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Die Attentäterin: Roman | in den Warenkorbin den Warenkorb

Autor/Autoren: Yasmina Khadra
Herausgeber: Dtv
Broschiert

Stichworte: [Belletristik] [Erzählungen] [Romane] [TB/Belletristik/Gegenwartsliteratur (ab 1945)] [Israel; Romane/Erzähl.] [Algerische Belletristik] [Israel] [PLO ( Palästinenser )] [Palästinenser - PLO] [Roman, Erzählung]

Kundenmeinungen:
+++++ (ein Amazon Kunde): großartiges buch
Ein kluges und nachdenklich stimmendes Buch, das aufklärt ohne sich für eine Seite zu entscheiden. Der Leser lernt den Konflikt aus der Nähe und aus verschiedenen Perspektiven kennen, ohne dass der Autor einfache Lösungsansätze bietet.
+++++ (ein Amazon Kunde): Ein rundum starkes Buch
Von den unter dem Pseudonym >Yasmina Khadra Die Attentäterin Amin Jaafari, die zunächst eher unpolitische Hauptperson, wird auf brutale Weise in den Konflikt hineingezogen, ohne allerdings seine humanistische Grundhaltung aufzugeben. Die Folge davon - nein, das muss man selbst lesen, was sich auf der letzten Seite übrigens als äußerst interessante Erzählperspektive herausstellt. Der Roman bietet keine Lösung an, weil es keine Lösung geben kann, so lange beide Seiten rachelüstern sich gegenseitig buchstäblich bis aufs Blut provozieren. Das ist traurig, aber glaubhaft.
+++++ (ein Amazon Kunde): Im Strudel des Hasses
Yasmina Khadra heißt eigentlich Mohammed Moulessehoul und war lange Jahre hoher Offizier in der algerischen Armee. Erst als er 2000 nach Frankreich ins Exil ging, lüftete er sein Pseudonym, unter dem er allerdings immer noch schreibt, da er eben unter jenem Namen vor allem in der arabischen Welt Beliebtheit errang. Die Attentäterin" ist sein neuester Roman, der sich eines sensiblen Themas annimmt. Hauptfigur des Romans ist Amin Jaafari. Obwohl Araber ist er nach Jahren des Kampfes um Anerkennung und Respekt ein angesehener Arzt in Tel Aviv. Nach einem langen Arbeitstag, der von Not-Operationen bestimmt war, nachdem sich ein Selbstmordattentäter in einem Schnell-Restaurant in die Luft gesprengt hat, fällt er erschöpft in seinem schönen Haus in einer ruhigen Gegend der israelischen Stadt ins Bett. Doch dem Arzt ist kein langer Schlaf vergönnt, schon nach wenigen Stunden wird er ins Krankenhaus zurückgerufen. Doch anstatt weiterer Operationen soll der Mitvierziger eine Leiche identifizieren: die seiner Frau. Und nicht nur, daß die bis auf das Gesicht fast völlig zerfetzte Frau in der Leichenhalle wirklich seine seit 15 Jahren angetraute Ehefrau Sihem ist, sie soll auch noch eine Attentäterin sein, bei deren Selbstmordanschlag unter anderem zahlreiche Kinder einer Geburtstagsgesellschaft ums Leben kamen. Amin wird sofort festgenommen, da man nicht glauben will, daß er von den Plänen seiner Frau nichts gewußt hat. Amin Jaafari, der seine Frau bei ihrer Großmutter vermutet hat, kann selbst unter Folter keinerlei Hinweise geben, er selbst ist vollständig schockiert. Nachvollziehbar schildert der Autor den Zusammenbruch des arabischstämmigen Israelis, der plötzlich von allen Seiten als Feind beschimpft wird. Nur wenige Freunde halten zu ihm, aber auch sie können sich dem gebrochenen Mann nicht nähern. Er ist besessen, will erfahren, wieso seine im Wohlstand lebende, scheinbar nicht religiöse Frau zur Selbst-mordattentäterin werden konnte, ohne daß er etwas bemerkt hat. Wer jetzt glaubt, die Suche nach der Wahrheit laufe hintergründig und aktionsreich ab, der wird enttäuscht. Der Romanheld Jaafari hat nichts von einem James Bond, offen stellt er den Iman Marwan zur Rede, der angeblich seine Frau Sihem kurz vor ihrer Tat gesegnet haben soll, doch statt Antworten stößt der verzweifelte Witwer auf Ablehnung und Schläger. Beängstigend stellt der Autor den Niedergang des Arabers dar, der lange dafür gekämpft hat, als Arzt Gutes zu tun. Doch je tiefer seine Einblicke in den palästinensisch-israelischen Konflikt werden, desto tiefer wird er selbst in den Strudel des Hasses gezogen. Beklemmend der gewählte Schluß, der mit Auflösung endet und die Sinnlosigkeit der Auseinandersetzungen desmaskiert.
+++++ (ein Amazon Kunde): Die Attentäterin - ein hervorragendes Buch - ein "Muss" für jeden, der Palästina und seine Lage verstehen lernen will!
Yasmina Khadra hat hier einen hochpolitischen unter die Haut gehenden Roman geschrieben, in dem er den Ursachen des Terrors nachspürt, den Tätern ein Gesicht und eine Geschichte gibt. Er verurteilt nicht, er rechtfertigt nicht, sondern er beschreibt die völlige Verzweiflung von Menschen, die glauben, Selbstmordattentate mit vielen unschuldigen Opfern seien wirklich ein Ausweg. Wer durch eigene Besuche Palästina in den letzten Jahren kennengelernt hat, wird kein Attentat gutheissen können, er wird aber vielleicht die Menschen verstehen, die sich zu diesem letzten Schritt entschliessen. Khadra gibt einen hervorragenden Einblick in die Hintergründe der Menschen und ihrer Umgebung, die diesen Weg wählen. Der Schlüssel liegt in Yasmina Khadra mahr als Bücher sprechender Aussage: "Wir Araber sind Menschen, die einfach die Erniedrigung, die Beleidigung hassen. Wir können mit Wasser und trockenem Brot leben. Mit nichts. Aber wir können nicht mehr normal leben, wenn man uns erniedrigt." - Und deswegen bleibt die Feststellung: Solange die Demütigung der Besatzung durch Israels Militär bleibt, so lange wird es Menschen in Palästina geben, die für sich keinen anderen Weg mehr sehen. Empfehlenswert ist in diesem Zusammenhang das ausgezeichnete Buch von Raid Sabbah, Der Tod ist ein Geschenk. Die Geschichte eines Selbstmordattentäters - Sie spielt übrigens ebenso in Jenin. Rainer Fielenbach
+++++ (ein Amazon Kunde): Die Enge der Welt
Selten gibt es Bücher, die innere Konflikte und politisches Tagesgeschehen so eng verknüpfen. Wer schon immer nicht verstanden hat, was in Israel und Palästina abläuft, wer den Hass auf beiden Seiten nicht begreift, findet in diesem Buch Ansätze von Antworten. Kombiniert mit der magischen Erzählkunst des arabischen Raums ein wirklich gutes Buch.

