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wir kinder vom bahnhof zoo
Autor/Autoren: Christiane F.
Herausgeber: Stern-Verlag
Taschenbuch
Stichworte: [Language readers] [Berlin] [Droge] [Drogensucht] [Gesellschaft, Geschichte] [Kind] [Stadtteile] [Sucht] [HC/Belletristik/Romanhafte Biografien] [Belletristik] [Biographien, Erinnerungen] [Berlin /Gesellschaft, Sozialwissenschaften] [Drogenabhängiger] [F., Christiane] [Minderjähriger] [Prostituierte] [Christiane F.] [Drogenabhängigkeit; Erfahrungsberichte] [Heroin] [Autobiographie]
Hersteller: Hersteller Originalnummer: 3-570-02391-5
EAN-Code: 9783570023914 Product Description
Kundenmeinungen:
+++++ (ein Amazon Kunde): Wenn die Gesellschaft versagt
Ehrlich, direkt und detailgenau erzählt Christiane F. ihre Geschicht.
Man ließt mit Entsetzen wie ein Kind sich selbst zerstört und fragt nur
WARUM? Keiner hilft oder kann helfen.
Christiane merkt schnell, dass Drogen nicht der richtige Weg sind,
doch für ihre Trostlosigkeit und Verzweiflung kennt sie keinen anderen Weg.
Schule und Behörden tun ihr restliches um das Leben dieser Frau und ihrer
Familie für immer zu zerstören.
Leider ist die Geschicht kein Einzelfall, sondern ein Problem, dass
an Aktualität nicht verliert. Überfüllte Klassenzimmer, resignierte Lehrer,
Beamte die nur Dienst nach Vorschrift leisten, Krankenhäuser mit
überfordertem Personal, Jugenliche ohne Plan für die Zukunft und Eltern
mit Existenzängsten - Hartz4 machts möglich.
Jeder sollte diese Buch lesen um zu begreifen, dass man junge Leute
fördern muß und sie nicht einfach ihrem Schicksal überlassen darf. Vorallem
unsere Politiker sollten statt der WirtschaftsWoche mal wieder "Die Kinder
von Bahnhof Zoo" studieren, dann fiele ihren auf, dass sich seit den 70ern
nicht viel verändert hat!
++++ (ein Amazon Kunde): Gutes Buch!
Dieses Buch hat Kultstatus, daher muss man, denke ich, zum Inhalt nicht
mehr viel sagen, es gibt ja auch schon ausreichend Rezensionen (leider aber
keine Möglichkeit mehr, nur Sterne abzugeben). Einen Stern Abzug gibt es
von mir für die häufig nicht unbedingt sprachlich überzeugende Darstellung.
Ich weiß, dass sich das aus dem Interview-Charakter des Buches erklärt, und
des tut dem äußerst interessanten Inhalt auch keineswegs einen Abbruch,
dennoch hat es mich gelegentlich gestört.
+++++ (ein Amazon Kunde): erschreckend ehrlich - und immer noch brandaktuell!
In den 80er Jahren haben wir den Film "Christiane F. - Wir Kinder vom
Bahnhof Zoo" im Schulunterricht gesehen. Der Film sollte uns abschrecken
und vor Augen führen, wie schlimm es in den meisten Fällen kommen kann,
wenn mann Drogen nimmt. Dabei ist der Einstieg in die Drogenszene in der
Regel immer der gleiche, daran haben auch die fast dreißig zwischen diesem
Film und "heute" liegenden Jahre nichts geändert: auf sogenannte \'weiche\'
Drogen wie Haschisch oder Marihuana folgen meist \'härtere\' Drogen wie z. B.
LSD, Kokain oder Heroin. Heute sind es vielfach andere, synthetische Drogen
(Extasy), die es damals noch nicht gegeben hat, die eine Rolle spielen.
Ganz gleich, wie die Drogenkarriere startet: ein Entkommen aus der
Situation ist ohne professionelle Hilfe in den meisten Fällen so gut wie
nicht möglich.
Die Geschichte von Christiane F. erschüttert und rüttelt wach. Ich
bin froh, zum Film auch das Buch zu haben, um bestimmte Passagen noch mal
nachlesen zu können. Ich kann das Buch wirklich uneingeschränkt jedem
weiterempfehlen. In beeindruckender Weise hat Christiane F. hier alles
offen dargelegt: wie es überhaupt zu diesem Dilemma der Drogenabhängigkeit
kommen konnte, wie schwer es über die ganzen Jahre für sie war, an die
Drogen bzw. an das notwendige Geld für "den täglichen Schuss" heranzukommen
und was es bedeutet, sich der Kinderprostitution hingeben zu müssen, um an
den "Stoff" zu kommen.
Fazit: sehr empfehlenswerte Lektüre!
+++++ (ein Amazon Kunde): immer noch aktuell und ergreifend
toll geschrieben, sehr ehrlich, sehr realistisch. leider hält dieses
buch nur die wenigsten davon ab drogen zu versuchen. ich würde sogar sagen
das dieses buch einen eher noch dazu verführt. aber ein wahninns buch!!!
+++++ (ein Amazon Kunde): Eine Jeanne D'Arc der Drogenszene?!
Ich (Jahrgang 1976) muss wohl so elf Jahre alt gewesen sein oder
vielleicht sogar etwas jünger. Richtig bewusst habe ich den Namen
Christiane F. jedenfalls um diese Zeit im Rahmen des schulischen
Biologie-Unterrichts vernommen. Im Zusammenhang mit der Drogenproblematik
wurden damals immer wieder neue, traurige Statistiken veröffentlicht, die
Jahr für Jahr eine steigende Anzahl von Menschen vermeldeten, die ihrer
Drogensucht einen hohen Tribut zollen mussten.
Christianes Geschichte scheint beispielhaft für eine Unzahl von
Menschen zu stehen, die Opfer ihres Unvermögens wurden, "der Droge" zu
widerstehen.
Ihr geradezu phänomenales Gedächtnis zog mich bei der Lektüre dieses
Buches in ihren Bann. Ausgehend von ihrer Kindheit in einem Dorf in
Schleswig-Holstein über den Umzug ins politisch bewegte Berlin Ende der
sechziger Jahre findet sie in einem kirchlichen Jugendheim erstmals den
Zugang zu den sog. "harten" Drogen. Ein unheilvoller Weg, geschildert mit
den ungekünstelten Worten und dem scharfen Verstand der Protagonistin, wird
dem Leser eindringlich aufgezeigt.
Wagt man eine Beurteilung des bisherigen Lebensweges von Christiane F.
- seit der Erstveröffentlichung des Buches sind nahezu 30 Jahre ins Land
gezogen -, lässt sich dieser mit einigem Wohlwollen als eine der wenigen
Fixer-Geschichten skizzieren, die einen durchaus (ich will das an dieser
Stelle unangebrachte Wort Happy-End möglichst vermeiden) positiven Verlauf
genommen haben. Christiane ist nämlich seit gut zehn Jahren Mutter eines
gesunden Sohnes.
einen sommer noch: mein leben mit der diagnose hirntumor
Autor/Autoren: Eric Baumann
Herausgeber: Luebbe Verlagsgruppe
Gebundene Ausgabe
Stichworte: [HC/Belletristik/Romanhafte Biografien] [Belletristik] [Biographien, Erinnerungen] [Hirntumor; Erfahrungsberichte] [Berichte, Erfahrungen] [Krebs (Krankheit)]
weit gegangen: das leben des valentino achak deng
Autor/Autoren: Dave Eggers
Herausgeber: Kiepenheuer & Witsch Verlag
Gebundene Ausgabe
Stichworte: [HC/Belletristik/Romanhafte Biografien] [Belletristik] [Biographien, Erinnerungen] [Flüchtlingskind; Romane/Erzählungen] [Sudan; Romane/Erzähl.] [Erinnerung] [Lebenserinnerung] [Memoiren]
Kundenmeinungen:
+++++ (ein Amazon Kunde): Völkermord und Überlebenskampf
Dave Eggers Weit gegangen Kiepenheuer & Witsch
ISBN 3462040332
Dieses ist die wahre Geschichte von Valentino Achak Deng!
