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Die Attentäterin: Roman | in den Warenkorbin den Warenkorb

Autor/Autoren: Yasmina Khadra
Herausgeber: Dtv
Broschiert

Stichworte: [Belletristik] [Erzählungen] [Romane] [TB/Belletristik/Gegenwartsliteratur (ab 1945)] [Israel; Romane/Erzähl.] [Algerische Belletristik] [Israel] [PLO ( Palästinenser )] [Palästinenser - PLO] [Roman, Erzählung]

Kundenmeinungen:
+++++ (ein Amazon Kunde): großartiges buch
Ein kluges und nachdenklich stimmendes Buch, das aufklärt ohne sich für eine Seite zu entscheiden. Der Leser lernt den Konflikt aus der Nähe und aus verschiedenen Perspektiven kennen, ohne dass der Autor einfache Lösungsansätze bietet.
+++++ (ein Amazon Kunde): Ein rundum starkes Buch
Von den unter dem Pseudonym >Yasmina Khadra Die Attentäterin Amin Jaafari, die zunächst eher unpolitische Hauptperson, wird auf brutale Weise in den Konflikt hineingezogen, ohne allerdings seine humanistische Grundhaltung aufzugeben. Die Folge davon - nein, das muss man selbst lesen, was sich auf der letzten Seite übrigens als äußerst interessante Erzählperspektive herausstellt. Der Roman bietet keine Lösung an, weil es keine Lösung geben kann, so lange beide Seiten rachelüstern sich gegenseitig buchstäblich bis aufs Blut provozieren. Das ist traurig, aber glaubhaft.
+++++ (ein Amazon Kunde): Im Strudel des Hasses
Yasmina Khadra heißt eigentlich Mohammed Moulessehoul und war lange Jahre hoher Offizier in der algerischen Armee. Erst als er 2000 nach Frankreich ins Exil ging, lüftete er sein Pseudonym, unter dem er allerdings immer noch schreibt, da er eben unter jenem Namen vor allem in der arabischen Welt Beliebtheit errang. Die Attentäterin" ist sein neuester Roman, der sich eines sensiblen Themas annimmt. Hauptfigur des Romans ist Amin Jaafari. Obwohl Araber ist er nach Jahren des Kampfes um Anerkennung und Respekt ein angesehener Arzt in Tel Aviv. Nach einem langen Arbeitstag, der von Not-Operationen bestimmt war, nachdem sich ein Selbstmordattentäter in einem Schnell-Restaurant in die Luft gesprengt hat, fällt er erschöpft in seinem schönen Haus in einer ruhigen Gegend der israelischen Stadt ins Bett. Doch dem Arzt ist kein langer Schlaf vergönnt, schon nach wenigen Stunden wird er ins Krankenhaus zurückgerufen. Doch anstatt weiterer Operationen soll der Mitvierziger eine Leiche identifizieren: die seiner Frau. Und nicht nur, daß die bis auf das Gesicht fast völlig zerfetzte Frau in der Leichenhalle wirklich seine seit 15 Jahren angetraute Ehefrau Sihem ist, sie soll auch noch eine Attentäterin sein, bei deren Selbstmordanschlag unter anderem zahlreiche Kinder einer Geburtstagsgesellschaft ums Leben kamen. Amin wird sofort festgenommen, da man nicht glauben will, daß er von den Plänen seiner Frau nichts gewußt hat. Amin Jaafari, der seine Frau bei ihrer Großmutter vermutet hat, kann selbst unter Folter keinerlei Hinweise geben, er selbst ist vollständig schockiert. Nachvollziehbar schildert der Autor den Zusammenbruch des arabischstämmigen Israelis, der plötzlich von allen Seiten als Feind beschimpft wird. Nur wenige Freunde halten zu ihm, aber auch sie können sich dem gebrochenen Mann nicht nähern. Er ist besessen, will erfahren, wieso seine im Wohlstand lebende, scheinbar nicht religiöse Frau zur Selbst-mordattentäterin werden konnte, ohne daß er etwas bemerkt hat. Wer jetzt glaubt, die Suche nach der Wahrheit laufe hintergründig und aktionsreich ab, der wird enttäuscht. Der Romanheld Jaafari hat nichts von einem James Bond, offen stellt er den Iman Marwan zur Rede, der angeblich seine Frau Sihem kurz vor ihrer Tat gesegnet haben soll, doch statt Antworten stößt der verzweifelte Witwer auf Ablehnung und Schläger. Beängstigend stellt der Autor den Niedergang des Arabers dar, der lange dafür gekämpft hat, als Arzt Gutes zu tun. Doch je tiefer seine Einblicke in den palästinensisch-israelischen Konflikt werden, desto tiefer wird er selbst in den Strudel des Hasses gezogen. Beklemmend der gewählte Schluß, der mit Auflösung endet und die Sinnlosigkeit der Auseinandersetzungen desmaskiert.
+++++ (ein Amazon Kunde): Die Attentäterin - ein hervorragendes Buch - ein "Muss" für jeden, der Palästina und seine Lage verstehen lernen will!
Yasmina Khadra hat hier einen hochpolitischen unter die Haut gehenden Roman geschrieben, in dem er den Ursachen des Terrors nachspürt, den Tätern ein Gesicht und eine Geschichte gibt. Er verurteilt nicht, er rechtfertigt nicht, sondern er beschreibt die völlige Verzweiflung von Menschen, die glauben, Selbstmordattentate mit vielen unschuldigen Opfern seien wirklich ein Ausweg. Wer durch eigene Besuche Palästina in den letzten Jahren kennengelernt hat, wird kein Attentat gutheissen können, er wird aber vielleicht die Menschen verstehen, die sich zu diesem letzten Schritt entschliessen. Khadra gibt einen hervorragenden Einblick in die Hintergründe der Menschen und ihrer Umgebung, die diesen Weg wählen. Der Schlüssel liegt in Yasmina Khadra mahr als Bücher sprechender Aussage: "Wir Araber sind Menschen, die einfach die Erniedrigung, die Beleidigung hassen. Wir können mit Wasser und trockenem Brot leben. Mit nichts. Aber wir können nicht mehr normal leben, wenn man uns erniedrigt." - Und deswegen bleibt die Feststellung: Solange die Demütigung der Besatzung durch Israels Militär bleibt, so lange wird es Menschen in Palästina geben, die für sich keinen anderen Weg mehr sehen. Empfehlenswert ist in diesem Zusammenhang das ausgezeichnete Buch von Raid Sabbah, Der Tod ist ein Geschenk. Die Geschichte eines Selbstmordattentäters - Sie spielt übrigens ebenso in Jenin. Rainer Fielenbach
+++++ (ein Amazon Kunde): Die Enge der Welt
Selten gibt es Bücher, die innere Konflikte und politisches Tagesgeschehen so eng verknüpfen. Wer schon immer nicht verstanden hat, was in Israel und Palästina abläuft, wer den Hass auf beiden Seiten nicht begreift, findet in diesem Buch Ansätze von Antworten. Kombiniert mit der magischen Erzählkunst des arabischen Raums ein wirklich gutes Buch.