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Exodus: Das große Epos um die Gründung Israels | in den Warenkorbin den Warenkorb

Autor/Autoren: Leon Uris
Herausgeber: Heyne
Taschenbuch

Stichworte: [TB/Belletristik/Erzählende Literatur] [Belletristik] [Erzählungen] [Romane] [Israel; Romane/Erzähl.] [Amerikanische Belletristik] [Israel] [Roman, Erzählung]

Kundenmeinungen:
+++++ (ein Amazon Kunde): Sechs Sterne...
...würde ich für dieses Buch geben. Leider - geht das nicht... Es geht hier, wie die meisten schon sicher wissen, um die Gründung Israels. Inklusive den Vorwehen, wie z.B. den UN-Plan Teilung Palästinas. Wer sich ein bisschen für das Thema Israel und Palästina interessiert, sollte dieses Werk lesen. Ich denke, dadurch wird auch - leider - die anhaltende und heutige Problematik deutlicher. Und noch ein gutgemeinter Tipp: Der Film zum Buch ist super super schrecklich.
+++++ (ein Amazon Kunde): Super interessant und spannend!
Obwohl hier viele geschichtliche Fakten und Personen genannt werden, wird dieses Buch nicht langweilig, sondern es bleibt bis zur letzten Seite spannend. Die Hauptpersonen sind sehr sympatisch und man bangt mit ihnen mit und hofft, dass alles gut ausgeht. Es ist ganz klar, dass so ein Buch nicht nur positive Seiten haben kann, da es hier immerhin um die Gründung Israels und alle damit verbundenen Kämpfe und Streitigkeiten geht. Aber auch wenn das Buch durchaus seine traurigen Stellen hat und auch gegen Ende noch einmal traurig wird, würde ich es trotzdem als "Happy End" bezeichnen. Man wird auf jeden Fall zum Nachdenken gebracht und vergisst es nicht einfach so nach einen Tag und auch wenn es über 800 Seiten hat, habe ich "Exodus" schon mehrmals gelesen und es ist jedes Mal wieder aufs neue interessant!
+++++ (ein Amazon Kunde): Ein muß für Israelfans
Dieses Buch war eine meiner ersten Berührungen mit dem Thema Israel. Es ist eine sehr intensive Beschäftigung mit der Zeit des dritten Reiches und der Gründung des Staates Israel. Mittlerweile habe ich dieses Buch mehr als einmal gelesen. Und immer wieder ist es spannend. Ich kann dieses Buch jeden empfehlen, der sich für das Thema Israel begeistern kann.
+++++ (ein Amazon Kunde): Excellent!
Ein wirklich ausgezeichnetes Buch, eine gelungene Umsetzung von Geschichte in Romanform. Der Autor verwebt eine Vielzahl von Erlebnisberichten mit historischen Vorgängen und ermöglicht es dem Leser so, in die damalige Zeit des Existenzkampfes einzutauchen. Kritikern der sogenannten Einseitigkeit sei hier gesagt, dass die im Buch vermittelte Sichtweise notwendige Voraussetzung für das Begreifen des Handlungsverlaufes und auch des Geschichtsverlaufes ist. Genauso wäre diese Schreibweise bei der Lektüre einer arabischen Sichtweise angebracht und richtig. Diese Art des Romans trägt maßgeblich dazu bei, die tatsächlichen Umstände verstehen zu können, inwieweit man selbst oder andere, die als Lesende über den Dingen stehen, anders gehandelt hätte(n) oder was man sonst noch einbeziehen würde, ist daher irrelevant. Ein absolut runder Roman bis zum Ende, eigentlich sowohl inhaltlich als auch geschichtlich ein Muss! Sehr empfehlenswert.
+++++ (ein Amazon Kunde): Geschichte einmal anders!
Dieses Buch ist ein echtes Meisterwerk! Es schildert die Geschichte Israels, verpackt in der Geschichte zweier Menschen: Einer amerikanischen Krankenschwester und eines israelischen Freiheitskaempfers die im laufe des Romans zusammentreffen. Das besondere an diesem Buch ist, das es immer wieder in die Vergangenheit zurueck greift, um das Schicksal von anderen Menschen die an der Haupthandlung beteiligt sind, zu schildern, und dem Leser die Geschichte Israels voller Spannung zu vermitteln. Duch die vielen im Buch geschilderten Schicksale erfaehrt der Leser etwas darueber "was das fuer Menschen sind, die in Israel wohnen". Dadurch lernt der Leser auch die Geschichte der Gruendung Israels jenseits von langweiligen Schulbuechern und Antiisraelischen Medienberichten. Diese Buch, spannend wie ein Roman, informativ wie ein Geschichtsbuch, ist eins der besten Buecher die ich je gelesen habe!

top eine geschichte von liebe und finsternis

Eine Geschichte von Liebe und Finsternis | in den Warenkorbin den Warenkorb

Autor/Autoren: Amos Oz
Herausgeber: Suhrkamp
Broschiert

Stichworte: [Belletristik] [Erzählungen] [Romane] [TB/Belletristik/Gegenwartsliteratur (ab 1945)] [Israel; Romane/Erzähl.] [Ostjuden; Romane/Erzähl.] [WELT-Literaturpreis] [Israelische Belletristik] [Roman, Erzählung]

Sein Buch gebe ein altes Rätsel auf, hat der 65-jährige israelische Schriftsteller Amos Oz über den Inhalt seines stark autobiografisch gefärbten Roman Eine Geschichte von Liebe und Finsternis geschrieben: „Wie können zwei gute Menschen eine schreckliche Katastrophe herbeiführen? Wie kann es kommen, dass die Heirat zweier Menschen, die einander wollen und einander gutes Wünschen, in einer Tragödie endet?“ Die zwei Menschen, von denen Oz hier spricht, das ist zum einen sein Vater: „ein sentimentaler und enthusiastischer Mann“, der siebzehn Sprachen lesen und elf sprechen kann (alle mit russischem Akzent), ein Universalgelehrter voll mit Magie und Mystik, und doch nach Ansicht der Mutter „rational sogar noch im Schlaf“. Die andere Person ist die Mutter des Schriftstellers, Fania Klausner, die am Ende der Geschichte von Liebe und Finsternis verzweifelt den Freitod wählt -- und von der der Ich-Erzähler behauptet, „bis zum Schreiben dieser Seiten“ nie über sie gesprochen zu haben. Ihre tragische Geschichte erzählt das Buch -- und die Geschichte der Überlebenden ihrer Familien, die, dem Holocaust entronnen, in den vierziger Jahren ins gelobte Land nach Palästina ziehen, und die doch auch in der ersehnten Fremde nicht recht glücklich wurden. “Dieses Buch handelt von der enttäuschten Liebe meiner Eltern und Großeltern zu Europa“, heißt es bei Oz. „Es spürt dem jüdischen Erbe in der europäischen Kultur nach und dem europäischen Erbe in unserer eigenen Kultur. Vor allem aber ist es ein Buch über eine einzelne kleine Familie“. Nein, möchte man, eher ergänzend als widersprechend, hinzufügen: Vor allem ist die Geschichte von Liebe und Finsternis ein Stück großer, packender, ehrlicher, grandios erzählter Literatur. --Stefan Kellerer Aus der Amazon.de-Redaktion

