Stil geschrieben, und lässt sich
daher sehr flüssig lesen. Selbst bei Themen, die den einzelnen Leser
vielleicht etwas weniger interessieren, wird es nicht langweilig. Die
ausgiebige Gliederung in viele, teilweise sehr kurze, Unterkapitel,
vereinfacht neben dem Lesen vor allem auch das spätere Nachschlagen
einzelner Abschnitte. "Ein Mann - Ein Buch" kann daher sowohl als
kurzweilige unterhaltsame Lektüre, als auch als Nachschlagewerk für
vereinzelte elementare Dinge verwendet werden. Im Vordergrund steht dabei
aber immer die Unterhaltung.
selbstbetrachtungen
Autor/Autoren: Marc Aurel
Herausgeber: Marixverlag
Gebundene Ausgabe
Stichworte: [Römische Belletristik] [HC/Philosophie/Antike] [Belletristik] [Dramatik] [Essays] [Lyrik] [Autobiographie] [Marc Aurel] [Philosophie] [Marcus Aurelius Antoninus, Kaiser]
Kundenmeinungen:
+++++ (ein Amazon Kunde): "Nachsicht ist ein Teil der Gerechtigkeit." ( Marc Aurel)
Marc Aurel ( 121-180 n. Chr.) war römischer Kaiser , der in seinen
philosophischen Betrachtungen von Seneca und Epiktet beeinflusst wurde.
Der hochgebildete Rhetorikschüler zeichnete im Briefwechsel mit
seinem Lehrer ein dezidiertes Bild der vornehmen Welt Roms. Die meiste Zeit
seiner Herrschaft verbrachte er im Heerlager, um die Barbarenstürme
abzuwehren.
Die Philosophie wurde zu seiner ständigen Begleiterin . Sie half ihm
die Last der Regierungsgeschäfte zu tragen. Marc Aurel gilt als der letzte
Stoiker der Alten Welt.
Die vorliegenden Aufzeichnungen beginnen mit einer Danksagung Marc
Aurels an seine Verwandte, Freunde und Lehrer. Das liest sich wie folgt: "
Fronto verhalf mir zur Einsicht, dass Missgunst , Schlauheit und Heuchelei
die Folgen von Willkürherrschaft seien und dass im allgemeinen diejenigen,
welche bei uns Edelgeborene heißen, eben doch weniger Menschenliebe
besitzen, als andere."
Der Danksagung schließen sich zwanglos aufgereihte Bemerkungen über
vernünftige Verhaltensweisen und Einstellungen an. Marc Aurel möchte sich
selbst damit zu einem verträglichen Menschen erziehen. Er kämpft gegen die
negativen Affekte, wie Zorn, Missmut, Rachsucht , Eigensinn etc. und
konstatiert:" Wer sündigt, versündigt sich an sich selbst; wer unrecht tut,
schadet sich selbst, indem er sich selbst verschlimmert."
Viele Jahrhunderte nach Marc Aurel schrieb Gryphius ein Gedicht, das
folgende Sentenz des Kaisers aufgreift: " Alles, was du siehst, wird sehr
bald zerstört werden, und die , welche diesen Zerstörungen zuschauen ,
werden selbst auch bald zerstört, und durch den Tod wird der älteste Greis
mit dem Frühverstorbenen in denselben Zustand versetzt werden."
Ich erlaube mir einen weiteren Gedanken des Kaiser zu zitieren, um
seine große Klugheit zu dokumentieren:
" Denke nicht an das, was dir fehlt, vielmehr an das, was jetzt noch
für dich da ist, und wähle die unter den vorhandenen Gütern die
ersprießlichsten aus und erinnere dich ihretwegen daran, wie du sie wohl
aufsuchen würdest, wenn sie nicht vorhanden wären! Jedoch hüte dich
zugleich, dass dieses Wohlgefallen daran dich nicht an ihre Überschätzung
gewöhne; denn sonst müsste ihr einstiger Verlust dich nur beunruhigen."
Marc Aurel wusste, wer immer sich strebend bemüht und sich von
Leidenschaften freihält, erlangt Seelenfrieden.
Empfehlenswert!
+++++ (ein Amazon Kunde): Lesenswerter Klassiker
Philosophieren, so weiß ich aus der Lektüre eines Buches, dessen Titel
ich nicht mehr parat habe und vor vielen Jahrzehnten gelesen habe, heißt,
sterben lernen! Der Autor Marc Aurel hat in seinen Selbstbetrachtungen
nichts anderes getan als sich auf den Tod vorzubereiten. Sich und alle
seine Leser, seit nunmehr zweitausend Jahren.
Aurel hat soviel christliches Gedankengut in seinen Aussagen, daß man
sich fragt, ob er nicht bereits Kenntnis von einzelnen Schriften gehabt
haben könnte. Diejenigen des Paulus zum Beispiel. Ich habe es nicht
recherchiert, ob es von der Zeit her stimmen könnte, aber es ist auch nicht
so bedeutend.
Ich belasse es bei einem Satz, aus dem zwölften Buch: "...bist Du
darauf bedacht, nur die Zeit, die Du lebst, das heißt die Gegenwart, ganz
zu durchleben, so wird es Dir möglich sein, den Rest Deiner Tage bis zum
Tode ruhig, edel und dem Genius in Dir hold hinzubringen."
Und einen habe ich noch aus dem vierten Buch: "Die Welt ist
Verwandlung, das Leben Einbildung."
+++++ (ein Amazon Kunde): Philosophischer Klassiker - sehr lesenswert!
Im zweiten Jahrhundert nach Christus wird Platons Wunsch Wirklichkeit:
Ein Philosoph besteigt den (römischen) Kaiserthron. Marcus Aurelius
bleibt allerdings wenig Zeit fürs Philosophieren, schon bald muss er
sein Reich an allen Fronten gegen einfallende Barbaren verteidigen.
Während seiner letzten zehn Lebensjahre, in Feldlagern am Rand der
römischen Zivilisation entstehen die "Selbstbetrachtungen". Das
philosophische Tagebuch, das nicht zur Veröffentlichung bestimmt war,
stellt ein außerordentlich intimes und ehrliches Zeugnis eines
königlichen Denkers dar. Die meditativen Gedanken und Aphorismen
zeugen von einem edlen Menschenbild und großer Lebensweisheit. Marc
Aurel legt angesichts der Kriegswirren und des sich abzeichnenden
Niedergangs des Reiches ein unermüdliches Streben nach Selbstbesinnung
und die sprichwörtlich gewordene stoische Gelassenheit an den Tag. Die
"Selbstbetrachtungen" sind eine unvergängliche Sammlung von
Leitsätzen, bestimmt von menschlichen Werten und der Suche nach
Überreinstimmung mit der Natur. Der junge Nietzsche hat Marc Aurels
Buch als Stärkungsmittel empfohlen - und noch heute taugt es als
erbauende Lektüre: eine zeitlose Wegleitung zum inneren Frieden durch
die Abkehr vom Streben nach Luxus und Ansehen. Ein Großteil der
heutigen Lebenshilfe-Literatur ist nur ein schwacher Abklatsch dieses
Klassikers.
+++ (ein Amazon Kunde): nützlich!
Diese >Betrachtungen über sich selber Sein Hauptanliegen liegt darin,
sich selbst zu erkennen und durch das Streben nach Wahrheit zu einem
vollkommeneren Menschen zu werden. Auch wenn vieles seiner Schrift
überflüssig ist, wird man dennoch einige Antworten auf elementare Fragen
vorfinden. So lehrt er zum Beispiel die Geringschätzung weltlicher Güter
und geht der (lächerlichen) Angst vor dem Tod auf den Grund; bis man
schließlich zur niederschmetternden Einsicht gelangt, dass das ganze Leben
im Grunde völlig unbedeutend und wertlos ist. Dass ein Menschenleben im
Ganzen gesehen nur einen winzigen Augenblick ausmacht, und selbst die
Hoffnung auf Nachruhm belanglos ist. Auch dass alles schon bald wieder
vergessen sein wird: dein Name, all deine Taten....>letztendlich liegt
nichts an einem Leben in dieser Welt. Allein das BEWUSSTwerden dieser
Tatsachen ist ein großer Schritt zum Verständnis des Weltganzen. Da Marc
Aurel jedoch von der Existenz Gottes überzeugt war, ist es ihm (geblendet
von seinem Irrglauben) nicht möglich gewesen die offenliegende,
desillusionierende Wahrheit seiner Thesen zu erblicken, und infolgedessen
richtig einzuschätzen. Und so ist sein Werk überfüllt mit falschen Annahmen
(nichts geschieht grundlos; alles ist vorherbestimmt) und einem faden
Nützlichkeitswahn. Den Sinn des Lebens meint er in der Nächstenliebe und in
guten Taten gefunden zu haben - und nicht selten wird man mit einer solchen
Überfülle an Menschenliebe und Wohlwollen überschüttet, dass einem fast die
Galle hochkommt. Die nützlichen Lehren Aurels stehen also direkt den
weniger wertvollen gegenüber. Dass sich seine Lehren immer wiederholen,
wobei meistens nur das Anwendungsbeispiel oder die Form abgeändert wurde,
fällt nicht weiter ins Gewicht, weil sie so einprägsamer gemacht werden.(Ob
das Absicht war ist zu bezweifeln) Fazit: Wer imstande ist, die wertvollen
Erkenntnisse von falschen Annahmen und Irrglauben der damaligen Zeit zu
trennen, wird den Kauf dieses Buches nicht bereuen.