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Ein schönes Attentat | in den Warenkorbin den Warenkorb

Autor/Autoren: Assaf Gavron
Herausgeber: Luchterhand Literaturverlag
Gebundene Ausgabe

Stichworte: [Belletristik] [Erzählungen] [HC/Belletristik/Erzählende Literatur] [Romane] [Attentat; Romane/Erzählungen] [Israel; Romane/Erzähl.] [Nahostkonflikt / Nahostkrieg; Romane/Erzählungen] [Palästinenser; Romane/Erzählungen] [Israelische Belletristik] [Jerusalem] [Roman, Erzählung]

Kundenmeinungen:
++++ (ein Amazon Kunde): Licht und Schatten
Während Eitan Einoch alias Krokodil als Time-Manager jeder Sekunde seiner Kunden und seines Lebens hinterher hechtet, entgeht er knapp - womöglich durch Vorsehung, vielleicht durch Zufall - drei Anschlägen palästinensischer Selbstmordattentäter in Tel Aviv und Jerusalem. Gerade rechtzeitig wird er den kleinen Neuner verlassen, den Stuhl wechseln, ehe die Bombe explodiert. Ohne es selbst wahrzunehmen, verändert Eitan sein Leben und seine Beziehungen zu Familie und Freunden, wird zum Helden, zum Symbol des Kampfes gegen den Terror, zum Star der israelischen Medien. Der Romans teilt sich in zwei Handlungsstränge - der Eitans, des Israeli und nationalen Helden, der den Zorn der Terroristen schürt und den jungen palästinensischen Terroristen Fahmi aus dem Schatten rückt, um die Sicht des Attentäters im zweiten Strang klarer darzustellen. Fahmi\'s Geschichte wird in Rückblenden aus dem Koma aufgebaut, begleitet von Familie und Freunden, während sich Eitan von Beginn an das Geschehen heran wagt. Beide Erzählungsstränge werden sich treffen auf dem Höhepunkt - des Schaffens des einen und der Gleichgültigkeit des anderen. Die Auswahl und Darstellung der Charaktere ist sehr gut gelungen - zumal Wertigkeiten füreinander und für ihr Handeln sehr deutlich hervorgehoben sind. Es ist schwer für jemanden Partei zu ergreifen (und wohl auch nicht so gedacht), da die Hauptakteure aus Liebe und Hass geknüpft sind. Aussichtslosigkeit - beinahe Resignation - zieht sich als roter Faden durch den Roman. Herausragende Spannung ist zu erwarten, ihre Spitzen werden von den Attentaten unterstützt und reichen darüber hinaus. Die Trostlosigkeit der Geschichte mag mitunter anstecken und macht traurig! Dennoch ein sehr empfehlenswerter, aktueller und moderner Roman, der sich ins Zeitgeschehen einfügt.
+++++ (ein Amazon Kunde): Alltäglicher Terror - Alltag des Terrors
Eitan Ennoch, ein junger, erfolgreicher Israeli, überlebt nur durch einen glücklichen Zufall ein palästinensisches Selbstmordattentat. Kurz zuvor macht er die Bekanntschaft von Giora, der bei eben diesem Anschlag umkommt. Eitan macht sich auf den Weg, Gioras Familie zu besuchen. Dabei entgeht er zwei weiteren Anschlägen nur um Haaresbreite. Während Eitan für die jüdischen Israelis zur Symbolfigur des Widerstandes wird und in Fernseh- und Rundfunkshows auftritt und er gerade aus diesem Grund für die palästinensischen Extremisten selbst zu einem Ziel voller Symbolkraft wird, gerät sein eigenes Leben zusehends aus allen Fugen. Parallel wird die Geschichte des Palästinenser Fahmi erzählt, der vor dem Hintergrund der israelischen Besatzung seiner Heimat immer tiefer in den Extremismus der verschiedenen Aktivistengruppen gerät. Am Ende kommt es zum verhängnisvollen Aufeinandertreffen dieser beiden Schicksale. Assaf Gavron gelingt es, diesen schwierigen Stoff mit wunderbarer Leichtigkeit und subtilem Humor zu schildern, ohne dabei das Thema für eine Pointe zu verraten. Gavron bezieht nicht Stellung, übt keine Schuldzuweisung und macht gerade damit eindrucksvoll deutlich, warum es so schwer ist, das Pulverfass Naher Osten zu befrieden. Ein beeindruckendes Buch, das auf unterhaltsame Weise ein komplexes Thema mehr erhellt, als die meisten Sachbücher.
+++++ (ein Amazon Kunde): ein Buch das gleichzeitig unterhält und informiert
Da mein Vorrezensent den Inhalt dieses Buches bereits auf den Punkt gebracht hat, möchte ich mich nur auf folgende Anmerkungen beschränken: Dieses Buch hat mich fasziniert, weil diese schwierige politische Situation, die wir Europäer gar nicht richtig einschätzen und beurteilen können, auf äußerst informative und unterhaltsame Weise dem Leser nahe gebracht wird. Schon der Titel, "Ein schönes Attentat", ist ja ein Widerspruch in sich und dieser Widerspruch zieht sich durch den ganzen Roman. Das Buch liest sich leicht, trotz der schweren Thematik. Es ist eine Bereicherung für jeden der sich für dieses Land interessiert.
+++++ (ein Amazon Kunde): Dieser Roman bringt den Konflikt im Nahen Osten, seine Wurzeln und seine Aussichtslosigkeit auf den schmerzhaften Punkt