Kundenmeinungen:
+++ (ein Amazon Kunde): eine israelische Autobiographie - ergreifend, aber auch langatmig und unstrukturiert
Die hochgelobte Autobiographie des israelischen Erfolgsautors Amos Oz ist sicherlich lesenswert. Anhand seiner eigenen Familiengeschichte schildert Oz sehr eindringlich die Entstehung des Staates Israel und die sozio-kulturellen Hintergründe der europäischen Juden, die während der ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts nach Palästina übersiedelten, um dort ein neues Leben, frei von Verfolgung und mit der Aussicht auf die Gründung einer eigenen Nation zu beginnen. Oz wächst in den 40er Jahren als Sohn osteuropäischer Einwanderer in Jerusalem auf. Sein Großonkel Joseph Klausner ist ein angesehener jüdischer Gelehrter, seine Eltern verkehren in intellektuellen Kreisen, in denen Literatur und andere Geisteswissenschaften eine wichtige Rolle spielen und die sozialistischen Bestrebungen der Kibbuzzim verachtet werden. Obwohl Oz\' Vater ein sehr belesener Mann ist, der viele Sprachen spricht, fristet dieser ein ereignisloses Leben als Bibliothekar - auch das Leben der Mutter verläuft unglücklich. Ebenfalls hoch gebildet, verbringt sie ihr Leben als Hausfrau, die sich, sobald sie ihre hausfraulichen Pflichten erfüllt hat, in ihren Büchern vergräbt. Schließlich wird sie depressiv und nimmt sich das Leben, als ihr Sohn zwölf Jahre alt ist. Dem freudlosen Leben seiner Eltern kehrt der Autor endgültig den Rücken, als er wenige Jahre nach dem Tod seiner Mutter im Alter von 15 Jahren in einen Kibbuz zieht. Zweifelsohne hat Oz viel zu erzählen, und was er zu erzählen hat, ist überwiegend höchst interessant: Die Geschichte seiner Vorfahren in Osteuropa, die Auswirkungen der zionistischen Bewegung auf seine Familie, der Neuanfang in Palästina, das Verhältnis der Einwanderer untereinander, der Überschuss an Intellektuellen, das Verhältnis zu den Arabern, die persönlichen kleinen und großen Familiendramen, die eigene Stellung innerhalb der Familie als verzogenes Einzelkind, auf das sich viele Hoffnungen stützen... Leider aber ist die Art, wie er erzählt, äußerst unstrukturiert. Mal chronologisch, mal nach bestimmten Familienmitgliedern "sortiert", mal aus der Sicht des Kindes, mal zurückblickend und kommentierend. Die Biographie wirkt in der Tat so, als hätte sich Oz hingesetzt, alles so aufgeschrieben, wie es ihm in den Kopf kam, ohne dass je ein Lektor das Werk vor Veröffentlichung zu Gesicht bekam. Diesem assoziativen Erzählstil sind wohl auch vor allem die unzähligen Wiederholungen zuzuschreiben, die die Lektüre oft unnötig zäh gestalten. Immer wieder lässt sich der Autor z.B. über seinen Vater und dessen Unfähigkeit, aus, eine Gesprächspause zu erdulden. In solchen Situationen flüchtete sich der verklemmte Vater dann in oftmals peinliche Wortspielereien. Diese Wortspielereien und was der Autor dabei empfand, werden an zahlreichen Stellen der Biographie wiedergegeben. Das gleiche gilt für viele andere Situationen, z.B. die Hinweise darauf, welche berühmten hebräischen Dichter schon in Odessa im Haus der Familie ein- und ausgingen oder auch immer wieder der Hinweis darauf, dass in der Familie die jiddische Sprache verpönt war oder es im Jerusalem der 40er Jahre weit mehr Gelehrte als Studenten gab (weswegen der Vater nie einen Platz als Dozent an einer Hochschule erhielt). Aufgrund dieser wiederholenden Ausschweifungen ist man oft versucht, den Roman stellenweise quer zu lesen - was auch nicht schadet. Der Roman wäre jedoch um einiges besser und lesbarer geworden, hätte man ihn einem fähigen Lektor anvertraut, der großzügig die Wiederholungen gestrichen und ihn ein wenig "in Form" gebracht hätte. "Eine Geschichte von Liebe und Finsternis.
++++ (ein Amazon Kunde): Langatmig, aber lohnend
Dies ist mein erstes Buch von Amos Oz, einem israelischen Schriftsteller, der u.a. dafür bekannt ist, daß er sich für die Aussöhnung zwischen Juden und Palästinensern einsetzt. Die Geschichte des Jungen Amoz trägt starke biographische Züge. Obwohl als Roman verfasst, hat man doch beim Lesen den Eindruck, dass hier detailliert aus dem Leben des Jungen in den vierziger Jahren in Jerusalem, aus einem ganz persönlichen Rückblick geschrieben wird. Im Vordergrund steht die weitverzweigte Familie, die aus Polen eingewandert ist. Die Geschichte seiner skurilen Großeltern, die traurige Beziehung seiner Eltern und sein eigenes Erleben des Erwachsenwerdens sind Thema diese groß angelegten Romans. Auch spielen die politischen Gegebenheiten und Entwicklungen des Staates Israel eine große Rolle. Man wird im Rahmen dieser Familiengeschichte in die Geschichte des Landes eingeführt und versteht mehr über die unterschiedlichen Ansichten der politischen Lager innerhalt Israels. Den ersten 150 Seiten konnte ich nur schleppend Folgen. Es wurden zahlreiche Personen und deren Zusammenhänge beschrieben, die für die Geschichte kaum Bedeutung haben, jüdische Gelehrte und Künstler, Schriftsteller . Flüssiger wird die Geschichte in dem Moment, in dem die kleine Familie, vor allem die Geschichte seiner Eltern wieder stärker in den Vordergrund rückt. Es ist ein ergreifendes Buch, aber keine leichte Kost und all denen ans Herz gelegt, die etwas mehr über Israel und das Leben in diesem zerrissenen Land erfahren möchte.
+++++ (ein Amazon Kunde): Wenn ich 7 Punkte vergeben könnte...
... so würde ich es tun. Dieses Buch gehört zu meinen absoluten Lieblingsbüchern. Trotz der oftmals ins Detail gehenden Darstellungen habe ich es verschlungen und war von der ersten bis zur letzten Seite völlig gebannt von den Schilderungen. Fast war mir als wäre ich Teil dieser Familie, würde mit ihnen in Rovno und Vilnius, Odessa und Jerusalem leben. Das Buch ist ausgesprochen vielschichtig. Es handelt vom Leben der osteuropäischen Juden und man erfährt einiges über die antijüdische Stimmung, die in Polen und Litauen herrschte und die Angst vor Pogromen, die ständiger Begleiter der osteuropäischen Junden war. Man erfährt einiges über den Unabhängigkeitskrieg der Juden gegen die britische Mandatsherrschaft, die eine sehr unrühmliche Rolle (deutlicher möchte ich mich nicht ausdrücken - man lese selber und bilde sich sein Urteil!) in der Staatswerdung Israels spielte. Man liest über Emigranten aus dem zertrümmerten Europa, die sich in einem neuen harschen Land zurechtfinden müssen und oftmals daran scheitern. Viele, deren Eltern einst ebenfalls als "displaced persons" hier ankamen, sich eine neue Existenz aufbauen mußten und ihre Traumata ihren Nachkommen mit auf den Weg gaben werden sich hier vielleicht wiederfinden. Es ist ein sehr menschlich geschriebenes Buch, eine großartige Haltung ohne Wehleidigkeit aber voller Mitgefühl und Verständnis für alle Menschen gleich wo sie herstammen. Eine kluge und weise Darstellung der Geschichte einer vermutlich nicht untypischen jüdischen Familie - darüber hinausgehend aber auch der Problematik des Menschsseins an sich in einer Welt, in der kein Frieden herrscht, in der einem immer wieder der Platz zum Leben streitig gemacht wird. Und natürlich und vor allem ist es der Versuch des Schriftstellers Amos Oz den Selbstmord seiner Mutter verstehen zu lernen und den kleinen Jungen Amos Klausner mit seinen unglücklichen ELtern Arieh und Fania Klausner zu versöhnen.
+++++ (ein Amazon Kunde): Sehr schönes Buch
So viel Durchhaltevermögen hatte mich zuvor noch kein Buch gekostet. Jedoch, es hat sich gelohnt. Mehr möchte ich gar nicht über das Buch sagen. Selber lesen!!!

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Die Quelle | in den Warenkorbin den Warenkorb

Autor/Autoren: James A. Michener
Herausgeber: Knaur
Taschenbuch

Stichworte: [Amerikanische Belletristik] [Israel] [Roman, Erzählung] [Belletristik] [Erzählungen] [Romane] [TB/Belletristik/Historische Romane, Erzählungen] [Historische Romane/Erzählungen] [Israel, Geschichte; Romane/Erzähl.]

