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Ein Mann - Ein Buch | in den Warenkorbin den Warenkorb

Autor/Autoren: Eduard Augustin, Philipp von Keisenberg, Christian Zaschke
Herausgeber: Süddeutsche Zeitung / Bibliothek
Gebundene Ausgabe

Stichworte: [Belletristik] [Dramatik] [Essays] [Humor] [Lyrik] [Cartoons] [Comics] [HC/Belletristik/Comic, Cartoon, Humor, Satire] [Mann; Humor] [Lexikon (populär)] [Geschenkband] [Gesellschaft, Soziologie] [Lachen] [Mann]

Kundenmeinungen:
++++ (ein Amazon Kunde): Ausgelesen und überaus erfreut!
Was lässt sich sagen? Ein sehr nettes, unterhaltsames Buch. Viele Dinge die drin stehen sind Unnütz und dennoch irgendwie gerechtfertigt, viele sind unterhaltsam und regen zum schmuntzeln und lachen an und einige, ja einige sind durchaus nützlich. Wie zum Beispiel hört man einer Frau zu? Wie bindet man sich eine Krawatte? Und nicht zu vergessen: Das Pilze sammeln im Wald (da gibt es etliche Gefahrenquellen). Ich kann das Buch nur jedem ans Herz legen. Es lohnt sich.
+++ (ein Amazon Kunde): Gepflegter Männerrat
Männer und Frauen, das ist der Stoff, aus dem die Literatur, ob Belletristik oder Sachbuch, im Grunde gestrickt ist. Oft reicht aber schon ein Geschlecht und dessen Sicht der Dinge. "Ein Mann, ein Wort" habe ich ungewünscht geschenkt bekommen. Eduard Augustin, Philipp von Kaisenberg und Christian Zaschke liefern auf 400 Seiten gründlich recherchierte und durchdachte Information für ihn. Die zehn Themenkomplexe reichen von Häuslichem über Pflege des Äußeren bis zu "Mann in Gefahr". Dabei haben sich die drei Rat von Experten geholt: einem Traktormuseumsdirektor, einem Piloten, der erklärt, wie man einen Jumbo landet, Mehmet Scholl für die richtige Freistoßtechnik und Eckart Witzigmann zum Braten des optimalen Steaks. Das Buch fasst zusammen, was von Männern erwartet wird: Grillen, Feuermachen, Jagen. Daneben liest man im Kapitel "Der Mann und die Frau", Men\'s Health-Leser wissen Bescheid, wie Mann einen Orgasmus vortäuscht, eine Frau am Schnarchen hindert (z.B. indem er ihr einen Tennisball ins Rückenteil des Nachthemds näht ...), sich im Bordell benimmt oder eine Beziehung beendet. Im Kulturteil folgen weitgehend unbrisante Roman- und Filmlisten, die ein Mann kennen sollte (die Musikalbenliste ist besser). "Ein Mann, ein Buch" hebt sich wohltuend ab von "Wir sind geistige Einzeller und das ist gut so"-Humor a la Mario Barth. Gleichzeitig fehlt es dem Duktus an jeglicher Ironie. Wenigstens ein Hauch davon hätte z.B. in die fein sinnfrei gewählten Themen wie "Ein Tier ausstopfen", "Eine Bombe entschärfen", "Einem Amerikaner Abseits erklären", "Juwelen kaufen", "Rasieren mit dem Messer" oder "Papst werden" einfließen können. Dabei fehlen manchmal die Details, beispielsweise wäre es interessiert gewesen, wie Schnaps brennen im Knast funktioniert. Das Buch liest sich, und das ist seine Hauptschwäche, als wäre es erstgemeint: Ein gepflegtes Männersachbuch aus der Süddeutsche Zeitung Edition, eine Mischung aus, immerhin ohne hippe Gags auskommender, Lifestylezeitschrift und Lebenshilfefibel. Dennoch ein Fundus für manch sinnloses Wissensfragment, mit dem Mann seine Tresenkollegen oder, wenn er Glück hat, sogar Frauen beeindrucken kann.
++ (ein Amazon Kunde): Viel Text, wenig Bilder
Klar ist, dass die Themenauswahl nie alle Leservorlieben treffen kann und die Auswahl ist ja auch generell ok und an vielen Stellen erfreulich überraschend (z.b. die Pornodarsteller-Infos..;-) Aber bei vielen Dingen bräuchte es einfach aussagekräftigere Illustrationen, Bilder, Explosionszeichnungen usw, die das beschriebene auch erklären und nachvollziehbar machen. Hier hätte man sich an manchen Stellen mehr Bild und etwas weniger Text gewünscht.
+++++ (ein Amazon Kunde): Schönes Weihnachtsgeschenk
Ein wirklich sehr schönes Weihnachtsgeschenk für den eher kultivierten Mann (jetzt mal aus weiblicher Sicht). Männer sind anders als Frauen und vor allem, sie interessieren sich auch für ganz andere Dinge. Immer wieder ertappte ich mich bei dem Gedanken: Wen zum Teufel interessiert denn das? Männer aber scheinbar schon, und das ist wohl auch gut so. In dem Buch wird eine Männlichkeit adressiert, die ich am ehesten noch mit alten Bond-Filmen in Verbindung bringe, und die für meinen Geschmack in den letzten Jahren etwas zu sehr auf dem Rückzug war. Schön, dass es dafür solche Bücher gibt.
+++++ (ein Amazon Kunde): Der moderne Mann
Bücher zu den Themen Typisch Mann und Typisch Frau gibt es, gerade in der Zeit des Mario Barth, wie Sand am Meer. In diesen Werken werden meist die gängigsten Klischees der beiden Geschlechter mehr oder weniger lustig behandelt. Auf der anderen Seite gibt es Ratgeber für den Mann oder die Frau ebenso in Hülle und Fülle. Mit "Ein Mann - Ein Buch" stellen die drei Autoren Eduard Augustin, Philipp von Keisenberg und Christian Zaschke nun eine Mischung aus beidem vor. "Ein Mann - Ein Buch" ist in 10 Kapitel unterteilt, die ihrerseits wiederum in circa 10 bis 20 kurze Unterkapitel eingeteilt wurden. Die 10 behandelten Gebiete umfassen den Mann "im Haus", "in der Natur", "in Gefahr", "Gepflegt", "in Gesellschaft", "in Bewegung", "unter sich", "und die Frau", "und die Kultur" sowie den "alten Mann". In den Unterkapiteln werden dann Themen aufgegriffen, die ein Mann entweder tatsächlich beherrschen sollte (z.B. das Binden einer Krawatte oder das braten eines perfekten Steaks), oder die im Allgemeinen als besonders männlich gelten (z.B. einen Traktor oder LKW fahren, ein Flugzeug landen oder eine Kneipe eröffnen). Erstere Themen werden zwar unterhaltsam, aber auch anschaulich und praktisch beschrieben, letztere dagegen zwar ebenfalls anschaulich und erstaunlich präzise, jedoch in erster Linie unterhaltsam. Die Auswahl der typisch männlichen Dinge in diesem Buch orientiert sich dabei eher am modernen, kultivierten Gentleman, als am jagenden, rülpsenden, Frauen flachlegenden Ur-Mann. Das Buch ist in einem angenehmen Stil geschrieben, und lässt sich daher sehr flüssig lesen. Selbst bei Themen, die den einzelnen Leser vielleicht etwas weniger interessieren, wird es nicht langweilig. Die ausgiebige Gliederung in viele, teilweise sehr kurze, Unterkapitel, vereinfacht neben dem Lesen vor allem auch das spätere Nachschlagen einzelner Abschnitte. "Ein Mann - Ein Buch" kann daher sowohl als kurzweilige unterhaltsame Lektüre, als auch als Nachschlagewerk für vereinzelte elementare Dinge verwendet werden. Im Vordergrund steht dabei aber immer die Unterhaltung.