+++ (ein Amazon Kunde): Schwieriger Text
Wer die Schriften von Seneca kennt, wird von diesen Selbstbetrachtungen
von Marc Aurel enttäuscht sein: Obwohl beide zur selben philosophischen
Schule (Stoa) zählen, unterscheidet sich die Qualtität der Texte dennoch
massiv. Dies mag nicht zuletzt daran liegen, dass Marc Aurel (im Gegensatz
zu Seneca) die Rhetorik und die Dichtkunst ablehnt. Dies macht den Text
aber mühsam zu lesen. Zu dieser Schwierigkeit kommt als weitere hinzu, dass
Marc Aurel mehr Zeit darauf verwendet, den schlechten Weg, den Weg der
Untugend, zu verdammen, als den richtigen Weg, also den Weg der Tugend, zu
preisen. Dies läuft darauf hinaus, dass der Grundtenor dieser Betrachtungen
eher negativ ist. Aus diesen Gründen würde ich dieses Buch nur einem
philsophie-historischen Wissenschaftler empfehlen. Wer aber auf der Suche
nach stoischer Weisheit ist, wird mit anderen Autoren besser bedient
sein...
kritik der reinen toleranz
Autor/Autoren: Henryk M. Broder
Herausgeber: wjs Verlag
Gebundene Ausgabe
Stichworte: [HC/Sachbücher/Politik, Gesellschaft, Wirtschaft] [Belletristik] [Dramatik] [Essays] [Lyrik] [Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Recht] [Sachbuch] [Toleranz] [Deutsche Belletristik] [Essay, Feuilleton, Reportage] [Ethik] [Moral] [Toleranz (ethisch)]
Kundenmeinungen:
+++++ (ein Amazon Kunde): Denktraditionen freiwilliger Selbstentmündigung
Angeblich bemitleidenswürdige Messerstecher, nachsichtige Richter,
dialogführende Psychologen, drohende und mordende gegenwärtige Staatschefs,
von der medialen Vordenker-Elite liebevoll mit Aufmerksamkeit bedacht und
mit Lob, Ehre und Ruhm zugeschüttet: Damit lohnt sich allemal eine
literarische Auseinandersetzung. Toleranz ist das Leitwort schlechthin;
hier die verletzten und gekränkten Gläubigen, die gar nicht anders können
als Botschaften abzufackeln, um ihre Ehre zu retten, dort die kleinlauten
und ewig bussfertigen Relativisten des Abendlandes, die den Dialog der
Kulturen als therapeutisches Selbstgespräch inszenieren und dabei die
orientalischen Einwanderer als neues Proletariat entdeckt haben, die nun
ihr volles Engagement erfordern. Organisiertes Beleidigtsein, verbunden mit
Drohungen und vor allem die Angst vor ihrer hemmungslosen Kraft erweist
sich als todsicheres Rezept für Verständnis und Unterwürfigkeit. Darin
offenbart sich ein Geisteszustand des Westens, der sich immer weiter
islamischen Interessen beugt. Während einst die Mord-Fatwa gegen Rushdie
noch Empörung auslöste, so steht heute angeblich rassistische Islamskepsis
im Fokus jener, die ihre Wunschphantasien der harten Realität vorziehen.
Broder behandelt diese Damen und Herren nur am Rande.
Scheinheiligkeit ist schliesslich kein (christliches) Kirchenmonopol. Die
Welt, in der uns das Kaffeekränzchen mit Terroristen und das mahnende
Erheben des Zeigefingers für jugendliche Schläger als Lösung aller
Gewaltprobleme empfohlen werden, unterzieht er schärfster Analyse über all
jene, die immer noch meinen und gerne glauben, der politische Islam sei ein
Friedensengel. Er schätzt deutliche Worte und harte Polemik, wenn er
austeilt, vornehmlich gegen Radikale aller Art, selbstgefällige
Gutmenschen, Kerzenhalter und Appeaser. Broder bleibt in diesem gehobenen
politischen Kabarett in Buchform in jedem Fall der argumentative Sieger.
Humorvoll und trotzdem hoch politisch führt er den Leser in die Abgründe
der naiven und von unterschwelligen Drohungen genötigten Seelen, die ihr
Entgegenkommen als menschenfreundlich empfinden, angereichert mit viel
beissendem Spott und spitzfindigen Vokabular. Man könnte auch mal darüber
nachdenken, ob man die Polizei nicht abschaffen sollte, um die Kriminalität
effektiver zu bekämpfen" zieht Broder als Fazit.
++++ (ein Amazon Kunde): Hurra, wir kapitulieren "light"
Wer politische Korrektheit mit Torheit gleichsetzt, der wird auch
diesmal seinen Spaß haben. Gewohnt polemisch zieht Broder über das
Gutmenschentum und tolerierte Gewalttaten erklärter Minderheiten her, ohne
dabei Rücksicht auf berufsempörte wie Claudia Roth zu nehmen. Leider ist
dieses Werk weniger bissig als "Hurra, wir kapitulieren", außerdem tut sich
Broder diesmal sehr schwer damit, in die Thematik einzusteigen.
+++++ (ein Amazon Kunde): Fehlt es Broder an Ueberzeugungskraft ?
Broders letztes Buch liest man einfach sofort, ganz, bis zum Schluss.
Er unterhält Sie über ein Thema das er kennt und beherrscht. Nur, wann
folgt endlich Bewegung auf der politischen Bühne? Solange es den
"Gutmenschen" (!?) gelingt, solche Themen und Thesen mit dem Vermerk:
"Rechtsextremismus ,Populismus und Panikmacherei" abzutun,traut sich auf
der politischen Seite kein geachteter,sauberer Politiker den Sachverhalt
aus den Themen des "Rechtsextremismus" herauszugreifen, gar zu entfernen,
um es als Diskussion zu unserem Demokratieverständnis zu thematisieren.
Freuen wir uns auf den nächsten Schuss von Henryk, solange er noch
lebt.
Obschon er Tucholsky zitiert und bestimmt besser kennt als ich, hat
er wohl eine wichtige Aussage desselben übersehen : "Toleranz ist der
Verdacht dass der Andere Recht hat"
+++++ (ein Amazon Kunde): Die liberale Gesellschaft geht an ihrer Toleranz zugrunde!
So lautet eine der zentralen Thesen dieses faktenreichen Buches: Für
Broder ist Intoleranz ein Gebot der Stunde - Intoleranz gegenüber jenen,
die Toleranz verlangen, sie in ihren Familien etc. nicht ausüben, die diese
Toleranz aber, sollten sie Macht erlangen, natürlich sofort abschaffen
würden.
Hauptfeind ist für Broder ein Islam, der im Gegensatz zu Christen-
und Judentum nie eine Aufklärung mitgemacht habe, in dem es nie eine
Reformation oder Revolution gab. Nach der Blütezeit der maurischen Kultur
in Spanien etwa zwischen dem 8. und 13. Jahrhundert ging es mit der
islamischen Kultur (bis heute) nur mehr bergab. Heute werden zB jährlich
1500 Bücher in das Griechische übersetzt (bei 11 Millionen Griechisch
Sprechenden), aber nur 330 Bücher ins Arabische (bei fast 300 Millionen
Arabisch Sprechenden).