Er ist Sudanese und hat eine weite Reise hinter sich, als er eines
Tages in Atlanta in seiner Wohnung überfallen wird. Unbeweglich und
gefesselt liegt er am Boden und beginnt seinem Wächter, einem Junge mit
Namen Michael, in Gedanken seine Geschichte zu erzählen. Dazu fällt ihm
seine unbefangene Kindheit in einem südsudanesischen Dorf ein. Unerklärlich
für ihn, seine Familie und seine Freunde bricht ein Bürgerkrieg aus, der
die gesamte Bevölkerung in Unruhe und Aufruhr stürzt, die Menschen zu
tausenden in die Flucht treibt und vielen von ihnen den Tod bringt.
Valentino überlebt eine Flucht, die ihresgleichen sucht!
Durch Savannen bewegt sich der Flüchtlingstross auf wochenlangen
Wegen ständig bedroht von Überfällen der Rebellen oder von aufständischen
Soldaten, von Mord, Totschlag, von wilden Tieren oder einfach von Hunger
und Durst. Valentino verliert seine ganze Familie und erlebt auf der Flucht
immer wieder den Verlust guter Freunde. Er schlägt sich als Einzelkämpfer
durch und gelangt über Äthiopien nach Kenia. Nach neun Jahren im Lager
Kakuma in Kenia kann er schließlich mit vielen anderen als Flüchtling nach
Amerika einreisen. Da ist er zwanzig Jahren alt.
Seine Erlebnisse zeugen von jammervollem Elend und außergewöhnlicher
Überlebenskunst. Oftmals haben Glück und die Gunst der Stunde zu Valentinos
Rettung beigetragen.
Dave Eggers hat sich der Geschichte des sudanesischen Jungen
angenommen und sie in eine Romanform übersetzt. Dabei gelingen ihm
eindrucksvolle und aufrüttelnde Bilder, die das Leben in der Wildnis bar
aller zivilisatorischen Einrichtungen wiedergeben. Immer bleibt Valentino
im Fokus, aus dessen Blickwinkel Eindrücke von unbegreiflicher Grausamkeit
und menschlicher Barbarei wieder gegeben werden. Verloren und alleine lehnt
er sich an diverse Erwachsene an, zunächst auf der Flucht, im Lager und
zuletzt auch in den USA. Hilfsorganisationen nehmen sich in Amerika der
Lost Boys an, wie sie genannt werden. Hier muss Valentino zwischen Gut und
Böse unterscheiden lernen. Neue Herausforderungen treten täglich auf den
Plan, und das Leben bleibt ein unwägbares Abenteuer.
Eggers beschreibt unsentimental und beobachtend, was er mit
Valentino zusammen erarbeitet hat. Anrührend und wirklichkeitsnah werden
die Erlebnisse der Verfolgten und Geschundenen auf der Flucht und in
verschiedenen Lagern erzählt. Das Amerika der Hilfsbereitschaft und das der
Kriminalität findet ebenso Erwähnung wie die ethnische Vielfalt seiner
Bewohner.
Das Buch ist faszinierend, spannend und aufwühlend und legt beredt
Zeugnis ab von einer der grausigsten Völkermordgeschichten des letzten
Jahrhunderts.
Zugleich kann Valentinos Lebensgeschichte als vorbildliches Beispiel
für die Kraft, die Tapferkeit und die Überlebensfähigkeit von Menschen
unter extremsten Lebensbedingungen stehen. Mutig und aufrecht bezwingt er
die Gefahren und Enttäuschungen und gibt die Hoffnung auf ein besseres
Leben nicht auf.
heute bin ich blond: das mädchen mit den neun perücken
Autor/Autoren: Sophie van der Stap
Herausgeber: Droemer/Knaur
Broschiert
Stichworte: [HC/Belletristik/Romanhafte Biografien] [Belletristik] [Biographien, Erinnerungen] [Krebs (Krankheit); Erfahrungsberichte] [Berichte, Erfahrungen] [Krebs (Krankheit)]
Kundenmeinungen:
+++++ (ein Amazon Kunde): Heute bin ich blond.
Ich bin zwar nicht blond! Habe das Buch aber dennoch gerne gelesen. Ist
realistisch und doch unterhaltsam und leicht zu lesen.
++ (ein Amazon Kunde): Ich habe in dem Buch etwas vermisst
So schlimm diese Diagnose ist und so sehr ich Sophie dafür bewundere,
in so jungen Jahren schon ein Buch geschrieben zu haben, umso enttäuschter
war ich von dem Ergebnis.
Das Buch wirkte auf mich irgendwie aufgedreht aber emotionslos. Die
ersten Seiten, wo Sophie die Diagnose bekommt und von ihrer Mutter erzählt,
die kurze Zeit zuvor die Diagnose Krebs mitgeteilt bekommen hat und zum
Schluss, wo es ihrer Freundin so schlecht geht - das waren die einzigen
Stellen, wo ich sagen kann: Das hat mich berührt.
Ansonsten dominierten eher Sophies sexuellen Wünsche und Gedanken.
Das Schlimme daran war nur, dass die junge Dame sich leider nicht
entscheiden konnte, welcher Mann ihr denn nun wichtiger war.
Betroffene, die sich durch das Buch Hilfe oder einen Rat erhoffen,
sind hier falsch.
Beindruckend fand ich allerdings die Fotos mit den ganzen Perücken.
Jede einzelne stand ihr so gut, als wäre es ihre echte Frisur gewesen und
sie sah darauf wirklich bildhübsch aus.
Es freut mich, dass sie ihre Krankheit überstanden hat und wünsche
ihr, dass sie ihren Lebensmut immer behält.
+++++ (ein Amazon Kunde): Leichtigkeit in der Schwere
Krebs war das Thema, welches mein Leben seit 1 Jahr bestimmte mit
meinen gerade Mal 18 Jahren. Eine Freundin empfahl mir das Buch und ich hab
es verschlungen. Sophie beschreibt unglaublich ehrlich und emotional ihre
Krankheit und die Therapiephase.
So viel Leichtigkeit in der Schwere zu finden, finde ich
beeindruckend. Sie berichtet von den Höhen als auch von den Tiefen während
der Chemotherapie. Wunderschön geschrieben! Ein Buch, das Betroffene,
Angehörige als auch Menschen, die sich mit dem Thema auseinandersetzten
möchten auf jeden Fall lesen sollten!
Vorallem Angehörigen oder Freunde des Betroffenen sollten das Buch
lesen, eventuell hilft es alles etwas besser zu verstehen.
+++ (ein Amazon Kunde): Sophies Geschichte
Zunächst möchte ich sagen, dass ich jeden bewundere der mit der
Diagnose Krebs gut leben kann. Ich finde dieses Buch etwas langweilig, für
mich sind zu wenig Emotionen drin. Meine Erwartungen für dieses Buch
(nebenbei ¬ 16) waren sehr hoch, darum bin ich wahrscheinlich umso
enttäuschter.