Die schier ausweglose Situation zwischen Israelis und Palästinensern ist in der Vergangenheit schon das Thema zahlreicher Romane und Erzählungen gewesen. Je nach Blickwinkel wurden dabei unterschiedliche Erfahrungswelten und Betroffenheiten in den Mittelpunkt gestellt. Jessica Durlachers "Emoticon" zum Beispiel hat vor etwa zwei Jahren eindeutig Partei ergriffen und den hinterhältigen Terror der palästinensischen Organisationen gegeißelt. Viele israelische Autoren wie Amos Oz, David Grossmann haben in der Vergangenheit sich literarisch diesem fast unlösbaren Verhältnis gewidmet und dabei nie die Hoffnung aufgegeben, dass es trotz des tiefsitzenden Hasses auf beiden Seiten zu einer Annäherung kommen kann, ja muss. Besonders beeindruckt haben mich im vergangenen Jahr drei Bücher aus Israel, die sich mit dem Verhältnis zwischen Juden und Palästinensern befassen: Avirama Golans "Die Raben", Eshkol Nevos "Vier Häuser und eine Sehnsucht" und das auch bei Luchterhand erschienene Buch des jungen Schriftstellers Yiftach Ashkenazy von "Der Geschichte vom Tod meiner Stadt". Das neue Buch von Assaf Gavron nun beschreibt den alltäglichen Wahnsinn im Nahen Osten auf eine ganz besondere, eigene und unverwechselbare Art, wie ich sie so voller Komik und Ironie vorher noch nicht gelesen habe. Gavron, in Israel als einer der originellsten und besten Schriftsteller sehr geschätzt, beschreibt in seinem neuen Roman die Geschichte von Eitan Enoch, einem jungen Israeli, der mit seiner Tätigkeit bei einer Hightech-Firma, die sich auf Programme und Systeme spezialisiert hat, die ihren Kunden überall in Europa helfen wertvolle Zeit zu sparen, was Gavron voller Ironie schildert, gutes Geld verdient und sehr erfolgreich ist. Die dauernden Attentate von palästinensischen Terroristen nimmt er eher auf die leichte Schulter, während seine Freundin, die als Anwältin arbeitet, über die ganze Situation sehr besorgt und verängstigt ist. Der Roman beginnt mit einer Szene in einem Bus, mit dem Eitan zur Arbeit fährt, und der, kurz nachdem er den Bus verlassen hat, Ziel eines Selbstmordattentäters wird. Ein junger Mann, mit dem Eitan noch kurz vor seinem Verlassen des Busses über eine verdächtige Person im Bus geredet hat, wird bei dem Anschlag getötet. Das schlechte Gewissen lässt Eitan keine Ruhe, und das ganze Buch über ist er auf der Suche nach der Geschichte dieses jungen Mannes, lernt dessen Freundin kennen, der er eine Botschaft überbringen sollte, und verliebt sich in sie. Auf dieser Suche gerät er kurz hintereinander in zwei weitere Anschläge und überlebt sie. Eitan wird zum Held, präsent in allen Fernsehsendungen. Gleichzeitig macht ihn dies zur endgültigen Zielscheibe der Terroristen, über deren Pläne, Gedanken, politisch-wirren Vorstellungen und Gespräche wir vom Autor parallel zur anderen Handlung immer wieder informiert werden. Denn der Palästinenser Fahmi Sabih, der die Attentate plante, liegt im Krankenhaus im Koma, ist aber bei vollem gedanklichen Bewusstsein und erzählt, immer abwechselnd mit Eitan, die Geschichte weiter. Er hadert mit seinem Schicksal und seinem Bruder, der nicht nur ihn zu diesen Attentaten angestiftet hat und dafür aus dem Gaza-Streifen auch die nötigen finanziellen Mittel bekommen hat. Wir erfahren, wie die Palästinenser von einem großen Schlag träumen und doch keine blasse Vorstellung davon haben, wie ihre Zukunft aussehen könnte. Ich fühlte mich bei der Lektüre immer wieder erinnert an Dan Diners wegweisendes Buch "Versiegelte Zeit. Über den Stillstand in der islamischen Welt", das ich auf diesem Weg allen Lesern des Buches von Gavron sehr ans Herz legen möchte. Und wir erfahren etwas vom Umgang der israelischen Gesellschaft mit dieser dauernden Bedrohung, mit der man zu leben gelernt hat und mit der man dennoch nicht wirklich leben kann, weil sie alles zerstört, was diesem Staat und dieser Gesellschaft wichtig war und ist. Darauf haben besonders Amos Oz und David Grossman in der letzten Zeit immer wieder in zahlreichen Zeitungsartikeln hingewiesen. Indem Gavron durch die Komposition seines Buches quasi eine Symmetrie des Leidens auf beiden Seiten herstellt, bringt er den Konflikt, seine Wurzeln, aber auch seine Aussichtslosigkeit auf den schmerzhaften Punkt. Dass es ihm dabei gelingt, dem allen eine tragikkomische Seite abzugewinnen, macht die Lektüre dieses Buches zu einem Ereignis, das nicht nur in Israel sicher manche Leser auf die Palme bringen wird. Denn wie gesagt, er schildert nicht nur die Situation der Opfer, sondern führt uns weit in die Gedankengänge und Gefühlswelten der terroristischen Täter hinein. Fern ab vom Geschehen, kann sich der deutsche Leser nur vorstellen, welche Diskussionen dieser absolut lesenwerte und spannenden Roman in Israel ausgelöst hat. Ich wünsche diesem Buch in Deutschland viele Leser, die sich danach vielleicht intensiver mit der Situation in Israel befassen werden, und vielleicht auch zu anderen Büchern über dieses endlose Themen greifen werden.