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Selbstbetrachtungen | in den Warenkorbin den Warenkorb

Autor/Autoren: Marc Aurel
Herausgeber: Marixverlag
Gebundene Ausgabe

Stichworte: [Römische Belletristik] [HC/Philosophie/Antike] [Belletristik] [Dramatik] [Essays] [Lyrik] [Autobiographie] [Marc Aurel] [Philosophie] [Marcus Aurelius Antoninus, Kaiser]

Kundenmeinungen:
+++++ (ein Amazon Kunde): "Nachsicht ist ein Teil der Gerechtigkeit." ( Marc Aurel)
Marc Aurel ( 121-180 n. Chr.) war römischer Kaiser , der in seinen philosophischen Betrachtungen von Seneca und Epiktet beeinflusst wurde. Der hochgebildete Rhetorikschüler zeichnete im Briefwechsel mit seinem Lehrer ein dezidiertes Bild der vornehmen Welt Roms. Die meiste Zeit seiner Herrschaft verbrachte er im Heerlager, um die Barbarenstürme abzuwehren. Die Philosophie wurde zu seiner ständigen Begleiterin . Sie half ihm die Last der Regierungsgeschäfte zu tragen. Marc Aurel gilt als der letzte Stoiker der Alten Welt. Die vorliegenden Aufzeichnungen beginnen mit einer Danksagung Marc Aurels an seine Verwandte, Freunde und Lehrer. Das liest sich wie folgt: " Fronto verhalf mir zur Einsicht, dass Missgunst , Schlauheit und Heuchelei die Folgen von Willkürherrschaft seien und dass im allgemeinen diejenigen, welche bei uns Edelgeborene heißen, eben doch weniger Menschenliebe besitzen, als andere." Der Danksagung schließen sich zwanglos aufgereihte Bemerkungen über vernünftige Verhaltensweisen und Einstellungen an. Marc Aurel möchte sich selbst damit zu einem verträglichen Menschen erziehen. Er kämpft gegen die negativen Affekte, wie Zorn, Missmut, Rachsucht , Eigensinn etc. und konstatiert:" Wer sündigt, versündigt sich an sich selbst; wer unrecht tut, schadet sich selbst, indem er sich selbst verschlimmert." Viele Jahrhunderte nach Marc Aurel schrieb Gryphius ein Gedicht, das folgende Sentenz des Kaisers aufgreift: " Alles, was du siehst, wird sehr bald zerstört werden, und die , welche diesen Zerstörungen zuschauen , werden selbst auch bald zerstört, und durch den Tod wird der älteste Greis mit dem Frühverstorbenen in denselben Zustand versetzt werden." Ich erlaube mir einen weiteren Gedanken des Kaiser zu zitieren, um seine große Klugheit zu dokumentieren: " Denke nicht an das, was dir fehlt, vielmehr an das, was jetzt noch für dich da ist, und wähle die unter den vorhandenen Gütern die ersprießlichsten aus und erinnere dich ihretwegen daran, wie du sie wohl aufsuchen würdest, wenn sie nicht vorhanden wären! Jedoch hüte dich zugleich, dass dieses Wohlgefallen daran dich nicht an ihre Überschätzung gewöhne; denn sonst müsste ihr einstiger Verlust dich nur beunruhigen." Marc Aurel wusste, wer immer sich strebend bemüht und sich von Leidenschaften freihält, erlangt Seelenfrieden. Empfehlenswert!
+++++ (ein Amazon Kunde): Lesenswerter Klassiker
Philosophieren, so weiß ich aus der Lektüre eines Buches, dessen Titel ich nicht mehr parat habe und vor vielen Jahrzehnten gelesen habe, heißt, sterben lernen! Der Autor Marc Aurel hat in seinen Selbstbetrachtungen nichts anderes getan als sich auf den Tod vorzubereiten. Sich und alle seine Leser, seit nunmehr zweitausend Jahren. Aurel hat soviel christliches Gedankengut in seinen Aussagen, daß man sich fragt, ob er nicht bereits Kenntnis von einzelnen Schriften gehabt haben könnte. Diejenigen des Paulus zum Beispiel. Ich habe es nicht recherchiert, ob es von der Zeit her stimmen könnte, aber es ist auch nicht so bedeutend. Ich belasse es bei einem Satz, aus dem zwölften Buch: "...bist Du darauf bedacht, nur die Zeit, die Du lebst, das heißt die Gegenwart, ganz zu durchleben, so wird es Dir möglich sein, den Rest Deiner Tage bis zum Tode ruhig, edel und dem Genius in Dir hold hinzubringen." Und einen habe ich noch aus dem vierten Buch: "Die Welt ist Verwandlung, das Leben Einbildung."
+++++ (ein Amazon Kunde): Philosophischer Klassiker - sehr lesenswert!
Im zweiten Jahrhundert nach Christus wird Platons Wunsch Wirklichkeit: Ein Philosoph besteigt den (römischen) Kaiserthron. Marcus Aurelius bleibt allerdings wenig Zeit fürs Philosophieren, schon bald muss er sein Reich an allen Fronten gegen einfallende Barbaren verteidigen. Während seiner letzten zehn Lebensjahre, in Feldlagern am Rand der römischen Zivilisation entstehen die "Selbstbetrachtungen". Das philosophische Tagebuch, das nicht zur Veröffentlichung bestimmt war, stellt ein außerordentlich intimes und ehrliches Zeugnis eines königlichen Denkers dar. Die meditativen Gedanken und Aphorismen zeugen von einem edlen Menschenbild und großer Lebensweisheit. Marc Aurel legt angesichts der Kriegswirren und des sich abzeichnenden Niedergangs des Reiches ein unermüdliches Streben nach Selbstbesinnung und die sprichwörtlich gewordene stoische Gelassenheit an den Tag. Die "Selbstbetrachtungen" sind eine unvergängliche Sammlung von Leitsätzen, bestimmt von menschlichen Werten und der Suche nach Überreinstimmung mit der Natur. Der junge Nietzsche hat Marc Aurels Buch als Stärkungsmittel empfohlen - und noch heute taugt es als erbauende Lektüre: eine zeitlose Wegleitung zum inneren Frieden durch die Abkehr vom Streben nach Luxus und Ansehen. Ein Großteil der heutigen Lebenshilfe-Literatur ist nur ein schwacher Abklatsch dieses Klassikers.
+++ (ein Amazon Kunde): nützlich!
Diese >Betrachtungen über sich selber Sein Hauptanliegen liegt darin, sich selbst zu erkennen und durch das Streben nach Wahrheit zu einem vollkommeneren Menschen zu werden. Auch wenn vieles seiner Schrift überflüssig ist, wird man dennoch einige Antworten auf elementare Fragen vorfinden. So lehrt er zum Beispiel die Geringschätzung weltlicher Güter und geht der (lächerlichen) Angst vor dem Tod auf den Grund; bis man schließlich zur niederschmetternden Einsicht gelangt, dass das ganze Leben im Grunde völlig unbedeutend und wertlos ist. Dass ein Menschenleben im Ganzen gesehen nur einen winzigen Augenblick ausmacht, und selbst die Hoffnung auf Nachruhm belanglos ist. Auch dass alles schon bald wieder vergessen sein wird: dein Name, all deine Taten....>letztendlich liegt nichts an einem Leben in dieser Welt. Allein das BEWUSSTwerden dieser Tatsachen ist ein großer Schritt zum Verständnis des Weltganzen. Da Marc Aurel jedoch von der Existenz Gottes überzeugt war, ist es ihm (geblendet von seinem Irrglauben) nicht möglich gewesen die offenliegende, desillusionierende Wahrheit seiner Thesen zu erblicken, und infolgedessen richtig einzuschätzen. Und so ist sein Werk überfüllt mit falschen Annahmen (nichts geschieht grundlos; alles ist vorherbestimmt) und einem faden Nützlichkeitswahn. Den Sinn des Lebens meint er in der Nächstenliebe und in guten Taten gefunden zu haben - und nicht selten wird man mit einer solchen Überfülle an Menschenliebe und Wohlwollen überschüttet, dass einem fast die Galle hochkommt. Die nützlichen Lehren Aurels stehen also direkt den weniger wertvollen gegenüber. Dass sich seine Lehren immer wiederholen, wobei meistens nur das Anwendungsbeispiel oder die Form abgeändert wurde, fällt nicht weiter ins Gewicht, weil sie so einprägsamer gemacht werden.(Ob das Absicht war ist zu bezweifeln) Fazit: Wer imstande ist, die wertvollen Erkenntnisse von falschen Annahmen und Irrglauben der damaligen Zeit zu trennen, wird den Kauf dieses Buches nicht bereuen.
+++ (ein Amazon Kunde): Schwieriger Text
Wer die Schriften von Seneca kennt, wird von diesen Selbstbetrachtungen von Marc Aurel enttäuscht sein: Obwohl beide zur selben philosophischen Schule (Stoa) zählen, unterscheidet sich die Qualtität der Texte dennoch massiv. Dies mag nicht zuletzt daran liegen, dass Marc Aurel (im Gegensatz zu Seneca) die Rhetorik und die Dichtkunst ablehnt. Dies macht den Text aber mühsam zu lesen. Zu dieser Schwierigkeit kommt als weitere hinzu, dass Marc Aurel mehr Zeit darauf verwendet, den schlechten Weg, den Weg der Untugend, zu verdammen, als den richtigen Weg, also den Weg der Tugend, zu preisen. Dies läuft darauf hinaus, dass der Grundtenor dieser Betrachtungen eher negativ ist. Aus diesen Gründen würde ich dieses Buch nur einem philsophie-historischen Wissenschaftler empfehlen. Wer aber auf der Suche nach stoischer Weisheit ist, wird mit anderen Autoren besser bedient sein...