Es ist gut, aber ich würde es nicht nochmal lesen! Trotzdem: Respekt
Sophie!
90 minuten im himmel: erfahrungen zwischen leben und tod
Autor/Autoren: Don Piper, Cecil Murphy
Herausgeber: Gerth Medien
Gebundene Ausgabe
Stichworte: [HC/Belletristik/Romanhafte Biografien] [Belletristik] [Biographien, Erinnerungen] [Nahtodeserfahrung; Berichte/Erinnerungen] [Nahtod-Erfahrung] [Tod]
Kundenmeinungen:
++ (ein Amazon Kunde): sehr langatmig
das buch trägt einen sehr spannenden titel, von dem man sich leider ein
wenig zu viel verspricht. leider ist der schreibtstil dieses pastors sehr
langatmig und er wiederholt sich sehr oft in seinen kapiteln. die
geschichte, bzw die erfahrung, die er er zählen darf ist fast schon
unglaublich, obwohl ich nicht daran zweifeln möchte, was er erlebt hat,
doch die ausführlichen erzählungen der reha-maßnahmen und sein schon fast
exzessiver versuch jeden, der einen fixateur tragen muss, zu bekehren und
psychisch zu "heilen" wirkt auf die dauer sehr anstrengend. daher leider
nur zwei sehr "christliche" sternchen!
+++++ (ein Amazon Kunde): Unglaublich beeindruckend
Selbst wer sich für die intensiven Reha-Maßnahmen nicht interessiert,
allein die ersten Kapitel über den Hergang und die Jenseits-Erfahrung nach
dem Unfall lohnen sich, das Buch in die Hand genommen zu haben. Hier wird
nicht von einer Eventual-NachdemTodin NeuesLicht-Eintauch-Erfahrung
berichtet, sondern von dem, was einen gläubigen Christen erwartet, wenn der
letzte Vorhang fällt. Dies darf einem Christen nur Freude machen. Wer mit
Gott nix am Hut hat, hat dagegen durchaus ein Problem, das aber diesmal
nicht Houston lösen kann.
+++++ (ein Amazon Kunde): Mutmachender, unwahrscheinlich bewegender Bericht einer Heilung
Eine unwahrscheinlich bewegender Bericht mit außerordentlich großem
Tiefgang. Es ist mit Sicherheit keine "Krankenhausgeschichte", sondern eine
über Gottes wunderbares Heilen und Wirken an den Menschen.
Sehr mutmachend für Menschen in schwierigen gesundheitlichen
Situationen.
wie ich lernte, bei mir selbst kind zu sein: eine erzählung
Autor/Autoren: André Heller
Herausgeber: Fischer (S.), Frankfurt
Gebundene Ausgabe
Stichworte: [HC/Belletristik/Romanhafte Biografien] [Belletristik] [Biographien, Erinnerungen] [Österreichische Belletristik]
Kundenmeinungen:
+++ (ein Amazon Kunde): Publikumsgeschmack
Dieses Buch enthält einige schöne Geschichten, Ideen und Phantasien,
aber Heller hätte sie literarisch anspruchsvoller gestalten können.
Leider wirkt der Tonfall gelegentlich etwas altklug: " Die Gedanken
kehrten zurück und verlangten von mir mit schöner Beharrlichkeit, mich zu
meiner Merkwürdigkeit zu bekennen und endlich ganz die Verantwortung für
dieses Kind zu übernehmen, das ich war und das mir anvertraut war."
Viele interessante Ansätze ( z.B. die kindlichen Zukunftsphantasien )
bleiben in recht lapidaren Ansätzen stecken, ohne den Leser weiter in die
Traumwelt hineinzulocken.
Wer Hellers frühes Werk "Schattentaucher" gelesen hat, weiß, daß
dieser Autor ein Meister im lustvollen Überschreiten der üblichen
Denkgrenzen ist oder war...
Während der erste Roman noch Ansprüche an seine Leser stellte, indem
er geheime Türen ein Stück weit öffnete, so erhalten wir in der
vorliegenden Erzählung eine bequeme Führung mit pädagogischem Unterton.
Verführte das erste Buch durch seinen Kaleidoskop-Charakter die Leser
dazu, die Geschichten im eigenen Kopf weiter zu drehen und zu wenden, so
fließt hier alles in geordneten Bahnen auf das gute Ende zu:
Der böse Vater stirbt recht bald und der arme Bub hat sich ja wie man
weiß doch noch prächtig entwickelt...
Das vielfach für die Opfer tragische Thema der pädophilen Priester
wird mit leichter Hand überspielt und in meinen Augen verharmlost - Heller
selbst scheint ja nicht in gravierender Form mißbraucht worden zu sein -
aber was ist wohl aus den schlimmer betroffenen Kindern geworden?
( Hier stellt sich für mich wieder die Frage: Muß ein Künstler
Egomane sein? )
Auch in "Schattentaucher" wird die Internatszeit behandelt, aber mit
mehr Nuancen und poetischer Ausdruckskraft, mit mehr Mut zur Ambivalenz und
deshalb wie mir scheint auch ehrlicher.
"Wie ich lernte..." ist einfacher gestrickt, "zahmer" und leichter
genießbar ( vielleicht bei einem Stück Sachertorte im Kaffeehaus? ).
Offensichtlich führt der Erfolg sehr leicht in die Nähe des
Publikumsgeschmackes. Es glitzert und funkelt "multimedial" -, leider hat
sich Heller auch noch vom Verführer zum Prediger der Phantasie entwickelt.
Schade.
++++ (ein Amazon Kunde): Jugenderinnerungen eines wahren Sprachakrobaten
Lebens- und Jugenderinnerungen sind entweder sehr authentisch oder sie
sind literarisch idealisiert wie diese Autobiographie von André Heller.
Heller entstammt väterlicherseits einer wohlhabenden jüdischen
Süßwaren-Fabrikanten Familie, die durch die Erfindung der Dragées
weltberühmt wurde. Der Autor hat sein Buch in zwei Erzählstränge
gegliedert. Er hat ein so genanntes Alter Ego für sich selbst erfunden und
lässt durch den Jungen Paul Silberstein Szenen und Ereignisse aus seiner
Jugend einfließen.
Sein jüdischer Vater Stephan konvertiert zum Katholizismus und
schickt den Sohn in ein Jesuiteninternat, in dem es sehr streng zugeht.
Das Kind rettet sich mit sprühenden Phantasien aus der Brutalität des
Alltags. Als der Vater stirbt verlässt er das Internat, kommt zur Mutter
und erst jetzt kann er seinen Begabungen nachgehen, nämlich die Liebe zur
Musik und zur Literatur. Diese phantastischen Imaginationen sind es, die
uns später André Heller in seine zahlreichen Installationen, Inszenierungen
und Aktionen so sympathisch gemacht haben. Er hat viele Großveranstaltungen
mit Witz und Erfindungsreichtum in Szene gesetzt und phantastische
Zukunftsvisionen in einer imaginären Welt geschaffen. Er ist nicht nur ein
hervorragender Chansonier, Liedermacher, Schauspieler und Literat, sondern
er schuf so schöne Dinge, wie den "Zirkus Roncalli", "Das Theater des
Feuers", "Den Jahrmarkt der modernen Kunst", "Die Swarovski
Kristallwelten", "Flug durch die Träume" oder "Afrika! Afrika!", um nur
einige zu nennen.