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Jasmin | in den Warenkorbin den Warenkorb

Autor/Autoren: Eli Amir
Herausgeber: C. Bertelsmann Verlag
Gebundene Ausgabe

Stichworte: [HC/Belletristik/Erzählende Literatur] [Belletristik] [Erzählungen] [Romane] [6-Tage-Krieg; Romane/Erzählungen] [Israel; Romane/Erzähl.] [Palästinenser; Romane/Erzählungen] [Israelische Belletristik] [Roman, Erzählung]

Kundenmeinungen:
+++++ (ein Amazon Kunde): Ehrliche Beschreibung eines Arabischen Juden
Eli Amir verpackt, wie kein anderer, sozial politische Konflikte und kulturelle Konflikte in ein Liebesroman. Das ist ihm, wie immer sehr gut gelungen. Leider ist diesmal die Übersetzung nicht ganz geglückt.

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Tanzende Araber | in den Warenkorbin den Warenkorb

Autor/Autoren: Sayed Kashua
Herausgeber: Bvt Berliner Taschenbuch Verlag
Taschenbuch

Stichworte: [Israelische Belletristik] [Roman, Erzählung] [TB/Belletristik/Gegenwartsliteratur (ab 1945)] [Belletristik] [Erzählungen] [Romane] [Israel; Romane/Erzähl.] [Palästinenser; Romane/Erzählungen]