Den Hauptteil des Buches macht natürlich die Situation in Deuschland
aus: "Ehrenmorde"; der hohe Anteil von jugendlichen Migranten bei Gewalt-
und Intensivtätern in Berlin (bis zu 80%); die Tatsache, dass die
Moslemverbände die Fürsorge für ihre Jugendlichen der Gesellschaft
überlassen haben (und noch viele weitere Beispiele) lassen Broder zum
Schluss kommen, dass zwar Deutschlands Freiheit am Hindukusch verteidigt
werde - aber: "In Neukölln hat man sie schon aufgegeben."
Broders Buch ist natürlich polemisch, manchmal zynisch, aber brillant
geschrieben. Nur: Man wird Broders Schlüssen in weiten Bereichen (leider)
zustimmen müssen - und man kann nur hoffen, dass möglichst viele durch das
Buch aufgerüttelt werden!
Und als Österreicher braucht man sich dann nicht zu wundern, warum
bei der Wahl vom 28.9. 2008 so viele junge Menschen für die beiden
Rechtsparteien FPÖ und BZÖ gestimmt haben...
+++++ (ein Amazon Kunde): Unsere Gesellschaft und Öffentlichkeit im Kotau vor einer Kultur, die alles Lügen straft, was uns einmal wichtig war
Das neue Buch von Henryk M. Broder ist die direkte und konsequente
Fortsetzung seines vor zwei Jahren erschienenen Buches "Hurra, wir
kapitulieren", in der er die Frage aufgeworfen hatte, ob die westliche Welt
vor dem Siegeszug des Islam nicht schon längst kapituliert habe.
Auch im vorliegenden Buch benennt er zahlreiche Beispiele, nicht nur
aus Deutschland, wo Politiker, Journalisten , Künstler und Intellektuelle
angeblich aus Toleranz ihre eigenen Werte verraten und verkaufen und sich
in einer Art Appeasementpolitik auf eine Art und Weise anbiedern, die einen
erschüttert, wenn man noch seine fünf Sinne beisammen hat. Broder sagt auch
im neuen Buch, dass dies aus einer tiefwurzelnden Angst entspringe und der
Westen bereit sei alles aufzugeben, wofür er jemals gekämpft hat und
eingetreten ist. War es damals vor allem das um die Welt gehenden Beispiel
der Reaktion des Westens auf die Mohammed-Karikaturen, so befasst sich
Broder im neuen Buch unter anderem mit den öffentlichen Reaktionen auf die
zunehmenden Gewaltexzesse von Jugendlichen mit hauptsächlich islamischem
"Migrationshintergrund" von Journalisten, Politikern und vor allem den mit
diesen Fällen befassten Gerichten.
Auch die bigotte und heuchlerische Haltung gegenüber Israel greift er
wieder auf:
"Das Toleranz-Prinzip, das sich im aufgeklärten Westen durchgesetzt
hat", gegen das Broder tapfer versucht zu argumentieren durch sein ganzes
Buch, basiert auf einer Verbindung von selektiver Wahrnehmung mit der Angst
um das eigene Wohlergehen. Drei bis vier Millionen Tote im Kongo, eine
Horror-Regime in Burma und eine Gang in Simbabwe, die das eigene Land im
Namen des Antiimperialismus ruiniert, werden übersehen, weil man sich auf
die \'humanitäre Katastrophe\' in Gaza konzentrieren muss. Dabei spielt es
keine Rolle, dass es sich um das höchstsubventionierte Gebiet der Welt
handelt, das von einer ,Regierung\' regiert wird, die sich um alles kümmert,
außer um die Versorgung der Bevölkerung, die sie den UN-Agenturen und den
zahllosen NGOs überlässt. Es spielt keine Rolle, dass die Sturmtruppen der
Hamas so aussehen, als wären sie soeben mit dem Feinsten und Besten
ausgestattet worden, das der Markt modebewussten Gotteskriegern anzubieten
hat. Der tolerante Durchschnittsdeutsche, der sich in seinem Viertel nicht
mehr auf die Straße traut, wenn sein Fahrrad, das er abzuschließen vergaß,
geklaut wurde, solidarisiert sich mit den notleidenden Menschen in Gaza und
macht Israel für deren Schicksal verantwortlich, während er die
Hamasraketen auf israelischen Städte als \'selbstgebaut\' beschreibt, um
deren Harmlosigkeit zu unterstreichen."
Broders Buch ist köstlich zu lesen, doch all die Problemanzeigen, die
er nicht müde wird, in die deutsche Öffentlichkeit zu streuen, sind
tatsächlich beängstigend. Das, was ein großer Teil der ,aufgeklärten\'
Öffentlichkeit aus Gutmenschen, Friedensfreunden und Multikultis, aber
auch Politiker ohne diese biographischen Hintergründe da an Anpassung
betreibt, kann sich Broder nur so erklären:
"Toleranz ist ein ungedeckter Wechsel auf die Zukunft, ein Angebot an
den Sieger von morgen: Ich verschone dich heute, bitte merke es dir gut und
verschone mich, sobald du an der Macht bist".
Auch dieses Buch wird, so kann man prophezeien, für Diskussionen
sorgen und die Leserschar spalten. Was nur ein Beweis wäre für seine
Thesen, dass es schon längst nicht mehr um reine \'political correctness\'
geht, sondern um feiges Zurückweichen vor einer Religion und Kultur, die
alles in Frage stellt , was in Europa über die letzten 200 Jahren aufgebaut
worden ist.
faust: der tragödie erster und zweiter teil. urfaust
Autor/Autoren: Johann Wolfgang von Goethe
Herausgeber: Beck
Gebundene Ausgabe
Stichworte: [HC/Belletristik/Hauptwerk vor 1945] [Belletristik] [Dramatik] [Essays] [Lyrik] [Faust, Dr. Johannes / Faustdichtungen] [Goethe, Johann W. von; Interpretationen (Dramen)] [Deutsche Belletristik] [Dramatik, Drehbuch]
Nein, an Faust kommt jemand, der sich für Literatur interessiert,
nicht vorbei. Ja, und selbst derjenige, der meint, in unserer Zeit habe man
nichts mehr mit Goethes Werk zu tun, sei eines besseren belehrt: Längst
sind Zitate aus dem unstrittig berühmtesten Drama aus deutscher Dichterhand
in alltägliche Redewendungen übergegangen. Irgend etwas aus Faust trägt
jeder einmal -- bewußt oder unbewußt -- auf den Lippen. Goethe hat es
verstanden, aus der alten Geschichte vom Doktor Faustus, der nach
unbedingter Erkenntnis strebt, ein Drama zu machen, das in seiner
inhaltlichen und sprachlichen Vielfalt sämtliche Vorgänger in den Schatten
stellt. Seine Faust-Gestalt -- und mit ihr das faustische Streben -- stehen
für das Streben des Menschen überhaupt. Zu Beginn des Dramas wettet
Mephisto mit Gott um die Seele von Faust. Mit Verlockungen und Verwirrungen
versucht der Widersacher sein Opfer zu verführen. Nichts scheint ihm
unmöglich. Auch das unschuldige Gretchen, in das sich Faust verliebt,
scheint er in seiner Gewalt zu haben. Als sie ihre Mutter umbringt, um sich
ein Stelldichein mit Faust zu erschleichen, nimmt die Tragödie ihren
Lauf... Und doch zeigt sich -- trotz allen Leides, welches der Teufel
anrichtet -- über die wahre, unschuldige Liebe kann er nicht triumphieren.
Mephisto bleibt ein Zyniker vor dem Herrn, ein destruktives Element, ein
armer Teufel. Nicht zuletzt auch Sprache und Form der Tragödie sind eine
wahre Meisterleistung: Kaum ein anderes Werk besitzt solch eine Vielzahl an
metrischen Formen, die exakt auf die jeweiligen Personen und die Dichte der
Atmosphäre abgestimmt sind. Die Einmaligkeit von Faust wird erst durch
mehrmaliges Lesen deutlich. Dafür sollte man sich Zeit lassen. Auch im
kommenden Jahrtausend. --Anne Hauschild Aus der Amazon.de-Redaktion
Kundenmeinungen:
+++++ (ein Amazon Kunde): Vernunft wird Unsinn
Wer dieser Jahre die Verkaufs-Ranglisten des Buchhandels betrachtet,
möchte die Finger schon zur Faust ballen, mit ihr auf den Tisch schlagen
und laut Vernunft einfordern. Das Leichte hat das Gewichtige fast
vollständig verdrängt. Wehrhafte Geister greifen somit zu den Klassikern,
wie dem vorliegenden, oder sie suchen in den Nischen nach den kleinen
Schätzen, die es unter den Neuerscheinungen gibt. Wenn man dann
ausgerechnet (?) in einem Buch zum Thema Fußball ein Faust-Zitat entdeckt,
keimt Hoffnung auf, die fortan vollends zufriedener Überraschung weicht.