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Kritik der reinen Toleranz | in den Warenkorbin den Warenkorb

Autor/Autoren: Henryk M. Broder
Herausgeber: wjs Verlag
Gebundene Ausgabe

Stichworte: [HC/Sachbücher/Politik, Gesellschaft, Wirtschaft] [Belletristik] [Dramatik] [Essays] [Lyrik] [Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Recht] [Sachbuch] [Toleranz] [Deutsche Belletristik] [Essay, Feuilleton, Reportage] [Ethik] [Moral] [Toleranz (ethisch)]

Kundenmeinungen:
+++++ (ein Amazon Kunde): Denktraditionen freiwilliger Selbstentmündigung
Angeblich bemitleidenswürdige Messerstecher, nachsichtige Richter, dialogführende Psychologen, drohende und mordende gegenwärtige Staatschefs, von der medialen Vordenker-Elite liebevoll mit Aufmerksamkeit bedacht und mit Lob, Ehre und Ruhm zugeschüttet: Damit lohnt sich allemal eine literarische Auseinandersetzung. Toleranz ist das Leitwort schlechthin; hier die verletzten und gekränkten Gläubigen, die gar nicht anders können als Botschaften abzufackeln, um ihre Ehre zu retten, dort die kleinlauten und ewig bussfertigen Relativisten des Abendlandes, die den Dialog der Kulturen als therapeutisches Selbstgespräch inszenieren und dabei die orientalischen Einwanderer als neues Proletariat entdeckt haben, die nun ihr volles Engagement erfordern. Organisiertes Beleidigtsein, verbunden mit Drohungen und vor allem die Angst vor ihrer hemmungslosen Kraft erweist sich als todsicheres Rezept für Verständnis und Unterwürfigkeit. Darin offenbart sich ein Geisteszustand des Westens, der sich immer weiter islamischen Interessen beugt. Während einst die Mord-Fatwa gegen Rushdie noch Empörung auslöste, so steht heute angeblich rassistische Islamskepsis im Fokus jener, die ihre Wunschphantasien der harten Realität vorziehen. Broder behandelt diese Damen und Herren nur am Rande. Scheinheiligkeit ist schliesslich kein (christliches) Kirchenmonopol. Die Welt, in der uns das Kaffeekränzchen mit Terroristen und das mahnende Erheben des Zeigefingers für jugendliche Schläger als Lösung aller Gewaltprobleme empfohlen werden, unterzieht er schärfster Analyse über all jene, die immer noch meinen und gerne glauben, der politische Islam sei ein Friedensengel. Er schätzt deutliche Worte und harte Polemik, wenn er austeilt, vornehmlich gegen Radikale aller Art, selbstgefällige Gutmenschen, Kerzenhalter und Appeaser. Broder bleibt in diesem gehobenen politischen Kabarett in Buchform in jedem Fall der argumentative Sieger. Humorvoll und trotzdem hoch politisch führt er den Leser in die Abgründe der naiven und von unterschwelligen Drohungen genötigten Seelen, die ihr Entgegenkommen als menschenfreundlich empfinden, angereichert mit viel beissendem Spott und spitzfindigen Vokabular. Man könnte auch mal darüber nachdenken, ob man die Polizei nicht abschaffen sollte, um die Kriminalität effektiver zu bekämpfen" zieht Broder als Fazit.
++++ (ein Amazon Kunde): Hurra, wir kapitulieren "light"
Wer politische Korrektheit mit Torheit gleichsetzt, der wird auch diesmal seinen Spaß haben. Gewohnt polemisch zieht Broder über das Gutmenschentum und tolerierte Gewalttaten erklärter Minderheiten her, ohne dabei Rücksicht auf berufsempörte wie Claudia Roth zu nehmen. Leider ist dieses Werk weniger bissig als "Hurra, wir kapitulieren", außerdem tut sich Broder diesmal sehr schwer damit, in die Thematik einzusteigen.
+++++ (ein Amazon Kunde): Fehlt es Broder an Ueberzeugungskraft ?
Broders letztes Buch liest man einfach sofort, ganz, bis zum Schluss. Er unterhält Sie über ein Thema das er kennt und beherrscht. Nur, wann folgt endlich Bewegung auf der politischen Bühne? Solange es den "Gutmenschen" (!?) gelingt, solche Themen und Thesen mit dem Vermerk: "Rechtsextremismus ,Populismus und Panikmacherei" abzutun,traut sich auf der politischen Seite kein geachteter,sauberer Politiker den Sachverhalt aus den Themen des "Rechtsextremismus" herauszugreifen, gar zu entfernen, um es als Diskussion zu unserem Demokratieverständnis zu thematisieren. Freuen wir uns auf den nächsten Schuss von Henryk, solange er noch lebt. Obschon er Tucholsky zitiert und bestimmt besser kennt als ich, hat er wohl eine wichtige Aussage desselben übersehen : "Toleranz ist der Verdacht dass der Andere Recht hat"
+++++ (ein Amazon Kunde): Die liberale Gesellschaft geht an ihrer Toleranz zugrunde!
So lautet eine der zentralen Thesen dieses faktenreichen Buches: Für Broder ist Intoleranz ein Gebot der Stunde - Intoleranz gegenüber jenen, die Toleranz verlangen, sie in ihren Familien etc. nicht ausüben, die diese Toleranz aber, sollten sie Macht erlangen, natürlich sofort abschaffen würden. Hauptfeind ist für Broder ein Islam, der im Gegensatz zu Christen- und Judentum nie eine Aufklärung mitgemacht habe, in dem es nie eine Reformation oder Revolution gab. Nach der Blütezeit der maurischen Kultur in Spanien etwa zwischen dem 8. und 13. Jahrhundert ging es mit der islamischen Kultur (bis heute) nur mehr bergab. Heute werden zB jährlich 1500 Bücher in das Griechische übersetzt (bei 11 Millionen Griechisch Sprechenden), aber nur 330 Bücher ins Arabische (bei fast 300 Millionen Arabisch Sprechenden). Den Hauptteil des Buches macht natürlich die Situation in Deuschland aus: "Ehrenmorde"; der hohe Anteil von jugendlichen Migranten bei Gewalt- und Intensivtätern in Berlin (bis zu 80%); die Tatsache, dass die Moslemverbände die Fürsorge für ihre Jugendlichen der Gesellschaft überlassen haben (und noch viele weitere Beispiele) lassen Broder zum Schluss kommen, dass zwar Deutschlands Freiheit am Hindukusch verteidigt werde - aber: "In Neukölln hat man sie schon aufgegeben." Broders Buch ist natürlich polemisch, manchmal zynisch, aber brillant geschrieben. Nur: Man wird Broders Schlüssen in weiten Bereichen (leider) zustimmen müssen - und man kann nur hoffen, dass möglichst viele durch das Buch aufgerüttelt werden! Und als Österreicher braucht man sich dann nicht zu wundern, warum bei der Wahl vom 28.9. 2008 so viele junge Menschen für die beiden Rechtsparteien FPÖ und BZÖ gestimmt haben...
+++++ (ein Amazon Kunde): Unsere Gesellschaft und Öffentlichkeit im Kotau vor einer Kultur, die alles Lügen straft, was uns einmal wichtig war
Das neue Buch von Henryk M. Broder ist die direkte und konsequente Fortsetzung seines vor zwei Jahren erschienenen Buches "Hurra, wir kapitulieren", in der er die Frage aufgeworfen hatte, ob die westliche Welt vor dem Siegeszug des Islam nicht schon längst kapituliert habe. Auch im vorliegenden Buch benennt er zahlreiche Beispiele, nicht nur aus Deutschland, wo Politiker, Journalisten , Künstler und Intellektuelle angeblich aus Toleranz ihre eigenen Werte verraten und verkaufen und sich in einer Art Appeasementpolitik auf eine Art und Weise anbiedern, die einen erschüttert, wenn man noch seine fünf Sinne beisammen hat. Broder sagt auch im neuen Buch, dass dies aus einer tiefwurzelnden Angst entspringe und der Westen bereit sei alles aufzugeben, wofür er jemals gekämpft hat und eingetreten ist. War es damals vor allem das um die Welt gehenden Beispiel der Reaktion des Westens auf die Mohammed-Karikaturen, so befasst sich Broder im neuen Buch unter anderem mit den öffentlichen Reaktionen auf die zunehmenden Gewaltexzesse von Jugendlichen mit hauptsächlich islamischem "Migrationshintergrund" von Journalisten, Politikern und vor allem den mit diesen Fällen befassten Gerichten. Auch die bigotte und heuchlerische Haltung gegenüber Israel greift er wieder auf: "Das Toleranz-Prinzip, das sich im aufgeklärten Westen durchgesetzt hat", gegen das Broder tapfer versucht zu argumentieren durch sein ganzes Buch, basiert auf einer Verbindung von selektiver Wahrnehmung mit der Angst um das eigene Wohlergehen. Drei bis vier Millionen Tote im Kongo, eine Horror-Regime in Burma und eine Gang in Simbabwe, die das eigene Land im Namen des Antiimperialismus ruiniert, werden übersehen, weil man sich auf die \'humanitäre Katastrophe\' in Gaza konzentrieren muss. Dabei spielt es keine Rolle, dass es sich um das höchstsubventionierte Gebiet der Welt handelt, das von einer ,Regierung\' regiert wird, die sich um alles kümmert, außer um die Versorgung der Bevölkerung, die sie den UN-Agenturen und den zahllosen NGOs überlässt. Es spielt keine Rolle, dass die Sturmtruppen der Hamas so aussehen, als wären sie soeben mit dem Feinsten und Besten ausgestattet worden, das der Markt modebewussten Gotteskriegern anzubieten hat. Der tolerante Durchschnittsdeutsche, der sich in seinem Viertel nicht mehr auf die Straße traut, wenn sein Fahrrad, das er abzuschließen vergaß, geklaut wurde, solidarisiert sich mit den notleidenden Menschen in Gaza und macht Israel für deren Schicksal verantwortlich, während er die Hamasraketen auf israelischen Städte als \'selbstgebaut\' beschreibt, um deren Harmlosigkeit zu unterstreichen." Broders Buch ist köstlich zu lesen, doch all die Problemanzeigen, die er nicht müde wird, in die deutsche Öffentlichkeit zu streuen, sind tatsächlich beängstigend. Das, was ein großer Teil der ,aufgeklärten\' Öffentlichkeit aus Gutmenschen, Friedensfreunden und Multikultis, aber auch Politiker ohne diese biographischen Hintergründe da an Anpassung betreibt, kann sich Broder nur so erklären: "Toleranz ist ein ungedeckter Wechsel auf die Zukunft, ein Angebot an den Sieger von morgen: Ich verschone dich heute, bitte merke es dir gut und verschone mich, sobald du an der Macht bist". Auch dieses Buch wird, so kann man prophezeien, für Diskussionen sorgen und die Leserschar spalten. Was nur ein Beweis wäre für seine Thesen, dass es schon längst nicht mehr um reine \'political correctness\' geht, sondern um feiges Zurückweichen vor einer Religion und Kultur, die alles in Frage stellt , was in Europa über die letzten 200 Jahren aufgebaut worden ist.