Kundenmeinungen:
++++ (ein Amazon Kunde): Sehr lehrreich und zugleich unterhaltsam
Zugegeben, das Buch ist ein wenig lang, somit nichts für mal eben nebenbei oder zwischendurch zu lesen. Dafür ist es auch nicht geschrieben. Für mich war es sehr lehrreich, die Geschichte der Juden von der Urzeit des Menschen bis zur Mitte des letzten Jahrhunderts zu lesen. Die immerwährende Verfolgung durch andere Völkerscharen und das Festhalten der gläubigen Juden an ihre heiligen Schriften erklärt der Autor glaubhaft anhand historisch belegter Fakten. Selbst die Ritterkreuzzüge sind sehr wahrheitsgetreu dargestellt. Die im Buch vorkommenden Grausamkeiten werden sichh wohl in Wahrheit noch schlimmer als geschildert abgespielt haben. Für mich war es ein informativer Roman, der als Ergänzung zu anderen Schriften z.B. "Exodus" von Leon Uris viel über die Geschichte der Juden und ihres Staates Israel aussagt. Für Israelinteressierte absolut empfehlenswert.
+++++ (ein Amazon Kunde): Orientalische Geistesgeschichte und Biblische Archäologie
Das beste Buch zur Vorbereitung einer Studienreise in den Nahen Osten. Michener verstand es, den damaligen Stand archäologischer Forschung in einem fiktiven Ausgrabungshügel zusammenzuführen. Die Beschreibungen geben jeweils reale Grabungsergebnisse von anderen Hügel wieder (z.B. Megiddo, Hazor, En Gedi). Seine Deutungen der Kultur- und Geistesgeschichte sind genauso wenig konstruiert. Sie entsprechen weitgehend wissenschaftlichen Erkenntnissen. Wer sich in Sachen Israel/Naher Osten auf spannende Weise bilden will und Interesse an historischen Zusammenhängen hat, der wird das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Einziges Manko: Manche Szenen sind unnötig blutrünstig beschrieben.
++++ (ein Amazon Kunde): Epos zum Eintauchen in die Geschichte
Das Alter des Romans von 37 Jahren, in denen im Nahen Osten wohl einiges passierte, erscheint zwar beachtlich, ist jedoch im Hinblick auf die beschriebene 200.000-jährige Geschichte Galiläas weniger als ein Augenblick. Die Handlung beginnt mit Ausgrabungsarbeiten im Jahre 1964 an dem vom Autor erdachten Tell Makor. Zwei Suchgräben fressen sich langsam in die Tiefe des im Laufe der Zeit entstandenen Siedlungsgeröllberges. Jede freigelegte Schicht gibt ein Fundstück aus der entsprechenden Zeit heraus. Der Leser taucht mit der Grabung förmlich in die Vergangenheit ein. Nachdem Schicht XV (10.000 v. Chr.) erreicht wurde, werden Geschichten in der jeweils zum Fundstück gehörenden Epoche erzählt. Die einzelnen Episoden sind durch einen roten Faden miteinander verbunden und bringen den Leser schließlich mit gewonnenem Wissen über die drei monotheistischen Weltreligionen ins Jahr 1964 zurück. Außerdem erfährt er etwas über die historischen Ereignisse in Spanien, Deutschland und Italien, die mit der Gesamtgeschichte im Zusammenhang stehen. Das Buch bietet historische Häppchen, die Appetit auf mehr Hintergrundwissen machen. Die Spannung des Buches nimmt zur Mitte des Buches (Das Gesetz) hin etwas ab (deshalb auch nur 4 Sterne),legt jedoch danach wieder kräftig an Dramatik zu. Der Roman gibt in verständlicher Weise einen historischen Überblick und kann jedem, der am Thema Israel und Geschichte von Judentum, Christentum und Islam interessiert ist, empfohlen werden. Auch als Lektüre für den Urlauber vor Ort in Galiläa ist es gut geeignet.
+++++ (ein Amazon Kunde): Israel aus Sicht der Archäologen
Hier hat Michener ein Buch geschaffen,das fürwahr noch seinesgleichen suchen wird.Die Recherche über Ausgrabungen und der Geschichtliche Hintergrund sind vortrefflich beschrieben.Es sei dahingestellt ob man das ein oder andere glauben soll,so fantastisch und wirklichkeitsfremd liest es sich.Für Leser allerdings, die ein wenig Bibelfest sind und außerdem Interesse am Judemtum hegen sollte dieses Buch ein Volltreffer sein. Interessant , spannend , und flüssig geschrieben bis zum Schluß. Meiner Meinung nach ist dies das beste Buch was Michener je geschrieben hat.
+++ (ein Amazon Kunde): Historie auf die leichte Weise
In meinem Titel schwingt nicht allzuviel Ernst mit, denn das Buch ist so spannend es streckenweise auch ist, auch voller Clicheés und Geschichten mit Bärten der Länge des Nils. Nun kann man sagen, für den der wenig oder garnichts über die Geschichte Israels weiß, ist es dennoch lehrreich, und ich stimme dem zu - mit der Einschränkung, daß wenn dieses Buch als alleiniger Wissenshintergrund existiert, dies wiederum verheerend für die Perspektive ist, da eben der Vergleich zu anderem fehlt. Dennoch respektiere ich den sicherlich großen Aufwand, den Michener getrieben hat, um sich zu informieren; und wenn das Buch Verständnis für historische Entwicklungen fördert, dann hat es sehr viel erreicht. Die Schwierigkeit zwischen Wissenschaft und bekömmlicher Literatur zu vermitteln, und damit zusammenhängender Rezeption ist die Schere, die sich hier weit öffnet. Obwohl (oder gerade weil) ich aus männlicher Perspektive schreibe, muß ich erwähnen, daß Michener eine furchterregende Meinung von Frauen haben muß, nie habe ich eine so schlecht gezeichnete weibliche Figure kennengelernt. Dennoch eine Leseempfehlung, zumindest für Menschen, die Israel und/oder Judentum wenig kennen, oder vielleicht sogar Vorurteile besitzen (leider werden es die kaum lesen).

top ein schönes attentat

Ein schönes Attentat | in den Warenkorbin den Warenkorb

Autor/Autoren: Assaf Gavron
Herausgeber: Luchterhand Literaturverlag
Gebundene Ausgabe

Stichworte: [Belletristik] [Erzählungen] [HC/Belletristik/Erzählende Literatur] [Romane] [Attentat; Romane/Erzählungen] [Israel; Romane/Erzähl.] [Nahostkonflikt / Nahostkrieg; Romane/Erzählungen] [Palästinenser; Romane/Erzählungen] [Israelische Belletristik] [Jerusalem] [Roman, Erzählung]