Mit "Fußball - Das Allerletzte" beweist Autor Marcel Dreykopf, dass jedes
Literatur-Genre große Freude bereiten kann, wenn sich Wissen und
Sprachgefühl vereinen. Nein, mit Goethe mag man hier nicht vergleichen,
aber derartiges Vergnügen zu empfinden, ist eine Erwähnung wert.
+++++ (ein Amazon Kunde): Sehr empfehlenswert!
Goethes Faust ist wohl "DAS" Meisterwerk der deutschsprachigen
Literatur. Das Buch ist reich an Inhalt und insbesondere der zweite Teil
schwer zu begreifen ohne Hintergrundwissen. Trunz hat einen aufwendigen
Anhang beigefügt, in dem er die Historie der Entstehung des Faust
kommentiert, er die Bedeutung jeder einzelnen Szene erklärt (oft mit
Verweisen auf Goethes Freund Eckermann) und sogar viele Verse genauestens
erklärt. Mir haben insbesondere die Kommentare zu den griechischen
mythologischen Figuren des zweiten Teils geholfen, den Text und die
Intentionen Goethes besser zu verstehen.
+++++ (ein Amazon Kunde): DAS Werk
Goethes "Faust" als Gesamtwerk - sprich Teil I + II - ist und bleibt
DAS ausgereifteste und bedeutendste Werk der deutschen Literatur und nimmt
neben wenigen anderen Werken ebenfalls einen, wenn nicht den höchsten,
verdienten Platz im Olymp der Weltliteratur ein. Sicherlich nicht leicht
lesbar und zugänglich, präsentiert sich dem Leser, der sich auf das
Mammutwerk einlässt, mit Goethes "Faust" einer der interessantesten Ansätze
über die Behandlung menschlicher Urfragen und das Wesen der Menschheit.
Lyrisch vollendet und nicht mehr zu übertreffen, stellt das Werk zudem mit
den Figuren Faust und Mephisto die wahrscheinlich wichtigsten Charaktere
vor, die jemals so für ein Buch konzipiert wurden. Erich Trunz\' überlegene
Ausgabe glänzt im übrigen durch einen ausführlichen Anhang- und
Kommentarteil und ist aufgrund des exzellenten
Preis-Leistungs-Verhältnisses auch für Schüler und Gelegenheits-Leser sehr
wohl geeignet.
++++ (ein Amazon Kunde): Eine kommentierte Ausgabe, die nur bedingt in die Tiefe geht
Nicht Goethes Faust möchte ich rezensieren - das ist müßig. Wie könnte
ich mir anmaßen, solch ein Werk zu beurteilen? Ganz subjektiv: Ich liebe
Goethes Faust und vor allem den 2. Teil, habe über die Klassische
Walpurgisnacht meine Diplomarbeit geschrieben, und nehme das Buch immer
wieder zur Hand um mich an einzelnen Passagen zu erfreuen. Mein Kommentar
zielt auf die vorliegende Ausgabe ab. Jeder sollte Goethes Faust irgend
wann einmal lesen - die Frage ist nur: in welcher Ausgabe?
Selbstverständlich in einer kommentierten! Besonders der Faust 2 ist ohne
Kommentar kaum zu verstehen. Es scheiden sich die Geister, wie weit ein
guter Kommentar nur Erläuterung von Fakten, oder wie weit er interpretieren
und damit Interpretationshilfe oder -beeinflussung sein soll. Der Trunz
Kommentar dieser Ausgabe hält sich relativ strikte an die erste Linie.
Dem Leser wird erklärt, was Greife sind, wer Helena war, und was Erichtho
mit den Pharsalischen Feldern zu tun hat. Für einen Faust Kommentar ist
dieser von Trunz sehr kurz, was so manchem Leser bestimmt sehr sympathisch
ist, weil es nicht jedermanns Sache ist, mehr Kommentar als Werk zu lesen.
Allerdings wird man auf viele Feinheiten des Faust beim Lesen mit diesem
Kommentar nicht aufmerksam werden. Interpretatorischen Fragen geht Trunz
kaum nach. Meine erste Faust Lektüre habe ich mit diesem Kommentar hinter
mich gebracht, und damals war ich durchaus dankbar, schnell und einfach die
wichtigsten Infos zu mythologischen Figuren und Schauplätzen zu erhalten.
Im Laufe meiner Beschäftigung bin ich auf viele andere, wesentlich
ausführlichere Kommentare gestoßen, wie dem von Dorothea Hölscher-Lohmeyer
in der Münchner Ausgabe, dem von Geyer bei Reclam oder dem von Schöne bei
Artemis. Alle haben ihre Stärken und Schwächen: Lohmeyer mit ihrem Hang zur
Überinterpretation ist vielleicht das krasseste Gegenteil zu Trunz. Auch
Geyer füllt 2 Bücher als Kommentator. Schöne ist vielleicht der Mittelweg
zwischen den Extremen. Der Trunz Kommentar dieser Ausgabe ist meiner
Meinung nach das Richtige für Faust-Anfänger oder für schnelles
Nachschlagen handfester Information. In die Tiefe des Faust dringt man
damit allerdings nicht. Dazu heißt es lesen, lesen, lesen - nicht einmal,
sondern viele Male. Hat jemanden die Liebe zum Werk einmal gepackt, wird er
danach trachten, verschiedene Werke der Sekundärliteratur zu verwenden.
Für den Anfang ist Trunz nicht schlecht.
+++++ (ein Amazon Kunde): Sehr gute Ausgabe
Faust ist zweifelsohne eines der wichtigsten Werke der deutschen
Literatur überhaupt. Ich habe bis jetzt nur den ersten Teil gelesen und der
hat mir ausgezeichnet gefallen. Es ist phantastisch, wie viel tiefe
Gedanken und durchaus auch Humor in diesem Werk stecken, von der
herausragenden dichterischen Leistung Goethes ganz zu schweigen. Neben den
Werk selbst finde ich auch diese Ausgabe ausgezeichnet. Sie enthält Faust I
und Faust II plus den Urfaust und einen sehr ausführlichen Kommentarteil,
in dem kaum eine Frage zum Faust offen bleibt. Eine sehr gute Ausgabe eines
großartigen Werkes und wenn man bedenkt, dass sie mehr als 700 Seiten hat,
auch eine günstige.
sagen sie jetzt nichts: interviews ganz ohne worte
Herausgeber: Süddeutsche Zeitung / Bibliothek
Gebundene Ausgabe
Stichworte: [Belletristik] [Dramatik] [Essays] [HC/Belletristik/Geschenkbücher, Alben, Immerw. Kalender, Postkartenbücher] [Lyrik] [Geschenkbändchen] [Humorfotografie] [Porträtfotografie; Bildband] [Prominente; Humor] [Süddeutsche Zeitung] [Deutsche Belletristik] [Essay, Feuilleton, Reportage]
Kundenmeinungen:
+++++ (ein Amazon Kunde): Der Weihnachtshit 2008
Ein einmaliges Buch. Zu vielen Fragen würde mir persönliche keine
Grimasse einfallen, aber ich bin ja auch nicht prominent. Unbedingt
empfehlenswert. Aus diesem Grund haben wir den Band dieses Jahr zu
Weihnachten mindestens 10mal verschenkt. :-)
+++++ (ein Amazon Kunde): Großartig
Gut, die Idee ist eigentlich geklaut - siehe "The Frenchman. Ein
fotografisches Interview mit Fernandel". Das tut aber nichts zur Sache,
denn die SZ-Interviews machen genauso viel Spaß! Tut gut, all die
Dampfplauderer mal ohne Worte zu erleben! Manche Fotos/Mienen sind wirklich
beeindruckend, manche zum totlachen, manche berührend. Und oft sagen diese
stummen Fotos eben mehr als tausend Worte!