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Faust: Der Tragödie erster und zweiter Teil. ... | in den Warenkorbin den Warenkorb

Autor/Autoren: Johann Wolfgang von Goethe
Herausgeber: Beck
Gebundene Ausgabe

Stichworte: [HC/Belletristik/Hauptwerk vor 1945] [Belletristik] [Dramatik] [Essays] [Lyrik] [Faust, Dr. Johannes / Faustdichtungen] [Goethe, Johann W. von; Interpretationen (Dramen)] [Deutsche Belletristik] [Dramatik, Drehbuch]

Nein, an Faust kommt jemand, der sich für Literatur interessiert, nicht vorbei. Ja, und selbst derjenige, der meint, in unserer Zeit habe man nichts mehr mit Goethes Werk zu tun, sei eines besseren belehrt: Längst sind Zitate aus dem unstrittig berühmtesten Drama aus deutscher Dichterhand in alltägliche Redewendungen übergegangen. Irgend etwas aus Faust trägt jeder einmal -- bewußt oder unbewußt -- auf den Lippen. Goethe hat es verstanden, aus der alten Geschichte vom Doktor Faustus, der nach unbedingter Erkenntnis strebt, ein Drama zu machen, das in seiner inhaltlichen und sprachlichen Vielfalt sämtliche Vorgänger in den Schatten stellt. Seine Faust-Gestalt -- und mit ihr das faustische Streben -- stehen für das Streben des Menschen überhaupt. Zu Beginn des Dramas wettet Mephisto mit Gott um die Seele von Faust. Mit Verlockungen und Verwirrungen versucht der Widersacher sein Opfer zu verführen. Nichts scheint ihm unmöglich. Auch das unschuldige Gretchen, in das sich Faust verliebt, scheint er in seiner Gewalt zu haben. Als sie ihre Mutter umbringt, um sich ein Stelldichein mit Faust zu erschleichen, nimmt die Tragödie ihren Lauf... Und doch zeigt sich -- trotz allen Leides, welches der Teufel anrichtet -- über die wahre, unschuldige Liebe kann er nicht triumphieren. Mephisto bleibt ein Zyniker vor dem Herrn, ein destruktives Element, ein armer Teufel. Nicht zuletzt auch Sprache und Form der Tragödie sind eine wahre Meisterleistung: Kaum ein anderes Werk besitzt solch eine Vielzahl an metrischen Formen, die exakt auf die jeweiligen Personen und die Dichte der Atmosphäre abgestimmt sind. Die Einmaligkeit von Faust wird erst durch mehrmaliges Lesen deutlich. Dafür sollte man sich Zeit lassen. Auch im kommenden Jahrtausend. --Anne Hauschild Aus der Amazon.de-Redaktion

Kundenmeinungen:
+++++ (ein Amazon Kunde): Vernunft wird Unsinn
Wer dieser Jahre die Verkaufs-Ranglisten des Buchhandels betrachtet, möchte die Finger schon zur Faust ballen, mit ihr auf den Tisch schlagen und laut Vernunft einfordern. Das Leichte hat das Gewichtige fast vollständig verdrängt. Wehrhafte Geister greifen somit zu den Klassikern, wie dem vorliegenden, oder sie suchen in den Nischen nach den kleinen Schätzen, die es unter den Neuerscheinungen gibt. Wenn man dann ausgerechnet (?) in einem Buch zum Thema Fußball ein Faust-Zitat entdeckt, keimt Hoffnung auf, die fortan vollends zufriedener Überraschung weicht. Mit "Fußball - Das Allerletzte" beweist Autor Marcel Dreykopf, dass jedes Literatur-Genre große Freude bereiten kann, wenn sich Wissen und Sprachgefühl vereinen. Nein, mit Goethe mag man hier nicht vergleichen, aber derartiges Vergnügen zu empfinden, ist eine Erwähnung wert.
+++++ (ein Amazon Kunde): Sehr empfehlenswert!
Goethes Faust ist wohl "DAS" Meisterwerk der deutschsprachigen Literatur. Das Buch ist reich an Inhalt und insbesondere der zweite Teil schwer zu begreifen ohne Hintergrundwissen. Trunz hat einen aufwendigen Anhang beigefügt, in dem er die Historie der Entstehung des Faust kommentiert, er die Bedeutung jeder einzelnen Szene erklärt (oft mit Verweisen auf Goethes Freund Eckermann) und sogar viele Verse genauestens erklärt. Mir haben insbesondere die Kommentare zu den griechischen mythologischen Figuren des zweiten Teils geholfen, den Text und die Intentionen Goethes besser zu verstehen.
+++++ (ein Amazon Kunde): DAS Werk
Goethes "Faust" als Gesamtwerk - sprich Teil I + II - ist und bleibt DAS ausgereifteste und bedeutendste Werk der deutschen Literatur und nimmt neben wenigen anderen Werken ebenfalls einen, wenn nicht den höchsten, verdienten Platz im Olymp der Weltliteratur ein. Sicherlich nicht leicht lesbar und zugänglich, präsentiert sich dem Leser, der sich auf das Mammutwerk einlässt, mit Goethes "Faust" einer der interessantesten Ansätze über die Behandlung menschlicher Urfragen und das Wesen der Menschheit. Lyrisch vollendet und nicht mehr zu übertreffen, stellt das Werk zudem mit den Figuren Faust und Mephisto die wahrscheinlich wichtigsten Charaktere vor, die jemals so für ein Buch konzipiert wurden. Erich Trunz\' überlegene Ausgabe glänzt im übrigen durch einen ausführlichen Anhang- und Kommentarteil und ist aufgrund des exzellenten Preis-Leistungs-Verhältnisses auch für Schüler und Gelegenheits-Leser sehr wohl geeignet.
++++ (ein Amazon Kunde): Eine kommentierte Ausgabe, die nur bedingt in die Tiefe geht
Nicht Goethes Faust möchte ich rezensieren - das ist müßig. Wie könnte ich mir anmaßen, solch ein Werk zu beurteilen? Ganz subjektiv: Ich liebe Goethes Faust und vor allem den 2. Teil, habe über die Klassische Walpurgisnacht meine Diplomarbeit geschrieben, und nehme das Buch immer wieder zur Hand um mich an einzelnen Passagen zu erfreuen. Mein Kommentar zielt auf die vorliegende Ausgabe ab. Jeder sollte Goethes Faust irgend wann einmal lesen - die Frage ist nur: in welcher Ausgabe? Selbstverständlich in einer kommentierten! Besonders der Faust 2 ist ohne Kommentar kaum zu verstehen. Es scheiden sich die Geister, wie weit ein guter Kommentar nur Erläuterung von Fakten, oder wie weit er interpretieren und damit Interpretationshilfe oder -beeinflussung sein soll. Der Trunz Kommentar dieser Ausgabe hält sich relativ strikte an die erste Linie. Dem Leser wird erklärt, was Greife sind, wer Helena war, und was Erichtho mit den Pharsalischen Feldern zu tun hat. Für einen Faust Kommentar ist dieser von Trunz sehr kurz, was so manchem Leser bestimmt sehr sympathisch ist, weil es nicht jedermanns Sache ist, mehr Kommentar als Werk zu lesen. Allerdings wird man auf viele Feinheiten des Faust beim Lesen mit diesem Kommentar nicht aufmerksam werden. Interpretatorischen Fragen geht Trunz kaum nach. Meine erste Faust Lektüre habe ich mit diesem Kommentar hinter mich gebracht, und damals war ich durchaus dankbar, schnell und einfach die wichtigsten Infos zu mythologischen Figuren und Schauplätzen zu erhalten. Im Laufe meiner Beschäftigung bin ich auf viele andere, wesentlich ausführlichere Kommentare gestoßen, wie dem von Dorothea Hölscher-Lohmeyer in der Münchner Ausgabe, dem von Geyer bei Reclam oder dem von Schöne bei Artemis. Alle haben ihre Stärken und Schwächen: Lohmeyer mit ihrem Hang zur Überinterpretation ist vielleicht das krasseste Gegenteil zu Trunz. Auch Geyer füllt 2 Bücher als Kommentator. Schöne ist vielleicht der Mittelweg zwischen den Extremen. Der Trunz Kommentar dieser Ausgabe ist meiner Meinung nach das Richtige für Faust-Anfänger oder für schnelles Nachschlagen handfester Information. In die Tiefe des Faust dringt man damit allerdings nicht. Dazu heißt es lesen, lesen, lesen - nicht einmal, sondern viele Male. Hat jemanden die Liebe zum Werk einmal gepackt, wird er danach trachten, verschiedene Werke der Sekundärliteratur zu verwenden. Für den Anfang ist Trunz nicht schlecht.
+++++ (ein Amazon Kunde): Sehr gute Ausgabe
Faust ist zweifelsohne eines der wichtigsten Werke der deutschen Literatur überhaupt. Ich habe bis jetzt nur den ersten Teil gelesen und der hat mir ausgezeichnet gefallen. Es ist phantastisch, wie viel tiefe Gedanken und durchaus auch Humor in diesem Werk stecken, von der herausragenden dichterischen Leistung Goethes ganz zu schweigen. Neben den Werk selbst finde ich auch diese Ausgabe ausgezeichnet. Sie enthält Faust I und Faust II plus den Urfaust und einen sehr ausführlichen Kommentarteil, in dem kaum eine Frage zum Faust offen bleibt. Eine sehr gute Ausgabe eines großartigen Werkes und wenn man bedenkt, dass sie mehr als 700 Seiten hat, auch eine günstige.