Kundenmeinungen:
++++ (ein Amazon Kunde): Licht und Schatten
Während Eitan Einoch alias Krokodil als Time-Manager jeder Sekunde seiner Kunden und seines Lebens hinterher hechtet, entgeht er knapp - womöglich durch Vorsehung, vielleicht durch Zufall - drei Anschlägen palästinensischer Selbstmordattentäter in Tel Aviv und Jerusalem. Gerade rechtzeitig wird er den kleinen Neuner verlassen, den Stuhl wechseln, ehe die Bombe explodiert. Ohne es selbst wahrzunehmen, verändert Eitan sein Leben und seine Beziehungen zu Familie und Freunden, wird zum Helden, zum Symbol des Kampfes gegen den Terror, zum Star der israelischen Medien. Der Romans teilt sich in zwei Handlungsstränge - der Eitans, des Israeli und nationalen Helden, der den Zorn der Terroristen schürt und den jungen palästinensischen Terroristen Fahmi aus dem Schatten rückt, um die Sicht des Attentäters im zweiten Strang klarer darzustellen. Fahmi\'s Geschichte wird in Rückblenden aus dem Koma aufgebaut, begleitet von Familie und Freunden, während sich Eitan von Beginn an das Geschehen heran wagt. Beide Erzählungsstränge werden sich treffen auf dem Höhepunkt - des Schaffens des einen und der Gleichgültigkeit des anderen. Die Auswahl und Darstellung der Charaktere ist sehr gut gelungen - zumal Wertigkeiten füreinander und für ihr Handeln sehr deutlich hervorgehoben sind. Es ist schwer für jemanden Partei zu ergreifen (und wohl auch nicht so gedacht), da die Hauptakteure aus Liebe und Hass geknüpft sind. Aussichtslosigkeit - beinahe Resignation - zieht sich als roter Faden durch den Roman. Herausragende Spannung ist zu erwarten, ihre Spitzen werden von den Attentaten unterstützt und reichen darüber hinaus. Die Trostlosigkeit der Geschichte mag mitunter anstecken und macht traurig! Dennoch ein sehr empfehlenswerter, aktueller und moderner Roman, der sich ins Zeitgeschehen einfügt.
+++++ (ein Amazon Kunde): Alltäglicher Terror - Alltag des Terrors
Eitan Ennoch, ein junger, erfolgreicher Israeli, überlebt nur durch einen glücklichen Zufall ein palästinensisches Selbstmordattentat. Kurz zuvor macht er die Bekanntschaft von Giora, der bei eben diesem Anschlag umkommt. Eitan macht sich auf den Weg, Gioras Familie zu besuchen. Dabei entgeht er zwei weiteren Anschlägen nur um Haaresbreite. Während Eitan für die jüdischen Israelis zur Symbolfigur des Widerstandes wird und in Fernseh- und Rundfunkshows auftritt und er gerade aus diesem Grund für die palästinensischen Extremisten selbst zu einem Ziel voller Symbolkraft wird, gerät sein eigenes Leben zusehends aus allen Fugen. Parallel wird die Geschichte des Palästinenser Fahmi erzählt, der vor dem Hintergrund der israelischen Besatzung seiner Heimat immer tiefer in den Extremismus der verschiedenen Aktivistengruppen gerät. Am Ende kommt es zum verhängnisvollen Aufeinandertreffen dieser beiden Schicksale. Assaf Gavron gelingt es, diesen schwierigen Stoff mit wunderbarer Leichtigkeit und subtilem Humor zu schildern, ohne dabei das Thema für eine Pointe zu verraten. Gavron bezieht nicht Stellung, übt keine Schuldzuweisung und macht gerade damit eindrucksvoll deutlich, warum es so schwer ist, das Pulverfass Naher Osten zu befrieden. Ein beeindruckendes Buch, das auf unterhaltsame Weise ein komplexes Thema mehr erhellt, als die meisten Sachbücher.
+++++ (ein Amazon Kunde): ein Buch das gleichzeitig unterhält und informiert
Da mein Vorrezensent den Inhalt dieses Buches bereits auf den Punkt gebracht hat, möchte ich mich nur auf folgende Anmerkungen beschränken: Dieses Buch hat mich fasziniert, weil diese schwierige politische Situation, die wir Europäer gar nicht richtig einschätzen und beurteilen können, auf äußerst informative und unterhaltsame Weise dem Leser nahe gebracht wird. Schon der Titel, "Ein schönes Attentat", ist ja ein Widerspruch in sich und dieser Widerspruch zieht sich durch den ganzen Roman. Das Buch liest sich leicht, trotz der schweren Thematik. Es ist eine Bereicherung für jeden der sich für dieses Land interessiert.
+++++ (ein Amazon Kunde): Dieser Roman bringt den Konflikt im Nahen Osten, seine Wurzeln und seine Aussichtslosigkeit auf den schmerzhaften Punkt
Die schier ausweglose Situation zwischen Israelis und Palästinensern ist in der Vergangenheit schon das Thema zahlreicher Romane und Erzählungen gewesen. Je nach Blickwinkel wurden dabei unterschiedliche Erfahrungswelten und Betroffenheiten in den Mittelpunkt gestellt. Jessica Durlachers "Emoticon" zum Beispiel hat vor etwa zwei Jahren eindeutig Partei ergriffen und den hinterhältigen Terror der palästinensischen Organisationen gegeißelt. Viele israelische Autoren wie Amos Oz, David Grossmann haben in der Vergangenheit sich literarisch diesem fast unlösbaren Verhältnis gewidmet und dabei nie die Hoffnung aufgegeben, dass es trotz des tiefsitzenden Hasses auf beiden Seiten zu einer Annäherung kommen kann, ja muss. Besonders beeindruckt haben mich im vergangenen Jahr drei Bücher aus Israel, die sich mit dem Verhältnis zwischen Juden und Palästinensern befassen: Avirama Golans "Die Raben", Eshkol Nevos "Vier Häuser und eine Sehnsucht" und das auch bei Luchterhand erschienene Buch des jungen Schriftstellers Yiftach Ashkenazy von "Der Geschichte vom Tod meiner Stadt". Das neue Buch von Assaf Gavron nun beschreibt den alltäglichen Wahnsinn im Nahen Osten auf eine ganz besondere, eigene und unverwechselbare Art, wie ich sie so voller Komik und Ironie vorher noch nicht gelesen habe. Gavron, in Israel als einer der originellsten und besten Schriftsteller sehr geschätzt, beschreibt in seinem neuen Roman die Geschichte von Eitan Enoch, einem jungen Israeli, der mit seiner Tätigkeit bei einer Hightech-Firma, die sich auf Programme und Systeme spezialisiert hat, die ihren Kunden überall in Europa helfen wertvolle Zeit zu sparen, was Gavron voller Ironie schildert, gutes Geld verdient und sehr erfolgreich ist. Die dauernden Attentate von palästinensischen Terroristen nimmt er eher auf die leichte Schulter, während seine Freundin, die als Anwältin arbeitet, über die ganze Situation sehr besorgt und verängstigt ist. Der Roman beginnt mit einer Szene in einem Bus, mit dem Eitan zur Arbeit fährt, und der, kurz nachdem er den Bus verlassen hat, Ziel eines Selbstmordattentäters wird. Ein junger Mann, mit dem Eitan noch kurz vor seinem Verlassen des Busses über eine verdächtige Person im Bus geredet hat, wird bei dem Anschlag getötet. Das schlechte Gewissen lässt Eitan keine Ruhe, und das ganze Buch über ist er auf der Suche nach der Geschichte dieses jungen Mannes, lernt dessen Freundin kennen, der er eine Botschaft überbringen sollte, und verliebt sich in sie. Auf dieser Suche gerät er kurz hintereinander in zwei weitere Anschläge und überlebt sie. Eitan wird zum Held, präsent in allen Fernsehsendungen. Gleichzeitig macht ihn dies zur endgültigen Zielscheibe der Terroristen, über deren Pläne, Gedanken, politisch-wirren Vorstellungen und Gespräche wir vom Autor parallel zur anderen Handlung immer wieder informiert werden. Denn der Palästinenser Fahmi Sabih, der die Attentate plante, liegt im Krankenhaus im Koma, ist aber bei vollem gedanklichen Bewusstsein und erzählt, immer abwechselnd mit Eitan, die Geschichte weiter. Er hadert mit seinem Schicksal und seinem Bruder, der nicht nur ihn zu diesen Attentaten angestiftet hat und dafür aus dem Gaza-Streifen auch die nötigen finanziellen Mittel bekommen hat. Wir erfahren, wie die Palästinenser von einem großen Schlag träumen und doch keine blasse Vorstellung davon haben, wie ihre Zukunft aussehen könnte. Ich fühlte mich bei der Lektüre immer wieder erinnert an Dan Diners wegweisendes Buch "Versiegelte Zeit. Über den Stillstand in der islamischen Welt", das ich auf diesem Weg allen Lesern des Buches von Gavron sehr ans Herz legen möchte. Und wir erfahren etwas vom Umgang der israelischen Gesellschaft mit dieser dauernden Bedrohung, mit der man zu leben gelernt hat und mit der man dennoch nicht wirklich leben kann, weil sie alles zerstört, was diesem Staat und dieser Gesellschaft wichtig war und ist. Darauf haben besonders Amos Oz und David Grossman in der letzten Zeit immer wieder in zahlreichen Zeitungsartikeln hingewiesen. Indem Gavron durch die Komposition seines Buches quasi eine Symmetrie des Leidens auf beiden Seiten herstellt, bringt er den Konflikt, seine Wurzeln, aber auch seine Aussichtslosigkeit auf den schmerzhaften Punkt. Dass es ihm dabei gelingt, dem allen eine tragikkomische Seite abzugewinnen, macht die Lektüre dieses Buches zu einem Ereignis, das nicht nur in Israel sicher manche Leser auf die Palme bringen wird. Denn wie gesagt, er schildert nicht nur die Situation der Opfer, sondern führt uns weit in die Gedankengänge und Gefühlswelten der terroristischen Täter hinein. Fern ab vom Geschehen, kann sich der deutsche Leser nur vorstellen, welche Diskussionen dieser absolut lesenwerte und spannenden Roman in Israel ausgelöst hat. Ich wünsche diesem Buch in Deutschland viele Leser, die sich danach vielleicht intensiver mit der Situation in Israel befassen werden, und vielleicht auch zu anderen Büchern über dieses endlose Themen greifen werden.