+++++ (ein Amazon Kunde): Absolut beeindruckend!
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Der Beweis dieser These erfolgt
in diesem Bildband.
Berühmte deutsche Persönlichkeiten aus allen Sparten sind sich nicht
zu schade, nein, sie scheinen es gar als Herausforderung zu empfinden, eine
Frage nur mit der Mimik zu beantworten.
Die Bilder berühren, sind mal komisch, mal traurig, und man mag das
Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.
Eine echte Perle- MUSS man haben!!!
ilias
Autor/Autoren: Homer, Raoul Schrott
Herausgeber: Hanser Belletristik
Gebundene Ausgabe
Stichworte: [Belletristik] [Dramatik] [Essays] [HC/Belletristik/Hauptwerk vor 1945] [Lyrik] [Geisteswissenschaften, Kunst, Musik] [Trojanischer Krieg] [Epik, Lyrik] [Griechische Literatur (Altgriechisch)] [Sage]
Kundenmeinungen:
+++++ (ein Amazon Kunde): Unsagbar großartig, ebenso frisch wie episch
Wow. ich habe die Ilias nun schon diverse Male angegangen, aber so ist
sie mir noch nie um die Ohren geflogen - frisch, jung, erdig, greifbar;
dabei episch, lyrisch, voller Liebe für Homer. Daß ein 2600 Jahre alter
Text einen wie ein Thriller fesseln kann, daß man zugleich die Größe spürt,
ohne daß das gleich "alterthümelnde Sprache" ertragen muß - das ist eine
Leistung, für die ich mich vor Schrott verneige.
Bravo. An der Übersetzung kann man nicht mehr vorbei.
+++++ (ein Amazon Kunde): Die Ilias war schon immer ein Hörbuch!
Manfred Zapatka hat schon viel Schrott gedreht (Rivalen der Rennbahn!),
jetzt liest er endlich Schrott! Gottseidank!
Die viel diskutierte Neuübersetzung von Raoul Schrott entfaltet ihre
gesamte Wucht erst, wenn Manfred Zapatka sie liest.
Ich gehöre zu denen, die die Ilias auf Griechisch in der Schule lesen
durften, bzw. so viel davon, wie man als Schüler in einem Semester schafft,
nämlich einen winzigen Bruchteil. Das Gestolpere durch die Hexameter hat
mich jungen Menschen nicht motiviert, sie ganz auf Deutsch zu lesen, zumal
ich die Übersetzungen als unlesbar empfunden habe und ja den Gustav Schwab
im Schrank hatte.
Da muss Raoul Schrott kommen und mir diese Minderwertigkeitskomplexe
nehmen.
Sehr lesenswert ist sein Kommentar zur Zielsetzung seiner
Übersetzung: Wie muss die "message" von Homer klingen, damit sie heute die
gleiche Bedeutung und Wirkung hat wie vor zweieinhalb Tausend Jahren auf
Griechisch?
Und wenn man sie befreit vom Korsett des Versmaßes, liegen plötzlich
die Schilderungen wieder frei in all ihrer Schonungslosigkeit: Die
Brutalität, mit der vor Troja gekämpft wurde, mit welcher Skrupellosigkeit
gemetzelt wird. Wo der Speer in den Kopf oder den Bauch eindringt, wo er
wieder austritt, und welche Organe mit ihm. Wie viele Zivilisten der Laune
beleidigter Heerführer zum Opfer fallen - das ist Krieg - abscheulicher
Krieg! Wie die Helden der Laune und Willkür ihrer Götter ausgeliefert sind.
Wenn man darüber vielleicht hinweg lesen kann, weghören kann man nicht das
ist die größte Stärke dieser Aufnahme.
Es ist ein archaisches (sic!) Erlebnis, wenn man sich
vergegenwärtigt, dass die Ilias ursprünglich ja auch ein von Rhapsoden
vorgetragenes Hörerlebnis war.
Und auch die mussten ihr Publikum wach halten über 24 Gesänge.
Manche Regieeinfälle und Soundeffekte sind Geschmackssache und etwas
gewöhnungsbedürftig, aber sie erfüllen ihren Zweck.
Und nach 21 CDs hat man Lust auf die Fortsetzung und bedauert, dass
es (noch?) keine Schrott-Odyssee gibt
+++++ (ein Amazon Kunde): Schöne Neuübersetzung durch Raoul Schrott!
Schwer war es bisher die Ilias zu lesen, sofern man kein Philologe ist
oder sich anhand von Sekundärliteratur weiterzuhelfen wusste. Große
Klassiker haben mich schon immer fasziniert, doch ein (je nach Ausgabe)
deutlich über 500 Seiten dickes Buch in der Hexameter Form zu lesen ist für
einen Nicht-Philologen einfach als zu anstrengend zu bezeichnen und lies
daher bisher die für mich wichtige Lesefreude etwas vermissen. Raoul
Schrott schafft hier mit seiner Neuübersetzung Abhilfe und überträgt diesen
ganz großen Klassiker in eine für unsere heutige Zeit angemessene und gut
verständliche sprachliche Form. Das Hexameter klassischer Übersetzungen
weicht und dafür bekommt der interessierte Leser eine hochgradig spannende
und mitreißende Geschichte, sicherlich aufregender als mancher Thriller!
Die große Chance für diese Veröffentlichung liegt in meinen Augen daher
darin, dass die Ilias hiermit ein neues, breiteres und hoffentlich auch
jüngeres Publikum ansprechen und für sich begeistern kann!
Es hat mir viel Spaß und Freude bereitet, diese Neuübersetzung zu
lesen und ich kann sie allen Interessierten nur wärmsten Herzens empfehlen.
Ich denke selbst Leser, welche das Werk in anderen klassischen
Übersetzungen bereits kennen, werden hier gut unterhalten werden. Das Buch
bietet außerdem die Chance für Leser die Homer bisher fern blieben, zuerst
dieses Buch zu lesen und sich dann an die Hexameter klassischer Ausgaben zu
wagen (sofern ein detailliertes Interesse geweckt wurde).
Für mich alles in allem eine tolles Buch, welches hier als nicht ganz
billige gebundene Ausgabe vorliegt.
+++++ (ein Amazon Kunde): Krimi ! Zu Raoul Schrotts Neuübertragung der Ilias
Wer liest schon freiwillig einen zweieinhalb tausend Jahre alten Text?
Wenn Homers Ilias bisher ein Nischendasein führte, interessant allenfalls
für fachlich gebildete Menschen oder Liebhaber des Hexameters, dann sollte
Raoul Schrotts Neuübersetzung dieses Mauerblümchen immerhin in eine
Heckenrose verwandeln, denn: Homers Epos vom trojanischen Krieg liest sich
jetzt wie ein Krimi, den man nicht zur Seite legen will. Zu spannend sind
die Auseinandersetzungen der Helden und der Götter nun geschildert, in
einer Sprache, die die unsere ist, die inhaltstreu bleibt, aber keine
philologische Scheu vor den Sprachbildern unserer Umgangssprache hat. Die
Figuren werden durch diese Übersetzung so lebendig, dass die Motive ihres
Handelns unmittelbar einleuchten. Keine Kunstsprache verhindert eine
Identifikation des Lesers mit den Helden, und das ist vielleicht die
herausragende Leistung Raoul Schrotts: Seine Sprache ist ja nicht
kunstfrei, im Gegenteil. Sie ist - so beschreibt er seine
Übersetzungsarbeit im einleitenden Arbeitsbericht - dem INHALT der Ilias
verpflichtet, will die POESIE Homers ans Licht bringen, verzichtet dabei
aber konsequent auf eine "Nachbildung" der "durch den Hexameter bedingte[n]
Formelsprache". Zudem wird das Lesen enorm erleichert durch typographische
Kniffe: Man weiß immer, ob man die wörtliche Rede einer Figur liest oder
den Erzählbericht, auch ohne Anführungszeichen. Kleiner Nebeneffekt dieser
graphischen Gestaltung: Das Lesen gewinnt an Fahrt, an Dynamik.
Das Ergebnis ist verblüffend. Überraschende Leselaune, Leselust setzt
ein, man möchte wissen, wie der Zank zwischen Zeus und seiner Ehefrau Hera
(oder umgekehrt) verläuft und ausgeht, man versteht unmittelbar, weshalb
Achill grenzenlos zornig ist und fiebert dem Schicksal Agamemnons entgegen,
der keine Gelegenheit auslässt, sich als Macho aufzuführen. Fast möchte man
sagen: Sie sind einer von uns, ja, das habe ich auch schon erlebt!