Kundenmeinungen:
+++++ (ein Amazon Kunde): Schmerzhaft auseinanderklaffende Identitäten
Sayed Kashua, Jahrgang 1975, ist ein arabischer Journalist und Autor mit israelischer Staatsbürgerschaft. Er lebt im palästinensischen Teil des Dorfes Beit Safafa bei Jerusalem. Schon durch diese beiden Angaben wird die ganze Problematik seiner Existenz deutlich: hin- und hergerissen zwischen arabischer und moderat-islamischer Identität und gleichzeitiger Kritik an der Rückständigkeit seiner Glaubensbrüder auf der einen und seiner Identität als israelischer Staatsbürger und gleichzeitiger Kritik an der Palästinenserpolitik der israelischen Regierung auf der anderen Seite, zeichnet er, mit viel biographisch geprägtem Einfühlungsvermögen, seine Hauptfigur. Ein palästinensischer Junge aus einem gebildeten, aber nichtsdestoweniger radikal islamistisch geprägten Elternhaus, wird auf ein jüdisches Internat geschickt. Trotz seiner hohen Intelligenz scheitert er an den auseinanderklaffenden Identitäten, denn er möchte so gerne ein Jude sein, modern, aufgeschlossen und aufgeklärt. Statt dessen wird er depressiv, er kommt nicht von seinem übermächtigen Vater los, der hauptsächlich in der Vergangenheit lebt, von einem panarabischen Großreich träumt und mit den radikalen Fedayin sympathisiert. Das Buch ist in Israel, und zeitgleich in Europa mit viel Begeisterung aufgenommen worden. Kashua gibt einem wichtigen Teil der israelischen Bevölkerung eine Stimme, auch wenn sie noch schwach und wenig selbstbewusst daherkommt. Es atmet wenig Hoffnung für die Situation der Palästinenser. Es ist, als würden durch den Autor die Ergebnisse des dritten, unter der Ägide der UN verfassten Arab Human Development Report bestätigt, die von einem völligen kulturellen und politischen Versagen der arabischen Welt schreibt. Dies ist umso bemerkenswerter, als die Autoren ausschließlich arabische Intellektuelle und Akademiker sind (ähnlich wie der Hauptfigur in Kashuas Roman). Zitat: „ Fremde Intervention hin oder her – die Freiheit wird von zwei Sorten (innerer) Machtausübung bedroht: von undemokratischen Regimen sowie von Tradition und Tribalismus, die im Gewande des Glaubens auftreten.“ Wer eine weniger wissenschaftliche Beschreibung der Vorgänge, speziell in Palästina vorzieht, dem sei der Erstlingsroman von Sayed Kashua, aber auch sein zweiter Roman „Da ward es Morgen“ dringend ans Herz gelegt. Beide Bücher sind erfrischend undogmatisch, arbeiten mit einer ausdrucksvollen und feinfühligen Tragikomik, sind nicht antijüdisch und doch auf eine schmerzhafte Art und Weise dem Schicksal seines Volkes verbunden. Man wird mit Sicherheit von diesem Autor noch hören.
+++++ (ein Amazon Kunde): Fernste Nähe
Sayed Kashuas Protagonist hat mit Mitte Zwanzig bereits die unterste Stufe erreicht: er trinkt, er raucht, sein Philosophiestudium ist versandet, seine Frau verachtet ihn. Dabei scheinen die Aussichten für den israelischen Palästinenser anfangs gar nicht schlecht. Mehr oder weniger zufällig besteht er die Aufnahmeprüfung eines jüdischen Internats, wo er nach einigen Schwierigkeiten bald die Freizügigkeit eines anderen Lebensstils lieben lernt. Doch seine Assimilierungsversuche stoßen auf äußere und innere Grenzen, das Spiel der Identitäten droht zu einer Identität des Scheiterns zu gerinnen. Sayed Kashua, Jahrgang 1975, vermittelt uns die Geschichte einer unmöglich scheinenden Vermittlung zwischen Juden und Arabern. Die zahlreichen präzise-zweideutig formulierten Erinnerungsfragmente, die der Roman episodisch zusammenführt, geben Einblicke in das Lebensgefühl eines desillusionierten jungen Mannes, der, weder Jude, noch Araber, den vertriebenen Ursprung beider an seiner eigenen Zerrissenheit abliest.
+++++ (ein Amazon Kunde): Sprich nicht über Politik
Als Kind schläft er bei seiner Großmutter im Bett, um sie vor dem Tod zu schützen. Im elterlichen Garten baut er kleine Schützengräben und spielt mit seinem Bruder Krieg. Doch er ist ganz anders als sein Vater. Noch nicht einmal eine arabische Fahne kann zeichnen. Er will lieber Jude sein, das ist viel cooler. Er, der Namenlose, das ist Sayed Kashua, Jahrgang 1975. In seinem stark autobiografisch geprägten Roman erzählt er die Geschichte eines israelischen Arabers. Israelischer Araber - was soll das eigentlich sein? Kashuas Protagonist hat Glück: Er spricht hebräisch und geht auf eine jüdische Schule. Dass er Araber ist, sieht man ihm nicht an. Das Problem ist seine innere Zerrissenheit: Als er zum ersten mal Juden sieht, pinkelt er sich vor lauter Aufregung in die Hose. Das war im Kindergarten. Später wird er auf eine Schule für Begabte versetzt. Er ist der einzige Araber dort und fühlt sich wie eine Außerirdischer. Wegen seines rosafarbenen Bettlakens und dem falschen Aussprechen hebräischer Wörter von seinen Mitschülern gehänselt, entwickelt er ein nebulöses Selbstbild. "Juden, das bedeutete, dass ein paar Stunden Unterricht ausfielen, und die Lehrer benahmen sich ganz anders, sie schlugen uns nicht und lächelten die ganze Zeit". Jude-Sein bedeutet keine lachenden Mitschüler, keine Angst vor Kontrollen der jüdischen Grenz-Soldaten, kein Inkognito-Leben mehr. Letztendlich aber bleibt Kashuas Protagonist ein Verlassener zwischen den Welten: "Zuweilen denke ich daran zum Judentum überzutreten, und dann glaube ich wieder, ich müsste mich selbst in die Luft sprengen oder die Soldaten an der Kreuzung in Ra\'anana überfahren". Der Erstlingsroman von Sayed Kashua erzählt die Geschichte einer Kindheit und die Suche nach Selbstbestimmung und Identität in einem zerrissenen Land. Minutiös beobachtete Alltagsgeschichten wechseln sich ab mit realistischen Schilderungen über das annektierte Dorf. Trotz des ernsten Themas macht Kashua keinen Halt vor Pointen, in denen er in sarkastischen Tönen die Tragik der Lebenssituation kommentiert. Ironie als Überlebensstrategie: Wir dürfen Lachen, auch ohne dass uns das Lachen im Halse stecken bleibt. Sayed Kashua arbeitet als Filmkritiker und Kolumnist für eine Wochenzeitung in Tel Aviv. "Tanzende Araber", erschienen 2002 im Berlin Verlag, zählt zur großen Entdeckung in der israelisch-palästinensischen Gegenwartsliteratur.
++++ (ein Amazon Kunde): Innenansichten eines palästinensischen Israeli
Das Buch schildert ein persönliches Scheitern, das allzu menschlich erscheint in einer Situation, die aufgrund des Palästina-Konflikts einzigartig ist. Zudem erinnert das Buch an einen Aspekt, der bei der Israel-Problematik häufig vergessen wird, nämlich dass ein Großteil der Israelis arabischer Abstammung ist, und trägt den Leser in einer Innenansicht durch die vielfältigen Widrigkeiten, die das Schicksal eines in Israel geborenen Arabers mitsich bringt. Einem Leser, dem die Geschichte und Situation des Konflikts in Israel/Palästina nicht bekannt ist, wuerde ich das Buch eher nicht empfehlen, da vieles ohne dieses Kenntnisse vermutlich unverständich bleibt. Für jeden Israel/Palästina-Interessierten stellt es jedoch sicher eine Bereicherung da, die eindrucksvoll eine menschliche Dimension dieses Konflikts schildert.