André Heller beschreibt die poetischen Erinnerungen an eine
außergewöhnliche und extravagante und in vieler Hinsicht auch merkwürdige
Familie Silberstein. Turbulent geht es zu, als die jüdischen Onkel aus
Übersee zur Beerdigung von Pauls Vater eintreffen. Während die Familie von
der k. u. k. Zeit träumt, träumt Paul von bizarren Zukunftsvisionen.
Wunderbar poetisch, wie André Heller seine Erinnerungen an die irisierende
Gemeinschaft des Wiener Großbürgertums beschreibt. Ein Buch das in der Lage
ist die unterschiedlichsten Leseinteressen zu bedienen. Lesenswert.
+++++ (ein Amazon Kunde): !!!
Wie heißt es einleitend im Kulturteil des Falters Nummer 33: Die
schlechte Nachricht: das Buch heißt tatsächlich Wie ich lernte bei mir
selbst Kind zu sein.
Nun, selbst wenn der Titel so manch einen Zeitgenossen dahinter einen
esoterischen Ratgeber zur glücklichen Lebensführung vermuten lässt, so
darf doch ohne jeden Zweifel gesagt werden: die hohe Kunst des Lebens will
gelernt sein!
Aus der Ironie des Schicksals der Allermeisten lässt sich ablesen,
dass Eltern und Ausbildungsstätten hierbei oftmals nicht die tauglichsten
Lehrmeister sind. Und so tut gut daran, wer sich selbst so früh wie möglich
sein bester Freund sein lernt.
Hellers junger Protagonist Paul hat das dubiose Glück, dass im
Wettstreit zur Wahl seines besten Freundes nicht gerade viele Kandidaten
angetreten sind und also verlässt er sich ganz auf sein innerstes Sehnen,
sucht und findet Zuflucht in seiner Phantasie und bringt letztlich genug
Mut auf, seinen kraftvollen, inneren Stimmen zu folgen, welche ihn einen
mit Speibe getränkten Fetzen in das Gesicht seines Zeichenprofessors
Koplenig aus dem Kollegium Attweg werfen lassen.
Und wenn man dann am Ende der Erzählung als teils betroffener, teils
belustigter, jedenfalls aber berührter Leser von der immensen Glaubens- und
Vorstellungskraft des jüngst vaterlosen Paul liest, dann hofft oder weiß
man sogar: diese Menschenseele wird sich nicht selbst veruntreuen. Diese
Menschenseele wird ihren Weg finden.
Auch wenn dieses Ende zugegebenermaßen etwas zu schnell kommt und
manch ein Leser wohl gerne noch mehr über die Empfindungen und
Beobachtungen des gerade erwachten jungen Paul und seines überaus
schillernden Umfeldes erfahren hätte, so muß man im Falle von André Heller
sagen:
Dieses Kunstwerk mag es Erzählung oder Leben heißen ist gelungen.
+++++ (ein Amazon Kunde): "Kostbarkeit für Geist und Seele"
In wunderschöne Sprache kleidet sich diese Erzählung der
Kindheitsgrotesken eines heranwachsenden Jungen. Der Protagonist, der
autobiografische Züge des Autors trägt, befindet sich am falschen Ort und
bei den falschen Leuten, nicht nur in dem Jesuiteninternat, welches er nach
dem plötzlichen Tod seines Vaters verlässt, nein auch seine Familie bietet
ihm nicht die liebevolle Ausgangsposition, die er für seine Vorhaben so
dringend benötigen würde - "In einem Asbestanzug als erster Mensch in das
Innere des Vesuvs hinabzusteigen, um in der glühenden Lava nach
Feuerfischen zu suchen war einer meiner Pläne".
Nebst der sprachlichen Virtuosität ist es vor allem die Erkenntnis
des Kindes, die dieses Buch zu einer Kostbarkeit macht. - Egal in welche
familiäre Situation man hineingeboren wurde, und wie widrig die
Lebensumstände auch sein mögen, man kann und muss für sich selbst die
Verantwortung übernehmen, bei sich bleiben, sich selbst ermutigen und wie
die wohlwollendsten Eltern für sich eintreten.
Elke Heidenreich sagt über André Heller er sei ein Magier des
Erzählens und ein wahrer Sprachakrobat; ich erlaube mir mich dieser
treffenden Aussage anzuschließen!
++++ (ein Amazon Kunde): Lesenswert...
Paul besucht eine katholische Bubenschule, er wirft einem Lehrer ein
Tuch vollgezogen mit Übergebenem ins Gesicht, geht von der Schule, weil
sein Vater stirbt.
Paul ist über keins der Tatsachen traurig. Sein Vater war ein Tyrann,
einer mit Marotten zerfressener Misanthrop, der seiner Familie das Leben
zur Hölle gemacht. Er schickt seine Kinder auf katholische Schulen, damit
sie nicht so jüdisch sind. Er quält Leute, die Juden verpetzt haben und
macht Schulden, für die seine Familie gerade stehen muss.
Eine Erzählung eines kleinen Jungen, der erwachsen wird und zu sich
selbt zu finden versucht. Er stellt viele Fragen, bekommt kaum Antworten,
erlebt seine erste Liebe, die in der eisernen Lunge endet, aber er behält
seinen kindlichen Übermut und Optimismus.
Wir bekommen einen kleinen kurzen, aber trauma- beladenen Einblick in
eine jüdische Familie aus dem Wohlstand, wo der Krieg nicht wieder gut zu
machende Wunde hinein gerissen hat.
Teilweise zum schmunzeln, dann wieder zum grausen
dem leben auf den fersen: zu fuß von flensburg nach rom - die geschichte meiner reise zu mir selbst
Autor/Autoren: Kurt Peipe, Shirley Michaela Seul
Herausgeber: Droemer Knaur
Gebundene Ausgabe
Stichworte: [Belletristik] [Biographien, Erinnerungen] [HC/Belletristik/Romanhafte Biografien] [Deutschland; Reise-/Erlebnisberichte] [Italien; Reise-/Erlebnisber.] [Krebs (Krankheit); Erfahrungsberichte] [Schweiz; Reise-/Erlebnisber.] [Erinnerung] [Reisen]
Kundenmeinungen:
+++++ (ein Amazon Kunde): Dies Buch gibt Kraft und Mut
Ein sehr eindrucksvolles Buch. Es zeigt einem zu was der Mensch
imstande ist, wenn er sich nicht aufgibt und Mut und Willen hat. Ich habe
das Buch mit Begeisterung gelesen. Es gibt einem Kraft die Dinge im Leben
mit anderen Augen zu sehen und jeden Tag als Geschenk zu nehmen und die
Dinge und Menschen aus einer anderen Perspektive zu sehen.
+++++ (ein Amazon Kunde): Kurt Peipe hat eine Botschaft
Von Kurt Peipe\'s Buch erfuhr ich aus einem Zeitungsartikel. Mein erster
Gedanke war: Da hat jemand etwas gefunden, das ich selber suche. Dieses
Buch musst du lesen. Noch einen kleinen Kampf musste ich mit mir
ausfechten, ob der Kosten, vielleicht doch nur eine Variante von \'Sorge
dich nicht, lebe\' ... dann hielt ich das Buch in Händen.
Leicht hätte sich Kurt Peipe nach seiner Krebsdiagnose hinlegen
können um zu sterben oder sich durch den Medizinbetrieb schieben lassen.