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Sagen Sie jetzt nichts: Interviews ganz ohne Worte | in den Warenkorbin den Warenkorb

Herausgeber: Süddeutsche Zeitung / Bibliothek
Gebundene Ausgabe

Stichworte: [Belletristik] [Dramatik] [Essays] [HC/Belletristik/Geschenkbücher, Alben, Immerw. Kalender, Postkartenbücher] [Lyrik] [Geschenkbändchen] [Humorfotografie] [Porträtfotografie; Bildband] [Prominente; Humor] [Süddeutsche Zeitung] [Deutsche Belletristik] [Essay, Feuilleton, Reportage]

Kundenmeinungen:
+++++ (ein Amazon Kunde): Der Weihnachtshit 2008
Ein einmaliges Buch. Zu vielen Fragen würde mir persönliche keine Grimasse einfallen, aber ich bin ja auch nicht prominent. Unbedingt empfehlenswert. Aus diesem Grund haben wir den Band dieses Jahr zu Weihnachten mindestens 10mal verschenkt. :-)
+++++ (ein Amazon Kunde): Großartig
Gut, die Idee ist eigentlich geklaut - siehe "The Frenchman. Ein fotografisches Interview mit Fernandel". Das tut aber nichts zur Sache, denn die SZ-Interviews machen genauso viel Spaß! Tut gut, all die Dampfplauderer mal ohne Worte zu erleben! Manche Fotos/Mienen sind wirklich beeindruckend, manche zum totlachen, manche berührend. Und oft sagen diese stummen Fotos eben mehr als tausend Worte!
+++++ (ein Amazon Kunde): Absolut beeindruckend!
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Der Beweis dieser These erfolgt in diesem Bildband. Berühmte deutsche Persönlichkeiten aus allen Sparten sind sich nicht zu schade, nein, sie scheinen es gar als Herausforderung zu empfinden, eine Frage nur mit der Mimik zu beantworten. Die Bilder berühren, sind mal komisch, mal traurig, und man mag das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Eine echte Perle- MUSS man haben!!!

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Ilias | in den Warenkorbin den Warenkorb

Autor/Autoren: Homer, Raoul Schrott
Herausgeber: Hanser Belletristik
Gebundene Ausgabe

Stichworte: [Belletristik] [Dramatik] [Essays] [HC/Belletristik/Hauptwerk vor 1945] [Lyrik] [Geisteswissenschaften, Kunst, Musik] [Trojanischer Krieg] [Epik, Lyrik] [Griechische Literatur (Altgriechisch)] [Sage]

Kundenmeinungen:
+++++ (ein Amazon Kunde): Unsagbar großartig, ebenso frisch wie episch
Wow. ich habe die Ilias nun schon diverse Male angegangen, aber so ist sie mir noch nie um die Ohren geflogen - frisch, jung, erdig, greifbar; dabei episch, lyrisch, voller Liebe für Homer. Daß ein 2600 Jahre alter Text einen wie ein Thriller fesseln kann, daß man zugleich die Größe spürt, ohne daß das gleich "alterthümelnde Sprache" ertragen muß - das ist eine Leistung, für die ich mich vor Schrott verneige. Bravo. An der Übersetzung kann man nicht mehr vorbei.
+++++ (ein Amazon Kunde): Die Ilias war schon immer ein Hörbuch!
Manfred Zapatka hat schon viel Schrott gedreht (Rivalen der Rennbahn!), jetzt liest er endlich Schrott! Gottseidank! Die viel diskutierte Neuübersetzung von Raoul Schrott entfaltet ihre gesamte Wucht erst, wenn Manfred Zapatka sie liest. Ich gehöre zu denen, die die Ilias auf Griechisch in der Schule lesen durften, bzw. so viel davon, wie man als Schüler in einem Semester schafft, nämlich einen winzigen Bruchteil. Das Gestolpere durch die Hexameter hat mich jungen Menschen nicht motiviert, sie ganz auf Deutsch zu lesen, zumal ich die Übersetzungen als unlesbar empfunden habe und ja den Gustav Schwab im Schrank hatte. Da muss Raoul Schrott kommen und mir diese Minderwertigkeitskomplexe nehmen. Sehr lesenswert ist sein Kommentar zur Zielsetzung seiner Übersetzung: Wie muss die "message" von Homer klingen, damit sie heute die gleiche Bedeutung und Wirkung hat wie vor zweieinhalb Tausend Jahren auf Griechisch? Und wenn man sie befreit vom Korsett des Versmaßes, liegen plötzlich die Schilderungen wieder frei in all ihrer Schonungslosigkeit: Die Brutalität, mit der vor Troja gekämpft wurde, mit welcher Skrupellosigkeit gemetzelt wird. Wo der Speer in den Kopf oder den Bauch eindringt, wo er wieder austritt, und welche Organe mit ihm. Wie viele Zivilisten der Laune beleidigter Heerführer zum Opfer fallen - das ist Krieg - abscheulicher Krieg! Wie die Helden der Laune und Willkür ihrer Götter ausgeliefert sind. Wenn man darüber vielleicht hinweg lesen kann, weghören kann man nicht das ist die größte Stärke dieser Aufnahme. Es ist ein archaisches (sic!) Erlebnis, wenn man sich vergegenwärtigt, dass die Ilias ursprünglich ja auch ein von Rhapsoden vorgetragenes Hörerlebnis war. Und auch die mussten ihr Publikum wach halten über 24 Gesänge. Manche Regieeinfälle und Soundeffekte sind Geschmackssache und etwas gewöhnungsbedürftig, aber sie erfüllen ihren Zweck. Und nach 21 CDs hat man Lust auf die Fortsetzung und bedauert, dass es (noch?) keine Schrott-Odyssee gibt
+++++ (ein Amazon Kunde): Schöne Neuübersetzung durch Raoul Schrott!
Schwer war es bisher die Ilias zu lesen, sofern man kein Philologe ist oder sich anhand von Sekundärliteratur weiterzuhelfen wusste. Große Klassiker haben mich schon immer fasziniert, doch ein (je nach Ausgabe) deutlich über 500 Seiten dickes Buch in der Hexameter Form zu lesen ist für einen Nicht-Philologen einfach als zu anstrengend zu bezeichnen und lies daher bisher die für mich wichtige Lesefreude etwas vermissen. Raoul Schrott schafft hier mit seiner Neuübersetzung Abhilfe und überträgt diesen ganz großen Klassiker in eine für unsere heutige Zeit angemessene und gut verständliche sprachliche Form. Das Hexameter klassischer Übersetzungen weicht und dafür bekommt der interessierte Leser eine hochgradig spannende und mitreißende Geschichte, sicherlich aufregender als mancher Thriller! Die große Chance für diese Veröffentlichung liegt in meinen Augen daher darin, dass die Ilias hiermit ein neues, breiteres und hoffentlich auch jüngeres Publikum ansprechen und für sich begeistern kann! Es hat mir viel Spaß und Freude bereitet, diese Neuübersetzung zu lesen und ich kann sie allen Interessierten nur wärmsten Herzens empfehlen. Ich denke selbst Leser, welche das Werk in anderen klassischen Übersetzungen bereits kennen, werden hier gut unterhalten werden. Das Buch bietet außerdem die Chance für Leser die Homer bisher fern blieben, zuerst dieses Buch zu lesen und sich dann an die Hexameter klassischer Ausgaben zu wagen (sofern ein detailliertes Interesse geweckt wurde). Für mich alles in allem eine tolles Buch, welches hier als nicht ganz billige gebundene Ausgabe vorliegt.
+++++ (ein Amazon Kunde): Krimi ! Zu Raoul Schrotts Neuübertragung der Ilias
Wer liest schon freiwillig einen zweieinhalb tausend Jahre alten Text? Wenn Homers Ilias bisher ein Nischendasein führte, interessant allenfalls für fachlich gebildete Menschen oder Liebhaber des Hexameters, dann sollte Raoul Schrotts Neuübersetzung dieses Mauerblümchen immerhin in eine Heckenrose verwandeln, denn: Homers Epos vom trojanischen Krieg liest sich jetzt wie ein Krimi, den man nicht zur Seite legen will. Zu spannend sind die Auseinandersetzungen der Helden und der Götter nun geschildert, in einer Sprache, die die unsere ist, die inhaltstreu bleibt, aber keine philologische Scheu vor den Sprachbildern unserer Umgangssprache hat. Die Figuren werden durch diese Übersetzung so lebendig, dass die Motive ihres Handelns unmittelbar einleuchten. Keine Kunstsprache verhindert eine Identifikation des Lesers mit den Helden, und das ist vielleicht die herausragende Leistung Raoul Schrotts: Seine Sprache ist ja nicht kunstfrei, im Gegenteil. Sie ist - so beschreibt er seine Übersetzungsarbeit im einleitenden Arbeitsbericht - dem INHALT der Ilias verpflichtet, will die POESIE Homers ans Licht bringen, verzichtet dabei aber konsequent auf eine "Nachbildung" der "durch den Hexameter bedingte[n] Formelsprache". Zudem wird das Lesen enorm erleichert durch typographische Kniffe: Man weiß immer, ob man die wörtliche Rede einer Figur liest oder den Erzählbericht, auch ohne Anführungszeichen. Kleiner Nebeneffekt dieser graphischen Gestaltung: Das Lesen gewinnt an Fahrt, an Dynamik. Das Ergebnis ist verblüffend. Überraschende Leselaune, Leselust setzt ein, man möchte wissen, wie der Zank zwischen Zeus und seiner Ehefrau Hera (oder umgekehrt) verläuft und ausgeht, man versteht unmittelbar, weshalb Achill grenzenlos zornig ist und fiebert dem Schicksal Agamemnons entgegen, der keine Gelegenheit auslässt, sich als Macho aufzuführen. Fast möchte man sagen: Sie sind einer von uns, ja, das habe ich auch schon erlebt! Vergnügen pur - auch Nachdenklichkeit über Situationen, die heute wie vor über 2000 Jahren offensichtlich dieselben sind, archetypische Muster, die das menschliche Leben wie selbstverständlich begleiten. Eine uneingeschränkte Leseempfehlung! Und: Danke, Raoul Schrott!