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Mein Michael | in den Warenkorbin den Warenkorb

Autor/Autoren: Amos Oz
Herausgeber: Suhrkamp
Taschenbuch

Stichworte: [TB/Belletristik/Gegenwartsliteratur (ab 1945)] [Belletristik] [Erzählungen] [Romane] [Friedenspreis des Deutschen Buchhandels] [Israel; Romane/Erzähl.] [Israelische Belletristik] [Roman, Erzählung]

Kundenmeinungen:
+++++ (ein Amazon Kunde): Israel wie es leibt und lebt
Die Vielfältigkeit und auch die Engstirnnigkeit der "Israelis" kommt hier sehr gut zur Geltung. Lesen Sie mal "Die Quelle" von James Michener oder "Haddsch" von Leon Uris.

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Hochzeit in Jerusalem | in den Warenkorbin den Warenkorb

Autor/Autoren: Lena Gorelik
Herausgeber: Diana Taschenbuch
Broschiert

Stichworte: [TB/Belletristik/Erzählende Literatur] [Belletristik] [Erzählungen] [Romane] [Israel; Romane/Erzähl.] [Judentum; Romane/Erzähl.] [Deutsche Belletristik] [Roman, Erzählung] [Russische Belletristik]

Kundenmeinungen:
+++++ (ein Amazon Kunde): Auf der Suche nach der wahren Identität
Lena Gorelik Hochzeit in Jerusalem SchirmerGraf Verlag ISBN 3865550371 Niemand will ständig von der Familie behelligt werden, um familiäre Angelegenheiten für andere, insbesondere Verheiratungen, mit zu regeln. Die junge Anja gerät in eine bedauerliche Lage, da ihre Mutter sie drängelt, für den Bruder eine Braut aufzutreiben. Sie ist nicht erbaut und verweigert sich diesem Anliegen! So beginnt zügig und bemerkenswert der ungewöhnliche und zuweilen mit einer gewissen Komik ausgestattete Roman über eine Spurensuche. Als Kontingentjüdin ist Anja mit ihrer Familie Anfang der neunziger Jahre aus Russland nach Deutschland gekommen und lebt inzwischen nach westlichem Muster ihr eigenes Leben. Im Internet stößt Anja zufällig auf Julian. Er sucht Hilfe, um seinen jüdischen Wurzeln auf die Spur zu kommen. Sein Vater hatte ihn recht unvermittelt darüber in Kenntnis gesetzt, dass er durch ihn, seinen Erzeuger, jüdischer Herkunft sei. Anja bietet dem neuen Freund unvoreingenommen und ohne tiefere Absichten ihre Hilfe an. So beginnt eine Reise durch das Dasein als Jude im heutigen Deutschland und in die Vergangenheit gekoppelt an eine nicht ganz einfache Beziehung zwischen Anja und Julian. Da ist von den Gutmenschen die Rede, die sich heute gerne und fast aufdringlich mit jüdischen Freunden umgeben; da gibt es eine Vielzahl von Verwandten hier und in aller Welt verstreut, die auf eine chaotische Weise alle miteinander verbunden sind. Und wie hat man sich überhaupt jüdisches Aussehen vorzustellen? Keine anzügliche Frage bleibt ausgespart. Anjas Erinnerungen an Russland und ihr Leben heute zeigen anschaulich, wie sehr das Leben und die Identitätssuche gerade der jüngeren Generation jüdischer Herkunft mit den Jahren und abhängig von Ortswechseln einem Wandel ausgesetzt ist. Bei Gelegenheit reist Anja mit Julian nach Jerusalem, und ihre ganze Familie schließt sich den beiden Reisenden an. Die Hochzeit einer Cousine soll gefeiert werden und bietet Anlass, sich all derer zu erinnern, die überall und nirgendwo zu Hause sind! Es handelt sich bei diesem Buch um eine Mischung aus Identitätssuche und Entwicklungsroman. Die spritzige Lebendigkeit, mit der Erfahrungen und Begegnungen beschrieben werden, ist von hintergründigem Humor und feiner Selbstironie. In einem unkonventionellen Stil wird die Mischpoche unter die Lupe genommen. Der Leser darf Schmunzeln über die Komik, mit der die Geschichte erzählt wird. Das Buch ist voller Ideen, feinem Zynismus und freimütiger Beobachtung. Die leise Melancholie zum Ende der Erzählung hin bietet eine Ahnung davon, dass das Leben in der Fremde nicht immer leicht zu ertragen ist. Die Autorin hat ein ähnliches Schicksal wie ihre Heldin. Sie ist jung, kommt aus Russland und bezeichnet sich als jüdische Deutsche. Mit ihrem ersten Roman Meine weißen Nächte (2004) war sie sehr erfolgreich. Sie wurde 2005 mit dem Bayerischen Kunstförderpreis ausgezeichnet. Man wünscht sich noch viele gleichwertige Romane aus ihrer Feder!

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Eine Geschichte von Liebe und Finsternis | in den Warenkorbin den Warenkorb

Autor/Autoren: Amos Oz
Herausgeber: Suhrkamp
Gebundene Ausgabe

Stichworte: [Modern fiction] [Israelische Belletristik] [Roman, Erzählung] [HC/Belletristik/Gegenwartsliteratur (ab 1945)] [Belletristik] [Erzählungen] [Romane] [Fiction / General] [Biografien/Erinnerungen] [Israel; Romane/Erzähl.] [Ostjuden; Romane/Erzähl.] [WELT-Literaturpreis] [Fiction] [General] [General & Literary Fiction]