Was in seiner Biographie deutet darauf hin, genau dieses nicht zu tun? Ein
ernster, verantwortungsvoller, sorgenvoller, pflichtbewußter Mann, jemand
auf den man sich blind verlassen konnnte. Ehrenhaft durch und durch. Im
Internet habe ich mir einige Bilder von Kurt Peipe angesehen. Er blickt
ernst, Sorgenfalten und Anstrengung prägen sein Gesicht, kein Mann der
vielen Worte. Seine Frau wirkt ähnlich auf mich.
Es ist die Liebe zur Natur, die Freude an der Schöpfung und der
brennende Wunsch, loszulaufen und es sich und allen anderen zu beweisen.
Mit der ihm eigenen Gründlichkeit, Tat- und Willenskraft beginnt er die
Wanderung vorzubereiten, den Europawanderweg E1. Vielleicht hat Kurt Peipe
zu Beginn noch nicht gewußt, dass es auch eine Wanderung der Veränderung
und Wandlung wird.
Was ist nun die Botschaft des Buches und warum ist es lesenswert?
Meiner Meinung nach ist es nicht nur die Schilderung der staunenswerten
Willenskraft, die schier übermenschlich anmutende Überwindung der
Strapazen. Es ist das tiefe Empfinden der Schöpfung verbunden mit dem
Gespür für ein liebendes Universum, das Kurt Peipe gelingt auszudrücken.
Die Worte die er wählt sind sparsam, kein Schwelgen, keine
Gefühlsausbrüche. Das würde zu seinem Charakter gar nicht passen.
Kurt Peipe lernt loszulassen und anzunehmen. Etwas in seiner Seele
löst sich, kommt in Gang. Er läßt Empfindungen zu, traut den Menschen und
lebt fortan leichter, fühlt sich geleitet und wird geführt. Mit folgenden
Wörtern möchte ich meine Rezension abschliessen: Vertrauen, Geben und
Nehmen, Dankbarkeit, weniger Innen, mehr Aussen.
Zur Lektüre gerne empfohlen. Vielen Dank, Kurt Peipe.
+++++ (ein Amazon Kunde): Sehr lesenswert
Ein tolles Buch,habe es sehr gerne gelesen.Hape Kerkelings " Ich bin
dann mal weg "-Bestseller(das mir auch sehr gut gefallen hat!) ist ein
bißchen
verwandt mit dem Buch von Kurt Peipe; und doch auch wieder total
anders.
Ein sehr persönliches Buch, authentisch, gut zu lesen und nicht ohne
Spannung.Wem Kerkelings Buch gefallen hat, denen und allen anderen sei
dieses Buch wärmstens empfohlen.
+++++ (ein Amazon Kunde): Hoffnung, Zuversicht und bedingungslosen Mut zum Leben
Was macht man, wenn man nach einem arbeitsintensiven und
entbehrungsreichen Leben mit Anfang 60 erfährt, dass man Krebs im
Endstadium hat? So viele ungelebte Träume. Angst. Trauer. Die Ärzte geben
nur noch die Aussicht auf ein halbes Jahr Leben und für die
Schmerzlinderung da zu sein.
Kurt Peipe wiederfährt dieses Schicksal und er hegt einen großen
Traum: Er möchte von der deutsch-dänischen Grenze auf dem Europäischen
Fernwanderweg bis nach Rom laufen. Das sind 3350 Kilometer. Er ist
geschwächt, hat einen künstlichen Ausgang, die letzte Operation liegt nur
kurze Zeit zurück. Unmöglich? Ja, das glaubt man vielleicht im ersten
Moment.
Doch der Gärtnermeister hält an seinem Traum fest und beginnt mit den
Vorbereitungen. Er hat nur wenig Geld zur Verfügung, also plant er
möglichst viele Übernachtungen im Zelt. Am liebsten würde seine geliebte
Frau, mit der er schon viele Wanderungen erlebt hat, mitkommen, aber das
Geld reicht nur für einen. Schweren Herzens lässt ihn die Familie gehen und
dann bricht er, geschwächt, aber voller Lebensmut wahrhaftig auf. Sein
Gepäck wiegt schwer, hat er auch noch seine Stomaversorgung mit sich zu
tragen. Zunächst will er sich mit einem kleinen Bollerwagen helfen, doch
dann folgen Treppen um Treppen und er steht vor seiner ersten
Herausforderung. Dieser sollen unzählige folgen. Schmerzen, unwegsames
Gelände, wochenlanger Regen, sengende Hitze, Umwege... Kurt Peipe hält mit
seinem unbändigen Lebenswillen durch, kämpft gegen sich selbst, gegen den
Krebs und erreicht nach 166 Tagen die Basilika des heiligen Franziskus in
Rom.
Dieses Buch habe ich sofort geöffnet und angefangen, darin zu lesen.
Kurt Peipes Weg hat mich nicht mehr losgelassen, nach drei Tagen hatte ich
das Buch aus. Ich habe in diesem Buch einige Tränen geweint, immer dann
wenn es um das Thema Geben und Nehmen ging. Für mich waren das und die
viele glückliche Zufälle (Liebling: Wunderhütte) die Höhepunkte in diesem
Buch. In solchen spürt man die schützende und führende Hand, die größer
ist, als wir selbst. Ich bin tief beeindruckt, wie viel Kraft und
Lebenswillen in uns steckt, auch wenn wir schwer durch das Schicksal und
Krankheit gebeutelt sind.
Kurt Peipe macht Mut, zu tun, was einem Freude und Erfüllung bringt,
egal wie verrückt der Wunsch in den Augen der Mitmenschen ist. Und er
schenkt Hoffnung, aus ausweglosen Situationen einen persönlichen Gewinn für
sich selbst und sein Leben zu entwickeln.
Lieber Herr Peipe, danke für dieses Buch, das ich als großes Geschenk
erleben durfte. Ihre Botschaften sind bei mir angekommen und ich bin mir
sicher, sie werden viele Menschen mit Ihrem Werk berühren. Ich wünsche
Ihnen die Erfüllung weiterer Herzenswünsche. Meine Hochachtung gilt auch
Ihrer Frau: Ich bewundere, dass sie es geschafft hat, Sie gehen zu lassen.
Von Herzen alles erdenklich Gute, Anja Kolberg
+++++ (ein Amazon Kunde): Ein beeindruckendes, ermutigendes, zur Lebenshoffnung anstiftendes persönliches Zeugnis
Im vergangenen Herbst, kurz nach seiner erfolgreichen Rückkehr nach
einer 167-tägigen und über 3350 Kilometer führenden Wanderschaft durch
Europa auf dem berühmten Franziskusweg, dem Europäischen Wanderweg E1 von
Flensburg nach Rom ging seine Geschichte schon durch alle Medien; er gab
Interviews und war Gast in Talkshows. Viele Menschen konnten schon damals
Kraft schöpfen und Ermutigung vom Beispiel jenes Württemberger
Gärtnermeisters Kurt Peipe.
Als er 2003 von seinem Arzt die Krebsdiagnose erfährt, lehnt er eine
Operation mit anschließender Chemotherapie ab. Er ernährt sich gesund, wird
in den Ruhestand versetzt und gewinnt noch einmal über drei Jahre, obwohl
ihm die Ärzte 2003 ohne OP gerade mal noch ein halbes Jahr gaben. Auch als
Anfang 2007 nach dem totalen Zusammenbruch eine OP unausweichlich geworden
ist, lehnt Kurt Peipe weitere quälende Behandlungen ab und macht sich schon
vier Wochen nach der Operation auf, seinen Lebenstraum zu verwirklichen.
Mit Unterstützung seiner Frau und seiner Familie bricht Peipe auf , um von
Flensburg bis nach Rom zu gehen. Auf Teilstrecken hat seine Frau Sigrid ihn
begleitet und ihn unterstützt bei einem Weg, der ihn nach eigenen Aussagen
zu sich selbst geführt hat.