top alles gaza: geteilte geschichten

Alles Gaza: Geteilte Geschichten | in den Warenkorbin den Warenkorb

Autor/Autoren: Samir El-Youssef, Etgar Keret
Herausgeber: Luchterhand Literaturverlag
Broschiert

Stichworte: [TB/Belletristik/Erzählende Literatur] [Belletristik] [Erzählungen] [Romane] [Israel; Geschichten] [Libanon; Geschichten] [Palästinenser; Geschichten] [Israel] [Israelische Belletristik] [Palästina] [Roman, Erzählung]

top der überaus großartige ultimative nahost-friedensplan

Der überaus großartige ultimative ...  

Autor/Autoren: Eran Katz, Edith Beleites
Herausgeber: Eichborn
Gebundene Ausgabe

Stichworte: [Belletristik] [Erzählungen] [HC/Belletristik/Gegenwartsliteratur (ab 1945)] [Romane] [Nahostkonflikt / Nahostkrieg; Romane/Erzählungen] [Christen] [Israel] [Jerusalem] [Muslime] [Palästinenser] [Juden] [Nahost] [Englische Belletristik] [Roman, Erzählung]

Zwei Wochen Überlebenstraining in Nahost. Diese zündende Geschäftsidee verwirklichen ein Jude, ein Araber und ein Christ in Zeiten wirtschaftlicher Rezession. Denn Religion ist Religion, aber Geschäft bleibt Geschäft. Die Zielgruppe, die das Business-Trio erreicht, besteht wie erwartet aus “Blutrünstigen, Verrückten, Gelangweilten“. Höhepunkt der Survival-Tour: Ein von den Palästinensern trainiertes Touristen-Team plant, eine jüdische Siedlung anzugreifen. Doch dann laufen die Ereignisse gewaltig aus dem Ruder. Zartböses russisches Roulette in Nahost inszeniert dieser Roman. Noch mehr als Juden und Araber geraten die teilnehmenden Abenteuer-Touristen stereotyp: Franzosen sinnlich, Deutsche schuldbewusst, und aus den USA nehmen ein actionbesessener Vietnam-Veteran sowie eine mit den Palästinensern sympathisierende Jüdin teil. Zu Letzt droht ein friedliebender buddhistischer Mönch zum Scharfschützen zu mutieren. Katz' weitgehend unparteiischer Roman kommt letztendlich dem zeitlosen Appell nah, unabhängig von Religion und Herkunft einfach nur Mensch zu sein. Diesen großen Gedanken formulierte Gotthold Ephraim Lessing Ende des 18. Jahrhunderts in Nathan der Weise besonders eindringlich. Und tatsächlich heißt eine Figur im vorliegenden Werk auch Nathan -- nämlich ein Buchverkäufer der US-Kette Barnes & Noble. Das Buch des Israeli Katz fußt auf einer wahrhaft guten und kühnen Idee. Hintergründigen jüdischen Humor mögen deutsche Leser in der Regel auch. Dennoch hätte der Autor aus seinem inspirierenden Einfall noch mehr überzeugende Überraschungen gewinnen können. So ist es kein Wunder, dass Der überaus großartige ultimative Nahost-Friedensplan reiner Wunschtraum bleibt. Bis heute stehen sich Menschen verschiedener Religionen mit ihrem Wahrheitsanspruch oft gegenseitig im Wege. Im Nahen Osten erleben Juden und Araber Tag für Tag den ganz normalen Wahnsinn. Angesichts dessen fragen Zweifler, ob ein humoristischer Roman dieser todtraurigen Tragödie gerecht wird. Doch gerade wenn alles aussichtslos erscheint, bleibt Menschen oft nur das Lachen. Und das macht diesen ungewöhnlichen Roman über die leidvolle Verzweiflung hinaus stimmig. --Herwig Slezak Aus der Amazon.de-Redaktion