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Treffen sich zwei | in den Warenkorbin den Warenkorb

Autor/Autoren: Iris Hanika
Herausgeber: Literaturverlag Droschl
Gebundene Ausgabe

Stichworte: [HC/Belletristik/Erzählende Literatur] [Belletristik] [Erzählungen] [Romane] [Berlin] [Deutsche Belletristik] [Roman, Erzählung] [Roman, Erzählung, Lyrik, Essay]

Kundenmeinungen:
+++++ (ein Amazon Kunde): Treffer!
Ein großartiger Liebesroman, der die Irrungen und Wirrungen von Mann und Frau wundervoll vernüpft, dabei mit Brüchen in der Geschichte gut konstruiert und herrlich mit hochvirtuoser und schlichter Sprache spielt. Damit trifft sie den Ton lebendiger Menschen, die beides können: kluge Sätze und handfeste Ausdrucksweise je nachdem wann was angebracht ist. Vielleicht muss man um die vierzig sein und in Berlin leben - so jedenfalls finde ich das Buch großartig in der Beschreibung der Schwierigkeit beginnender Beziehungen und der seltsamen Bewohner dieser liebenswerten Stadt.
++++ (ein Amazon Kunde): Schön
Als bekennende Freundin von Sprachbildern und als Romantikerin hat mich das Buch zu Beginn in seinen Bann gezogen. Wer NUR eine Liebesgeschichte sucht, wird sich lange gedulden müssen. Es ist ein Buch, in der die mitunter nicht durchschaubaren Gehirnwindungen und Gedankengänge von 40+ Frisch-Verliebten recht genau beschrieben werden, frei nach dem Motto "...es kann doch gar nicht so einfach sein, wie es eigentlich ist". Und so stolpern Senta und Thomas, die Hauptdarsteller, fast bis zur letzten Seite, wo das Paar ein ganz schlichtes - wohlgemerkt hier sehr positiv gemeintes - Happy End findet. Das Buch ist gespickt mit Auszügen aus der Weltliteratur, was ich als ausgesprochen spannend empfinde und was manche Längen gekonnt überspielt. Ein Buch, das eine Mischung ist zwischen leichter Sommerlektüre und anspruchsvollem Psychodrama. Man darf sich vor allem nicht scheuen (so das eigene Leben dieses Stück nicht ohnehin schon geschrieben hat), daran zu glauben, dass das Leben jemanden bereit hält, der so "schön" ist, das dieses Wort das beste ist, was einem zu diesem Wunder einfällt.
+++++ (ein Amazon Kunde): Ein wunderbarer Liebesroman
Über die Liebe zu schreiben bedeutet, die x-te Variation des Allzubekannten zu versuchen, es ist ganz schön schwer, der abgebrühten Leserschaft bei der Lektüre diesen gewissen Glanz in die Augen und diese wehmütige Gefühl ins Herz zu zaubern. Die meisten Worte sind einfach zu abgenutzt, zu trivial, um noch irgendeine Reaktion hervorzurufen. Iris Hanika schafft es, diese Klippe zu umschiffen - in einem Sprachmix, in dem sich das Triviale und das Originelle, Pathos und Spott auf engstem Raum mischen. Sie erzählt keine Geschichte, malt keine Stimmungsbilder, blendet auch nicht durch die Extravaganz der beschriebenen Beziehung. Hier ist, von den äußeren Fakten her, alles ganz gewöhnlich - sehr zum Leidwesen der neurotischen Hauptfiguren. Mit analytischer Akribie werden die zögerlichen Liebenden wie unter Laborbedingungen betrachtet, ihr Gefühlswirrwar seziert. Da werden Gefühle, Gegengefühle, Unter- und Paragefühle nebeneinandergestellt, werden all die Zweifel, der Argwohn, der Selbsthass, die Hilflosigkeit und die blinde Begeisterung die die sich zierenden Figuren (vor allem aber die deutlich komplexer gezeichnete Frau)in permanentem Wechsel heimsuchen, sorgfältig ausgebreitet. Der Erzählton ist meist kühl, oft spöttisch und gelegentlich auf rührende Weise naiv, kindlich, intuitiv, auch wenn es dem Leser mal etwas peinlich werden mag. Der Text erzeugt keinen Sog, und wenn, zerstört die Autorin ihn sofort durch heterogene Einschübe, Exkurse, Aufzeichnungen. Aber gerade mit dieser artifiziellen, eher unromantischen Form schafft sie es, den dicken Panzer der Lesegewohnheiten zu durchbrechen und dem eigentlich Unbenennbaren noch einmal eine neue, individuelle und in sich stimmige Form zu geben. Ein tolles Buch, sehr empfehlenswert, eines der besten bislang in diesem Jahr. Einzige Einschränkung: Gerade am Anfang übertreibt sie es ein wenig mit ihrer üppigen Metaphorik. Das klingt dann schon mal platt oder gekünstelt. Einen halben Stern würde ich dafür höchstens abziehen, deshalb trotzdem Höchstwertung für ein ambitioniertes, ein gewagtes und über weite Strecken sehr gelungenes Buch über die Liebe unter neurotischen Großstadtsingles.
++ (ein Amazon Kunde): Romantische Liebesgeschichte oder Heimatroman?
Das neue Buch der Berliner Autorin Iris Hanika hat den lapidaren Titel "Treffen sich zwei". Es handelt eigentlich von den ersten Wochen einer Liebe. Der Plot spielt während eines heißen Sommers im Berliner Stadtteil Kreuzberg. Die Protagonistin Senta Bergner (assoziativ ein witziger Einfall?) ist eine recht einsame, hysterische Frau, die trotz wechselnder Männerbekanntschaften, keine feste Beziehung aufbauen kann. Sie trifft eines Abends den an einer Theke stehenden Berliner Systemberater Thomas. Sofort springt der Funken über. Das Schicksal hat scheinbar zugeschlagen. Er ist der Mann von dem sie immer geträumt hat. Sie schlafen in der ersten Nacht miteinander, alles ist ganz großartig. Aber man merkt dann doch sehr schnell, dass das was von der Autorin so romantisch mit der ersten Liebesnacht inszeniert wurde, im grauen Alltag keinen Bestand haben wird. Der Wunsch nach Romantik und der absoluten Liebe ist vordergründig vorhanden, aber die beiden Protagonisten finden keinen Weg, wie sie im miteinander umgehen sollen. So finden sie keinen Zugang sich ihre bisherigen Lebensgeschichten zu erzählen, können keine Gemeinsamkeiten und Verhaltensmuster entdecken, verheddern sich in Kleinigkeiten, sie finden nicht zueinander, mit anderen Worten, es klappt eigentlich nichts. Senta, die die methodisch aufgebaute Abhandlung über das Thema Liebe durch Lektüre der unterschiedlichsten Liebesgeschichten im Kopf hat, versucht diese Diskurse ständig als Liebesratgeber abzurufen. Da werden Zitate von Eichendorff, Rilke, Jelinek usw. als Vorbildfunktionen eingeflochten. Thomas und Senta sprechen und schlafen schließlich nicht mehr miteinander, trennen sich. Sie scheitern gigantisch, was eigentlich von vornherein vorhersehbar war. Doch die Begegnung und der einstige romantische Traum von der wahren Liebe haben ihre Spuren hinterlassen, führen sie am Schluss des Buches wieder zusammen. Das Happy End endet mit der lapidaren Feststellung, dass sie die Dinge schon wie auch immer meistern werden, auch wenn sie über die Liebe eigentlich nicht reden können. Iris Hanika hält mit ironischer Komik und flapsiger Simplizität große Distanz zu ihren Figuren. Insofern ist die Geschichte ganz witzig aber die Autorin verwendet unterschiedliche Sprachschichten, die sie jedoch nicht kennzeichnet und nicht klug zusammenbaut. Es bleibt eine geliehene Sprache, deren Ausdrucksstil gegen Null tendiert. Es ist eine grausame Sprache mit Trivialitäten und Formulierungen, die mir die Fußnägel hochtreibt, weil ich so etwas lange nicht mehr gelesen habe. Das Buch hat mich auch mit seinem ganzen Deutungsdelirium und seiner Männerbeleidigung nicht ereicht. Der Verlag schreibt im Klappentext, es sei ein Liebesroman und ein Heimatroman. Bei allen Vorbehalten gegen Klappentexte; den Roman finde ich nicht, dafür ist die Sprache unter Groschenromanlevel; auch die Heimat finde ich nicht, dafür ist die ganze Dokumentation zu liederlich, nicht sorgfältig genug; schließlich, die Liebe finde ich schon gar nicht, dafür ist die Mischung aus nüchterner Betrachtung und großer Romantik mit viel zu viel wenig komischer Satire unterlegt. Mein Fazit, es ist ein Buch das ich nicht empfehlen kann. Unsere biologische Verfallzeit berücksichtigend kann man die Zeit mit wesentlich besserer Lektüre verbringen.