Nun endlich hat er mit Unterstützung der bekannten Autorin Michaela
Seul seine Erfahrungen auf dieser Reise in einem Buch veröffentlicht und
macht sie somit einem großen Publikum zugänglich. Denn dieses Buch muss man
mehrfach lesen, bestimmte Stellen immer noch einmal neu reflektieren, und
dann beginnen sie ihre heilsame Wirkung auch auf den Leser zu entfalten.
Den eigenen Weg zu gehen, sich nicht abzufinden mit einem unabwendbaren
Schicksal, weiterzugehen, auch wenn einen die Kraft zu verlassen droht -
das alles kann man von diesem wunderbaren Menschen lernen.
Wie er mit mentaler Kraft seine Schmerzen überwindet, sein Ziel
erreicht, sich von widrigen Umständen nicht aus dem Konzept bringen lässt
und zu seiner eigenen Form der Lebensspiritualität findet, ist eine
berührende und bewegende Lektüre, hinter der das wie eine Hype
hochgeputschte Buch von Hape Kerkeling sich ausnimmt wie die Beschreibung
einer kleinen Urlaubswanderung.
Man muss das Buch lesen, deshalb sei hier auch nicht mehr von seinem
Inhalt und den einzelnen Stationen seines langen Weges berichtet. Nur zwei
Dinge seien noch erwähnt. Zum einen: dem Internet habe ich entnommen, dass
Kurt Peipe in Ludwigsburg aus seinem Buch liest. Es freut mich sehr, dass
er sich solcher Gesundheit erfreut, dass er dazu in der Lage ist. Zum
anderen: Kurt Peipe ist auf seinem langen Weg bei mir vorbeigekommen. Der
Europäische Fernwanderweg E 1 führt durch meinen Wohnort Ober-Ramstadt,
direkt an unserem Haus vorbei. Ich hätte ihn gerne kennen gelernt und ihm
eine Rast geboten.
Dieses Buch wird auf eine ähnliche Weise wie die Lectures von Randy
Pausch Menschen zum Leben , zur Hoffnung, und etlichen auch zu neuem
Glauben verhelfen.
wir müssen da hoch
Autor/Autoren: Peter Brunnert
Herausgeber: Panico Alpinverlag
Broschiert
Stichworte: [HC/Belletristik/Romanhafte Biografien] [Biografien/Erinnerungen] [Klettern] [Abenteuer] [Bergsteigen] [Comics] [Elbsandstein]
Kundenmeinungen:
+++++ (ein Amazon Kunde): Spaß am Schmerz
Auf den ersten Blick einfach nur ein lustiges Buch. Aber ehrlich
gesagt, kann man auch eine Menge lernen. Vor allem, dass einen vor lauter
Begeisterung nicht der Übermut einholen sollte - und gleichzeitig, dass es
sich lohnt, trotz Schmerzen weiterzumachen.
+++++ (ein Amazon Kunde): Einfach super lustig
Die Geschichten sind einfach klasse: treffend und aus dem Leben
gegriffen. Auf jeden Fall sollte man die Chance nutzen, wenn Peter Brunnert
eine Lesung (in divesen Kletterhallen oder Kletterfesivals) anbietet:
Genial und unvergesslich
++++ (ein Amazon Kunde): Vergnüglich
der Autor beschreibt auf kurzweilige Art den Kletteralltag mit seinen
Tücken, und manchmal erkennt man auch die ein oder andere Route wieder,
daher ist das lesen sehr vergnüglich. Erbsebilder tuen ihr übriges.
+++ (ein Amazon Kunde): nicht ernstnehmen
obwohl ich ein spätzünder war...bin,erlaube ich mir,zu den geschichten
ein urteil abzugeben.bin auch mit deutschen burschen geklettert mitgenommen
worden zu dolom.kaiser und dachst.,ABER vor den touren,während wurde kein
alk.konsumiert.ehrensache.hoffentlich VERSTEHEN junge ,leicht zu
beeindruckende kletterer das buch hauptsächlich als
unterhaltungslektüre!!!!!das vorwort von malte roeper ist WICHTIG!!!
+++++ (ein Amazon Kunde): Angenehme Lektüre
Mal was ganz anderes. Keine -in letzter Minute überlebt- Geschichten,
sondern wie das Leben in 98% des Bergsteigers aussieht: UIAA 6 IST eine
Herausforderung, mal schnell zum Elbsandstein und dann zum Geschäftstreffen
ist Realität bei den meisten Kletterern. Lustig geschrieben, viel Wahrheit
(wenn ich an die 80er denke....). Gehört in\'s Bücherregal jedes Kletterers!
so viel mehr ...: bdsm - mein weg, meine erfahrungen, meine erfüllung
Autor/Autoren: Sedine Passiana
Herausgeber: Books on Demand
Broschiert
Stichworte: [Belletristik] [Biographien, Erinnerungen] [HC/Belletristik/Romanhafte Biografien] [Sadomasochismus; Berichte/Erinnerungen] [Masochismus] [Sadismus ( Sadomasochismus )] [Sadomasochismus] [Sadomasochismus - Sadismus]
Kundenmeinungen:
+++++ (ein Amazon Kunde): ein anderer Blickwinkel
So viel mehr. Ich gebe zu, ich war skeptisch. Die Thematik war ein
völlig unbekanntes Terrain und, zugegeben, eigentlich nicht unbedingt das
was meinen persönlichen Phantasien entsprechen würde.
Wie sich aber in Laufe des Buches herausstellen sollte, wurde
jegliche Erwartung an die Thematik von der Autorin durch geschickte
Formulierung zunichte gemacht. Erwartet man eine nüchterne Betrachtung der
Thematik, so wird man enttäuscht. Auf hochgestochene und unverständliche
Formulierungen wird verzichtet, es ist mehr wie ein Brief an die zweite
Hauptperson neben der Schriftstellerein. Es handelt sich durchwegs um eine
rein persönliche Sichtweise der Schreiberin, doch das ist gerade in diesem
Zusammenhang sehr angenehm. Insbesondere da sie es nicht verabsäumt, sowohl
positive wie auch negative Aspekte und Erfahrungen anzuführen.
Die Thematik wird dem Leser durch diese Art des Schreibens auf eine
Art und Weise vorgeführt, die einen anderen Blickwinkel ermöglicht. Schritt
für Schritt lernt man mit der Hauptperson die verschiedenen Spielregeln und
Spielarten kennen. Thematiken, die man aufgrund persönlicher Abneigungen
nichtmal im Ansatz andenken würde, werden durch diesen veränderten
Blickwinkel zumindest ansatzweise nachvollziehbar.
Auch die Lektüre des Buches hat mich nun nicht zum Fan von BDSM
werden lassen, doch hat das Buch einen Einblick ermöglicht, der mir sonst
wohl verwehrt geblieben wäre. Es ist ein völlig anderer Blickwinkel den die
Autorin eröffnet und dafür danke ich ihr.
+++++ (ein Amazon Kunde): Lange gesucht, endlich gefunden!!!
....schon sehr lange interessiere ich mich für diesen Bereich, habe
mich jedoch meistens abgeschreckt gefühlt wenn ich den harten Stoff las
oder teils grausame Bilder dazu ansah. Ich dachte immer es müsse da noch
was anderes sein, etwas tieferes, wunderschönes....so tief das es weh tut,
sich aber dennoch wunderschön anfühlt.