Sein Buch gebe ein altes Rätsel auf, hat der 65-jährige israelische Schriftsteller Amos Oz über den Inhalt seines stark autobiografisch gefärbten Roman Eine Geschichte von Liebe und Finsternis geschrieben: „Wie können zwei gute Menschen eine schreckliche Katastrophe herbeiführen? Wie kann es kommen, dass die Heirat zweier Menschen, die einander wollen und einander gutes Wünschen, in einer Tragödie endet?“ Die zwei Menschen, von denen Oz hier spricht, das ist zum einen sein Vater: „ein sentimentaler und enthusiastischer Mann“, der siebzehn Sprachen lesen und elf sprechen kann (alle mit russischem Akzent), ein Universalgelehrter voll mit Magie und Mystik, und doch nach Ansicht der Mutter „rational sogar noch im Schlaf“. Die andere Person ist die Mutter des Schriftstellers, Fania Klausner, die am Ende der Geschichte von Liebe und Finsternis verzweifelt den Freitod wählt -- und von der der Ich-Erzähler behauptet, „bis zum Schreiben dieser Seiten“ nie über sie gesprochen zu haben. Ihre tragische Geschichte erzählt das Buch -- und die Geschichte der Überlebenden ihrer Familien, die, dem Holocaust entronnen, in den vierziger Jahren ins gelobte Land nach Palästina ziehen, und die doch auch in der ersehnten Fremde nicht recht glücklich wurden. “Dieses Buch handelt von der enttäuschten Liebe meiner Eltern und Großeltern zu Europa“, heißt es bei Oz. „Es spürt dem jüdischen Erbe in der europäischen Kultur nach und dem europäischen Erbe in unserer eigenen Kultur. Vor allem aber ist es ein Buch über eine einzelne kleine Familie“. Nein, möchte man, eher ergänzend als widersprechend, hinzufügen: Vor allem ist die Geschichte von Liebe und Finsternis ein Stück großer, packender, ehrlicher, grandios erzählter Literatur. --Stefan Kellerer Aus der Amazon.de-Redaktion

Kundenmeinungen:
+++ (ein Amazon Kunde): eine israelische Autobiographie - ergreifend, aber auch langatmig und unstrukturiert
Die hochgelobte Autobiographie des israelischen Erfolgsautors Amos Oz ist sicherlich lesenswert. Anhand seiner eigenen Familiengeschichte schildert Oz sehr eindringlich die Entstehung des Staates Israel und die sozio-kulturellen Hintergründe der europäischen Juden, die während der ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts nach Palästina übersiedelten, um dort ein neues Leben, frei von Verfolgung und mit der Aussicht auf die Gründung einer eigenen Nation zu beginnen. Oz wächst in den 40er Jahren als Sohn osteuropäischer Einwanderer in Jerusalem auf. Sein Großonkel Joseph Klausner ist ein angesehener jüdischer Gelehrter, seine Eltern verkehren in intellektuellen Kreisen, in denen Literatur und andere Geisteswissenschaften eine wichtige Rolle spielen und die sozialistischen Bestrebungen der Kibbuzzim verachtet werden. Obwohl Oz\' Vater ein sehr belesener Mann ist, der viele Sprachen spricht, fristet dieser ein ereignisloses Leben als Bibliothekar - auch das Leben der Mutter verläuft unglücklich. Ebenfalls hoch gebildet, verbringt sie ihr Leben als Hausfrau, die sich, sobald sie ihre hausfraulichen Pflichten erfüllt hat, in ihren Büchern vergräbt. Schließlich wird sie depressiv und nimmt sich das Leben, als ihr Sohn zwölf Jahre alt ist. Dem freudlosen Leben seiner Eltern kehrt der Autor endgültig den Rücken, als er wenige Jahre nach dem Tod seiner Mutter im Alter von 15 Jahren in einen Kibbuz zieht. Zweifelsohne hat Oz viel zu erzählen, und was er zu erzählen hat, ist überwiegend höchst interessant: Die Geschichte seiner Vorfahren in Osteuropa, die Auswirkungen der zionistischen Bewegung auf seine Familie, der Neuanfang in Palästina, das Verhältnis der Einwanderer untereinander, der Überschuss an Intellektuellen, das Verhältnis zu den Arabern, die persönlichen kleinen und großen Familiendramen, die eigene Stellung innerhalb der Familie als verzogenes Einzelkind, auf das sich viele Hoffnungen stützen... Leider aber ist die Art, wie er erzählt, äußerst unstrukturiert. Mal chronologisch, mal nach bestimmten Familienmitgliedern "sortiert", mal aus der Sicht des Kindes, mal zurückblickend und kommentierend. Die Biographie wirkt in der Tat so, als hätte sich Oz hingesetzt, alles so aufgeschrieben, wie es ihm in den Kopf kam, ohne dass je ein Lektor das Werk vor Veröffentlichung zu Gesicht bekam. Diesem assoziativen Erzählstil sind wohl auch vor allem die unzähligen Wiederholungen zuzuschreiben, die die Lektüre oft unnötig zäh gestalten. Immer wieder lässt sich der Autor z.B. über seinen Vater und dessen Unfähigkeit, aus, eine Gesprächspause zu erdulden. In solchen Situationen flüchtete sich der verklemmte Vater dann in oftmals peinliche Wortspielereien. Diese Wortspielereien und was der Autor dabei empfand, werden an zahlreichen Stellen der Biographie wiedergegeben. Das gleiche gilt für viele andere Situationen, z.B. die Hinweise darauf, welche berühmten hebräischen Dichter schon in Odessa im Haus der Familie ein- und ausgingen oder auch immer wieder der Hinweis darauf, dass in der Familie die jiddische Sprache verpönt war oder es im Jerusalem der 40er Jahre weit mehr Gelehrte als Studenten gab (weswegen der Vater nie einen Platz als Dozent an einer Hochschule erhielt). Aufgrund dieser wiederholenden Ausschweifungen ist man oft versucht, den Roman stellenweise quer zu lesen - was auch nicht schadet. Der Roman wäre jedoch um einiges besser und lesbarer geworden, hätte man ihn einem fähigen Lektor anvertraut, der großzügig die Wiederholungen gestrichen und ihn ein wenig "in Form" gebracht hätte. "Eine Geschichte von Liebe und Finsternis.
++++ (ein Amazon Kunde): Langatmig, aber lohnend
Dies ist mein erstes Buch von Amos Oz, einem israelischen Schriftsteller, der u.a. dafür bekannt ist, daß er sich für die Aussöhnung zwischen Juden und Palästinensern einsetzt. Die Geschichte des Jungen Amoz trägt starke biographische Züge. Obwohl als Roman verfasst, hat man doch beim Lesen den Eindruck, dass hier detailliert aus dem Leben des Jungen in den vierziger Jahren in Jerusalem, aus einem ganz persönlichen Rückblick geschrieben wird. Im Vordergrund steht die weitverzweigte Familie, die aus Polen eingewandert ist. Die Geschichte seiner skurilen Großeltern, die traurige Beziehung seiner Eltern und sein eigenes Erleben des Erwachsenwerdens sind Thema diese groß angelegten Romans. Auch spielen die politischen Gegebenheiten und Entwicklungen des Staates Israel eine große Rolle. Man wird im Rahmen dieser Familiengeschichte in die Geschichte des Landes eingeführt und versteht mehr über die unterschiedlichen Ansichten der politischen Lager innerhalt Israels. Den ersten 150 Seiten konnte ich nur schleppend Folgen. Es wurden zahlreiche Personen und deren Zusammenhänge beschrieben, die für die Geschichte kaum Bedeutung haben, jüdische Gelehrte und Künstler, Schriftsteller . Flüssiger wird die Geschichte in dem Moment, in dem die kleine Familie, vor allem die Geschichte seiner Eltern wieder stärker in den Vordergrund rückt. Es ist ein ergreifendes Buch, aber keine leichte Kost und all denen ans Herz gelegt, die etwas mehr über Israel und das Leben in diesem zerrissenen Land erfahren möchte.
+++++ (ein Amazon Kunde): Wenn ich 7 Punkte vergeben könnte...
... so würde ich es tun. Dieses Buch gehört zu meinen absoluten Lieblingsbüchern. Trotz der oftmals ins Detail gehenden Darstellungen habe ich es verschlungen und war von der ersten bis zur letzten Seite völlig gebannt von den Schilderungen. Fast war mir als wäre ich Teil dieser Familie, würde mit ihnen in Rovno und Vilnius, Odessa und Jerusalem leben. Das Buch ist ausgesprochen vielschichtig. Es handelt vom Leben der osteuropäischen Juden und man erfährt einiges über die antijüdische Stimmung, die in Polen und Litauen herrschte und die Angst vor Pogromen, die ständiger Begleiter der osteuropäischen Junden war. Man erfährt einiges über den Unabhängigkeitskrieg der Juden gegen die britische Mandatsherrschaft, die eine sehr unrühmliche Rolle (deutlicher möchte ich mich nicht ausdrücken - man lese selber und bilde sich sein Urteil!) in der Staatswerdung Israels spielte. Man liest über Emigranten aus dem zertrümmerten Europa, die sich in einem neuen harschen Land zurechtfinden müssen und oftmals daran scheitern. Viele, deren Eltern einst ebenfalls als "displaced persons" hier ankamen, sich eine neue Existenz aufbauen mußten und ihre Traumata ihren Nachkommen mit auf den Weg gaben werden sich hier vielleicht wiederfinden. Es ist ein sehr menschlich geschriebenes Buch, eine großartige Haltung ohne Wehleidigkeit aber voller Mitgefühl und Verständnis für alle Menschen gleich wo sie herstammen. Eine kluge und weise Darstellung der Geschichte einer vermutlich nicht untypischen jüdischen Familie - darüber hinausgehend aber auch der Problematik des Menschsseins an sich in einer Welt, in der kein Frieden herrscht, in der einem immer wieder der Platz zum Leben streitig gemacht wird. Und natürlich und vor allem ist es der Versuch des Schriftstellers Amos Oz den Selbstmord seiner Mutter verstehen zu lernen und den kleinen Jungen Amos Klausner mit seinen unglücklichen ELtern Arieh und Fania Klausner zu versöhnen.
+++++ (ein Amazon Kunde): Sehr schönes Buch
So viel Durchhaltevermögen hatte mich zuvor noch kein Buch gekostet. Jedoch, es hat sich gelohnt. Mehr möchte ich gar nicht über das Buch sagen. Selber lesen!!!