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Die Gedichte | in den Warenkorbin den Warenkorb

Autor/Autoren: Rainer Maria Rilke
Herausgeber: Insel, Frankfurt
Gebundene Ausgabe

Stichworte: [HC/Belletristik/Lyrik] [Belletristik] [Dramatik] [Essays] [Lyrik] [Lyrik/Gedichte] [Deutsche Belletristik]

Kundenmeinungen:
+++++ (ein Amazon Kunde): Vollendete Schönheit...
Wenn ich nur ein Buch auf eine einsame Insel mitnehmen dürfte, wäre es dieses. Dieser Mann war ohne Frage begnadet! Ich kenne keinen anderen Dichter, der es wie Rilke verstanden hat, die deutsche Sprache zur Perfektion zu bringen und mit seinen Worten sprachliche Schönheit, Weisheit und Demut zu einem vollkommenen Kunstwerk zu vereinen. Diese Sammlung seiner Werke ist mir so lieb geworden, dass ich sie immer bei mir habe, wenn ich auf Reisen gehe. Egal, welche Seite man aufschlägt, jedes Gedicht malt ein Bild vom Leben (oder auch Tod) mit so vielen Facetten, dass ich selten mehr als eines lesen kann... weil sie so so intensiv sind und doch so leise in der Sprache. Die edle Aufmachung des Buches ist dem Inhalt sehr angemessen. Es ist in goldgeprägtes Leinen gebunden, handlich und kompakt, was es zu einem perfekten Begleiter macht... es passt sogar in die Jackentasche. 5 Sterne in Hochpotenz!
+++++ (ein Amazon Kunde): Stoff für alle lebenslagen
Dieser liebevoll gestaltete band gibt chronologisch alle Gedichte und Gedichtreihen(wie"Buch der bilder","Sonette an orpheus","Duineser Elegien")wieder.(einschl.der lange zurückgehaltenen erotischen späten...) "Wie soll ich meine Seele halten",wenn ich in diesen lyrischen Gedichten,ja Gerichten lese,schwelge,reise? Engel in jeder gestalt und Wirkung,Liebe in Innigkeit und drohendem Verlust,Einsamkeit,Rückzug,Glück,Unglück,Sehnsucht---kein Gefühl,kein "Sein",welchers nicht angeführt-nicht berührt. Ein Buch nicht für jede situation,aber für immer und alle (Lebens)Lagen...Toll.
+++++ (ein Amazon Kunde): Alles ist Eins
Ein kleines Buch, Leinen, und mit einem wunderbaren Gefühl in der Hand. Verschmolzen mit dem Dichter. Man begegnet Rilke in seiner Zeit, seinen Werken, in der Zartheit seiner Worte, in der kraftvollen Sprache, da wo es sein muss. In den Metamorphosen der Worte, da wo eine Liebe vergeht, als wenn in der Ferne gerade noch ein Kuckuck hastig abgeflogen, Abschied. Einmal, am Rande des Hains, Dir zur Feier, Alles ist eins, dort wo die Bäume sich umschlingen, Ast an Ast, wie einst in der griechischen Sage Phelome und Baucis, am Ende: Tore gehen auf .. der Weg wird kein Weh sein, wird eine lange Allee sein aus dem vergangenen Tag. Die Gazelle - Verzauberte, kann man sie schöner in ihrer Spannkraft beschreiben?, der Panther - hinter tausend Stäben keine Welt. Es ist eine Wortgewalt in den Gedichten, Sonetten, Hymnen und Elegien. Und zur Entspannung könnte man sich in den Jardin du Luxemburg setzen, und vorbei kommt "dann und wann ein weißer Elefant".
+++++ (ein Amazon Kunde): Es passt in eine Hand...
Ich habe das Buch auf verschiedene Weisen lieben gelernt. Zunächst einmal ist da seine Form: Das Buch ist stoffgebunden, die Seiten sind hauchdünn und zerbrechlich - kostbar. Man blättert leise und lieb in dem Buch, gerade so, wie Rilke es getan haben würde. Und dann enthält diese Sammlung natürlich sämtliche Gedichte Rilkes, von seinem "Buch der Bilder" über die "Duineser Elegien", aber auch einzelne Gedichte, die Lou Andreas Salome, Hans Carossa oder anderen seiner Zeitgenossen gewidmet sind. Für alle, die gerne in Gedichten blättern, die gerne nachschlagen, die gerne abends einmal leise hier und da - auch unbekanntere Gedichte Rilkes - nachlesen wollen, für die ist dieses Buch ein Geschenk. Chronologisch geordnet eröffnen seine Werke dem Leser zugleich auch Rilkes Entwicklung - von ersten, zarten, suchenden Versen, zu den gewaltigen Worten seiner späten Elegien. Ich liebe dieses kleine Buch sehr - es passt in eine Hand.
+++++ (ein Amazon Kunde): Nicht nur Lyrik vom Feinsten, eine tiefe mystische Schau...
Rilke gehört zweifelsfrei mit zu den Besten, was man in deutschsprachiger Lyrik je gefunden hat. Nur verfehlt man ihn -und dies tun außnahmslos alle seine Kritiker- sofern man in ihm "nur" den Dichter und Lyriker sucht. Rilkes Werk läßt tiefe innere Schau erkennen, wenn man ihn mit dem "Herzen" liest. Er ist weniger unter die Dichter einzureihen als viel mehr unter die Mystiker.

top wo kommsch denn du alds arschloch her?: die erfindung des schwaben. wie er wurde, was er ist

Wo kommsch denn Du alds Arschloch her?: Die ... | in den Warenkorbin den Warenkorb

Autor/Autoren: Ulrich Kienzle
Herausgeber: sagas.edition
Gebundene Ausgabe

Stichworte: [HC/Belletristik/Essays, Feuillton, Literaturkritik, Interviews] [Belletristik] [Dramatik] [Essays] [Lyrik] [Belletristik / Humor, Satire] [Schwaben (Volksstamm)] [Schwaben, Geschichte]

top gesammelte prosa: sämtliche dramen, geschichten, festreden, liebesbriefe, kochrezepte, der legendäre opernführer und etwa sieben gedichte