Die Autorin hat es endlich geschafft mich in diese Welt einzuführen,
ohne das es mich abgeschreckt hätte. Nicht das die Spielarten nicht heftig
gewesen wären, aber der Beweggrund dafür ist überwältigend, auf schöne
Weise. Sie beschreibt all dies aus tiefster Zuneigung zu ihrem Partner,
alles ist von hingebungsvoller Liebe durchtränkt, und behält deshalb immer
"das besondere" aufrecht. Bdsm, so wie sie es schreibt geht über alles
bisher dedachte hinaus, so wie sie selbst treffender nicht hätte
formulieren können: ist...... "SO VIEL MEHR!"
Ich kann jedem der sich für dieses Thema interessiert, dieses Juwel
nur ans Herz legen, denn hier drin steht, worum es dabei wirklich geht*
Ich wünschte es würde mehr dergleichen geben
++++ (ein Amazon Kunde): So tief eingetaucht...
... in die Gefühle und das Leben eines Menschen bin ich beim Lesen
dieses Buches wie sonst nie. Gleichzeitig eine wundervolle Einführung in
die Welt des BDSM. Nur vier Sterne, da sich die \'Story\' manchmal nur wenig
weiterentwickelt. Absolut lesens- und empfehlenswert!
+++++ (ein Amazon Kunde): absolut authentische und einfühlsame Superleistung
Da ich mich mit der Thematik SM überhaupt noch nie beschäftigt hatte,
außer durch Vorurteilen, u.a. dass so etwas sicher nur völlig perverse
Menschen machen mit denen sicher so einiges nicht stimmte, wurde ich durch
dieses Buch offener und vielleicht auch ein Stück toleranter gegenüber
Dingen, die ich nicht kenne.
Schon beim Lesen des Prologes verschlug es mir fast den Atem. Einfach
aufregend! Ich nehme das Buch zur Hand und tauche in eine andere Welt ein.
So viel Offenheit, absolute Ehrlichkeit, ohne Dinge zu beschönigen,
aufzublasen oder etwas wegzunehmen - diesen Mut offen und ganz zu sich
selbst zu stehen finde ich absolut bewundernswert. Durch die amüsante,
spannende erotische und auch humorvolle Schreibweise wollte ich das Buch
nicht mehr aus der Hand legen. Allerdings konnte ich mich nicht immer ganz
darauf einlassen, da vieles mich sonst überwältigte. Immer wieder versuchte
ich zu verstehen - gab aber bald auf, da ich körperliche Gewalt total
ablehne. Aber ich bemühte mich nachzuempfinden, was mich durch und durch
berührt hat. Vieles hat mich sehr zum Nachdenken angeregt, oft musste ich
lächeln und immer wieder hatte ich Tränen in den Augen. Das Kapitel "Devot"
ist so wunderschön beschrieben, so einfühlsam und liebevoll. Meine
Vorurteile lösen sich immer mehr auf und ich beginne zu erahnen was
so-viel-mehr möglich ist. Die Liebe, das absolute Vertrauen, die Hingabe
das totale sich fallen lassen und das aufgefangen werden - ja, das ist
sicher wunderbar. Einfach unübertrefflich, was zwei Menschen sich auf diese
Art geben können. Die Achtsamkeit, die Zuwendung, das gegenseitige
Aufpassen aufeinander und dass man ganz ungezwungen alles miteinander
ausprobiert. Großartig, wenn man so die Liebe leben kann. Dieses Buch ist
auch eine wundervolle Liebeserklärung an den Partner der Autorin.
Jedes einzelne Kapitel regt zum Nachdenken an. Ich will manches
einordnen, so wie ich es kenne, spüre aber: es ist mehr.
Mein Verstand kann vieles nich erfassen, will es als "unglaublich"
und unverständlich einordnen, aber ein Teil von mir versteht, auch wenn der
Verstand sich noch sehr dagegen wehrt. Was ich in allen Szenen immer wieder
gut nachempfinden kann, ist das schöne Gefühl, wenn jemand voll und ganz
für dich da ist, sich auf dich einstellt, deine Wünsche spürt und das
Schönste ist sicher das Auffangen. Vielleicht lässt sich über körperlichen
Schmerz seelisches Leid ausdrücken? Man darf weinen, schreien, alle Gefühle
kommen ins Fließen, man darf sein wie man sich gerade fühlt. Jedes nichts
sagende Wort, jedes unechte Lächeln ist in Grenzsituationen einfach nicht
mehr möglich. Was übrig bleibt ist die nackte, unschuldige Wahrheit.
Ich danke der Autorin für die wichtige Arbeit die sie leistet, durch
ihr Sein, ihren Ausdruck, ihre berührende Ehrlichkeit und ihren Mut und
gratuliere gaaanz herzlich zu diesem einzigartigen Buch.
+++++ (ein Amazon Kunde): Faszinierendes Buch, das einen nicht los lässt
Ein von der ersten bis zur letzten Seite faszinierendes Buch. Die
Autorin erlaubt dem Leser eine unglaublich gefühlvolle Teilnahme an ihren
Erlebnissen aus der Welt des BDSM. Es ist weder ein trockenes Sachbuch noch
ein "reisserischer" Roman, sondern einfach eine glaubhafte autobiografische
Erzählung. Auch wenn man mit BDSM generell oder zumindest mit einzelnen
beschriebenben Praktiken selbst nichts anfangen kann, so vermittelt es dem
Leser doch nachvollziehbar das subjektive Empfinden der Autorin und die
Faszination, die davon ausgeht.
Eine Frage, die nach der Lektüre des Buches, offen bleibt: "Wie geht
es weiter?". Vielleicht hat die Autorin Erbarmen mit dem neugierigen Leser
und schenkt uns noch so ein schönes Buch.
die kleinen gärten des maestro puccini
Autor/Autoren: Helmut Krausser
Herausgeber: DUMONT Literatur und Kunst Verlag
Gebundene Ausgabe
Stichworte: [HC/Belletristik/Romanhafte Biografien] [Belletristik] [Erzählungen] [Romane] [Puccini, Giacomo; Romane/Erzählungen] [Deutsche Belletristik] [Puccini, Giacomo] [Roman, Erzählung]
Kundenmeinungen:
+++++ (ein Amazon Kunde): Für Puccini Fans ein Muss!
Das Buch beleuchtet 10 bewegte Jahre im Leben Puccinis, wobei der
Schwerpunkt auf seinen Affären liegt. Besagte "Kleine Gärten" aus dem Titel
sind seine verschiedenen, mal kleineren, mal größeren Liebschaften.
Zufluchtsorte, an denen er dem Alltag mit seiner ihm lästig gewordenen
Lebensgefährtin und späteren Frau Elvira entkommen kann.
Krausser lässt in seinem Dokumentarroman drei dieser Liebschaften
lebendig werden: Die berühmte Affäre mit der viel jüngeren Cori, deren
bislang unbekannte Identität Krausser zu enthüllen versucht, die
Seelenverwandtschaft zu Sybil Seligman, die leider an einer sexuellen
Beziehung nicht interessiert ist, und den Skandal um Puccinis Hausmädchen
Doria Manfredi, tatsächlich hatte Puccini jedoch nicht mit ihr, sondern mit
ihrer Cousine Giulia Manfredi eine Affäre.
In einem herrlich trockenen, oft leicht distanzierten Stil erzählt
Krausser Puccinis Geschichte nach. Authentische Briefe, ergänzt durch
Briefe aus Kraussers Feder, lassen die Geschichte lebendig werden. Im
Anhang legt Krausser dar, welche Gegebenheiten und Briefe fiktiv sind.