Kundenmeinungen:
+++++ (ein Amazon Kunde): Genial Böse
Vielleicht ein Buch, das man nur ganz verstehen kann, wenn man hier im Nahen Osten gelebt hat (oder immer noch lebt). Für solche, die sich jeden Tag mit dem "Wahnsinn" dieses Konfliktes auseinander setzen müssen, ist dieses Buch genial. In einer irrealen Welt kann man nur noch mit Sarkasmus überleben. Der schwarze und vor allem tiefsinnige Humor wird der Lage im Land gerecht: "von außen" vielleicht nicht nachvollziehbar - wer jedoch bereit ist, den bequemen Fernsehsessel "Deutschland" zu verlassen und der Realität vor Ort bereit ist ins Auge zu sehen, weiß die Qualität dieses Buches zu schätzen.
+++++ (ein Amazon Kunde): Witzig und bitter
Nur von den vergleichsweise kurzatmigen und manchmal gar groben Witzen, die unter die Gürtellinie gehen, wie auch mit dem allzuschnellen, fast abrupten Schluss bin ich nicht unbedingt einverstanden. Alles andere ist sehr empfehlenswert. Beide Parteien des Konfliktes sowie Gäste, Vertreter jeweiliger Länder als Touristen, werden erbarmungslos durch den Kakao gezogen, mit ihren allen nur möglichen Vorurteilen, über die sie immer wieder stolpern, sich wundern und doch kaum reflektieren.
+++++ (ein Amazon Kunde): Besser als das echte Leben
Habe selten so gelacht über den Nahostkonflikt. Insbesondere hat mir gefallen, wie Katz rückischtslos seine Hiebe austeilt, egal ob Freund oder Feind - jeder kriegt was ab. Und nicht zuwenig!

top sharon und meine schwiegermutter: tagebuch vom krieg aus ramallah, palästina

Sharon und meine Schwiegermutter: Tagebuch vom ... | in den Warenkorbin den Warenkorb

Autor/Autoren: Suad Amiry
Herausgeber: Fischer (Tb.), Frankfurt
Broschiert

Stichworte: [TB/Belletristik/Gegenwartsliteratur (ab 1945)] [Belletristik] [Erzählungen] [Romane] [Palästinenser; Romane/Erzählungen] [Italienische Belletristik] [Palästina] [Roman, Erzählung] [Westbank (Palästina)] [Westjordanland]

Kundenmeinungen:
++ (ein Amazon Kunde): Bewegend und doch zäh
Ich habe das Buch gekauft, weil es in der Zeitschrift Brigitte gelobt wurde. Allerdings wurde ich daraufhin enttäuscht - vielleicht aufgrund zu hoher Erwartungen. Das Thema ist interessant. Aber Suad Amiry beschreibt ihr Leben sehr stückhaft. Manchmal hatte ich das Gefühl, mir fehlt Hintergrundwissen, wobei ich durchaus weltpolitisch interessiert bin. Ich habe es immerhin ausgelesen und kann es nur bedingt empfehlen - den Palästina-Experten und Tagebuch-Liebhabern.
+++++ (ein Amazon Kunde): Hier erzählt eine Frau, und sie erzählt gut!
Ein Tagebuch vom Krieg aus Ramallah, in der Zeit vom 17. November 2001 bis 26. September 2002. Das Hauptquartier Arafats wurde in dieser Zeit von der israelischen Armee belagert. Wir sahen diese Bilder täglich in den Nachrichten. Haben Sie schon mal daran gedacht, dass in den Häusern rechts und links davon Menschen leben? Eine davon ist die Schwiegermutter der Autorin, eine über 90jährige Frau. Mit ihr verbringt Suad Amiry, von Beruf Architektin, die Zeit der Besetzung und der Ausgangssperren. Ich habe das Buch gekauft, nachdem ich diesen Satz las: „Vielleicht kann ich ihnen eines Tages die 34 Tage Haft vergeben, aber niemals wird es mir gelingen zu vergessen, dass ich sie mit meiner Schwiegermutter verbringen musste." Gelungen ist es der Autorin, ein menschliches Bild dieser Zeit und der Situation in den palästinensischen Gebieten zu geben. Dieses Buch ist ein Muss für alle, die die Situation im Nahen Osten interessiert und die keine Lust haben auf die immer gleichen Statements der Politiker. Hier erzählt eine Frau, und sie erzählt gut. Ein lesenswertes und gut lesbares Buch! Suad Amiry engagiert sich derzeit in einer bedeutenden Friedensinitiative von palästinensischen und israelischen Frauen.

top das tor zur sonne

Das Tor zur Sonne | in den Warenkorbin den Warenkorb

Autor/Autoren: Elias Khoury, Leila Chammaa
Herausgeber: Klett-Cotta
Gebundene Ausgabe

Stichworte: [HC/Belletristik/Gegenwartsliteratur (ab 1945)] [Belletristik] [Erzählungen] [Romane] [Palästina, Geschichte; Romane/Erzähl.] [Palästinenser; Romane/Erzählungen] [Arabische Belletristik] [Roman, Erzählung]