Vergnügen pur - auch Nachdenklichkeit über Situationen, die heute wie vor
über 2000 Jahren offensichtlich dieselben sind, archetypische Muster, die
das menschliche Leben wie selbstverständlich begleiten.
Eine uneingeschränkte Leseempfehlung! Und: Danke, Raoul Schrott!
treffen sich zwei
Autor/Autoren: Iris Hanika
Herausgeber: Literaturverlag Droschl
Gebundene Ausgabe
Stichworte: [HC/Belletristik/Erzählende Literatur] [Belletristik] [Erzählungen] [Romane] [Berlin] [Deutsche Belletristik] [Roman, Erzählung] [Roman, Erzählung, Lyrik, Essay]
Kundenmeinungen:
+++++ (ein Amazon Kunde): Treffer!
Ein großartiger Liebesroman, der die Irrungen und Wirrungen von Mann
und Frau wundervoll vernüpft, dabei mit Brüchen in der Geschichte gut
konstruiert und herrlich mit hochvirtuoser und schlichter Sprache spielt.
Damit trifft sie den Ton lebendiger Menschen, die beides können: kluge
Sätze und handfeste Ausdrucksweise je nachdem wann was angebracht ist.
Vielleicht muss man um die vierzig sein und in Berlin leben - so jedenfalls
finde ich das Buch großartig in der Beschreibung der Schwierigkeit
beginnender Beziehungen und der seltsamen Bewohner dieser liebenswerten
Stadt.
++++ (ein Amazon Kunde): Schön
Als bekennende Freundin von Sprachbildern und als Romantikerin hat mich
das Buch zu Beginn in seinen Bann gezogen. Wer NUR eine Liebesgeschichte
sucht, wird sich lange gedulden müssen. Es ist ein Buch, in der die
mitunter nicht durchschaubaren Gehirnwindungen und Gedankengänge von 40+
Frisch-Verliebten recht genau beschrieben werden, frei nach dem Motto
"...es kann doch gar nicht so einfach sein, wie es eigentlich ist". Und so
stolpern Senta und Thomas, die Hauptdarsteller, fast bis zur letzten Seite,
wo das Paar ein ganz schlichtes - wohlgemerkt hier sehr positiv gemeintes -
Happy End findet. Das Buch ist gespickt mit Auszügen aus der Weltliteratur,
was ich als ausgesprochen spannend empfinde und was manche Längen gekonnt
überspielt. Ein Buch, das eine Mischung ist zwischen leichter Sommerlektüre
und anspruchsvollem Psychodrama. Man darf sich vor allem nicht scheuen (so
das eigene Leben dieses Stück nicht ohnehin schon geschrieben hat), daran
zu glauben, dass das Leben jemanden bereit hält, der so "schön" ist, das
dieses Wort das beste ist, was einem zu diesem Wunder einfällt.
+++++ (ein Amazon Kunde): Ein wunderbarer Liebesroman
Über die Liebe zu schreiben bedeutet, die x-te Variation des
Allzubekannten zu versuchen, es ist ganz schön schwer, der abgebrühten
Leserschaft bei der Lektüre diesen gewissen Glanz in die Augen und diese
wehmütige Gefühl ins Herz zu zaubern. Die meisten Worte sind einfach zu
abgenutzt, zu trivial, um noch irgendeine Reaktion hervorzurufen. Iris
Hanika schafft es, diese Klippe zu umschiffen - in einem Sprachmix, in dem
sich das Triviale und das Originelle, Pathos und Spott auf engstem Raum
mischen.
Sie erzählt keine Geschichte, malt keine Stimmungsbilder, blendet
auch nicht durch die Extravaganz der beschriebenen Beziehung. Hier ist, von
den äußeren Fakten her, alles ganz gewöhnlich - sehr zum Leidwesen der
neurotischen Hauptfiguren. Mit analytischer Akribie werden die zögerlichen
Liebenden wie unter Laborbedingungen betrachtet, ihr Gefühlswirrwar
seziert. Da werden Gefühle, Gegengefühle, Unter- und Paragefühle
nebeneinandergestellt, werden all die Zweifel, der Argwohn, der Selbsthass,
die Hilflosigkeit und die blinde Begeisterung die die sich zierenden
Figuren (vor allem aber die deutlich komplexer gezeichnete Frau)in
permanentem Wechsel heimsuchen, sorgfältig ausgebreitet.
Der Erzählton ist meist kühl, oft spöttisch und gelegentlich auf
rührende Weise naiv, kindlich, intuitiv, auch wenn es dem Leser mal etwas
peinlich werden mag. Der Text erzeugt keinen Sog, und wenn, zerstört die
Autorin ihn sofort durch heterogene Einschübe, Exkurse, Aufzeichnungen.
Aber gerade mit dieser artifiziellen, eher unromantischen Form schafft sie
es, den dicken Panzer der Lesegewohnheiten zu durchbrechen und dem
eigentlich Unbenennbaren noch einmal eine neue, individuelle und in sich
stimmige Form zu geben.
Ein tolles Buch, sehr empfehlenswert, eines der besten bislang in
diesem Jahr. Einzige Einschränkung: Gerade am Anfang übertreibt sie es ein
wenig mit ihrer üppigen Metaphorik. Das klingt dann schon mal platt oder
gekünstelt. Einen halben Stern würde ich dafür höchstens abziehen, deshalb
trotzdem Höchstwertung für ein ambitioniertes, ein gewagtes und über weite
Strecken sehr gelungenes Buch über die Liebe unter neurotischen
Großstadtsingles.
++ (ein Amazon Kunde): Romantische Liebesgeschichte oder Heimatroman?
Das neue Buch der Berliner Autorin Iris Hanika hat den lapidaren Titel
"Treffen sich zwei". Es handelt eigentlich von den ersten Wochen einer
Liebe. Der Plot spielt während eines heißen Sommers im Berliner Stadtteil
Kreuzberg. Die Protagonistin Senta Bergner (assoziativ ein witziger
Einfall?) ist eine recht einsame, hysterische Frau, die trotz wechselnder
Männerbekanntschaften, keine feste Beziehung aufbauen kann. Sie trifft
eines Abends den an einer Theke stehenden Berliner Systemberater Thomas.
Sofort springt der Funken über. Das Schicksal hat scheinbar zugeschlagen.
Er ist der Mann von dem sie immer geträumt hat. Sie schlafen in der
ersten Nacht miteinander, alles ist ganz großartig. Aber man merkt dann
doch sehr schnell, dass das was von der Autorin so romantisch mit der
ersten Liebesnacht inszeniert wurde, im grauen Alltag keinen Bestand haben
wird.
Der Wunsch nach Romantik und der absoluten Liebe ist vordergründig
vorhanden, aber die beiden Protagonisten finden keinen Weg, wie sie im
miteinander umgehen sollen. So finden sie keinen Zugang sich ihre
bisherigen Lebensgeschichten zu erzählen, können keine Gemeinsamkeiten und
Verhaltensmuster entdecken, verheddern sich in Kleinigkeiten, sie finden
nicht zueinander, mit anderen Worten, es klappt eigentlich nichts. Senta,
die die methodisch aufgebaute Abhandlung über das Thema Liebe durch Lektüre
der unterschiedlichsten Liebesgeschichten im Kopf hat, versucht diese
Diskurse ständig als Liebesratgeber abzurufen. Da werden Zitate von
Eichendorff, Rilke, Jelinek usw. als Vorbildfunktionen eingeflochten.
Thomas und Senta sprechen und schlafen schließlich nicht mehr miteinander,
trennen sich. Sie scheitern gigantisch, was eigentlich von vornherein
vorhersehbar war. Doch die Begegnung und der einstige romantische Traum
von der wahren Liebe haben ihre Spuren hinterlassen, führen sie am Schluss
des Buches wieder zusammen. Das Happy End endet mit der lapidaren
Feststellung, dass sie die Dinge schon wie auch immer meistern werden, auch
wenn sie über die Liebe eigentlich nicht reden können.