Die Sprache ist oft wunderbar ironisch und bildhaft. So entrüstet
sich Puccinis Verleger Ricordi beispielsweise über Puccinis ernsthafte
Affäre zur viel jüngeren und mittellosen Cori. Puccini solle doch lieber
bei seinen zahlreichen Verehrerinnen bleiben, die von ihm "intim signiert"
werden möchten. Er solle ihnen diesen Gefallen tun, aber keine ernsthafte
Liaison eingehen.
Als Leser ist man hin- und hergerissen zwischen Solidarität zu
Puccini, dem man ein glückliches und erfülltes (Liebes)Leben wünscht, was
er mit Elvira nicht bekommen kann, und Mitgefühl für Elvira, die von ihm
nach Strich und Faden belogen und betrogen wird, so dass man ihre
krankhafte Eifersucht zumindest ansatzweise nachvollziehen kann.
Mal zeigt sich ein sehr menschlicher Puccini, der am Leben
verzweifelt, obwohl er doch eigentlich nach Ansicht seiner Freunde
zufrieden und glücklich sein müsste, mal ein abgehobener Puccini, der sich
seines Talents und seiner Einzigartigkeit bewusst ist und diese
Sonderstellung auch einfordert und auslebt.
Ergänzt wird das Buch durch folgende Homepage, auf der - so weit
vorhanden - Fotografien von der ihm Buch erwähnten Personen zu finden sind:
http://www.puccini-pics.com/
Für alle Puccini und Opernfans ist dieses Buch absolut zu empfehlen,
aber auch Krausser-Liebhaber, die mit der Musik Puccinis eher weniger
anfangen können, werden daran Gefallen finden!
++++ (ein Amazon Kunde): Skandalöse Chronik oder Dokumentarroman?
Die Themen der Bücher von Helmut Krausser sind sehr verschiedenartig.
Bekannt geworden ist er mit der eklatanten "Hagen-Trinker-Triologie", von
der das Kultbuch "Fette Welt" verfilmt wurde. Jetzt ist er in der Welt der
Oper angekommen, in der seine Vorliebe scheinbar den Opern des Giacomo
Puccini gilt. So ist eine Romanbiografie entstanden, in der Krausser das
bizarre Leben dieses großen Opernkomponisten aufspürt. Das künstlerische
Schaffen des Giacomo Puccini (1858 - 1924)erstreckt sich von 1884 bis 1924.
Er ist einer der größten und begnadetsten Opernkomponisten, dem nicht nur
zwölf Opern zu verdanken sind, sondern auch mit Manon, Madame Butterfly,
Turandot, Tosca und Mimi vielleicht die schönsten und interessantesten
Frauengestalten der Opernwelt.
Bis heute haben seine amourösen Lebensumstände immer wieder Anlass
zu wilden Spekulationen gegeben. Krausser hat ausgiebig und tiefgründig
recherchiert und nun mit "Die kleinen Gärten des Maestro Puccini" einen
Roman, eine "Skandalöse Chronik", über die zehn ereignisreichsten Jahre
dieses populären Opernkomponisten geschrieben. Dass Puccini unter
Erotomanie litt, war bekannt, wie viele und welche Liebesaffären er
tatsächlich hatte, davon berichtet nun der Autor in seiner fesselnden
Romanstudie.
Zwanzig Jahre lebte Puccini "In wider Ehe" mit Elvira Bonturi.
Während dieser Zeit hatte er vier Jahre lang ein Verhältnis mit einer
siebzehnjährigen Corinna. Die Identität dieser Geliebten war ein streng
gehütetes Geheimnis. Er hatte ihr immer wieder die Ehe versprochen, wollte
deswegen Elvira, die sich vor Eifersucht zermarterte, zunächst verlassen.
Tatsächlich hat er dann "Cory" verlassen und 2004 Elvira geheiratet. Aus
Corinnas Liebe und Begierde schlug in Eifersucht und gnadenlosem Hass um.
Es kam zu Skandalen und Revolten, zu Neid und Intrigen. In das
abenteuerliche Netzwerk der Verstrickungen waren schließlich auch
Detektive und Polizei involtiert. Puccini der ein "Verliebt sein" zum
Komponieren brauchte schrieb in dieser unruhigen Zeit die Oper "Madame
Butterfly", die anfangs ein großer Misserfolg wurde, erst nach einer
gründlichen Überarbeitung wurde die Wiederaufführung ein Erfolg.
Aus der Affäre mit der in England lebenden S. Seligmann wurde eine
über Jahrzehnte währende gute Freundschaft. Krausser bringt auch Licht in
den Skandal um das Dienstmädchen Doria Manfredi. Elvira Bonturi war immer
der Meinung, dass der Maestro mit der aus dem Dorf stammenden Doria eine
Liebesbeziehung unterhielt. In Wirklichkeit bewunderte sie den Meister nur,
der wiederum hatte eine folgenschwere Liäson mit ihrer Schwester. In
Unkenntnis dieses Sachverhalts tyrannisierte Elvira die arme Doria immer
weiter, bis sie sich schließlich in ihrer Verzweiflung das Leben nahm.
Wieder einmal gab es einen Riesenskandal mit Polizei und Presse.
Der Autor hat gründlich recherchiert, entstanden ist ein ganz schön
zu lesender, unterhaltsamer, witziger und geistreicher Roman von
zauberhafter Sicherheit und wunderbarer Stimmigkeit.
+++++ (ein Amazon Kunde): Jetzt oder nie
Was für eine Liebeserklärung an die Musik, das Leben, die Kunst - und
auch an die Widrigkeiten. Beinahe zärtlich zeichnet Helmut Krausser zehn
Lebensjahre Puccinis nach, wirft sein ureigenes Licht auf dunkel gebliebene
Stellen und schafft gekonnt den Spagat zwischen (neuen) Fakten und
literarischem Hochgenuss.
Dieses Buch ist nicht nur für Opern-/Puccini-/Krausserliebhaber, es
erzählt vor allem eine verflucht gute Geschichte. Kaufen, lesen. Alle!
+++++ (ein Amazon Kunde): Puccini Congenial erkannt
Helmut Krausser gelingt ein beeindruckendes Porträt Giacoma Puccinis
während 10 turbulenter Jahre seines Lebens. Man erhält Einblick in die
Macht des Eros, der Eifersucht und der Liebe.
Dieser Dokumentarroman läßt Puccini auf eine Weise lebendig werden,
das man beginnt zu begreifen, wie schwer ein großer Komponist seinem Leben,
das am Ende so scheinbar leichte, abgerungen hat.
Aber auch die drei Frauen in diesem Buch, Quelle der Inspiration und
des Unglücks zugleich, werden lebendig und in ihren Motiven begreifbar.
Puccini\'s Leben ist in dieser Zeit wie ein Roman und Helmut Krausser
schreibt diesen Roman. Und man möchte sagen endlich. Denn wie Puccini in
seinem Werk über sich hinaus weißt, so weißt auch Helmut Krausser in seinem
Roman über das pure geschehen hinaus.
Ganz nebenbei schreibt Krausser noch ein Sittengemälde der Belle
Epoche.
Und ohne ein tiefes Begreifen der Musik Puccinis, wäre der Roman gar
nicht möglich.
Wer Puccinis Musik liebt, muß dieses Buch lesen und wer das Buch
ließt, wird nicht umhinkommen Puccini hören zu wollen.
Für Liebhaber der Oper und Kenner der Literatur ein Muß
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