Gesammelte Prosa: Sämtliche Dramen, ... | in den Warenkorbin den Warenkorb

Autor/Autoren: Loriot
Herausgeber: Diogenes
Gebundene Ausgabe

Stichworte: [Belletristik] [Dramatik] [Essays] [HC/Belletristik/Comic, Cartoon, Humor, Satire] [Lyrik] [Deutsche Belletristik] [Essay, Feuilleton, Reportage]

Kundenmeinungen:
+++++ (ein Amazon Kunde): Dieses Buch verteibt jeden Trübsinn
Dies handliche Büchlein liegt immer neben meinem Bett. Es vertreibt wirklich jeden Trübsinn und verschönert schlaflose Stunden. Ich habe schon manchen Abend laut lachend im Bett gelegen. Noch nie ist es mir passiert, dass mich ein Buch hat Tränen lachen lassen. Es ist meiner Meinung nach ein schönes Geschenk für einen lieben Menschen und erst recht für sich selbst. C.Lahmann
+++++ (ein Amazon Kunde): Loriot - unschlagbar!
Das Lebenswerk des großartigen Humoristen zu seinem 83. Geburtstag. Es ist ein unerlässlicher Führer durch die Welt der Satire... unvergleichlich wie Loriot den Alltagsmenschen treffsicher aufs Korn nimmt. Nichts Geringeres als die Aufheiterung eines ganzen Volkes ist ihm gelungen. Ohne Loriot wären Harald Schmidt und Helge Schneider humortechnisch undenkbar. Wir haben es hier mit der kompletten Prosa Loriots zu tun, natürlich inklusive seiner berühmten Sketche, die seinerzeit teils mit Schauspielern (z. Bsp. Der Lottogewinner), teils in Trickfilmanimation (z. Bsp. Herren im Bad) dem Publikum vorgestellt wurden. Zur leichteren Zuordnung sind nicht nur diese Texte auf mehrere Kapitel verteilt, überschrieben z. Bsp. mit "Der Mitmensch" oder "Szenen einer Ehe". Die einzelnen Titel und auch allgegenwärtige Zitate daraus sind wiederum in zwei getrennten Registern des Anhangs aufgeführt, der natürlich auch die Quellen jeweiliger Erstveröffentlichung nennt. "Sie haben da was am Mund..." Endlich gibt\'s Loriot zum Nachlesen! Von der "Nudel" über "Herren im Bad" bis zur "Jodelschule". Kosakenzipfel - schon mal probiert? Laut Loriot ist das ein Mokka-Trüffel-Parfait mit einem Zitronencreme-Bällchen. Im gleichnamigen Sketch zerstreiten sich die Ehepaare Pröhl und Hoppenstedt über das delikate Teil: Im Nobel-Restaurant gibt es nur noch ein einziges, und die Pröhls versprechen, die Hälfte den Hoppenstedts übrig zu lassen. Machen sie aber nicht - ein bisschen mehr durfte es schon sein - Unverschämt! Das Dessert sorgt dafür, dass eine Freundschaft zu Grabe getragen wird: Beim Kosaken-Zipfel versteht Herr Hoppenstedt keinen Spaß. Typisch Deutsch eben, der Herr Hoppenstedt. Und man begegnet Herrn Müller-Lüdenscheid wieder und der Nasennudel, dem viel zu hart gekochten Ei, Herrn Lindemann und vielen anderen. "Gran-di-os!" Monologe und Dichtkunst wechseln einander ab in den Kapiteln über die Themen Mitmensch, Ehe, Sport, Tourismus, Berufsleben, Kultur und Fernsehen, Wissenschaft, Technik und Verkehr, Politik und Kapital sowie das Tier "als solches". Daneben sind noch ein Vorwort von Joachim Kaiser, ein Nachwort von Christoph Stölzl sowie Geschichten, Festreden, Liebesbriefe, Kochrezepte, zehn Gedichte und der allbekannte Opernführer samt "Karneval der Tiere" nachzulesen. Dieses Buch hat eigentlich nur einen Makel hat: Es fehlen, abgesehen von der Coverillustration, die Cartoons! Loriot versteht es wie kein Zweiter, auf die zwischenmenschliche Diskrepanz hinzuweisen und seinen Finger sehr humorvoll in die Wunde der Deutschen Michel-Mentalität zu legen. Egal, ob sich Loriot der Tücke des Objektes widmet, ob er die Verstiegenheiten, Verschrobenheiten und Fehler der neureichen Möchtegern-Kultivierten und Medien-Yuppies aufs Korn nimmt, oder ob er ganz einfach dem Vergnügen nachgeht, den Alltag ein klein wenig aus der Kurve rutschen zu lassen: Das Grinsen wird immer breiter, wenn man in diesem Buch blättert. Fazit: Wer Loriot kennt, der weiß was ihn hier erwartet und wer ihn nicht kennt, sollte sich diesen Band anschaffen, denn "Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos"
+++++ (ein Amazon Kunde): Chapeau, Loriot!
Hier finden Sie alles was Viktor von Bülow im Laufe seiner einmaligen Karriere fabriziert und zu Papier gebracht hat: egal ob es sich dabei um subtile Dramen, konkurrenzlos gute Geschichten, hinreißende Festreden, geniale Liebesbriefe, unverwechselbare Kochrezepte, den legendären Opernführer oder etwa um seine Gedichte handelt, sein gesamtes literarisches Schaffen hat Diogenes auf insgesamt 750 eng bedruckten Seiten zusammen gefasst. Wirklich alle Klassiker sind mit dabei: Familie Panislowskis legendäres Geschenk von Tante Berta aus Massachusetts (ein Klavier, ein Klavier) oder Frau Hoppenstedts Jodeldiplom (mit den frei vorgetragenen Grundmotiven des Erzherzog-Johann-Jodlers: Holleri du dödel di diri diri dudel di, im zweiten Futur bei Sonnenaufgang). Wer liebt sie nicht, die Dichterlesung mit den markanten, einprägsamen und Welt verändernden Worten: Taubtrüber Ginst im Musenhain. Wem läuft nicht das Wasser im Mund zusammen, wenn sich die beiden Urlaubsbekannten einen Kosakenzipfel teilen: Ist diese Hälfte der zwei gleich großen Hälften größer als diese kleine Hälfte? Auch sind Namen wie Klöbner, Müller-Lüdenscheid, Hallmackenreuther oder Lindemann längst kult. Kaum ein anderer hat den deutschen Humor so stark geprägt wie Loriot, der unter dem französischen Namen seines Wappenvogels (dem Pirol) Medien-Geschichte geschrieben hat. Mit tiefsinnigem Wortwitz und genialer Beobachtungsgabe, die uns allen tagtäglich den Spiegel vorhält (ohne dabei zu beleidigen oder unter die Gürtellinie zu gehen wohlgemerkt), versteht es Loriot nicht nur, sein Publikum zum Lachen zu bringen, sondern regt auch gleichzeitig zum Nachdenken an. Wer hat sich nicht schon an Heilig Abend an Familie Hoppenstedt erinnert oder beim Frühstück darüber gerätselt, ob das Ei wirklich viereinhalb Minuten gekocht hat? Und seien Sie ganz ehrlich: können Sie ohne einen einzigen Schmunzler noch Senf oder Schreibmaschinenpapier kaufen? Loriot hat deutliche Spuren hinterlassen, denkt man nur einmal an gewisse Redewendungen, die so manchen Zeitgenossen sofort als eingefleischte Loriot-Fans enttarnen: Frau Hoppenstedt (da hab` ich was Eigenes, da hab} ich mein Jodeldiplom), ein Herr und eine Dame im Restaurant (ins Essen gequatscht / nun lassen Sie doch mal das Kind nach vorn) oder auch nur Liebling, was soll ich anziehen? um nur ein paar wenige zu nennen. Dies alles und noch viel mehr findet man in dieser Anthologie wieder, die eigentlich in jedes gut sortierte Bücherregal gehört. Selbst meine Kinder (10 und 14 Jahre alt) lachen heute noch herzlich und aus tiefster Seele über Loriots Cartoons, Geschichten und Gedichte sowie seine unvergessenen und unerreichten Sketche. Es ist einfach wunderbar bei Loriots treffsicher gesetzten Pointen und zutiefst menschlicher Ironie herzhaft Lachen zu können! Doch Loriot wäre nicht zu dem geworden, was er heute ist ohne das Medium Fernsehen, denn viele seiner Sketche verbindet der Fan automatisch mit seiner Mimik und Gestik, sowie seinen kongenialen Schauspieler-Kolleginnen und Kollegen wie Evelyn Hamann, Edgar Hoppe oder Heinz Meier. Und was wären die Sketche Auf der Rennbahn oder Das Frühstücksei ohne die zum Markenzeichen gewordenen Figuren mit den Knubbelnasen? Egal ob Sie schon einige seiner Werke gelesen oder auch einfach nur so zu Hause rum stehen haben, wer Loriot schätzt oder sogar liebt wird früher oder später nicht um diese Sammlung herum kommen, da muss man einfach zugreifen!

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