Iris Hanika hält mit ironischer Komik und flapsiger Simplizität
große Distanz zu ihren Figuren. Insofern ist die Geschichte ganz witzig
aber die Autorin verwendet unterschiedliche Sprachschichten, die sie jedoch
nicht kennzeichnet und nicht klug zusammenbaut. Es bleibt eine geliehene
Sprache, deren Ausdrucksstil gegen Null tendiert. Es ist eine grausame
Sprache mit Trivialitäten und Formulierungen, die mir die Fußnägel
hochtreibt, weil ich so etwas lange nicht mehr gelesen habe.
Das Buch hat mich auch mit seinem ganzen Deutungsdelirium und seiner
Männerbeleidigung nicht ereicht. Der Verlag schreibt im Klappentext, es
sei ein Liebesroman und ein Heimatroman. Bei allen Vorbehalten gegen
Klappentexte; den Roman finde ich nicht, dafür ist die Sprache unter
Groschenromanlevel; auch die Heimat finde ich nicht, dafür ist die ganze
Dokumentation zu liederlich, nicht sorgfältig genug; schließlich, die
Liebe finde ich schon gar nicht, dafür ist die Mischung aus nüchterner
Betrachtung und großer Romantik mit viel zu viel wenig komischer Satire
unterlegt.
Mein Fazit, es ist ein Buch das ich nicht empfehlen kann. Unsere
biologische Verfallzeit berücksichtigend kann man die Zeit mit wesentlich
besserer Lektüre verbringen.
die gedichte
Autor/Autoren: Rainer Maria Rilke
Herausgeber: Insel, Frankfurt
Gebundene Ausgabe
Stichworte: [HC/Belletristik/Lyrik] [Belletristik] [Dramatik] [Essays] [Lyrik] [Lyrik/Gedichte] [Deutsche Belletristik]
Kundenmeinungen:
+++++ (ein Amazon Kunde): Vollendete Schönheit...
Wenn ich nur ein Buch auf eine einsame Insel mitnehmen dürfte, wäre es
dieses.
Dieser Mann war ohne Frage begnadet! Ich kenne keinen anderen
Dichter, der es wie Rilke verstanden hat, die deutsche Sprache zur
Perfektion zu bringen und mit seinen Worten sprachliche Schönheit, Weisheit
und Demut zu einem vollkommenen Kunstwerk zu vereinen.
Diese Sammlung seiner Werke ist mir so lieb geworden, dass ich sie
immer bei mir habe, wenn ich auf Reisen gehe. Egal, welche Seite man
aufschlägt, jedes Gedicht malt ein Bild vom Leben (oder auch Tod) mit so
vielen Facetten, dass ich selten mehr als eines lesen kann... weil sie so
so intensiv sind und doch so leise in der Sprache.
Die edle Aufmachung des Buches ist dem Inhalt sehr angemessen. Es ist
in goldgeprägtes Leinen gebunden, handlich und kompakt, was es zu einem
perfekten Begleiter macht... es passt sogar in die Jackentasche.
5 Sterne in Hochpotenz!
+++++ (ein Amazon Kunde): Stoff für alle lebenslagen
Dieser liebevoll gestaltete band gibt chronologisch alle Gedichte und
Gedichtreihen(wie"Buch der bilder","Sonette an orpheus","Duineser
Elegien")wieder.(einschl.der lange zurückgehaltenen erotischen späten...)
"Wie soll ich meine Seele halten",wenn ich in diesen lyrischen
Gedichten,ja Gerichten lese,schwelge,reise?
Engel in jeder gestalt und Wirkung,Liebe in Innigkeit und drohendem
Verlust,Einsamkeit,Rückzug,Glück,Unglück,Sehnsucht---kein Gefühl,kein
"Sein",welchers nicht angeführt-nicht berührt.
Ein Buch nicht für jede situation,aber für immer und alle
(Lebens)Lagen...Toll.
+++++ (ein Amazon Kunde): Alles ist Eins
Ein kleines Buch, Leinen, und mit einem wunderbaren Gefühl in der Hand.
Verschmolzen mit dem Dichter. Man begegnet Rilke in seiner Zeit, seinen
Werken, in der Zartheit seiner Worte, in der kraftvollen Sprache, da wo es
sein muss. In den Metamorphosen der Worte, da wo eine Liebe vergeht, als
wenn in der Ferne gerade noch ein Kuckuck hastig abgeflogen, Abschied.
Einmal, am Rande des Hains, Dir zur Feier, Alles ist eins, dort wo die
Bäume sich umschlingen, Ast an Ast, wie einst in der griechischen Sage
Phelome und Baucis, am Ende: Tore gehen auf .. der Weg wird kein Weh sein,
wird eine lange Allee sein aus dem vergangenen Tag. Die Gazelle -
Verzauberte, kann man sie schöner in ihrer Spannkraft beschreiben?, der
Panther - hinter tausend Stäben keine Welt. Es ist eine Wortgewalt in den
Gedichten, Sonetten, Hymnen und Elegien. Und zur Entspannung könnte man
sich in den Jardin du Luxemburg setzen, und vorbei kommt "dann und wann ein
weißer Elefant".
+++++ (ein Amazon Kunde): Es passt in eine Hand...
Ich habe das Buch auf verschiedene Weisen lieben gelernt. Zunächst
einmal ist da seine Form: Das Buch ist stoffgebunden, die Seiten sind
hauchdünn und zerbrechlich - kostbar. Man blättert leise und lieb in dem
Buch, gerade so, wie Rilke es getan haben würde. Und dann enthält diese
Sammlung natürlich sämtliche Gedichte Rilkes, von seinem "Buch der Bilder"
über die "Duineser Elegien", aber auch einzelne Gedichte, die Lou Andreas
Salome, Hans Carossa oder anderen seiner Zeitgenossen gewidmet sind. Für
alle, die gerne in Gedichten blättern, die gerne nachschlagen, die gerne
abends einmal leise hier und da - auch unbekanntere Gedichte Rilkes -
nachlesen wollen, für die ist dieses Buch ein Geschenk. Chronologisch
geordnet eröffnen seine Werke dem Leser zugleich auch Rilkes Entwicklung -
von ersten, zarten, suchenden Versen, zu den gewaltigen Worten seiner
späten Elegien. Ich liebe dieses kleine Buch sehr - es passt in eine Hand.
+++++ (ein Amazon Kunde): Nicht nur Lyrik vom Feinsten, eine tiefe mystische Schau...
Rilke gehört zweifelsfrei mit zu den Besten, was man in
deutschsprachiger Lyrik je gefunden hat. Nur verfehlt man ihn -und dies tun
außnahmslos alle seine Kritiker- sofern man in ihm "nur" den Dichter und
Lyriker sucht. Rilkes Werk läßt tiefe innere Schau erkennen, wenn man ihn
mit dem "Herzen" liest. Er ist weniger unter die Dichter einzureihen als
viel mehr unter die Mystiker.
wo kommsch denn du alds arschloch her?: die erfindung des schwaben. wie er wurde, was er ist
Autor/Autoren: Ulrich Kienzle
Herausgeber: sagas.edition
Gebundene Ausgabe
Stichworte: [HC/Belletristik/Essays, Feuillton, Literaturkritik, Interviews] [Belletristik] [Dramatik] [Essays] [Lyrik] [Belletristik / Humor, Satire] [Schwaben (Volksstamm)] [Schwaben, Geschichte]
gesammelte prosa: sämtliche dramen, geschichten, festreden, liebesbriefe, kochrezepte, der legendäre opernführer und etwa sieben gedichte
Autor/Autoren: Loriot
Herausgeber: Diogenes
Gebundene Ausgabe
Stichworte: [Belletristik] [Dramatik] [Essays] [HC/Belletristik/Comic, Cartoon, Humor, Satire] [Lyrik] [Deutsche Belletristik] [Essay, Feuilleton, Reportage]
Kundenmeinungen:
+++++ (ein Amazon Kunde): Dieses Buch verteibt jeden Trübsinn
Dies handliche Büchlein liegt immer neben meinem Bett. Es vertreibt
wirklich jeden Trübsinn und verschönert schlaflose Stunden.
Ich habe schon manchen Abend laut lachend im Bett gelegen. Noch nie
ist es mir passiert, dass mich ein Buch hat Tränen lachen lassen.
Es ist meiner Meinung nach ein schönes Geschenk für einen lieben
Menschen und erst recht für sich selbst.
C.Lahmann
+++++ (ein Amazon Kunde): Loriot - unschlagbar!