Kundenmeinungen:
++++ (ein Amazon Kunde): Brainstorming
Wer hinter diesem Buch eine chronologische Geschichtsschreibung des jüdisch/isralisch-palästinensischen Konflikts erwartet ist auf den Holzweg. Der kann mit diesem Buch wohl eher wenig anfangen. Es wird eher versucht eine art Soziogramm zu erstellen, von "dem Palästina", "den Palästinensern" und von "dem Konflikt" mit Israel, mit den Christen im Libanon während des Bürgerkriegs. Das ganze Buch ist ein Monolog des Arztes Kahlil indem er dem im Koma liegenden Freiheitskämpfer der ersten Stunde Yunus, aus seinem Leben erzählt. Er erzählt Mythen über die Befreiung von Dörfern von den Israelis, über die arabische Befreiungsarmee, über das Leben in den Flüchtlingslagern. Aber in erster Linie erzählt er Geschichten von Individuen, von Müttern die ihre Kinder verlieren, von Lügnern die mit Geschichten über Massaker ihre Produkte vertreiben, von der Gegenwart im Flüchtlingslager und als wesentliche Zutat (Teil wäre das falsche Wort) dieses Buches, die Geschichte von Yunus Ehefrau Nahila... Es mag stimmen, dass die übersetzung nicht überall die richtigen Worte findet; und es IST zweifelsohne so, dass das Buch keine echte Struktur findet; was meiner Meinung nach aber durchaus gewollt ist; der Wahnsinn und der Schwachsinn dieser Kämpfe, die überall staattfinden, und wo es über einen Zeitpunkt dutzende Geschichten mit dutzenden "Wahrheiten" gibt. Etwas was diesem Buch sehr hoch anzurechnen ist, ist der Faktum, dass hier eigentlich kaum auf die "großen politischen Zusammenhänge" eingegangen wird... Khoury beschränkt sich voll und ganz auf die "Wahrheit" von Freiheitskämpfern, von Mudschaheddin, von Truppenkommandanten die sich nicht an die Befehle halten bzw. denen die sich gerade an Befehle halten... Die Frage der Wahrheit ist eine die sehr oft gestellt wird in diesem Roman; es zeigt sich so plastisch, so evident wie in keinem anderen Buch, dass es die einfache, die absolute Wahrheit nicht gibt. Nicht im Kampf und auch nicht in der Liebe. Alles in allem ein sehr empfehlenswertes Buch. Nicht um Geschichte zu transportieren, sondern um den Krieg und Kampf der Palästinenser mit all den Lügen und Wahrheiten, Helden und Versagern, Zauberei und harter Realität in einer Form darzustellen, wie ich sie in noch keinem anderen Buch gelesen habe. Nicht um mehr Wissen zu erhalten, sondern einfach "nur" um mehr zu Verstehen.

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Heisser Frühling | in den Warenkorbin den Warenkorb

Autor/Autoren: Sahar Khalifa
Herausgeber: Unionsverlag
Gebundene Ausgabe

Stichworte: [Belletristik] [Erzählungen] [HC/Belletristik/Gegenwartsliteratur (ab 1945)] [Romane] [Nahostkonflikt / Nahostkrieg; Romane/Erzählungen] [Palästinenser; Romane/Erzählungen] [Westbank; Romane/Erzähl.] [Palästinensische Belletristik] [Roman, Erzählung]

top vertreibung aus dem paradies. meine lange flucht aus palästina

Vertreibung aus dem Paradies. Meine lange ... | in den Warenkorbin den Warenkorb

Autor/Autoren: Halima Alaiyan
Herausgeber: Ullstein Tb
Broschiert

Stichworte: [Belletristik] [Erzählungen] [Romane] [TB/Sachbücher/Politik, Gesellschaft, Wirtschaft/Biographien, Autobiographien] [Frau im Islam; Biografien] [Muslimin] [Palästinenser; Biographien] [Palästinenserin] [Erinnerung] [Palästina] [Politik, Diplomatie] [Roman, Erzählung]

Kundenmeinungen:
+++++ (ein Amazon Kunde): Einfach nur Wahnsinn!
Dieses Buch ist eines der besten, das mir in den letzten paar Jahren untergekommen ist! Halima Alaiyan schildert hier ihre Flucht aus Palästina als kleines Kind. Sie wächst im ägyptischen Exil auf und heiratet mit 16 ihren Cousin Ahmed. Als ihr Mann in Deutschland Medizin studieren kann, muss Halima zu ihren Schwiegereltern nach Gaza ziehen. Dort leidet sie nicht nur unter der räumlichen Trennung ihres Mannes, sondern auch unter der Behandlung der Schwiegereltern, die ihr das Leben schwer machen. Nach einem Jahr holt Ahmed Halima nach Deutschland, ohne die Kinder, da nicht genügend Geld vorhanden ist. 2 Jahre kämpft Halima darum ihre Kinder nach Deutschland zu holen. Als es ihr gelingt ist ihr Sohn bereits schwer krank... Dieses Buch ist sehr spannend und zugleich einfühlsam geschrieben. Es gibt einen guten Einblick in die muslimischen Traditionen und die Rolle der Frau. Es lässt sich sehr gut lesen und bleibt einem noch lange im Gedächtnis. Absolut empfehlenswert!