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Shauls Liebe | in den Warenkorbin den Warenkorb

Autor/Autoren: Eli Amir
Herausgeber: Lübbe
Gebundene Ausgabe

Kundenmeinungen:
++++ (ein Amazon Kunde): Unmögliche Liebe
Der junge Israeli Shaul leistet pflichtbewusst seinen Militärdienst. Er studiert Orientalistik, verliebt sich heftig in Chaja, die ihre Verlobung mit Gerschon löst. Doch ihre Eltern wollen sich nicht damit abfinden, denn die Familien der beiden haben eine sehr unterschiedliche Vergangenheit. Chaja ist Polin und Überlebende des Holocaust. Bei einem Besuch besiegt Chajas Charme die Skepsis von Shauls Eltern. Aber Chajas Eltern wollen sich nicht mit einem Schwiegersohn, der kein Aschkenasim - ein aus Osteuropa stammender Jude - ist, abfinden. Sie schreit ihren Vater an, dieser klappt mit feindseligem Blick zusammen und entgeht nur knapp dem Tod. Brieflich gesteht die zerrissene Chaja Shaul ihre Liebe und teilt ihm zugleich mit, dass sie Gerschon heiraten werde. Shaul wird im Lauf der Jahre ein vermögender Geschäftsmann in den USA, sein Verhältnis zu Israel ist kritisch aber loyal, er leistet freiwillig Kriegsdienst. Chaja kann er nie mehr vergessen, und er tut sich schwer, ihr zu vergeben. Aus der Distanz eines zurückschauenden Ich-Erzählers und im Stil an eine Autobiographie angelehnt wird hier die Geschichte einer unmöglichen Liebe vor dem Hintergrund des Staates Israel von seinen Anfängen bis heute erzählt. Politik und persönlicher Alltag sind nicht voneinander zu trennen. Die Schwierigkeiten und Unfähigkeiten, vergeben und vergessen zu können, lassen Israel nur langsam zusammen wachsen. Sprachlich, vor allem in den Bildern, konventionell. Die Charaktere und die Konflikte werden lebendig und ambivalent gezeichnet. Ein mitreissendes Buch.

top esaus kuß: eine familiensaga

Esaus Kuß: Eine Familiensaga | in den Warenkorbin den Warenkorb

Autor/Autoren: Meir Shalev
Herausgeber: Diogenes Verlag
Taschenbuch

Stichworte: [TB/Belletristik/Gegenwartsliteratur (ab 1945)] [Belletristik] [Erzählungen] [Romane] [Israel; Romane/Erzähl.] [Israel] [Israelische Belletristik] [Roman, Erzählung]

Kundenmeinungen:
++++ (ein Amazon Kunde): Israelische Geschichte...
...nicht eben leicht, aber märchenhaft interessant gemacht. Die Geschichte einer Bäckerfamilie, die verseucht durch proselytisches (konvertiertes) Blut ihr Glück, ihr Leid und ihren ganz eigenen Weg sucht und findet. Die sprachlich feinsinnige und anspruchsvolle Geschichte wird durch die halb blinden Augen von Esau Levi erzählt, der durch seine liebeskanke Flucht unter dem Fluch seiner Mutter in Amerika Asyl findet. Ohne Sicht zunächst, denn Vater Abraham Levi empfand EINE Brille für seine zwei Söhne als ausreichend, so dass sowohl Jakop, als auch Esau eine jeweils ganz eigene Betrachtungsmethode entwickeln. Geprägt duch die vermeindliche Andersartigkeit ihrer hellhäutigen, großgewachsenen, blonden Mutter, schlagen die Söhne auf ihre Weise in dieselbe Kerbe und während Jakop mit Hilfe zweier Spiegel vom Dach der Bäckerei jeden Schritt seiner geliebten Lea blendet, vertieft Esau sich im Abstand weniger Zentimeter in jedes Buch dessen er habhaft werden kann und teilt schon bald die Leidenschaft Jechiel Abramsons, Zitate zu sammeln. Die Geschichte der einzelnen Personen sind sehr liebevoll und detailiert geschrieben. Und auch zahlreiche schreckliche Ereignisse, angefangen bei dem Hass, den Esaus Vater auf die geliebte Mutter ausschüttet, über den Verlust des Fingers des kopflos verliebten Jakob in der Teigknetmaschine, den Tod seines Sohnes Benjamin, der seine Frau in tödliche Agonie treibt, nehmen dieser Geschichte die märchenhafte Leichtigkeit. Ein Roman, der nicht leicht zu lesen ist, Geduld bedingt, aber durch Wärme zu entschädigen Weiß. SEHR lohnenswert!
+++++ (ein Amazon Kunde): If to read only one book by Shalev - this is it !
If you\'re going to read only one book of shalev, this is the one. The best, the one filled with most emotions, and written in a way tat leaves you breathless. This book contains 3 short otries combined in the whole major plot (and hints on it). I read it in hebrew and as always Shalev uses up almost all the words there are in hebrew to describe the emotions of the characters and what happens to them. Should pay attention to what\'s happening and the story for example about the 2 soldeirs entering the bakery at night - that was Shalev in his military service. In one of his lectures Shalev admits that writing in first body ("me") is considered to be like masochism. "P.S." There isn\'t a Jew named Esau.... Is Esau a liyer ?
+++++ (ein Amazon Kunde): Ein israelischer Garcia Marquez
Meir Shalev ist eine Entdeckung. Eine solche Lust am Fabulieren, am Immer-Weiter-Spinnen von Handlungsstraengen, am Erfinden schillernder Figuren kennt man sonst nur von Meistererzaehlern wie Garcia Marquez. Unmoeglich, dieses Buch aus der Hand zu legen!