Das Lebenswerk des großartigen Humoristen zu seinem 83. Geburtstag.
Es ist ein unerlässlicher Führer durch die Welt der Satire...
unvergleichlich wie Loriot den Alltagsmenschen treffsicher aufs Korn nimmt.
Nichts Geringeres als die Aufheiterung eines ganzen Volkes ist ihm
gelungen.
Ohne Loriot wären Harald Schmidt und Helge Schneider humortechnisch
undenkbar.
Wir haben es hier mit der kompletten Prosa Loriots zu tun, natürlich
inklusive seiner berühmten Sketche, die seinerzeit teils mit Schauspielern
(z. Bsp. Der Lottogewinner), teils in Trickfilmanimation (z. Bsp. Herren im
Bad) dem Publikum vorgestellt wurden.
Zur leichteren Zuordnung sind nicht nur diese Texte auf mehrere
Kapitel verteilt, überschrieben z. Bsp. mit "Der Mitmensch" oder "Szenen
einer Ehe". Die einzelnen Titel und auch allgegenwärtige Zitate daraus sind
wiederum in zwei getrennten Registern des Anhangs aufgeführt, der natürlich
auch die Quellen jeweiliger Erstveröffentlichung nennt.
"Sie haben da was am Mund..." Endlich gibt\'s Loriot zum Nachlesen!
Von der "Nudel" über "Herren im Bad" bis zur "Jodelschule".
Kosakenzipfel - schon mal probiert?
Laut Loriot ist das ein Mokka-Trüffel-Parfait mit einem
Zitronencreme-Bällchen.
Im gleichnamigen Sketch zerstreiten sich die Ehepaare Pröhl und
Hoppenstedt über das delikate Teil:
Im Nobel-Restaurant gibt es nur noch ein einziges, und die Pröhls
versprechen, die Hälfte den Hoppenstedts übrig zu lassen.
Machen sie aber nicht - ein bisschen mehr durfte es schon sein -
Unverschämt!
Das Dessert sorgt dafür, dass eine Freundschaft zu Grabe getragen
wird: Beim Kosaken-Zipfel versteht Herr Hoppenstedt keinen Spaß.
Typisch Deutsch eben, der Herr Hoppenstedt.
Und man begegnet Herrn Müller-Lüdenscheid wieder und der Nasennudel,
dem viel zu hart gekochten Ei, Herrn Lindemann und vielen anderen.
"Gran-di-os!"
Monologe und Dichtkunst wechseln einander ab in den Kapiteln über die
Themen Mitmensch, Ehe, Sport, Tourismus, Berufsleben, Kultur und Fernsehen,
Wissenschaft, Technik und Verkehr, Politik und Kapital sowie das Tier "als
solches".
Daneben sind noch ein Vorwort von Joachim Kaiser, ein Nachwort von
Christoph Stölzl sowie Geschichten, Festreden, Liebesbriefe, Kochrezepte,
zehn Gedichte und der allbekannte Opernführer samt "Karneval der Tiere"
nachzulesen.
Dieses Buch hat eigentlich nur einen Makel hat: Es fehlen, abgesehen
von der Coverillustration, die Cartoons!
Loriot versteht es wie kein Zweiter, auf die zwischenmenschliche
Diskrepanz hinzuweisen und seinen Finger sehr humorvoll in die Wunde der
Deutschen Michel-Mentalität zu legen.
Egal, ob sich Loriot der Tücke des Objektes widmet, ob er die
Verstiegenheiten, Verschrobenheiten und Fehler der neureichen
Möchtegern-Kultivierten und Medien-Yuppies aufs Korn nimmt, oder ob er ganz
einfach dem Vergnügen nachgeht, den Alltag ein klein wenig aus der Kurve
rutschen zu lassen:
Das Grinsen wird immer breiter, wenn man in diesem Buch blättert.
Fazit:
Wer Loriot kennt, der weiß was ihn hier erwartet und wer ihn nicht
kennt, sollte sich diesen Band anschaffen, denn
"Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos"
+++++ (ein Amazon Kunde): Chapeau, Loriot!
Hier finden Sie alles was Viktor von Bülow im Laufe seiner einmaligen
Karriere fabriziert und zu Papier gebracht hat: egal ob es sich dabei um
subtile Dramen, konkurrenzlos gute Geschichten, hinreißende Festreden,
geniale Liebesbriefe, unverwechselbare Kochrezepte, den legendären
Opernführer oder etwa um seine Gedichte handelt, sein gesamtes
literarisches Schaffen hat Diogenes auf insgesamt 750 eng bedruckten Seiten
zusammen gefasst.
Wirklich alle Klassiker sind mit dabei: Familie Panislowskis
legendäres Geschenk von Tante Berta aus Massachusetts (ein Klavier, ein
Klavier) oder Frau Hoppenstedts Jodeldiplom (mit den frei vorgetragenen
Grundmotiven des Erzherzog-Johann-Jodlers: Holleri du dödel di diri diri
dudel di, im zweiten Futur bei Sonnenaufgang). Wer liebt sie nicht, die
Dichterlesung mit den markanten, einprägsamen und Welt verändernden Worten:
Taubtrüber Ginst im Musenhain. Wem läuft nicht das Wasser im Mund zusammen,
wenn sich die beiden Urlaubsbekannten einen Kosakenzipfel teilen: Ist diese
Hälfte der zwei gleich großen Hälften größer als diese kleine Hälfte? Auch
sind Namen wie Klöbner, Müller-Lüdenscheid, Hallmackenreuther oder
Lindemann längst kult.
Kaum ein anderer hat den deutschen Humor so stark geprägt wie Loriot,
der unter dem französischen Namen seines Wappenvogels (dem Pirol)
Medien-Geschichte geschrieben hat. Mit tiefsinnigem Wortwitz und genialer
Beobachtungsgabe, die uns allen tagtäglich den Spiegel vorhält (ohne dabei
zu beleidigen oder unter die Gürtellinie zu gehen wohlgemerkt), versteht es
Loriot nicht nur, sein Publikum zum Lachen zu bringen, sondern regt auch
gleichzeitig zum Nachdenken an. Wer hat sich nicht schon an Heilig Abend an
Familie Hoppenstedt erinnert oder beim Frühstück darüber gerätselt, ob das
Ei wirklich viereinhalb Minuten gekocht hat? Und seien Sie ganz ehrlich:
können Sie ohne einen einzigen Schmunzler noch Senf oder
Schreibmaschinenpapier kaufen?
Loriot hat deutliche Spuren hinterlassen, denkt man nur einmal an
gewisse Redewendungen, die so manchen Zeitgenossen sofort als
eingefleischte Loriot-Fans enttarnen: Frau Hoppenstedt (da hab` ich was
Eigenes, da hab} ich mein Jodeldiplom), ein Herr und eine Dame im
Restaurant (ins Essen gequatscht / nun lassen Sie doch mal das Kind nach
vorn) oder auch nur Liebling, was soll ich anziehen? um nur ein paar
wenige zu nennen. Dies alles und noch viel mehr findet man in dieser
Anthologie wieder, die eigentlich in jedes gut sortierte Bücherregal
gehört.
Selbst meine Kinder (10 und 14 Jahre alt) lachen heute noch herzlich
und aus tiefster Seele über Loriots Cartoons, Geschichten und Gedichte
sowie seine unvergessenen und unerreichten Sketche. Es ist einfach
wunderbar bei Loriots treffsicher gesetzten Pointen und zutiefst
menschlicher Ironie herzhaft Lachen zu können! Doch Loriot wäre nicht zu
dem geworden, was er heute ist ohne das Medium Fernsehen, denn viele seiner
Sketche verbindet der Fan automatisch mit seiner Mimik und Gestik, sowie
seinen kongenialen Schauspieler-Kolleginnen und Kollegen wie Evelyn Hamann,
Edgar Hoppe oder Heinz Meier. Und was wären die Sketche Auf der Rennbahn
oder Das Frühstücksei ohne die zum Markenzeichen gewordenen Figuren mit den
Knubbelnasen?
Egal ob Sie schon einige seiner Werke gelesen oder auch einfach nur
so zu Hause rum stehen haben, wer Loriot schätzt oder sogar liebt wird
früher oder später nicht um diese Sammlung herum kommen, da muss man
einfach zugreifen!
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wo kommsch denn du alds arschloch her?: die ...
gesammelte prosa: sämtliche dramen, ...